Seite 3: Features und Layout (2)

An der maximalen Arbeitsspeicher-Kapazität hat sich von Z490 auf Z590 natürlich nichts verändert und so bleibt es bei höchstens 128 GB an RAM. Werden zwei Single-Rank-Module verbaut, gibt MSI einen maximalen Speichertakt von 5.333 MHz an. Bis zu 4.700 MHz sollen es mit zwei Dual-Rank-DIMMs sein, was natürlich auch entsprechend hoch ausfällt. Da mit den Rocket-Lake-S-Prozessoren der 1:1- und 1:2-Modus eingeführt wurde, sind solch hohe Taktraten nur im asynchronen Modus möglich, der zu einem Performanceverlust führen kann.

In der Ecke sitzt eine Debug-LED, unten am Rand des Weiteren vier Status-LEDs und weiter links der USB-Typ-C-Header, welcher mit der USB-3.2-Gen2-Spezifikation über den Z590-Chipsatz angebunden ist.

Die beiden PEG-Slots inklusive Steel Armor sind an die CPU angebunden und arbeiten je nach Belegung entweder im x16/x0- oder x8/x8-Modus. Dabei ist ausschließlich mit einer Rocket-Lake-S-CPU die Nutzung von PCIe 4.0 möglich. Ferner wird natürlich auch eine der neuesten Grafikkarten benötigt, damit der Modus aktiv ist. Die beiden PCIe-3.0-x1-Steckplätze und der mechanische PCIe-3.0-x16-Slot arbeiten hingegen mit dem Z590-Chipsatz zusammen. Letzterer arbeitet elektrisch maximal im x4-Mode.

PCIe-Slots und deren Lane-Anbindung
Mechanischelektrische
Anbindung (über)
Single-GPU2-Way-
SLI/CrossFireX
3-Way-
CrossFireX
- - - - -
PCIe 4.0 x16 x16/x8 (CPU) x16 x8 x8
-
- - - -
PCIe 3.0 x1 x1 (Z590) - - -
PCIe 4.0 x16 x8 (CPU) - x8 x8
PCIe 3.0 x1 x1 (Z590) - - -
PCIe 3.0 x16 x4 (Z590) - - x4
Hinweis: Für die Nutzung von PCIe 4.0 ist eine Rocket-Lake-S-CPU notwendig (elfte Core-Generation). Mit einer Comet-Lake-S-CPU (zehnte Core-Generation) ist ausschließlich die Nutzung von PCIe 3.0 möglich.

Die Zwischenräume hat MSI dazu genutzt, um insgesamt drei M.2-M-Key-Schnittstellen unterzubringen. Der Oberste nahe des CPU-Sockels ist an den LGA1200-Prozessor angebunden, kann jedoch nur mit der elften Core-Generation (Rocket Lake-S) angesprochen werden und kann selbst PCIe-SSDs im PCIe-4.0-x4-Interface bedienen. Von 4,2 bis 11 cm Länge darf das Modul aufweisen. Über den Intel-Chipsatz gehen hingegen die beiden unteren M.2-Anschlüsse mit höchstens PCIe 3.0 x4 ans Werk, wobei es hier bis 8 cm Länge reicht. Wird im mittleren M.2-Anschluss eine SATA-SSD installiert, wird der zweite SATA-Port unbrauchbar, SATA-Port 5 und 6 werden hingegen deaktiviert, wenn ganz unten ein Modul installiert wird.

Ganz unten am PCB-Rand ist auch ein 6-Pin-PCIe-Stromanschluss sichtbar, der für den Fall von Multi-GPU-Konfigurationen belegt werden sollte, um die elektrische Versorgung zu stabilisieren. Auch ist unten ein LED-Switch zu finden, mit dem die RGB-LED-Beleuchtung auf einen Schlag deaktiviert bzw. reaktiviert werden kann. Links unten hingegen befindet sich, wie gewohnt, der Onboard-Sound-Bereich. Hier kommt als Codec Realteks neuer ALC4080-Codec zum Einsatz, der jedoch von sieben Audio-Kondensatoren begleitet wird.

