Seite 7: Fazit

Im quadratischen Micro-ATX-Format und mit hellem PCB schickt MSI das B360M Mortar Titanium aus der Arsenal-Gaming-Produktreihe ins Rennen. In unserem Test hat das Board kaum Schwachstellen gezeigt. Auf dem PCB halten sich vier DDR4-DIMM-Speicherbänke für einen maximalen Speicherausbau mit bis zu 64 GB einsatzbereit - allerdings auch hier bis maximal DDR4-2666. Die DIMM-Slots wurden mit dem Steel-Armor-Feature versehen.

Jeweils zwei mechanische PCIe-3.0-x16- und PCIe-3.0-x1-Steckplätze wurden auf Seiten der Erweiterungssteckplätze vorgesehen. Der PCIe-3.0-x16-Slot mit dem Steel-Armor-Feature wird direkt von der Coffee-Lake-S-CPU mit 16 Gen3-Lanes versorgt. Der Rest arbeitet wie gewohnt über den B360-PCH. Doch trotz des kleinen B360-Chipsatzes hat MSI gleich zwei M.2-M-Key-Schnittstellen verbaut, die auch beide mit maximal 32 GBit/s (PCIe 3.0 x4) angebunden sind. Um keine allzu großen Einschränkungen in Kauf nehmen zu müssen, hat das Unternehmen auf zwei SATA-6GBit/s-Ports verzichtet, sodass nun mehr vier Stück zur Verfügung stehen.

Dank des B360-PCHs ist im USB-Bereich kein Zusatzchip nötig. Am I/O-Panel wurden zwei native USB-3.1-Gen2-Ports und dazu viermal USB 2.0 hinterlassen. Doch auf dem PCB sind außerdem ein USB-3.1-Gen1- und ein USB-3.1-Gen2-Header zu finden, sodass selbst modernste Gehäuse bedient werden können. Auf Wunsch kann natürlich auch die im Prozessor integrierte Grafikeinheit angesprochen werden. Hierfür wurden mit HDMI 1.4, DisplayPort 1.2 und DVI-D drei digitale Grafikausgänge vorgesehen.

Für den Onboard-Sound hat sich MSI an Realteks ALC892-Codec und acht Audio-Kondensatoren von Chemicon bedient. Über fünf 3,5-mm-Klinke-Buchsen und einmal TOSLink kann das Audio-Equipment angeschlossen werden. Über Intels I219-V-Netzwerkcontroller erfolgt die kabelgebundene Netzwerkverbindung mit maximal 1 GBit/s. Großzügig fällt zudem die Anzahl an FAN-Headern aus, denn abgesehen vom CPU-FAN-Header können drei weitere Lüfter angeklemmt werden.

Dass das BIOS im Overclocking-Bereich beschnitten ist, ist natürlich nicht verwunderlich, allerdings kann die fehlende Einstellung zur CPU-Spannung selbst durchaus stören, wenn der Anwender diese weiter senken möchte um Strom zu sparen. Davon ab kann das MSI UEFI erneut mit einer guten Bedienung und einer guten Stabilität überzeugen. In Sachen Leistungsaufnahme konnte das MSI B360M Mortar Titanium ebenfalls Pluspunkte sammeln. Einige RGB-LEDs verstecken sich zudem rückseitig entlang des Audio-Strips.

Wem das weiße Design nicht zuspricht, dem können wir stattdessen das MSI B360M Mortar ans Herz legen, denn dieses Modell ist exakt baugleich in dunkler Erscheinungsform. In unserem Preisvergleich ist das MSI B360M Mortar Titanium zwar nicht gelistet, doch ausgehend vom Non-Titanium-Modell liegt der minimale Preis derzeit bei etwa 110 Euro - und fällt damit etwas zu hoch aus. Technisch ist das MSI-Board durchaus eine Empfehlung wert, allerdings sollte man warten, bis der Preis die 100-Euro-Marke unterschreitet.

Positive Eigenschaften des MSI B360M Mortar Titanium:

  • Sehr gute Leistungsfähigkeit mit einer guten CPU-Spannungsversorgung
  • gute Ausstattung, u.a. vier SATA-Schnittstellen und drei native USB-3.1-Gen2-Buchsen
  • PCI-Express-3.0-Unterstützung an zwei PEG-Slots
  • sehr gute Gesamtperformance, gute Stabilität und gute Energieeffizienz
  • zweimal M.2 (M-Key) mit jeweils 32 GBit/s

Negative Eigenschaften des MSI B360M Mortar Titanium:

  • CPU-Undervolting nicht möglich

Bis auf die fehlende CPU-Spannungs-Einstellung haben wir beim MSI B360M Mortar Titanium keine gravierenden Schwachstellen ausfindig machen können. 

Persönliche Meinung

Gerade für Anwender, die sich keine Gedanken um erweiterte Einstellungen machen möchten und sich für das Micro-ATX-Format begeistern können, sind mit dem MSI B360M Mortar Titanium gut aufgehoben. Zwar ist CPU-Undervolting nicht möglich, aber das interessiert nicht jeden Anwender.

Und sollte einem der helle Anstrich weniger gefallen, gibt es mit dem MSI B360M Mortar noch eine dunkle Version, die technisch absolut identisch ist. (Marcel Niederste-Berg)