Seite 17: Benchmarks: Windows 7 Startzeit, Temperaturentwicklung

Um eine Aussage über die Tauglichkeit der Festplatten als potentielles Systemlaufwerk zu erhalten, haben wir das ursprüngliche Windows 7 des Testsystems kurzer Hand auf die vorliegenden Probanden geklont und mehrfach hintereinander starten lassen. Gestoppt wurde dabei die Zeit vom Einschalten des PCs bis zur Anzeige des Login-Bildschirms von Windows 7. Dementsprechend ist hier der gesamte Bootup-Vorgang des BIOS mit enthalten:

Benchmark

Western Digitals RE4-Enterprise-Bolide kann sich hier erneut durchsetzen und erkämpft sich eine Differenz von ~2 Sekunden auf die zweitplatzierte Ultrastar von Hitachi. Seagates Pipeline zeigt hier deutliche Schwächen und fällt mit mehr als 55 Sekunden drastisch ans Ende. Alle anderen Probanden tummeln sich zwischen 47 und 49 Sekunden und liegen sehr nah beisammen.

Um die Betriebstemperatur der Festplatten unter größtmöglicher Last zu ermitteln, wurde jedes Laufwerk nach Abschluss der jeweiligen Benchmarks über die Erase-Funktion von HDTune vollständig überschrieben. Dadurch konnten wir sicherstellen, dass die Laufwerke einer konstant hohen Belastung ausgesetzt sind und durch die permanent anliegenden Schreibvorgänge ein hohes Maß an Wärme freisetzen müssen. Die Temperaturen der Festplatten wurde durch Auslesen des entsprechenden SMART-Wertes unmittelbar nach Abschluss des Erase-Vorgangs protokolliert und mit der Umgebungstemperatur zum Zeitpunkt der Messung bereinigt, um eine Vergleichbarkeit herzustellen.

Benchmark

Gerade beim längeren Betrieb in hitzigen Umgebungen gehört es zu den Stärken einer Festplatte, wenn sie trotz Belastung einen kühlen Kopf bewahren kann. Western Digitals Red-Serie schlägt sich hier hervorragend, da die Differenz zwischen Plattentemperatur und Umgebung lediglich 15 °C beträgt. Während sich die Desktop-Festplatten bei rund 20 °C Differenz einpendeln, schlagen die Enterprise-HDDs mit deutlich mehr zu Buche. Lediglich die Constellation ES.1 sowie Hitachis Ultrastar bewahren mit <25 °C die Fassung.

Zu guter Letzt haben wir auch einen Blick auf den Energieverbrauch der Festplatten geworfen, einmal im Bereitschaftszustand (Idle) und einmal unter Last:

Benchmark

Benchmark

Die Leistung der Festplatten hängt nicht unerheblich mit ihrem Energieverbrauch zusammen. Waren die Enterprise-Modelle in den Benchmarks vorne mit dabei, kann bereits vermutet werden, dass deren Stromverbrauch nicht gerade niedrig sein wird. Dies bestätigt sich in den beiden Grafiken, denn sowohl Idle- als auch Last-Verbrauch liegt um einige Watt oberhalb der Desktop-HDDs. Diese geben sich mit viel weniger Strom zufrieden.