Seite 7: Fazit

Das Mesh Series CI-02B-OP ist ein aktuelles Micro-ATX-Gehäuse, wirkt in Teilen aber wie ein Retro-Modell. Chieftec verzichtet auf Glas und RGB-Beleuchtung, spendiert dem Cube dafür aber externe Laufwerksplätze für ein 5,25- und ein 3,5-Zoll-Laufwerk. Weil diese externen Laufwerksplätze gerade bei kompakteren Gehäusen weitgehend ausgestorben sind, besetzt man eine regelrechte Marktnische. Und das umso wirkungsvoller, weil das Gehäuse auch mit einer ordentlichen Auswahl an internen Laufwerksplätzen aufwarten kann. Es stehen immerhin drei reine 2,5-Zoll-Laufwerksplätze und zwei kombinierte 2,5/3,5-Zoll-Laufwerksplätze zur Verfügung. Voraussetzung ist aber die Nutzung eines kürzeren Netzteils - ansonsten muss die Seitenwand des 3,5-Zoll-Laufwerkskäfigs ausgebaut werden. 

Chieftecs Cube bietet genug Platz für typische Mittelklasse-Towerkühler und für High-End-Grafikkarten. Weil Front und Deckel einfach aufgeklappt werden können, lässt sich im Innenraum unkompliziert arbeiten. Dazu lockt das Gehäuse mit einem günstigen Preis von rund 55 Euro. Allerdings ist dabei zu berücksichtigen, dass der Micro-ATX-Cube komplett lüfterlos ausgeliefert wird. Die Kosten für Gehäuselüfter muss man gegebenenfalls also noch aufrechnen. Die für den Test genutzten Chieftronic Nova NF-1225RGB überzeugen übrigens sowohl mit ihrer Beleuchtungswirkung als auch mit ihrem breiten Drehzahlbereich. Mit dem Standard-A-RGB-Anschluss können die 32 LEDs je Lüfter zudem unkompliziert gesteuert werden. Die Kühlleistung liegt mit den beiden nachgerüsteten Lüftern auf einem konkurrenzfähigen Niveau - das zeigt gerade  der Vergleich zu DeepCools Mini-Tower Matrexx 40 3FS. Für eine Wasserkühlung ist das Chieftec-Gehäuse allerdings weniger geeignet, maximal möglich wären nur Single-Radiatoren.

Chieftec Mesh Series CI-02B-OP

Der Rotstift wurde von Chieftec nicht nur bei den Lüftern angesetzt. So werden Einweg-Slotblenden genutzt, die herausgebrochen und entsorgt werden müssen. Im Zubehör liegt immerhin eine einzelne Ersatz-Blende bei. Ganz verzichten muss man auch auf eine Festplattenentkopplung. Staubschutz wird zwar an allen kritischen Stellen geboten, teilweise aber in Form einfacher Kunststoffgitter. Dass man auf einen USB-Typ-C-Anschluss im I/O-Panel verzichten muss, ist zwar bedauerlich, in der Preisklasse aber üblich.

Ein anderes Micro-ATX-Gehäusekonzept setzt beispielsweise DeepCool beim erwähnten Matrexx 40 3FS um. Dieses Modell zeigt sich im Mini-Tower-Format und ohne jeden externen Laufwerksplatz. Dafür bestückt DeepCool es aber ab Werk mit drei beleuchteten Lüftern - ohne allerdings die Steuerung der Lüftermotoren und der Beleuchtung zu ermöglichen. Wer eine Wasserkühlung nutzen möchte, ist mit dem DeepCool-Modell besser bedient. Dazu ist es sogar noch rund 10 Euro günstiger. 

Insgesamt kann Chieftec vor allem Nutzern, die Wert auf externe Laufwerksplätze legen, ein solide ausgestattetes und günstiges Micro-ATX-Modell anbieten. Das gilt vor allem dann, wenn man ohnehin noch geignete Gehäuselüfter greifbar hat.  

Positive Aspekte des Chieftec Mesh Series CI-02B-OP:

  • rare Micro-ATX-Option mit externem 5,25- und 3,5-Zoll-Laufwerksplatz
  • fünf interne Laufwerksplätze
  • Platz für mittelhohe Towerkühler und die meisten Grafikkarten
  • Deckel/Front können aufgeklappt werden
  • Staubfilter bzw. -gitter an Front, Seitenteil, Boden und Deckel

Negative Aspekte des Chieftec Mesh Series CI-02B-OP:

  • keine Lüfter inklusive, Wasserkühlung maximal mit Single-Radiator
  • keine HDD-Entkopplung, nur zum Teil werkzeuglose Montagelösungen 
  • Einweg-Slotblenden zum Herausbrechen

Preise und Verfügbarkeit
Chieftec Mesh Series CI-02B-OP
Nicht verfügbar Nicht verfügbar Ab 53,62 EUR