Alle sechs SATA-Ports wurden um 90 Grad angewinkelt und nativ an den Z590-PCH angebunden. Die SATA-Ports 2, 5 und 6 sind shared angebunden, wie wir bereits weiter oben detailliert beschrieben haben.

Das I/O-Panel des MSI MPG Z590 CARBON EK X in der Übersicht
- 4x USB 2.0 DisplayPort 1.4 2x USB 3.2 Gen1
(Z590)
2,5 GBit/s LAN
(Intel I225-V)
WLAN-Modul
(Intel Wi-Fi 6E AX210)
5x 3,5 mm Klinke
1x TOSLink
Flash-BIOS-Button HDMI 2.0b 2x USB 3.2 Gen2
(Z590)
1x USB 3.2 Gen2 Typ-A (Z590)
1x USB 3.2 Gen2x2 Typ-C (Z590)

Wenn die letzten CARBON-Modelle von MSI einen Mangel hatten, dann waren dies häufig zu wenige USB-Anschlüsse am I/O-Panel. Zum Glück trifft dies nicht auf das MPG Z590 GAMING CARBON WIFI/MPG Z590 CARBON EK X zu. Von viermal USB 2.0 abgesehen, bekommt der Nutzer der Platine Zugriff auf zweimal USB 3.2 Gen1, dreimal USB 3.2 Gen2 und als Bonus auch eine Typ-C-Schnittstelle, die nativ mit der USB-3.2-Gen2x2-Spezifikation über den Z590-Chipsatz arbeitet.

Soll die iGPU (nicht bei F-SKUs enthalten) mit eingebunden werden, können der DisplayPort-1.4- und HDMI-2.0b-Grafikausgang verwendet werden. Im Bereich Netzwerk stehen einerseits ein 2,5-GBit/s-LAN-Port über Intels I225-V-Controller (neuere Revision) und alternativ das Wi-Fi-6E-AX210-Modul zur Verfügung, das ebenfalls von Intel kommt und Bluetooth 5.2 unterstützt. Für die Soundausgabe halten sich hingegen fünf 3,5-mm-Klinke-Buchsen und einmal TOSLink bereit. Einziger Komfort-Punkt bildet der Flash-BIOS-Button, mit dem das BIOS alternativ geflasht werden kann, optional auch ohne installierte CPU.

Am Grundlayout des MSI MPG Z590 CARBON EK X haben wir nichts auszusetzen. Alle Anschlüsse und Schnittstellen sind dort untergebracht, wo man es auch erwartet. Wenn etwas zu kritisieren wäre, dann die Position der BIOS-Batterie, die MSI an anderer Stelle hätte unterbringen können. Doch immerhin wurde der CMOS-Clear-Header unten links vom oberen Bild aus betrachtet platziert und nicht in der Nähe der BIOS-Batterie.

Was uns beim Wasserkühler aufgefallen ist: Sofern die Pumpe mit sehr hoher Drehzahl betrieben wird, erzeugt der Flow-Indicator vom Wasserkühler ein Ratter-Geräusch. Dies kann natürlich umgangen werden, indem die Pumpen-Drehzahl verringert und damit die Wasser-Durchfluss-Geschwindigkeit reduziert wird.

Um das MSI MPG Z590 CARBON EK X testen zu können, wurden wir von EKWB mit qualitativ hochwertigen Wasserkühlungs-Komponenten versorgt. Als Pumpen- und Ausgleichsbehälter-Kombination haben wir EKWBs EK Quantum Kinetic erhalten, die auch mit RGB-LEDs ausgestattet wurde und bis auf 1.500 L/Stunde kommt. Als Radiator setzen wir den EK Coolstream Classic PE 360 ein, der ebenfalls von EKWB stammt. Damit der Radiator seine Kühlleistung entfalten kann, wurden uns außerdem drei 120-mm-Lüfter des Typs "EK Vardar X3M D-RGB" mit maximal 2.200 Umdrehungen pro Minute zugesendet.