Seite 1: Schenker Technologies XMG P505 Pro mit GeForce GTX 970M im Test

schenker p505 teaser kleinGemeinsam mit dem Start der neuen NVIDIA-High-End-Grafikkarten in Notebooks geht auch der Start der neuen Clevo-Barebones einher. Nachdem wir die GeForce GTX 970M im neuen Schenker Technologies XMG P505 Pro bereits komplett durchgetestet haben, dürfen wir heute auch den eigentlichen Test zu Schenkers neuester Gaming-Generation veröffentlichen – und die hat es durchaus in sich.

Ein Notebook kann stets nur so stark wie seine schwächste Komponente sein. Das ist eine altbekannte Wahrheit, die in den letzten Jahren dem Built-to-Order-Anbieter Schenker Technologies oft zugesetzt hat. Dank einer exquisiten Komponentenwahl, schlanken Windows-Installationen und viel Flexibilität hatten die Geräte oft lediglich mit dem eigentlichen Barebone zu kämpfen. Zwar hat Clevo bereits in den vergangenen Jahren größere Fortschritte im Bereich der Qualität gemacht, den namhaften Konkurrenten hinkte man aber noch immer hinterher. Ändern soll sich das jetzt mit der neuen Barebone-Generation, auf die auch Schenker zurückgreifen kann. Das neue Schenker Technologies XMG P505 Pro basiert beispielsweise auf dem Clevo P651SE und macht so manches anders als seine Vorgänger-Generationen – dazu aber gleich mehr.

Typisch Schenker ist natürlich der Rest geblieben, denn unser Testmuster kann nicht nur mit der brandneuen GeForce GTX 970M aufwarten, sondern auch mit einem Intel Core i7-4870HQ sowie 16 GB an RAM und einer Kombination aus SSD-RAID und HDD. Die gewählte Hardware-Konfiguration ist natürlich nicht ganz günstig und treibt den Preis auf rund 1.800 Euro, während in der Grundversion 1.300 Euro investiert werden müssen.

Neues Design, neues Glück

Clevo hat in den letzten Jahren an seinem bewährten Design festgehalten und damit etwas den Anschluss an die Entwicklungen der Konkurrenz verpasst. Das betrifft nicht nur die Optik, sondern beispielsweise auch das Kühlsystem. Mit dem neuen Barebone soll nun alles besser werden. Das sieht man dem XMG P505 auch direkt nach dem Auspacken an. Das Gerät besitzt eine überarbeitete, etwas kantigere Formensprache und ist vor allem eines: flacher. War der Vorgänger noch bis 45 mm hoch, sind es jetzt noch 25 mm. An Ultrabooks kommt man so zwar noch nicht ganz heran, man muss sich aber weder hinter der direkten Gaming-Konkurrenz, noch vor normalen Multimedia-Geräten verstecken. Rein subjektiv wirkt das XMG P505 sogar noch einmal etwas flacher, da der Deckel zu den Kanten hin abgeflacht wird.

schenker p505 3
Das neue Gerät ist deutlich flacher

Der zweite, ebenfalls sofort bemerkbare Unterschied ist das Gewicht. Das XMG P505 konnte gegenüber dem Vorgänger 800 Gramm abspecken und wiegt nun noch 2,5 kg. Damit können wir Schenkers 15-Zöller bescheinigen, durchaus mobil nutzbar zu sein. Ein Ultrabook kann mit dem XMG P505 zwar sicherlich nicht ersetzt werden, Schenkers neues Modell kann aber getrost als gute Mischung aus beiden Welten bezeichnet werden. Abgespeckt hat übrigens auch das Netzteil, das nun kleiner und leichter ausfällt.

schenker p505 8
Die Formensprache ist kantiger

Um sowohl Bauhöhe als auch Gewicht zu sparen, musste Clevo ein wenig in die Trickkiste greifen. Auf den ersten Blick besonders auffällig ist das Fehlen eines optischen Laufwerks – hier hat sich Clevo an den aktuellen Ultrabooks orientiert. In Zeiten, in denen die Spiele-Distribution beinahe ausschließlich Online läuft, überwiegen aber klar die Vorteile. Je nach eigener Ansicht etwas anders kann die zweite große Änderung gewertet werden: Der Akku ist nun nicht mehr ohne Werkzeug und die Entfernung der Bodenplatte austauschbar. Versierte Anwender können den Energiespeicher zwar selbst tauschen, Schenker empfiehlt aber einen Austausch im Haus, da es bei Komplikationen schnell teuer werden kann - schließlich sind CPU und GPU fest auf dem Mainboard verlötet.  

schenker p505 5
Es gibt gleich zwei MiniDisplay-Port-Buchsen

Bei der Materialwahl hat sich Clevo auf dem Deckel, der Bodeneinheit und der Handballenauflage großflächig für Aluminium in Schwarz entschieden. Zusammen mit der kantigen Formensprache wirkt das XMG P505 so sehr hochwertig, aber weniger aufdringlich als die meisten Gaming-Konkurrenten – so ist sichergestellt, dass das P505 auch in einigen Jahren noch nicht altbacken wirkt. Das genutzte Material wirkt dabei recht hochwertig, auch wenn gerade der Deckel gerne noch etwas steifer ausfallen könnte. Auf den Praxiseinsatz hat das aber keine Auswirkungen.

schenker p505 7
Die Anschlüsse wurden gut platziert

Recht durchdacht zeigt sich die Schnittstellenaufteilung des Barebones. Es werden insgesamt drei USB 3.0-Buchsen geboten. Zwei sitzen auf der rechten Seite recht weit hinten, während der dritte Port auf der linken Seite untergebracht wird. Der vierte USB-Anschluss (dieses mal 2.0) auf der Rückseite des Gehäuses wird mit einem eSATA-Anschluss kombiniert – der stört zwar nicht, ein Fehlen von eSATA hätte aber auch niemanden gestört. Die Bildausgänge platziert Clevo vollständig auf der linken Seite des Barebones – es wird neben HDMI gleich zwei Mal MiniDisplay-Port geboten, sodass es keine Einschränkungen bei Multi-Display-Setups gibt. Abgerundet wird das Schnittstellen-Portfolio von drei Klinkebuchsen. Da Clevo gerade auf der rechten Seite die meisten Anschlüsse recht weit hinten platziert, sollte es in den meisten Fällen zu keinem Kabel-Wirr-Warr auf dem Schreibtisch kommen.

schenker p505 10
Die Tastatur lässt sich gut tippen und besitzt ein normales Layout

Clevo setzt beim P651SE auf eine Chiclet-Tastatur mit 15 x 15 mm großen Tasten – man folgt also dem aktuellen Standard. Wirklich erfreulich ist aber, dass dies auch für das Tastatur-Layout gilt. Die Zeiten, in denen viele Tasten wild vertauscht wurden, scheinen vorbei – alles ist dort zu finden, wo es hin gehört. Entsprechend schnell geht die Umstellung vom Desktop. Zu gefallen wissen aber auch der gute Druckpunkt der Tasten sowie der angenehme Hub. Nicht minder angenehm ist die weiße Tastatur-Beleuchtung. Das Touchpad wiederum kann mit guten Gleiteigenschaften aufwarten. Nicht ganz so überzeugend fällt der Hub der Tasten aus, denn der ist zu lang und zu undefiniert.