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NVIDIA bringt Integer Scaling und bietet Schärfefilter sowie Input-Lag-Verbesserungen (3. Update)

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geforcertx2080tiNVIDIA nutzt die diesjährige Gamescom für gleich mehrere Ankündigungen bei der Unterstützung durch den Treiber. Einige der neuen Funktionen sind wohl auch als Reaktion auf AMDs Ankündigungen zur RDNA-Architektur zu verstehen. Unter anderem präsentierte AMD das Contrast Adaptive Sharpening (CAS) als neuen Schärfefilter sowie eine Funktion namens Anti-Lag, die den Input-Lag deutlich reduzieren soll.

Allerdings sind nicht alle zur Gamescom angekündigten Funktionen auch wirklich neu. So hat NVIDIA in der GeForce Experience bzw. im Freestyle-Bereich bereits einen Schärfefilter eingebaut, der dem Contrast Adaptive Shading mindestens ebenbürtig sein soll. Pro Spiel können hier Parameter gewählt werden, die der Darstellung zu mehr Schärfe verhelfen sollen. Dies funktioniert in mehr als 600 Spielen unter DirectX 9, 11 und 12 sowie Vulkan.

Auch wenn NVIDIA bereits eine ähnliche Funktion wie Anti-Lag hatte, scheint man auch hier eine Verbesserung anstreben zu wollen. Diese bezieht sich auf die Treibereinstellung zur Wahl der Queued Frames. Diese Option gibt an, wie viele Frames die Grafikkarte vorausberechnet. Sprechen wir hier von beispielsweise zwei Frames, werden die Eingaben von Maus und Tastatur erst in zwei Frames auf dem Display gezeigt – der sogenannte Input Lag. Im Kontrollzentrum konnten bereits entsprechende Einstellungen zwischen 1 und 4 gemacht werden oder die spezifischen Einstellungen des Spiels werden übernommen. Nun aber vereinfacht NVIDIA dies und fügt auch eine weitere Funktion hinzu.

Die im deutschen etwas sperrig benannte Option Maximale Anzahl der vorgerenderten Einzelbilder wird im neuen Treiber durch einen Low Latency Mode ergänzt. Dieser ist nicht ganz neu, bietet nun aber eine zusätzliche Auswahlmöglichkeit zusätzlich zu Off und On. Ultra ist die neue Auswahlmöglichkeit und schaltet auf ein sogenanntes just in time frame scheduling. Bei diesem werden die fertigen Frames so eingeteilt, dass sie immer die aktuellsten Eingaben von Maus und Tastatur beinhalten.

NVIDIA präsentiert auch gleich eigene Zahlen zur Reduzierung des Input Lags:

Generell muss ein Spieler sich in diesem Bereich immer zwischen verschiedenen Faktoren entscheiden. Will er ein möglichst flüssiges und gleichmäßiges Spielerlebnis über eine stetige Ausgabe von Frames, ist das Vorausberechnen von Frames in einer Queue sicherlich sinnvoll. Soll der Input Lag reduziert werden, sollten es möglichst wenige Frames sein, die vorausberechnet werden.

NVIDIA unterstützt endlich ein Integer Scaling

Nicht als Reaktion auf den Konkurrenten AMD, wohl aber nicht ganz ohne Zuspruch der Community, fügt NVIDIA dem Treiber nun auch die Möglichkeit des Integer Scalings hinzu. Intel kündigte eine Unterstützung des Integer Scaling ab der integrierten Gen11-Graphics an.

Das Integer Scaling macht vor allem dann Sinn, wenn kein hochauflösendes Bild hochskaliert werden soll, sondern das Ausgangsbild bzw. der Frame eine sogenannte Pixelart ist. Gerade ältere Spiele sind häufig in diesem Stil gehalten, was auch mit geringen Hardwareanforderungen an die Darstellung einer solchen Grafik zusammenhängt.

Beim Integer Scaling werden die nur ganzzahligen Skalierungsverhältnisse verwendet. Somit gibt es keine halben Pixel,sondern der Bildinhalt der benachbarten Pixel wird einfach übernommen. Natürlich muss dabei darauf geachtet werden, dass auch die richtigen Pixel verdoppelt werden. Dies geschieht über einen Abgleich einer bestimmten Anzahl an benachbarten Pixel. Anstatt der ansonsten hinzugefügten Unschärfe bleibt beim Integer Scaling die Schärfe erhalten.

Das Integer Scaling wird von allen NVIDIA-Grafikkarten auf Basis der Turing-Architektur unterstützt werden. Laut NVIDIA handelt es sich um die erste Implementierung für eine dedizierte GPU. Eingeschaltet werden kann das Integer Scaling über das Kontrollzentrum.

Der GeForce Game Ready in der Version 436.02 kann ab 15:00 Uhr direkt bei NVIDIA heruntergeladen werden.

1. Update:

NVIDIA hat den Treiber inzwischen freigeschaltet. Er kann ab sofort direkt bei NVIDIA oder über die GeForce Experience heruntergeladen werden.

2. Update:

Nachdem NVIDIA den Treiber heute wie geplant (und sogar noch etwas verfrüht) veröffentlicht hat, ist er nun wieder offline. Ein Grund könnte sein, dass es offenbar zu einem Fehler kommt, der dazu führt, dass egal ob der Benutzer dies wünscht oder nicht, die GeForce Experience mit installiert wird.

Dies ruft natürlich die Kritiker an der GeForce Experience auf den Plan, die mit der Einführung des Programms bereits vermutet haben, dass NVIDIA die Installation über kurz oder lang zur Pflicht macht. Eine Pflicht einen Account anzulegen gibt es für einige Funktionen in der GeForce Experience bereits.

3. Update:

NVIDIA hat den Fehler im Installer inzwischen offiziell bestätigt.

"NVIDIA has found a bug in our recent 436.02 driver posting, causing it to install GeForce Experience even if the user selects not to install it.

We are pausing the driver download from the NVIDIA website while we fix the issue. Users attempting to download the driver from the NVIDIA website will receive a “404 – Not Found” message when attempting to download.

If you have installed the driver and wish to uninstall GeForce Experience, you can do so from the ‘Window System Settings: Add or Remove programs’.

We apologize for the error and hope to have the fixed driver re-posted soon."

Eine aktualisierte Version des Treibers kann bereits heruntergeladen werden.