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Folding@Home: Eigene Rechenleistung gegen das Coronavirus bereitstellen

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corona-virusFolding@home ist ein verteiltes Computerprojekt, das genau wie das inzwischen eingestellte bzw. pausierte Seti@Home die Rechenleistung vieler verteilter Systeme nutzt. Gemeint sind damit private Systeme wie PCs, Notebooks oder bis vor einiger Zeit auch Android-Smartphones.

Über die Clients für PCs mit Windows, Macs mit macOS und PCs mit Linux werden Prozesse der Molekulardynamik simuliert. Hauptsächlich geht es um die Proteinfaltung, die für zahlreiche Ursachen und dazugehörigen Lösungen in der medizinischen Forschung wichtig ist.

Der Client lädt sich eine Work Unit, also einen einzelnen Datensatz herunter, und berechnet diesen auf einem oder mehrere Folding Slots im System. Dies kann ein Prozessor sein, aber auch eine Grafikkarte. Ist mehr als eine Grafikkarte im System verbaut, können diese weitere Folding Slots sein. Ist die Work Units bearbeitet, wird das Ergebnis zurück an den Server geschickt und die nächste Unit wird heruntergeladen.

Im Client von Folding@home hat der Nutzer die Möglichkeit die Auslastung seines Systems festzulegen. Somit muss das System nicht zwangsläufig unter Volllast arbeiten. Auch ein Pausieren, wenn man die Rechenleistung selbst benötigt (zum Beispiel weil man ein Spiel spielen möchte), ist möglich.

NVIDIA hat über das Wochenende damit begonnen Folding@home im Kampf gegen das Coronavirus aktiv zu bewerben.

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Die aktuelle Rechenleistung des Folding@home-Netzwerks ist nicht bekannt. Am 19. Juli 2016 sollen 100 PFLOPS überschritten worden sein. Folding@Home wird von der Stanford University organisiert und von verschiedenen wissenschaftlichen Einrichtungen weltweit gemeinsam genutzt.

Alle weiteren Informationen und den Download der Clients findet ihr unter https://foldingathome.org.

Auch Supercomputer rechnen an Wirkstoffen gegen das Coronavirus

Nicht nur private Systeme sollen den Kampf gegen das Coronavirus unterstützen. AMD, Intel, IBM und viele weitere Unternehmen stellen derzeit Rechenleistung zur Verfügung, die dann aber nicht im Rahmen des Folding@Home-Projektes verwendet wird, sondern direkt bestimmten Forschungsinstituten bereitgestellt wird.

Unter anderem arbeiten die schnellsten Supercomputer an Wirk- und Impfstoffen gegen das Coronavirus. Um die 100 PFLOPS des Folding@Home-Netzwerks in einen Vergleich zu setzen: Die Rechenleistung des schnellsten Supercomputers Summit beträgt 148 PFLOPS. Hinzu kommen der zweitschnellste Supercomputer Sierra mit etwa 95 PFLOPS und unzählige weitere Systeme.