Seite 2: Leistung, Laufzeit, Kühlung

Der Blick auf das Gehäuse zeigt, dass beim Schenker XMG P706 Pro abgesehen von den kleinen Makeln an den Scharnieren im Großen und Ganzen keine Abstriche gemacht werden müssen. Wie bei jedem anderen Test-Notebook gilt auch hier: Unsere Testkonfiguration sollte lediglich als Vorschlag angesehen werden, denn in vielen Bereichen kann der 17-Zöller frei konfiguriert werden.

Systemleistung

Auch wenn Broadwell aus Leistungssicht vielleicht die bessere Wahl für Spieler gewesen wäre, folgte Schenker Technologies dem Trend und stellte seine Pro-Gaming-Serie auf die aktuelle Skylake-Generation von Intel um – im Hinblick auf die integrierte Grafiklösung und Leistungsaufnahme ist das natürlich keine schlechte Idee. Das Schenker XMG P706 Pro wird von einem Intel Core i7-6700HQ angetrieben, auf Wunsch lässt sich gegen Aufpreis auch ein Core i7-6820HK verbauen. Unser Intel Core i7-6700HQ stellt insgesamt vier Rechenkerne bereit, die dank SMT-Support acht Threads gleichzeitig bearbeiten können und sich dabei mit Geschwindigkeiten von 2,6 bis 3,5 GHz ans Werk machen. Der direkte Broadwell-Vorgänger war hier mit 3,3 bis 3,7 GHz höher getaktet, weshalb die reine CPU-Leistung hier etwas höher ausfällt. Dazu gibt es einen 6 MB fassenden Level-3-Cache und Unterstützung für DDR3L, LPDDR3 und DDR4, wobei Schenker auf letzteren Speicherstandard mit Geschwindigkeiten von 2.133 MHz setzt. Zu den gebotenen Funktionen gehören unter anderem die Virtualisierungstechniken VT-X und VT-d sowie die erweiterten TSX-Befehle. Die TDP gibt Intel mit 45 Watt an.

Im Cinebench-R15-Benchmark fällt die Leistung gegenüber Broadwell wie erwartet etwas zurück. Während unsere bisherigen Testgeräte mit Intel Core-i5-5700HQ meist über 700 Punkte erreichten, sind es beim Intel Core i7-6700HQ gut 30 Punkte weniger. Wir haben beim Schenker XMG P706 Pro 672 Punkte gemessen. Damit wird auch der Intel Core i7-4720HQ, welcher häufig in Gaming-Notebooks dieser Preis- und Leistungsklasse verbaut wurde, nicht überholt. 

Cinebench 15

CPU

Punkte
Mehr ist besser

Dank der SSD, die es alleine schon auf eine Leseleistung von fast 535 MB/s bringt, ist auch die Alltagsleistung hervorragend. Das Betriebssystem ist schnell geladen, Programme starten meist ohne Verzögerung. Die mittlere Zugriffszeit des Laufwerks liegt bei guten 0,21 ms. Die zusätzliche Magnetspeicherfestplatte stellt zwar 1 TB zusätzliche Kapazität bereit, ist dafür aber merklich langsamer und erreicht eine Leserate von etwa 85 MB/s. Die Leistung des 16 GB großen DDR4-Arbeitsspeichers fällt überdurchschnittlich aus. Dank des neuen DDR-Standards und der Taktraten von 2.133 MHz erreicht der Speicher im Dual-Channel-Betrieb satte 28,49 GB/s.

PC Mark 8

Creative

5708 XX


5340 XX


5266 XX


5244 XX


5175 XX


5061 XX


5043 XX


4993 XX


4983 XX


4717 XX


4698 XX


4649 XX


4592 XX


4571 XX


4559 XX


4410 XX


4313 XX


4262 XX


4246 XX


4231 XX


4219 XX


4200 XX


4106 XX


4103 XX


4094 XX


4046 XX


3741 XX


3686 XX


3675 XX


3472 XX


3331 XX


3314 XX


3201 XX


3053 XX


Futuremark Punkte
Mehr ist besser

Gaming-Leistung

Nicht nur der Intel Core i7-6700HQ ist mehr als ausreichend schnell für aktuelle Spieletitel, auch für den diskreten Grafikchip gilt dies. Bei unserer Teststellung entschied sich Schenker Technologies für eine NVIDIA GeForce GTX 980M mit 8.192 MB GDDR5-Videospeicher. Die kürzlich vorgestellte GeForce GTX 980, welche 1:1 dem Desktop-Modell entspricht, lässt sich mit dem P706 Pro nicht konfigurieren. Zur Auswahl steht nur noch die langsamere GeForce GTX 970M mit 3 GB Videospeicher. Wer auf diese zurückgreifen will, verliert deutlich an Spieleleistung, spart dafür aber auf fast 390 Euro ein.

xmgp706pro gpuz
GPU-Z-Screenshot des Schenker XMG P706 Pro

Wie ihre Desktop-Vertreter basiert auch die NVIDIA GeForce GTX 980M auf der Maxwell-Architektur der zweiten Generation und setzt auf den GM204-Chip, welcher allerdings leicht beschnitten wird. Kommen bei der Desktop-Version noch 2.048 Shadereinheiten zum Einsatz, sind es beim mobilen M-Ableger noch 1.536 Rechenwerke. Die Zahl der TMUs und Rasterendstufen reduziert sich damit auf 96 respektive 64 Einheiten. Die Taktraten wurden ebenfalls nach unten korrigiert. Chip und Speicher machen sich mit 1.038 bzw. 1.253 MHz ans Werk.

