TEST

Antec NX410 im Test

Günstig, luftig und leuchtend - Fazit

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Antecs NX410 kostet nur rund 65 Euro, zeigt sich dafür aber mit modernem Design, in zwei Farbvarianten und mit erfreulich umfangreicher Ausstattung. Der Midi-Tower wurde relativ kompakt und damit platzsparend gestaltet. Das geringe Gewicht erleichtert den Transport, wird aber durch einen sparsamen Materialeinsatz und entsprechend dünnwandige Gestaltung erkauft. Auf den ersten Blick fällt die Gitterfront positiv auf, denn sie lässt auf eine effektive Kühlung hoffen. Das gilt erst recht für die Bestückung mit gleich drei Gehäuselüftern ab Werk - zumal die beiden Frontlüfter sogar 140-mm-Modelle sind. Beim Testsystem wird vor allem die CPU überzeugend gekühlt. Die GPU-Kühlleistung fällt nach unseren Messungen hingegen gerade auch im Vergleich mit Antecs eigenen FLUX-Modellen etwas ab.

Die A-RGB-LEDs in den drei Lüftern prägen ganz entscheidend die Optik. Die Beleuchtung kann einfach über die LED-Taste im Deckel gesteuert werden - allerdings auch nur darüber. Die Steuerung bzw. Synchronisation über ein geeignetes Mainboard ist nicht vorgesehen. Dadurch kann die Beleuchtung auch nicht mit anderen RGB-Produkten synchronisiert werden. Noch schwerwiegender dürfte für die meisten Nutzer aber sein, dass Antec einen speziellen Kombi-Lüfteranschluss für die Kopplung der Lüfter und einen Molex-Anschluss für die Stromversorgung nutzt. Denn dadurch lässt sich auch die Lüftergeschwindigkeit nicht steuern. Die Lüfter laufen immer mit voller Drehzahl und sind dabei klar hörbar. 

Auch an anderer Stelle muss es bei diesem Preis Sparmaßnahmen geben. Antec verzichtet auf einen Frontstaubfilter und nutzt nur das Frontgitter als grobmaschigen Staubschutz. Die Staubgitter für Deckel und Netzteil sind ebenfalls eher schlichte Lösungen. Die Blenden an den Erweiterungskartenslots müssen herausgebrochen und entsorgt werden. Dafür liegen immerhin vier Ersatzblenden bei. Trotz der kompakten Maße nimmt das Gehäuse zumindest mittelhohe Tower-Kühler und lange Grafikkarten auf. Für seine Größe zeigt es sich zudem bei den Radiatorenplätzen großzügig und erlaubt die Montage eines 360- oder 280-mm-Radiators hinter der Front bzw. eines schlanken 240- oder 280-mm-Modells unter dem Deckel. Noch etwas überzeugender bei der Kühlung und mit regelbaren Lüftern ausgestattet ist Antecs eigenes DF700 FLUX. Seine A-RGB-Lüfter können auch über das Mainboard gesteuert werden. Die 20 Euro Aufpreis dürften für die meisten Käufer gut investiertes Geld sein. 

Aus Sicht eines preisbewussten Käufers ist das NX410 eigentlich ein sehr sympathisches Gehäuse. Es leidet aber unter den nicht regelbaren Lüftern, die sich deutlich bemerkbar machen. Relevant ist der kompakte Midi-Tower deshalb vor allem für Nutzer, die sich an einem etwas höheren Schallpegel nicht stören bzw. die ohnehin eigene Lüfter verbauen wollen.

Positive Aspekte des Antec NX410:

  • kompakter Midi-Tower mit modernem Design und zwei Farbvarianten
  • Platz für mittelhohe Towerkühler und längere Grafikkarten
  • Glasseitenteil öffnet als Tür
  • zwei 140- und ein 120-mm-A-RGB-Lüfter vormontiert, luftige Gitterfront
  • 360/280-mm-Frontradiator bzw. 240/280-mm-Deckelradiator möglich
  • modularer HDD-Käfig
  • Staubgitter für Deckel und Netzteil, Frontgitter als zumindest grober Staubschutz


Negative Aspekte des Antec NX410:

  • Lüfter mit speziellen Anschlüssen und Stromversorgung über Molex, dadurch ungeregelt und laut
  • Beleuchtungssteuerung nur über LED-Taste, keine Synchronisation mit dem Mainboard vorgesehen
  • Einweg-Slotblenden müssen herausgebrochen und entsorgt werden (aber mehrere Ersatzblenden als Zubehör)
  • nur ein 3,5-Zoll-Laufwerksplatz werkzeuglos und mit Entkopplung
  • sparsamer Materialeinsatz (dafür leicht und günstig)

Preise und Verfügbarkeit
Antec NX410 weiß
Coolblue Logo Caseking Logo Geizhals Logo
Nicht verfügbar Nicht verfügbar Ab 117,53 EUR
Preise und Verfügbarkeit bei Geizhals
Antec NX410 weiß
Nicht lagernd 117,53 EUR

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