Seite 3: Gigabyte AORUS RGB DDR4-3200 im Detail

Auf der Computex 2018 zeigte Gigabyte erstmals die Vision eines "Gigabyte-PCs", bestehend aus 100 % eigenen Komponenten. OK - die CPU kommt natürlich weiterhin von Intel oder AMD. Viele Bereiche hatte Gigabyte auch in der Vergangenheit schon bedient, beispielsweise Grafikkarte, Mainboards und Netzteile. Speichermodule und auch SSDs kamen in den letzten Monaten noch hinzu. Unter dem AORUS Gaming Brand werden sie nun vermarktet.

Im Vergleich zu den anderen Herstellern startet Gigabyte zunächst einmal mit wenigen Kits: Das uns vorliegende DDR4-3200-Kit ist das "größte", nämlich nicht nur mit RGB, sondern auch noch mit zwei Speicherdummys, die sich in die freien Speicherslots einsetzen lassen. Bei einem 2x8-GB-Kit hat man dann bei einem Z390-Mainboard nicht das Problem, dass freie Speicherbänke zu sehen sind, sondern kann die Dummys dazwischensetzen. Sie werden auch mit Spannung versorgt und die RGB-Beleuchtung ist auch ansprechbar, insofern wirkt es, als hätte man vier Speichermodule im System. 

Ansonsten legt Gigabyte zunächst einmal einen sauberen Start hin: Man verwendet Samsung-Chips, programmiert das EEPROM ordentlich mit 3.200 MHz und CL16-18-18-38 bei 1,35 V mit XMP 2.0, auch Fallback-Frequenzen sind enthalten, insofern sollten die Kits auf allen gängigen Mainboards laufen. Gerne würde Gigabyte natürlich auch sehen, dass die Kits in einem Gigabyte-Mainboard laufen - aber den einzigen Vorteil, den man hierdurch hat, wäre die RGB-Beleuchtung, die sich offiziell nur mit Gigabytes RGB Fusion 2.0 steuern lässt. Der Aluminium-Heatspreader wirkt hochwertig und ist recht massiv, zudem ist er mit knapp über 3 cm Höhe auch nicht allzu hoch. Damit sollten sich die Module auch unter großen Kühlkörpern ohne Probleme einsetzen lassen. 

Auch hier haben wir die Module natürlich wieder einem kleinen Overclocking-Test unterzogen. Bei 3.600 MHz liefen die Kits noch ordentlich mit 17-19-19-38-1t bei 1,35V und erreichten hier auch eine gute Performance. Bei 3.700 MHz kamen wir jedoch schon an die Grenzen, auch mit 1,45 V ließen sich keine höheren Taktfrequenzen erreichen. Somit endete unser Übertaktungsversuch bei 3.700 MHz und 18-20-20-40-2t schon recht früh, was bei den verwendeten Samsung B-Die ICs eigentlich überraschend ist. 

Uns verwunderte - wie bei Team Group - auch der Eintrag 20 nm für die Samsung B-Die im Typhoon Burner, denn eigentlich sind sämtliche B-Die von Samsung in 20 nm gefertigt. Eventuell gibt es hier Unterschiede und es kommen einige Samsung B-Die aus unserem Test direkt von Samsung, andere über den Spot-Markt - nachzuvollziehen ist dies aber für uns nicht. 

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