Seite 2: Speicherdurchsatz: DDR4-2666, DDR4-2933, DDR4-3200 und DDR4-3600

Für diesen RAM-Test verwenden wir folgendes Testsystem:

Hardware:

  • AMD Ryzen 7 2700X
  • ASUS ROG Crosshair VII Hero (BIOS-Version: 2203)
  • 2x 8GB G.Skill Trident Z RGB DDR4-3600 (AMD-Edition)
  • ASUS Radeon R9 380 Strix
  • ASUS ROG Strix GeForce RTX 2060 (für die Spiele-Benchmarks)
  • Seasonic Prime Titanium 1.200W Netzteil
  • OCZ ARC 100 SSD 240 GB

Software:

  • Windows 10 Pro 64-Bit, Version 1703
  • AMD Adrenalin 2019 Edition 19.5.1
  • GeForce 430.86

Bei weiteren Treibern verwenden wir jeweils die aktuellste Version.

An Benchmarks verwenden wir einseits SiSoft Sandra und nutzen den Speicherbandbreiten-Test, ferner den 7-Zip-Benchmark und den Superposition-Benchmark. Die drei Programme lassen wir jeweils mit den effektiven RAM-Taktraten 2.666 MHz, 2.933 MHz, 3.200 MHz und 3.600 MHz laufen.

Bei allen vier Taktraten haben wir die von G.Skill spezifizierten Latenzen CL18-22-22-42 nicht verändert, damit rein der Performanceunterschied pro Taktfrequenz ermittelt werden kann. Die Zahl 27 in Klammern weist darauf hin, dass das Mainboard die RAS Precharge von 27 hinterlegt und den Wert 42 ignoriert hat.

Leistungsergebnis 2.666 MHz
SpeichermoduleTimingsSisoft Sandra
Bandbreite
7-Zip
Benchmark
Superposition
Benchmark
G.Skill Trident Z RGB 2x8GB DDR4-360018-22-22-42(27) 2T28,90 GB/s59.031 MIPS5.353 Punkte
Leistungsergebnis 2.933 MHz (nativ)
SpeichermoduleTimingsSisoft Sandra
Bandbreite
7-Zip
Benchmark
Superposition
Benchmark
G.Skill Trident Z RGB 2x8GB DDR4-360018-22-22-42(27) 2T31,38 GB/s59.436 MIPS5.349 Punkte
Leistungsergebnis 3.200 MHz
SpeichermoduleTimingsSisoft Sandra
Bandbreite
7-Zip
Benchmark
Superposition
Benchmark
G.Skill Trident Z RGB 2x8GB DDR4-360018-22-22-42(27) 2T33,69 GB/s60.919 MIPS5.356 Punkte
Leistungsergebnis 3.600 MHz
SpeichermoduleTimingsSisoft Sandra
Bandbreite
7-Zip
Benchmark
Superposition
Benchmark
G.Skill Trident Z RGB 2x8GB DDR4-360018-22-22-42(27) 2T35,92 GB/s61.229 MIPS5.352 Punkte

Der Unterschied zwischen den Taktraten ist natürlich vor allem bei der ermittelten Speicherbandbreite sichtbar. Während mit 2.666 MHz und damit unterhalb des nativen Takts weniger als 30 GB/s an Bandbreite zur Verfügung standen, liegt diese mit 2.933 MHz (nativ) bei mehr als 31 GB/s. Wird die Taktrate weiter auf 3.200 MHz erhöht, können weitere 2,4 GB/s draufgerechnet werden. Fast 36 GB/s sind es gar mit DDR4-3600.

Leistungsergebnis bester Takt
Speichermoduleerreichte Timings
und Frequenz

Sisoft Sandra
Bandbreite
7-Zip
Benchmark
Superposition
Benchmark
G.Skill Trident Z RGB 2x8GB DDR4-360017-20-20-25 2T
3.800 MHz @ 1,4 V
38,84 GB/s62.670 MIPS5.341 Punkte

Wir haben schließlich noch probiert, das Kit weiter zu übertakten. Als maximaler Takt wurden uns 3.800 MHz gestattet, mehr war nicht drin. Zusätzlich konnten wir die Latenzen weiter anziehen auf CL17-20-20-25 2T. Durch die um 200 MHz höhere Frequenz und den schärferen Timings wurde eine Speicherbandbreite von 38,84 GB/s erzielt.

Leistungsergebnis 1T Command Rate
Speichermoduleerreichte Timings
und Frequenz
Sisoft Sandra
Bandbreite
7-Zip
Benchmark
Superposition
Benchmark
G.Skill Trident Z RGB 2x8GB DDR4-360016-18-18-23 1T
3.733 MHz @ 1,4 V
39,42 GB/s62834 MIPS5.330 Punkte

Das letzte Quäntchen Performance konnten wir mit der 1T-Command-Rate herauskitzeln. Hierzu konnten wir 3.733 MHz mit den Timings CL16-18-18-23 fixieren, wodurch die Speicher-Bandbreite mit 39,42 GB/s fast an der 40-GB/s-Marke kratzt. Somit zeigt sich erneut, dass nicht nur der Speichertakt, sondern auch die Latenzen eine entscheidende Rolle spielen, was die Gesamt-Performance angeht.

Zusätzlich wollen wir uns die Memory-Benchmarks mit AIDA64 näher anschauen. Hierzu haben wir die aktuellste Version 6.00.5100 verwendet. Gemessen wird die Bandbreite im Lesen, Schreiben und Kopieren. Hierzu haben wir zur jeweiligen Taktfrequenz auch mit manuellen Latenzen mit einer Command Rate von 2T getestet. 

AIDA 64 Memory Benchmark

Read

MB/s
Mehr ist besser

AIDA 64 Memory Benchmark

Write

MB/s
Mehr ist besser

AIDA 64 Memory Benchmark

Copy

MB/s
Mehr ist besser

Im Grunde liegen die Ergebnisse bei den erwarteten Werten, obwohl gerade beim Copy-Benchmark Auffälligkeiten aufgetreten sind. Mit einer Bandbreite von 37.738 MB/s ist der RAM-Takt mit effektiv 2.666 MHz und den Latenzen CL14-14-14-32 ein Stück höher als DDR4-2933 mit CL15-15-15-35. Insgesamt lässt sich schön einsehen, wieviel mehr an Performance der Anwender erhält, wenn er höher getakteten Speicher nimmt. Der Sweet-Spot liegt ganz klar bei DDR4-3200.