Seite 1: Acer Liquid E700 mit Triple-SIM im Kurztest

acer-liquid-e700-08-950x629 2Während sich die großen deutschen Mobilfunkanbieter in Sachen Dual-SIM noch immer zieren, erklimmt Acer die nächste Stufe. Denn das neue Liquid E700 kann gleich mit drei SIM-Karten gleichzeitig umgehen und ist damit zumindest auf dem deutschen Markt eine absolute Rarität. Doch für knapp 200 Euro bietet das Smartphone noch deutlich mehr.

Denn im 147,3 x 73,0 x 9,9 mm großen und 156 g schweren Liquid E700 steckt auch ein 5 Zoll großes Display auf IPS-Basis, das für diese Preisklasse völlig ausreichende 1.280 x 720 Pixel und eine Pixeldichte von 294 ppi bietet. Aber nicht nur die Anzeige fällt groß aus, auch der Akku ist alles andere als klein. Ganze 3.500 mAh fasst dieser, was - so lange man sich auf die bekannteren Hersteller beschränkt - den aktuellen Spitzenwert darstellt.

An anderer Stelle hingegen muss man mit Einschränkungen leben. Denn beim SoC setzt Acer auf MediaTeks MT6582, der zwar vier Kerne bietet, in der Spitze jedoch lediglich 1,2 GHz erreicht. Erschwerend hinzu kommt, dass es sich nur um Cortex-A7-Modelle handelt, die in Hinblick auf die Leistung maximal im Mittelfeld platziert sind. Für die Grafik zuständig ist hingegen ARMs Mali-400 MP2, die - ähnlich wie der SoC selbst auch - in zahlreichen Smartphones der Einsteiger- und Mittelklasse zum Einsatz kommt. Zwei weitere Überraschungen bietet das Liquid E700 aber dennoch. Denn kaum ein direkter Konkurrent bietet 2 GB Arbeitsspeicher oder einen 16 GB fassenden internen Speicher, der darüber hinaus auch noch per microSD-Karte erweitert werden kann.

Das Highlight: Gleich drei SIM-Karten können genutzt werden - allerdings nicht gleichzeitig
Das Highlight: Gleich drei SIM-Karten können genutzt werden - allerdings nicht gleichzeitig

Die weitere Ausstattung entspricht hingegen dem Standard. Auf LTE muss man bei der Datenübertragung verzichten, lediglich HSPA+ mit bis zu 21 Mbit pro Sekunde steht bereit, alternativ werden WLAN nach n-Standard sowie Bluetooth 4.0 unterstützt, NFC fehlt. Für Fotos und Videos stehen zwei Sensoren zur Verfügung: 8 Megapixel auf der Rückseite sowie 2 Megapixel auf der Front. Für Freunde von Selfies interessant sein dürfte der LED-Blitz, den Acer auf der Vorderseite des Smartphones platziert hat.

Frei belegbare Taste auf der Rückseite, Kamera mit 8 Megapixeln
Frei belegbare Taste auf der Rückseite, Kamera mit 8 Megapixeln

Welche Besonderheit das Liquid E700 zu bieten hat, sieht man ihm zunächst nicht an. Denn das Gehäuse ist eher schlicht gehalten, in Ansätzen ist eine leicht elegante Linienführung zu erkennen. So bilden auf der Front zwei geschwungene Elemente das obere und untere Ende des Smartphones, integriert ist jeweils einer der beiden Lautsprecher - die allerdings nur einzeln genutzt werden. Die drei bekannten Bedienelemente für Android befinden sich unterhalb des Displays, die Lautstärkewippe rechts, die Standby-Taste hingegen am oberen Ende. Der auf der Rückseite unterhalb der Kamera verbaute Schalter kann mit zwei Aktionen frei belegt werden, beispielsweise könnte die Kamera darüber aufgerufen werden. Etwas arg schlicht geraten ist die abnehmbare Rückseite, dank deren Rundungen das Smartphone allerdings gut in der Hand liegt und sich sich auch mit nur einer Hand bedienen lässt, falls diese groß genug ist. Mit 64 Prozent nimmt das Display jedoch vergleichsweise wenig Platz auf der Front ein.

Schlichte Front mit LED-Blitz, aber ohne Stereo-Lautsprecher
Schlichte Front mit LED-Blitz, aber ohne Stereo-Lautsprecher

Hinsichtlich der Verarbeitung gibt es nichts zu kritisieren, die Haptik des komplett aus Kunststoff bestehenden Gehäuses ist weder aus positiver noch aus negativer Sicht auffällig.