Seite 7: Fazit

Die TUF-Gaming-Serie von ASUS stellt weiterhin den Gaming-Einstieg dar. Eins der Modelle stellt das nun getestete TUF Gaming B550M-Plus (Wi-Fi) im kompakten Micro-ATX dar, das ASUS optional auch ohne WLAN- und Bluetooth-Modul zu einem marginal vergünstigten Preis anbietet. Den VRM-Bereich hat ASUS mit einem realen 4+2- und effektiven 8+2-Phasendesign angemessen dimensioniert. Mit einem Gesamt-Output von 400 A auf der VCore-Seite war in unserem Overclocking-Test ein stabiler Betrieb mit 4,3 GHz auf allen sechs Kernen des Ryzen 5 3600X möglich.

Bei der Ausstattung sind keine besonderen Features anzutreffen, sie fällt aber solide und dem Preis angemessen aus. Bis zu 128 GB können installiert werden und für Erweiterungskarten werden über den B550-Chipsatz einmal PCIe 3.0 x1 und einmal PCIe 3.0 x16 (elektrisch mit x4) angeboten. PCIe 4.0 wird über den oberen PCIe-x16-Steckplatz mit voller Anbindung über den AM4-Prozessor (Matisse und Vermeer) realisiert. Einer von maximal zwei M.2-Schnittstellen wurde ebenfalls mit der CPU gekoppelt und kann maximal mit PCIe 4.0 x4 arbeiten, die Untere hingegen wird durch den PCH auf höchstens PCIe 3.0 x4 begrenzt. Es lassen sich darüber hinaus jedoch auch noch vier SATA-Geräte anschließen. Hier hätten wir uns gewünscht, dass ASUS die vier Ports nicht vertikal, sondern horizontal ausrichtet.

Selbstverständlich lassen sich auch zahlreiche USB-Geräte anklemmen. ASUS sieht für das TUF Gaming B550M-Plus (Wi-Fi) viermal USB 3.2 Gen1 über den AM4-Prozessor, jeweils zweimal USB 3.2 Gen2 und USB 3.2 Gen1 sowie sechsmal USB 2.0 über den Chipsatz vor. Über das I/O-Panel selbst sind acht USB-Anschlüsse davon direkt erreichbar. Egal, ob man nun die WLAN-Version kauft oder nicht, in jedem Fall hält sich ein 2,5-GBit/s-LAN-Port bereit. Bei der WLAN-Variante ist eben auch noch ein Wi-Fi-6-Modul (Intel AX200) mit dabei, das auch Bluetooth in der Version 5.1 unterstützt. Sämtliche Audiosignale werden hingegen vom Realtek ALC1200 gestemmt.

Gut gefallen hat uns die sehr angenehme Energie-Effizienz durch alle Last-Stufen hinweg, das UEFI jedoch war mit der Maus nicht wirklich zu bedienen, sodass man mit der Tastatur wesentlich besser fährt. Aber auch hier sehen wir noch etwas Optimierungspotential, denn nach längerer Benutzung wird das UEFI auch hier immer träger.

Ja, auch die B550-Mainboards haben die Preise generell ansteigen lassen, doch liegen das ASUS TUF Gaming B550M-Plus und das TUF Gaming B550M-Plus (Wi-Fi) mit einem Preis ab 131 Euro respektive 142 Euro noch im Rahmen. Von der UEFI-Trägheit abgesehen, konnte das Board überzeuge.

Positive Eigenschaften des ASUS TUF Gaming B550M-Plus (Wi-Fi):

  • sehr gute Leistungsfähigkeit mit einer ausreichenden CPU-Spannungsversorgung
  • vier SATA-6GBit/s-Schnittstellen, zwei USB-3.2-Gen2- und sechs USB-3.2-Gen1-Buchsen
  • PCIe-4.0-Unterstützung an einem PEG-Slot
  • gute Gesamtperformance, gute Stabilität und gute Energie-Effizienz
  • eine M.2-M-Key-Schnittstelle mit PCIe 4.0 x4
  • WLAN-ax und Bluetooth 5.1 (nur bei der WLAN-Version!)

Negative Eigenschaften des ASUS TUF Gaming B550M-Plus (Wi-Fi):

  • BIOS-Bedienung mit der Maus sehr träge

ASUS' TUF Gaming B550M-Plus (Wi-Fi) eignet sich gerade für kompaktere Gaming-Systeme sehr gut und bietet eine solide Ausstattung, die den meisten Anwender ausreichen dürfte.

Persönliche Meinung

Auch wenn ich ein wenig die alten TUF-Mainboards vermisse, so sind die heutigen, zur Gaming-Einstiegsserie degradierten TUF-Gaming-Mainboards keinesfalls schlecht und bieten den preisbewussten Interessenten ansprechende Mainboards an, die den Aufpreis der ROG-Modelle für ungerechtfertigt erachten. Wem speziell das TUF Gaming B550M-Plus (Wi-Fi) zusagt, bekommt einen guten Unterbau. (Marcel Niederste-Berg)