Beim Speicher bleibt im Vergleich zur Desktop-Version alles beim Alten. Auch hier setzt NVIDIA auf insgesamt vier 64-Bit-Controller und damit auf ein 256 Bit breites Interface, schließt daran allerdings bis zu 8.192 MB Speicher an, wie es auch Schenker Technologies bei unserem Modell getan hat. 

Die Performance der NVIDIA GeForce GTX 980M fällt damit vor allem in Kombination mit der schnellen Core-i7-CPU hoch aus – insgesamt spielt das System in den oberen Regionen der Benchmarks mit, wenngleich ältere Modelle mit Broadwell- oder Haswell-Prozessor leicht schneller sind.

Tomb Raider

1920 x 1080 – High Settings

258.2 XX


219.8 XX


155.7 XX


154.2 XX


153.2 XX


151.1 XX


149.4 XX


146.6 XX


145.6 XX


117.3 XX


116.4 XX


113.9 XX


81.8 XX


70.6 XX


70.2 XX


64.6 XX


60.2 XX


in fps
Mehr ist besser

Insgesamt lassen sich mit dem Schenker XMG P706 Pro alle aktuellen Spiele problemlos in der nativen Full-HD-Auflösung spielen, ohne dass es dabei zu Einbrüchen bei der Bildwiederholrate kommt. Selbst Metro 2033, welches noch immer über eine fordernde Engine verfügt und der Hardware einiges abverlangt, lässt sich gut auf dem Gerät spielen. Intern haben wir auch bereits GTA V, The Witcher 3 und DiRt Rally getestet. Auch bei diesen Titeln ist ein ruckelfreies Spielevergnügen drin.

Ausgesprochen kühl

Auch wenn Notebook-Hardware meist nicht ganz so stromhungrig wie Desktop-Hardware ist und geringere Herausforderungen an die Kühlung stellt, ist letztere noch immer ein entscheidender Faktor im Notebook-Segment, vor allem wenn auf High-End-Hardware wie im Schenker XMG P706 Pro gesetzt wird. 

Probleme bei der Kühlung konnten wir bei unserem Testmuster nicht feststellen. Im Gegenteil: Selbst unter Volllast hielten sich die Oberflächen-Temperaturen in Grenzen. Im Durchschnitt haben wir auf der Unterseite gerade einmal etwa 28 °C gemessen, Tastatur und Handballen-Auflage sowie Touchpad blieben im Schnitt sogar ein Grad kühler. Damit ließe sich das Gerät problemlos auf dem Schoß benutzen, wäre da nicht die Sperrigkeit aufgrund des 17 Zoll großen Displays. Die Temperaturen für Prozessor und Grafikkarte bewegten sich mit maximal 79 °C auf bekanntem Niveau, gedrosselt wurde aber keiner der beiden Chips – unser Testmuster rechnete bis zum Schluss der Tests mit seiner vollen Geschwindigkeit. Abstürze gab es ebenfalls keine. 

Wie nahezu jedes andere Gaming-Notebook dieser Leistungsklasse ist auch das Schenker XMG P706 Pro nicht leise. Zwar ist die Geräuschkulisse im normalen Windows-Betrieb mit 34,3 dB(A) sehr angenehm, unter Last jedoch drehen die Lüfter derart stark auf, dass das System mit 52,1 dB(A) unerträglich laut wird. Hinzu kommt, dass der Lüfter im 2D-Betrieb gerne mal für wenige Sekunde aufdreht und deutlich lauter wird – das ist aber fast schon eine Eigenart von Gaming-Notebooks.

bench temp unterseite p706pro

Kein Dauerläufer

Auch wenn die Skylake-CPU über eine etwas geringere Leistungsaufnahme verfügen mag und sich die NVIDIA GeForce GTX 980M bei Nichtgebrauch abstellt, ist das Schenker XMG P706 Pro bei weitem kein Dauerläufer im Akku-Betrieb. Selbst im normalen Windows-Betrieb sind gerade einmal etwa drei Stunden zu erwarten. Wer unterwegs spielt, verliert eine ganze Stunde Laufzeit. Nach gut 112 Minuten ohne Steckdose ist Schluss. Andere Geräte zeigen sich hier etwas ausdauernder. 

Dass der Akku durchaus schnell leergezogen wird, zeigt sich bei der Leistungsaufnahme. Je nach Anwendungsgebiet zieht unser Testmuster zwischen 22 bis satte 203 W aus der Steckdose und zählt damit zu den stromhungrigsten Modellen, die wir bislang getestet haben. Die schnelle Grafikkarte, der potente Prozessor und vor allem das große 17,3-Zoll-Display zollen hier ihren Tribut. Wer mit einem solchen Gerät spielt, dürfte dies aber ohnehin vom heimischen Schreibtisch aus tun.