Seite 3: Leistung, Laufzeit, Fazit

Leistung

Obwohl SoC und Speicher identisch ausfallen, gibt es hinsichtlich der Leistung zumindest in Benchmarks einige Unterschiede. Zurückzuführen ist dies vor allem auf die jeweils zum Testzeitpunkt eingesetzten Android-Versionen. Aber auch die hier implementierten Treiber können Abweichungen verursachen, meist zum Positiven hin, mitunter leidet die Performance aber auch. Insgesamt bestätigt das neue Moto G das, was man bereits von einer Vielzahl anderer Smartphones mit Qualcomms 1,2 GHz schnellem Snapdragon 400 kennt. Je nach Test sortiert sich das Gerät im Mittelfeld oder unteren Drittel ein.

In einigen Benchmarks zeigt sich jedoch, dass der Verzicht auf eine eigene Oberfläche den ein oder anderen Prozentpunkt an Mehrleistung bietet - TouchWiz und Co. sind meist ressourcenhungrig. Abseits der synthetischen Tests bietet das Moto G eine völlig ausreichende Leistung, wenn es nicht um grafikintensive Spiele und ähnliches handelt. Die Oberfläche lässt sich ruckelfrei bedienen und auffällig lange Ladezeiten gibt es nicht.

AnTuTu

Punkte
Mehr ist besser

Laufzeit

Blicken wir knapp ein Jahr zurück: Im Test attestierten wir dem ersten Moto G eine Laufzeit im Video-Test, die „durchaus beachtlich“ war. Immerhin erreichte das Smartphone 500 Minuten mit einer Ladung des 2.070 mAh fassenden Akkus. Verantwortlich dafür war vor allem das Display. Kehren wir in die Gegenwart zurück, zeigt sich, dass dieses Ergebnis nicht zu halten sein wird. Denn trotz größerem Display bleibt die Akkukapazität identisch. Das Resultat: Nach nur 394 Minuten oder rund 6,5 Stunden muss das neue Moto G wieder an das Ladegerät angeschlossen werden.

Im gewöhnlichen Alltagseinsatz schneidet das Handy ebenfalls schlechter als sein Vorgänger ab. Mit mehreren kurzen Telefonaten pro Tag, dem Abgleich zweier E-Mail-Konten und dem Surfen per HSPA+ und WLAN erreichten wird nicht einmal 24 Stunden. Um etwa 8 Uhr am Morgen von der Steckdose getrennt, musste es bereits gegen 6 Uhr des Folgetages wieder geladen werden. Selbst bei sehr moderater Nutzung dürfte der Akku es so nicht auf mehr als 36 Stunden bringen.

Trotz abnehmbarer Rückseite: Der Akku ist fest verbaut
Trotz abnehmbarer Rückseite: Der Akku ist fest verbaut

Warum Motorola trotz rund 15 Prozent größerem Gehäuse am alten Akku festgehalten hat, ist unbekannt. Klar ist hingegen, dass an dieser Stelle viel Potential verschenkt wurde. Zu guter Letzt kommt erschwerend hinzu, dass sich die Lautzeit beim Einsatz von zwei SIM-Karten je nach Nutzungsverhalten um 5 bis 15 Prozent verkürzt.

Fazit

Die Bewertung des neuen Moto G fällt schwer. Denn in nahezu jedem Punkt muss sich das Mittelklasse-Smartphone an seinem Vorgänger messen lassen. Und in diesem Vergleich schneidet der Jahrgang 2014 schlechter ab. Denn Motorola konnte lediglich die Qualität der Kamera sowie in Teilaspekten das Display verbessern, hinzu kommt der nun von Anfang an vorhandene microSD-Slot. In anderen Bereichen sieht es hingegen anders aus: Das neue Modell ist unhandlicher, schwerer, bietet eine weniger scharfe Anzeige und muss früher wieder an die Steckdose. Gleichzeitig steigt die unverbindliche Preisempfehlung von 169 Euro im vergangenen Jahr auf nun 199 Euro. Berücksichtigt man zu guter Letzt noch, dass das Moto G des letzten Jahres in der LTE-Variante zu eben diesem Preis in den Handel kam und mittlerweile für weniger als 180 Euro verfügbar ist, scheitert die zweite Generation überraschend.

Die zweite Generation des Moto G macht einiges anders, aber kaum etwas besser
Die zweite Generation des Moto G macht einiges anders, aber kaum etwas besser

Doch messen lassen muss sie sich vor allem an ähnlichen Geräten. Und hier punktet das Moto G (2014) mit seinem Preis. Denn sieht man einmal von Archos- und Star-Modellen sowie Acers Liquid Z500 ab, bekommt für derzeit für knapp 180 Euro nirgendwo sonst ein 5-Zoll-Display mit 1.280 x 720 Pixeln sowie 8 GB Speicher nebst Erweiterungsmöglichkeit und zwei SIM-Slots.

Eine Empfehlung ist das neue Moto G deshalb aber angesichts der Schwachpunkte nicht. Wer auf eine zweite SIM-Karte verzichten und mit 8 oder 16 GB Speicher sowie unterdurchschnittlichen Fotos auskommen kann, sollte eher zum günstigeren ersten Moto G greifen.

Positive Aspekte des Motorola Moto G (2014):

  • aktuelles und unverändertes Android
  • gutes Verarbeitungsniveau
  • Display mit guter Farbdarstellung
  • Speicher erweiterbar
  • Dual-SIM

Negative Aspekte des Motorola Moto G (2014):

  • schlechte Akkulaufzeiten
  • kein LTE
  • Akku fest verbaut
  • geringer Lieferumfang