Seite 6: Stromverbrauch

Neben der wichtigen Performance ist auch der Stromverbrauch des heimischen PCs kein unwichtiges Kriterium. Was man häufig unterschätzt, ist die Tatsache, dass selbst die verschiedenen Mainboard-Modelle der zahlreichen Hersteller unterschiedlich viel Strom aus der Steckdose ziehen. Ein Grund dafür sind die verschieden eingesetzten BIOS-Versionen, die teilweise die referenzierten Stromsparmechanismen schlecht oder gar falsch umsetzen oder dass Onboardkomponenten sich eigentlich deaktivieren sollten, wenn diese entweder durch dedizierte Hardware ersetzt wurden oder einfach nicht verwendet werden. Darüber hinaus kann aber manchmal auch die Stromversorgung verantwortlich gemacht werden, wenn unter Default Settings mehr Energie zur Verfügung gestellt wird, als eigentlich benötigt wird. Genau deswegen spielt die Effizienz eine wichtige Rolle. Wenn die Effizienz der Stromversorgung nun also schlecht ausfällt, wird mehr Strom verbraucht. Zu unterschätzen ist hierbei aber auch die Software nicht, sodass sie ebenfalls gut abgestimmt sein muss, damit eine zufriedenstellende Effizienz gegeben ist.

Das ASRock X570 Phantom Gaming X hat ein paar Zusatz-Controller erhalten. Zwei LAN-Controller und ein Audio-Codec tragen ihren Teil zum Stromverbrauch bei. Hinzu kommt schließlich noch ein WLAN- und Bluetooth-Modul.

Gemessen haben wir im Windows-Idle-Betrieb ohne Last, mit Cinebench 15 unter 2D-Volllast und mit Prime95 (Torture-spanTest, Vollauslastung). Die jeweiligen Leistungs-Werte entsprechen dem System-Gesamtverbrauch.

Test 1: Mit aktivierten Onboardkomponenten:

Für den ersten Test sind die Default Settings aktiv, sodass der Großteil der Onboardkomponenten bereits aktiviert ist. Die Grafikausgabe erfolgt über die Radeon R9 380. Wie bereits weiter oben geschrieben, sind alle Stromspar-Features eingeschaltet, was mit den Werten einer manuellen Konfiguration scheinbar gut umgesetzt wurde.

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Mit 62,7 W im Idle platziert sich das ASRock X570 Phantom Gaming X auf dem letzten Platz, wird allerdings dicht vom Gigabyte X570 I AORUS Pro WiFi verfolgt.

Leistungsaufnahme

Cinebench R15 xCPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Auch mit Cinebench R15 verbraucht ASRocks X570-Platine mit unserem Testsystem am meisten. Unser Verbrauchsmessgerät zeigte einen Wert von 192,8 W an.

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Genau so sieht es auch mit Prime95 aus, wobei es hier genau 178 W waren.

CPU-Spannungen (Prime95)

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Interessant ist an der Sache, dass die Standard-VCore unter Last mit 1,237 V am niedrigsten lag. Dennoch verbrauchte die Platine mehr Strom als die Konkurrenzmodelle.

Da die meisten Anwender nicht alle Onboard-Chips benötigen, haben wir einen Test mit nur einem aktivierten Onboard-LAN und dem Onboard-Sound durchgeführt. Sofern möglich, sind hier vorhandene Zusatzchips deaktiviert. Die Spannungen werden weiterhin vom Board automatisch festgelegt, aber alle energiesparenden Features werden zusätzlich manuell aktiviert. Die Radeon R9 380 ist weiterhin die primäre Grafikkarte.

Test 2: Mit deaktivierten Onboardkomponenten (1x LAN + Sound an):

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Im UEFI konnten wir leider den 2,5-GBit/s-LAN-Controller nicht deaktivieren, dafür allerdings das WLAN- und Bluetooth-Modul. Hierdurch hat sich eine Ersparnis von immerhin 1,2 W ergeben.

Leistungsaufnahme

Cinebench R15 xCPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Im zweiten Cinebench-Lauf haben wir eine Leistungsaufnahme von 192,4 W ermittelt, die allerdings als Messtoleranz durchgehen können.

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Dies trifft fast auch auf die 177,2 W zu, die wir mit Prime95 festgestellt haben.

CPU-Spannungen (Prime95)

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Bei der VCore hat sich, wie erwartet, nichts verändert und lag unverändert bei 1,237 V.

Zwar hält sich die Leistungsaufnahme beim ASRock X570 Phantom Gaming X nach oben hin noch in Grenzen, liegt aber dennoch etwas im zu hohen Bereich.