Seite 2: Formfaktoren, Gehäuse und Display

In Kooperation mit Alienware

Formfaktor

Der wichtigste Faktor für die Größe eines Laptops ist natürlich das Display. Je größer die Bildschirm-Diagonale, desto umfangreicher fallen die Geräte-Abmessungen aus. Gängige Displaygrößen sind in der Regel 12,6; 13,3; 14,0 und 15,6 sowie 17,3 Zoll. Kleinere und größere Displaygrößen spielen heute kaum noch eine Rolle, wobei Geräte mit Letzterer meist zu den Desktop-Replacements zählen, die nicht dafür gedacht sind, ständig mit in den Rucksack für unterwegs gepackt zu werden, sondern dauerhaft auf dem Schreibtisch stehen sollen. Sie sind häufig dicker als Geräte mit kleinerer Display-Größe. Der Platz im Gehäuse bleibt jedoch nicht ungenutzt. Denn anstatt auf für Notebooks abgestimmte Hardware zu setzen, kommen hier echte Desktop-Komponenten zum Einsatz, was eben eine dickere und aufwendigere Kühlung erfordert. 

Der Trend der letzten Jahre ist jedoch eindeutig: Kompaktere, dünnere und vor allem leichtere Geräte. Das hat sich vor allem im Gaming-Segment bemerkbar gemacht. Inzwischen werden 15,6-Zoll-Displays im bisherigen 14-Zoll-Formfaktor verbaut, was an den schlanken Thin-Bezel-Bildschirmrändern liegt. Je dünner das Gehäuse, desto weniger Platz gibt es jedoch für die Kühlung und den Akku. Einer der Vorreiter ist hier das Dell XPS 13 sowie dessen größerer Bruder Dell XPS 15.

Ebenfalls beliebt sind sogenannte Convertible-Geräte, die sich äußerst vielseitig nutzen lassen. Sie setzen auf einen kapazitiven Touch-Bildschirm, dessen Scharniere sich um 360° drehen lassen. Damit kann der Bildschirm unter die Tastatur geklappt werden und das Notebook wird so zum Tablet. Irgendwo dazwischen gesellen sich Allround-Geräte, bei denen die Hersteller versuchen, einen guten Mittelweg aus schneller Hardware und kompakten Abmessungen zu gehen.

Display

Die Diagonale ist nicht das einzige Unterscheidungsmerkmal eines Displays. Auch dessen Technik kann je nach Geräteklasse variieren. Während Spieler eher auf ein schnelles Panel mit Zusatz-Techniken wie G-Sync schielen, ist dem professionellen Anwender, der im Video-Schnitt oder im Bildbearbeitungs-Sektor tätig ist, ein Bildschirm mit hoher Farbtreue wichtig. 

Prinzipiell haben sich auf dem Notebook-Markt drei verschiedene Panel-Typen etabliert: TN, IPS und OLED. TN-Monitore kommen vor allem in Geräten der unteren Preisbereiche zum Einsatz, aber auch in teureren Gaming-Modellen, wo sie besonders hohe Bildwiederholraten von 144 oder gar 240 Hz erreichen können. Sie erleben dort quasi eine Renaissance. IPS-Panels ziehen in Sachen Geschwindigkeit zwar langsam nach, erlauben obendrein jedoch höhere Blickwinkel und bieten einen größeren Farbraum bei gleichzeitig besserer Farbtreue. Sie finden in den meisten aktuellen Notebooks ihren Einsatz. 

Das Non-Plus-Ultra in Sachen Kontrast, Helligkeit, Schwarzwerte und Energieeffizienz sind OLED-Panels, welche es aktuell allerdings nur gegen Aufpreis in den absoluten Topmodellen, wie beispielsweise dem Dell XPS 15 mit 4K- und OLED-Screen gibt. Nachteil hier: Die Bildwiederholrate ist in der Regel auf 60 Hz begrenzt, womit sich OLED-Bildschirme für den Vollblut-Gamer weniger eignen. Dafür besitzen sie eine extrem kurze Reaktionszeit.

Gängige Panel-Typen:

  • TN: Kommen bei Einsteiger- und High-Speed-Gaming-Geräten zum Einsatz.
  • IPS: Der aktuell beste Mittelweg, wenn mir dem Notebook nicht nur gespielt werden soll.
  • OLED: Speziallösung, die noch sehr teuer ist.

