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NVIDIA geht auf die Kritik an DLSS ein

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rtxonMit der Einführung von Deep Learning Super Sampling in Battlefield V sowie der Unterstützung vom Start weg durch Metro: Exodus will NVIDIA zeigen, dass die Ray-Tracing-Techniken und DLSS bereit sind für den Praxiseinsatz. Während die Simulation der gesamten Beleuchtung einer Szenerie mittels Ray Traced Global Illumination sowie die der Reflexionen und Spiegelung als gelungen gelten können, kämpft DLSS noch mit einigen Startschwierigkeiten. In einem Kommentar haben wir uns dazu genauer geäußert.

Dabei macht die Technik genau das, was sie soll. Unsere Bildvergleiche zeigen die Einschränkungen in der Bildqualität recht deutlich, machen aber auch das Leistungsplus erkenntlich. In unserem Forum zeigten sich einige Nutzer einer GeForce-RTX-Karte ebenfalls alles andere als begeistert von der Qualität – vor allem in niedrigen Auflösungen.

Nun hat NVIDIA auf die Kritik reagiert und sich in einem Beitrag detailliert zu DLSS geäußert.

Zunächst einmal geht NVIDIA auf die Kritik an der Bildqualität ein. Man verweist darauf, dass das Training des verwendeten Deep-Learning-Netzwerks, welches für DLSS verwendet wird, immer weiter fortgesetzt wird. Sobald es Verbesserungen in der Bildqualität gibt, will man diese per Software Update, genauer gesagt "NVIDIA software updates", nachreichen.

Weiterhin sagt NVIDIA: "We have seen the screenshots and are listening to the community’s feedback about DLSS at lower resolutions, and are focusing on it as a top priority. We are adding more training data and some new techniques to improve quality, and will continue to train the deep neural network so that it improves over time."

NVIDIA sieht Kritik an der Darstellungsqualität als gerechtfertigt an

Konkret zu Battlefield V und Metro: Exodus bedeutet dies:

Bei Battlefield V will man sich auf die Darstellungsqualität bei 1.920 x 1.080 Pixel konzentrieren und wird auch Ultrawide-Monitore (bei beispielsweise 3.440 x 1.440 Pixel) mit einem zukünftigen Update unterstützen. Im Falle von Battlefield V ist man vom aktuellen Ergebnis wohl selbst nicht überzeugt: "The current experience at these resolutions is not where we want them." Man darf dann aber die Frage stellen, warum DLSS in dieser Form für Battlefield V aktiviert wurde, wenn man selbst nicht von der Qualität überzeugt ist.

Für Metro: Exodus soll die allgemeine Darstellungsqualität verbessert werden. Dies gilt auch hier für Auflösungen, die es nicht in das erste Update für DLSS (im Falle von Metro: Exodus zum Start des Spiels) geschafft haben. Außerdem scheint man für das Training des Deep-Learning-Netzwerkes weitere Szenarien des Spiels, sprich andere Spielszenen und Umgebungen, mit einbeziehen zu wollen. Auch hier soll es dann ein Update geben.

Wo DLSS sinnvoll ist und wo nicht

NVIDIA erklärt auch, warum DLSS in Battlefied V und Metro: Exodus nicht in jeder Kombination aus Hardware und gewünschter Auflösung funktioniert. Zunächst einmal lässt sich das DLSS nur aktivieren, wenn auch die RTX-Effekte eingeschaltet sind. Bei Metro: Exodus gilt: Für eine GeForce RTX 2080 Ti steht DLSS bei 1.920 x 1.080 Pixel nicht zur Verfügung. Für eine GeForce RTX 2060 lässt es sich bei 3.840 x 2.160 Pixel nicht aktivieren.

Bei Battlefield V sieht dies etwas anders aus: Hier kann das DLSS für eine GeForce RTX 2080 Ti nur bei 3.840 x 2.160 Pixel aktiviert werden. Eine GeForce RTX 2080 lässt eine Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel aus.

NVIDIA begründet dies wie folgt: Das neu Zusammensetzen eines Frames mittels DLSS benötigt eine gewisse GPU-Zeit. Man wäge also ab, wann sich dies lohne und wann nicht. Für schnelle Karten bei niedriger Auflösung mache die Anwendung von DLSS wenig Sinn. Gleiches gilt für schwächere Hardware und eine hohe Auflösung.

"To put it a bit more technically, DLSS requires a fixed amount of GPU time per frame to run the deep neural network. Thus, games that run at lower frame rates (proportionally less fixed workload) or higher resolutions (greater pixel shading savings), benefit more from DLSS. For games running at high frame rates or low resolutions, DLSS may not boost performance. When your GPU’s frame rendering time is shorter than what it takes to execute the DLSS model, we don’t enable DLSS. We only enable DLSS for cases where you will receive a performance gain. DLSS availability is game-specific, and depends on your GPU and selected display resolution."

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Wir werden die Darstellungsqualität von DLSS im Auge behalten. Unbestritten ist, dass DLSS die Leistung steigern kann, doch dies hat eben seinen Preis in der Bildqualität. Am Ende ist es eine Abwägung, ob eine GeForce RTX 2060 mit DXR-Effekten in 1080p ausreichend FPS liefern kann oder eben nicht und dann DLSS als Leistungsplus hergenommen wird. Auf der anderen Seite kann auch das reduzieren einzelner Effekte und der grundsätzlichen Qualitätseinstellungen helfen, wenn das DLSS keine Alternative ist.