Seite 17: Fazit

Wie bei so vielen technischen Gerätschaften steht der interessierte Käufer auch bei der Auswahl einer geeigneten Festplatte vor der Qual der Wahl: Im Zuge der SSD-Konkurrenz setzen die Hersteller auf hoch spezialisierte Modellreihen für unterschiedliche Anwendungsbereiche. Hohe Kapazität, hoher Durchsatz, lange Garantie, niedrige Ausfallzeiten oder niedriger Stromverbrauchsind sind nur einige der möglichen Auswahlkriterien. Noch haben die traditionellen Festplatten einen guten Vorsprung durch ihren Kapazitäts- und Preisvorteil, der sie im alltäglichen Leben unverzichtbar macht. Als Systemlaufwerk sind sie durch die SSD jedoch quasi abgelöst und auch die Zunahme von Cloud-Anbindung und virtualisierte Browser-Anwendungen ohne Installationsdateien machen den Magnetboliden zu schaffen.

Unter allen hier getesteten Festplatten hat sich Seagates Barracuda als leistungsorientiertes Modell im Desktop-Bereich hervorragend bewährt. Allerdings hat diese Leistung Ihren Preis in Form von erhöhter Wärmeentwicklung. Die Exemplare aus der Black-Serie von WD gehören ebenfalls zu den schnelleren Modellen, kosten im Einkauf etwas mehr, haben aber dafür auch den Vorteil des verlängerten Garantiezeitraums.

Zum Einsatz als Zweitlaufwerk oder für ein externes USB/eSATA/Thunderbolt-Gehäuse eignet sich die Blue/Green-Serie von Western Digital sehr gut ebenso wie Hitachis Deskstars. Die Deskstars haben dabei eine geringfügig niedrigere Temperaturentwicklung, in der Alltags-Performance geben sich die drei Boliden aber nicht viel, genauso wie die Preise fast identisch sind.

Wer für den Betrieb in NAS-Systemen oder RAID-Setups Platten mit entsprechender 24x7-Zulassung benötigt, der ist bei Toshibas MK1002TSKB oder Seagates Constellation an der richtigen Adresse. Die neue Red-Serie von Western Digital lässt sich dort ebenfalls gut einsetzen, genauso wie die VelociRaptor, welche aber eher in Workstations oder größere Nearline-Storage-Systeme passt.

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