Wer die genauen Hintergründe und Technik-Details zu den einzelnen Panel-Typen erfahren möchte, dem empfehlen wir einen Blick in unsere Display-FAQ.

Der Trend in den letzten Jahren ging ganz klar zu Displays mit besonders schmalen Display-Rahmen, sogenannte Thin-Bezel-Modelle. Die erlauben den Herstellern, schmale und kompakte Geräte zu bauen. Neben dem Panel-Typ und der Größe ist die Auflösung entscheidend. Je höhere diese ist, desto mehr Pixel werden dargestellt und desto mehr Platz hat man auf dem Desktop. Was im Arbeitsalltag nützlich ist, ist für Spieler nur bedingt praktisch: Denn die UHD-Auflösung bleibt eine Paradedisziplin für die Hardware und ist bei aktuellen Spiele-Titeln nur mit schnellen High-End-Komponenten brauchbar zu befeuern. 

Etabliert haben sich eigentlich nur zwei Auflösungen: Full HD mit 1.920 x 1.080 Bildpunkten und UHD mit 3.840 x 2.160 Bildpunkten. Kleinere und günstigere Geräte setzen vereinzelt noch auf 1.366 x 768 Bildpunkte. Davon abhängig ist dann auch das Bildformat, das meist bei 16:9 liegt. Hin und wieder bringen die Hersteller jedoch auch Exoten auf den Markt wie erst kürzlich ein Gerät mit 3:2-Format oder aber besonders breitformatige Geräte mit 16:10-Format und Auflösungen von 2.560 x 1.600 oder gar 3.830 x 2.400 Bildpunkten.

Die gängigsten Auflösungen:

  • 1.920 x 1.080
  • 3.840 x 2.160

Für den Außeneinsatz uneingeschränkt zu empfehlen, sind Displays mit einer Helligkeit von mindestens 300 Nits. Generell gilt: Je heller das Display, desto besser ist es in hellen Umgebungen – beispielsweise unter direkter Sonneneinstrahlung – ablesbar. Vorteilhaft wäre ein Modell mit matter Beschichtung und damit mit Anti-Glare-Display. Weit verbreitet bleiben spiegelnde Glare-Displays. Kreative Köpfe aus dem professionellen Umfeld sollten auf ein Modell mit extra großem Farbraum achten, beispielsweise dem sRGB- oder DCI-P3-Farbraum. Je höher die Prozentwerte, desto größer ist der jeweilige Farbraum. Viele Hersteller kalibrieren ihre Geräte entsprechend vor oder erlauben eine Anpassung mittels der Software. 

Daneben gibt es in Sachen Display einige Zusatzfeatures: Für Spieler wäre zum Beispiel G-Sync zu erwähnen. Bei dieser Technik wird die Bildausgabe der Grafikkarte an die Bildfrequenz des Monitors angepasst, womit das Bild insgesamt flüssiger und weniger verzerrt dargestellt wird. Das funktioniert jedoch nur in Verbindung mit einer aktuellen GeForce-Grafikkarte und einem entsprechend kompatiblen Display. Die HDR-Technik kommt vor allem bei teuren Modellen zum Einsatz und kann hier mit besonders hohen Helligkeitswerten aufwarten und damit den Kontrast deutlich erhöhen. Weniger für Spieler interessant und eher für das Sofa gedacht sind Touch-Displays. Sie sind kapazitiv und erlauben damit eine Bedienung per Fingertab oder einem separaten Pencil. 

  • G-Sync
  • HDR
  • Touch

Gehäuse

Große Fortschritte in den letzten Jahren haben die Notebook-Hersteller bei der Verarbeitung und Materialgüte gemacht. Während günstige Modelle auf ein einfaches Kunststoff-Gehäuse setzen, kommen in den höheren Preisklassen hochwertige Metall-Chassis zum Einsatz, die die Stabilität deutlich erhöhen und aufgrund der besseren Wärmeleitfähigkeit sogar zur Kühlung und niedrigeren Oberflächen-Temperaturen beitragen. Hier setzen einige Hersteller auf ein Unibody-Design, bei dem das Gehäuse wie aus einem Guss gefertigt wird – Alienware greift bei seinen leistungsfähigen Gaming-Geräten eher auf ein sogenanntes Hinge-Forward-Design, bei dem der Bildschirm ein paar Zentimeter nach vorne gerückt ist und der dadurch frei gewordene Platz im hinteren Bereich vollständig für die Kühlung genutzt werden kann. Hier stecken dann meist dicke Kupfer-Heatpipes und zahlreiche Aluminiumfinnen im Inneren, die die Oberfläche vergrößern und die Temperaturen damit verbessern. 

