Seite 1: ASUS FonePad Note 6 im Test

asus-fonepad-note-6-bigDie Grenzen zwischen Smartphones und Tablets verschwimmen immer mehr. Denn während erstere immer größer werden, werden letztere mitunter immer kleiner. Kein Wunder also, dass ein neuer Begriff her musste, der eben dieses Hybrid-Wesen beschreibt: Phablet. Mit dem FonePad Note 6 betritt nun auch ASUS diesen Markt und will mit mehreren Eigenheiten Interessenten überzeugen. Dazu gehört nicht nur ein Stylus, den man unter anderem von Samsungs Galaxy-Note-Reihe her kennt, sondern auch ein Intel-SoC sowie ein Preis, der mehr als konkurrenzfähig ist.

Denn ASUS verlangt für das FonePad Note 6 lediglich unverbindliche 349 Euro. Damit unterbietet man die Mitbewerber teils deutlich, gleichzeitig stellt sich jedoch die Frage, an welchen Stellen gespart wurde, um einen solchen Preis realisieren zu können.

Optik, Haptik, Hardware

Beim ersten Blick auf die wichtigsten technischen Daten fällt diesbezüglich nichts auf. Denn mit seinem 6 Zoll großen IPS-Display und 1.920 x 1.080 Pixeln bietet das FonePad Note 6 eine zeitgemäße Technik, mit 2 GB Arbeitsspeicher, einer 8-Megapixel-Kamera sowie einem 2 GHz schnellen Dual-Core-SoC mit Hyper-Threading ebenfalls Komponenten, die in dieser Preisklasse nicht selbstverständlich sind.

Prozessor 2x 2,0 GHz Intel Z2580
Display 6,0 Zoll IPS (1.920 x 1.080 Pixel)
Akku 3.200 mAh
Kamera (vorne) 1,6 MP
Kamera (hinten) 8 MP
Speicher 16 GB / 32 GB; microSD-Slot
Maße / Gewicht 164,8 x 88,8 x 10,3 mm; 210 g

Allerdings offenbart der zweite Blick dann, dass hier und da der Rotstift angesetzt wurde. So fehlt ein Blitz ebenso wie die Unterstützung von LTE-Netzen, zudem enttäuscht die Anfassqualität des großen ASUS-Smartphones. Denn die nicht abnehmbare Rückseite besteht aus glattem Kunststoff, der keinen sonderlich wertigen Eindruck hinterlässt und sehr empfänglich für Finderabdrücke, Schlieren und andere Verschmutzungen ist. Warum man sich hierfür entschieden hat, bleibt ein Rätsel. Denn die schwarze Variante des FonePad Note 6 weicht hier vom weißen Modell, das für unseren Test zur Verfügung stand, deutlich ab. Hier findet der Nutzer ein fein strukturierte Oberfläche vor, die weit weniger verschmutzungsanfällig ist und dem Gerät zudem einen besseren Halt in der Hand verleiht.

Sauber eingefügte Tasten
Sauber eingefügte Tasten

Immerhin nehmen sich beide Versionen nichts in puncto Verarbeitungsqualität. Alle Teile sind sauber eingefügt und sitzen sicher an Ort und Stelle, einzig der an der unteren Kante der Rückseite untergebrachte Stylus wackelt minimal; herausgefallen ist er allerdings nicht. Darüber hinaus stört nur der abweichende Farbton der rückwärtigen Abdeckung, hinter der sich die Schächte für microSD- und SIM-Karte verbergen. Sieht man einmal von der Rückseite des weißen Modells ab, hinterlässt das FonePad Note 6 einen guten optischen Eindruck. Der aluminiumfarbene Rahmen sorgt für eine gewisse Auflockerung, die auf der Vorderseite im Stile des HTC One Max verbauten Lautsprecher lassen das Smartphone kleiner erscheinen, als es tatsächlich ist. Dabei trennt HTCs derzeit größtes Smartphone mit seinem 5,9 Zoll großen Display sowie ASUS’ Neuling in der Breite mehr als ein halber Zentimeter; in der Höhe sind sie nahezu identisch.

Platz für microSD und SIM
Platz für microSD und SIM

Ergonomie / Handhabung

Dass ein Gerät mit 6 Zoll großem Display nicht unbedingt handlich ausfällt, liegt in der Natur der Sache. ASUS hat es aber dennoch geschafft, die Bedienung mit nur einer Hand zu ermöglichen. Zwar dürften eher zierliche Personen hier Probleme haben, in der Regel können Texte mit der gleichen Hand getippt werden, in der sich auch das Smartphone befindet. Allerdings ist es nicht möglich, so auch die entferntesten Ecken des Bildschirms zu erreichen.

Trotz 6-Zoll-Displays gerade noch mit einer Hand bedienbar
Trotz 6-Zoll-Displays gerade noch mit einer Hand bedienbar

Deutlich leichter ist es da schon, die auf der rechten Gehäuseseite untergebrachten Schalter zu bedienen. Erschwerend wirkt jedoch die bereits erwähnte glatte Rückseite der weißen Geräteversion. Zwar läuft man nicht Gefahr, dass einem das FonePad Note 6 aus der Hand rutscht, ein Mehr an Griffigkeit würde jedoch nicht schaden. Dafür gefallen in puncto Handhabung die abgerundeten Kanten auf der Rückseite, die Hardware passt sich so ein wenig der Handform an. Während die Bedienung überwiegend problemlos vonstatten geht, wird der Transport unter Umständen schwieriger. Denn mit 164,8 x 88,8 x 10,3 mm ist das FonePad Note 6 alles andere als klein, in Hosen- oder Jackentaschen fällt es klar auf; falls es überhaupt hineinpasst. Zudem sind 210 g eine Marke, bei der man nicht mehr von einem leichten Smartphone sprechen kann. Hier zeigt Huawei mit seinem Ascend Mate, dass man ein großes Gerät auch leichter (198 g) konstruieren kann.

Ebenfalls keine Bestnote erhält das FonePad Note 6 in der Kategorie Flächennutzung. Denn das Display nimmt lediglich 69,1 Prozent der Front ein, nicht zuletzt aufgrund des überraschend breiten Rahmens.