Seite 2: Gehäuse und Ausstattung

Gehäuse und Verarbeitungsqualität

Dass Gaming-Displays nicht per se besonders auffällig sein müssen, hat vor Kurzem das LG 27GL850 bewiesen. Aorus entscheidet sich für einen anderen Weg, was bei einem frontalen Blick auf das Panel zunächst einmal gar nicht so sehr auffällt. Das IPS-Panel versteckt sich hinter einer matten Abdeckung, die auf drei Seiten rahmenlos ausfällt. Wie üblich ist einzig das untere Element etwas breiter. Auch hier bleibt das Display jedoch vergleichsweise schlicht, denn einzig das Aorus-Logo sticht ins Auge.

Das auf den ersten Blick also eher dezente Auftreten muss dann aber der Standfuß richten. Mit seiner Konstruktion aus Metall ist er nicht nur ein Eye-Catcher, sondern bietet dem 27 Zoll großen Panel auch einen guten Stand. 

Wie auffällig der Standfuß eigentlich ist, zeigt sich erst bei einem Blick auf die Rückseite. Auf dem eigentlichen Standfuß sitzt ein zweites Träger-Element, das zusätzlich einen Handgriff bietet und ein schnelles Umstellen des Monitors erlaubt. 

Wie es zum guten Ton gehört, kommt auf der Monitorrückseite und im Standfuß eine RGB-Beleuchtung zum Einsatz. Die Elemente lassen sich in Gigabytes AuraSync eingliedern, was mit Blick auf die reichhalte Software-Ausstattung nicht verwundert. Steht der Aorus FI27Q-P dann frei im Raum, wird er ein echter Eye-Catcher. Als Ambilight fehlt den beiden Panelen hingegen die Leuchtkraft.

Die Verarbeitung befindet sich auf einem sehr guten Niveau. Alle Spaltmaße wurden regelmäßig ausgeführt, der verwendete Kunststoff zeigt sich der Preisklasse weitestgehend angemessen.

Das Anschlusspanel

Die Anschlüsse werden beim FI27Q-P gewinkelt verbaut, auf eine Blende verzichtet der Hersteller hingegen. 

Das Anschlusspanel fällt für einen aktuellen Gaming-Monitor passend aus. Es gibt die oft gesehene Kombination aus zwei HDMI-Schnittstellen und einem DisplayPort. Zusätzlich integriert Gigabyte zwei USB-Typ-A-Schnittstellen, verzichtet jedoch darauf, weitere Buchsen besser zugänglich zu verbauen. Ebenso wäre im Jahr 2020 eine Typ-C-Schnittstelle wünschenswert. Dafür setzt Aorus aber auf eine Quick-Charge-Lösung an einem der USB-Ports, die dafür sorgen soll, dass Mobil-Geräte bis zu 40 % schneller geladen werden.

Ein Highlight ist das integrierte ANC-Modul, welches das Mikrofon des Headsets von störenden Geräuschen befreit, was sich in der Praxis als recht gut funktionierend erweist.

Störend fällt auf, dass die beiliegenden Kabel allesamt sehr kurz ausfallen. Ein sinnvolles Verlegen der Kabel ist so kaum möglich, egal ob der Rechner auf oder unter dem Schreibtisch steht.