Seite 8: Fazit

ASRocks Z390 Phantom Gaming 9 ist das Flaggschiff-Modell aus der neuen Phantom-Gaming-Serie, für die der Fatal1ty-Zusatz weichen musste. Die Hardware-Basis ist allerdings nicht neu für uns, da wir uns diese bereits beim Z390 Taichi anschauen durften. ASRock ist allerdings auch dafür bekannt, aus Kostengründen für mehrere Mainboard-Modelle auf ein identisches PCB zu setzen. So verwendet ASRock beim Z390 Phantom Gaming 9 und beim Z390 Taichi (Ultimate) exakt dasselbe PCB mit ATX-Abmessungen, wobei sich lediglich die Bestückung etwas unterscheidet.

Bis auf den zusätzlichen 2,5-GBit/s-LAN-Controller (Realtek RTL8125AG) und die Power- und Reset-Taster ist das ASRock Z390 Phantom Gaming 9 mit dem Z390 Taichi exakt baugleich. Das fängt beim guten VRM-Bereich mit 14 Spulen für den LGA1151v2-Prozessor an, geht über die fünf USB-3.1-Anschlüsse der zweiten Generation, acht USB-3.1-Schnittstellen der ersten Generation, die vier USB-2.0-Buchsen, bis hin zum identischen Storage-Aufgebot mit achtmal SATA 6GBit/s und drei M.2-M-Key-Slots.

Mit an Bord sind natürlich auch die beiden Gigabit-LAN-Ports (Intel I219-V und I211-AT). Besonders loben möchten wir ASRock dafür, dass sie endlich von Intels Wireless-AC-3168-Modul (max. 433 MBit/s) Abstand genommen haben und beim Z390 Phantom Gaming 9 stattdessen auf das Wireless-AC-9260-Modell (max. 1,73 GBit/s) setzen.

Für diverse Erweiterungskarten stehen drei PCI-Express-3.0-x16-Steckplätze auf mechanischer Basis und auch zwei PCIe-3.0-x1-Slots bereit. Realteks ALC1220-Codec übernimmt stattdessen zusammen mit fünf Audio-Kondensatoren und einem NE5532-Kopfhörerverstärker von Texas Instruments den Audio-Part. Dem Anwender stehen dazu die üblichen fünf 3,5-mm-Klinke-Buchsen und einmal TOSLink zur Verfügung. Davon abgesehen wird der Onboard-Komfort mit einer Debug-LED, Status-LEDs und einem CMOS-Clear-Button am I/O-Panel erhöht.

Preislich positioniert sich das ASRock Z390 Phantom Gaming 9 mit mindestens 280 Euro zwischen dem Z390 Taichi (245 Euro) und dem Z390 Taichi Ultimate (295 Euro). Diesen Preis empfinden wir für den Flaggschiff-Status als gerechtfertigt. Sofern allerdings auf die Extra verzichtet werden kann, die das Z390 Phantom Gaming 9 mit sich bringt, können mit dem Kauf des Z390 Taichi noch ein paar Euro eingespart werden.

Positive Eigenschaften des ASRock Z390 Phantom Gaming 9:

  • sehr gute Leistungsfähigkeit mit einer sehr guten CPU-Spannungsversorgung
  • jeweils einmal 8-Pin- und 4-Pin-Stromanschluss für erweitertes Overclocking
  • umfangreiche Ausstattung, u.a. acht SATA-Schnittstellen und fünf USB-3.1-Gen2-Buchsen
  • PCI-Express-3.0-Unterstützung an drei PEG-Slots
  • sehr gute Gesamtperformance und gute Stabilität
  • drei M.2-Schnittstellen inkl. ein Passivkühler
  • WLAN-ac bis 1,73 GBit/s und Bluetooth 5.0
  • 2,5 GBit/s LAN-Controller

Negative Eigenschaften des ASRock Z390 Phantom Gaming 9:

  • keine

Das ASRock Z390 Phantom Gaming 9 ist genau wie das Z390 Taichi (Ultimate) ein gutes Overclocking-Mainboard für die neuen und alten LGA1151v2-Prozessoren und gibt sich auch bei der restlichen Ausstattung keine Blöße.

Von der Hardware her ist das ASRock Z390 Phantom Gaming 9 ein Z390 Taichi und daher ebenfalls eine gute Platine für Intels achte und neunte Core-Generation. Ich freue mich, dass ASRock endlich nach langer Zeit ein standesgemäßes WLAN- und Bluetooth-Modul verbaut hat, was wir ja nun schon einige Male negativ angekreidet hatten. (Marcel Niederste-Berg)