Seite 7: AMD Radeon RX Vega 64 - Impressionen (1)

Bevor wir uns nun die Karte aus allen Winkeln anschauen, werfen wir noch einen Blick auf die wichtigsten technischen Daten in Form von Abmessung und Kühlung.

AMD Radeon RX Vega 64
Länge des PCBs 266 mm
Länge mit Kühler 266 mm
Slothöhe 2 Slots
zusätzliche Stromanschlüsse 2x 8-Pin
Lüfterdurchmesser 1x 75 mm
Display-Anschlüsse

3x Displayport 1.4
1x HDMI 2.0

Lüfter aus im Idle Nein

Die Radeon RX Vega 64 misst 266 mm. Das PCB und die Kühlung weisen eine identische Länge auf. Ob die Limited Edition etwas länger ist, können wir nicht sagen, da uns das entsprechende Sample fehlt. Mit dieser Länge sowie einer Dicke von zwei Slots kommt die Radeon RX Vega 64 auf übliche Desktop-Abmessungen – Probleme in den meisten Gehäusen sollte es nicht geben und selbst externe Grafikkartengehäuse kommen mit den Abmessungen zurecht. Auf die weiteren Details gehen wir noch genauer ein, wenn wir in den dazugehörigen Bildern dazu kommen.

Die schwarze Variante der Radeon RX Vega 64 zeichnet sich eigentlich schon fast durch ihre Schlichtheit aus. Wie auch schon bei den Referenzkarten der Polaris-Generation verwendet AMD eine Art Softtouch-Lack auf der Oberfläche des Kühlers. Ein Radiallüfter sorgt für die notwendige Frischluft und saugt diese am hinteren Ende der Karte an. Alles in allem dominiert die Farbe Schwarz und das Gesamtbild wird nur von einigen roten Akzenten durchbrochen.

Der Radiallüfter kommt auf einen Durchmesser von 75 mm. Er saugt die kühle Luft an und drückt sie durch das geschlossene Kühlergehäuse in Richtung der Slotblende. Ein Abschalten des Lüfters im Idle-Betrieb ist nicht vorgesehen. Diese Funktion werden wir demnach nur auf Partnerkarten sehen.

Die Rückseite der Karte ist komplett mit einer schwarzen Backplate besetzt. Diese dient dem Schutz vor Schäden, sorgt aber auch für eine gewisse mechanische Stabilität und macht die Karte steifer, so dass sie sicher im Slot verbleiben kann. An der Stelle des Kreuzes befindet sich die Befestigung des eigentlichen GPU-Kühlers, der mit Hilfe dieses Kreuzes auf die GPU gepresst wird.

Die Rückseite der Karte bietet ebenfalls einige Besonderheiten. So verbaut AMD bei den zusätzlichen Stromanschlüssen eine GPU Tach getaufte LED-Anzeige. Diese besteht aus acht LEDs und zeigt die Auslastung der GPU an. Über zwei DIP-Schalter, welche darüber in der Backplate eingebettet zu sehen sind, kann diese Anzeige deaktiviert werden. Abgestimmt auf die Farben der Radeon Vega Frontier Edition, die in blau und gelb daherkommt, kann die Farbe der LEDs auf blau umgestellt werden.

Parallel zur Slotblende zeigt sich auf der Front der Karte der Radeon-Schriftzug. Hier sind noch einmal sehr schön die Noppen zu sehen, die auf der Oberfläche vorhanden sind. Die schwarze Radeon RX Vega 64 wirkt optisch sehr schlicht, wer es einfach nur auf die Leistung abgesehen hat, wird sich über die Optik aber keine großen Gedanken machen. Deutlich hochwertiger wirken natürlich die Limited Edition und die wassergekühlte Variante. Diese konnten wir uns beriet auf dem Vega und Ryzen Threadripper Tech Day in Los Angeles näher anschauen.

Der Radeon-Schriftzug ist in beleuchteter Form auch auf der Stirnseite der Karte vorhanden. Darüber ist ein BIOS-Switch zu sehen, der zwischen einem primären und sekundären BIOS wechseln lässt. Darin inbegriffen sind unterschiedliche Verbrauchsprofile für die GPU.

Die zusätzliche Stromversorgung der Karte erfolgt über zwei 8-Pin-Anschlüsse. Laut ATX-Spezifikation liefern diese zusammen mit dem PCI-Express-Steckplatz eine Leistung von 375 W. AMD belässt es bei der Radeon RX Vega 64 in der luftgekühlten Variante bei einer TDP von 300 W, so dass die Versorgung ausreichend sein sollte.

Auf der Slotblende sieht AMD dreimal DisplayPort 1.3/1.4 und einmal HDMI 2.0 vor. Damit verzichtet auch AMD auf den Dual-Link-DVI-Ausgang. Vermutlich tut man dies, um auf der Slotblende etwas mehr Platz für die warme Abluft zu haben – dies wurde zumindest bei NVIDIA und der GeForce GTX 1080 Ti Founders Edition so begründet.