Das Gehäuse ist letztendlich zu einem großen Teil für die Kühlung und deren Eigenschaften verantwortlich, denn hier gelten natürlich die physikalischen Gesetze: Je dicker und größer das Gehäuse, desto mehr Platz kann für die Kühlung genutzt und desto schnellere Hardware kann letztendlich verbaut werden. Je dünner und kompakter die Geräte hingegen sind, desto komplizierter wird die Wärmeabfuhr und desto effizientere Komponenten müssen verbaut werden. Letztendlich hängt davon auch die Lautstärke ab.

Alienware-Technik sorgt für niedrige Temperaturen

Um alles möglichst gut miteinander in Einklang zu bringen, haben sich Dell und dessen Gaming-Tochter Alienware einige Technologien einfallen lassen, die die Komponenten stets einen kühlen Kopf bewahren lassen sollen, damit diese stets ihre maximale Performance abrufen können und am Ende natürlich die Ohren ihres Nutzers schonen. 

Dazu gehört unter anderem die innovative Alienware-Cryo-Tech-Technik. Hier setzt man auf ein optimiertes Luftstromdesign, bei dem Prozessor und Grafikkarte jeweils über einen eigenen Lüfter gekühlt werden, die obendrein über einen eigenen Luftein- und -Auslass verfügen. Beide Lüfter saugen Frischluft über die Seiten an und blasen sie aufgewärmt über die Hinge-Forward-Erweiterung auf der Rückseite wieder nach außen. Die Lüfter sind beim Alienware Area-51m, dem aktuellen Topmodell des Herstellers, sogenannte High Voltage Driving Fans. Sie sind nicht nur feuerresistent, sondern außerdem mit einem speziellen Gleitlager ausgerüstet, um so weniger Luftverwirbelungen zu erzeugen und letztendlich den Luftstrom zu verbessern. Die zahlreichen Lüfterblätter sind gerade einmal 0,2 mm breit, die Lüfter insgesamt mit einer Fläche von 95 x 105 mm sowie einer Dicke von 19 bis 21,5 mm sehr großzügig dimensioniert, womit sie einen Luftdurchsatz von über 25 CFM erreichen können, was sonst nur in Desktop-Systemen der Fall ist.

Zwar werden CPU und GPU jeweils von einem eigenen Lüfter gekühlt, dank des zusammengelegten Heatpipe-Systems, kann deren Aktivität jedoch besser gesteuert werden. Im High-End-Modell kommen insgesamt acht gemeinsam genutzte Kupfer-Heatpipes mit einem Durchmesser von 6 bis 8 mm zum Einsatz. Die Abwärme verteilt sich dank des Hinge-Forward-Designs obendrein auf zahlreiche Kupfer-Finnen. Insgesamt lässt sich das System bis zum Erreichen eines bestimmten Temperatur-Niveaus damit sogar komplett passiv und somit völlig lautlos kühlen, was in Anbetracht der hohen Performance des Alienware Area-51m schon beachtlich ist. 

Ob Bauhöhe, Gewicht, Display-Diagonale oder Verarbeitung – das Gehäuse ist auch ausschlaggebend für das Design und weitere Feinheiten, wie beispielsweise eine RGB-Beleuchtung. Bei Alienware setzt man auf das AlienFX genannte System, bei dem sich über das gesamte Gehäuse hinweg zahlreiche Leuchtstreifen und einzelne LEDs wiederfinden. Dazu zählen der Power-Button im Topcase, die Hintergrundbeleuchtung in der Tastatur, das Hersteller-Logo auf dem Bildschirmdeckel oder das sogenannte Infinite-Loop auf der Rückseite, bei dem ein schicker Leuchtstreifen im Betrieb für farbliche Abwechslung sorgt. Alle Teilbereiche lassen sich natürlich per Software farblich aufeinander abstimmen und mit zahlreichen unterschiedlichen Effekten versehen, womit die Geräte auf der nächsten Lan-Party zu einem echten Hingucker werden! Vor allem das Alienware Area-51m ist hier hervorzuheben, dessen eigentlich sehr schlicht gehaltene und edle Optik mit schicken Beleuchtungs-Effekten abgerundet wird.

In Kooperation mit Alienware