Seite 6: BIOS/UEFI und Software

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Was ist ein BIOS?

Das BIOS ist die Schaltzentrale eines Mainboards und die Schnittstelle, die zwischen der Hard- und Software agiert. BIOS steht für "Basic Input Output System" und wird seit längerem auch als UEFI (Unified Extensible Firmware Interface) bezeichnet. Über das BIOS oder UEFI können je nach Modell zahlreiche Einstellungen vorgenommen werden. Sei es die Overclocking-Einstellungen, das Deaktivieren von Komponenten, um die Boot-Reihenfolge zu ändern und Weiteres.

Was ist der Unterschied zwischen BIOS und UEFI?

Das BIOS selbst ist schon sehr viele Jahre alt und hatte in jüngerer Vergangenheit das Problem, dass es stets an neue Standards angepasst werden musste. Aus diesem Grund wurde das UEFI als neue Variante des BIOS von Herstellern, wie AMD, Intel und IBM beschlossen. Das UEFI ist im Gegensatz zum BIOS als eigenes kleines Betriebssystem anzusehen.

Dies bietet den Vorteil, dass mit der Maus und/oder der Tastatur durch die Menüs navigiert werden kann, währenddessen sich das BIOS ausschließlich mit der Tastatur bedienen lässt. Ebenfalls neu ist das GPT-Partitionschema, das bei einer einzelnen Partition ab einer Speicherkapazität von 2,2 GB zwingend erforderlich ist. Davon ab lassen sich mit dem UEFI bis zu 128 primäre Partitionen erstellen. Mit dem BIOS und dem dazugehörigen MBR-Partitionsschema sind es maximal vier primäre Partitionen.

Mit dem UEFI wird außerdem ein neuer Bootloader mitgeliefert, der ausschließlich 64-Bit-Betriebssysteme starten lässt.

Muss ich das BIOS/UEFI aktualisieren?

Wenn das zusammengebaute System startet, empfiehlt es sich, auch gleich das aktuellste BIOS aufzuspielen, damit gegebenenfalls bekannte Probleme ausgeschlossen werden können. In manchen Fällen macht ein BIOS/UEFI-Update auch dann Sinn, wenn beispielsweise im Anschluss eine völlig neue CPU-Generation in den Sockel installiert werden soll, die das Mainboard, genauer das BIOS/UEFI, ansonsten nicht erkennen würde.

Die Bedienung des BIOS/UEFI

Bei den MSI-Mainboards genügt das (mehrmalige) Betätigen der ENTF-Taste nach dem Einschalten des Computersystems.

Auf modernen Mainboards muss das BIOS nicht mehr über den DOS-Mode aktualisiert werden, sondern kann komfortabel über das BIOS direkt mithilfe der Instant-Flash-Funktion installiert werden. MSI nennt dieses Feature "M-Flash". Hierzu muss die BIOS-Datei von der MSI-Webseite herunterladen und auf einen mit FAT32-Dateisystem formatierten USB-Stick verschoben/kopiert werden.

Im MSI-BIOS startet man das Board dann im Flash-Mode neu und wählt im erscheinenden Fenster dann die BIOS-Datei aus und das Mainboard macht den Rest von selbst.

Alternativ kann die aktualisierte UEFI-Datei auch mithilfe vom MSI-LiveUpdate-Utility aktualisiert werden.

Einerseits können im BIOS/UEFI die Einstellung auf Standard (Default Values) zurückgesetzt werden. In manchen Fällen ist aber auch ein CMOS-Clear notwendig, der das BIOS/UEFI wirklich wieder auf Null zurückversetzt. Hierzu besitzt das Mainboard entweder einen entsprechenden Button oder aber einen Jumper-Header. Eine weitere Methode stellt das Entfernen der BIOS-Batterie dar.

Das Speichern von Profilen im BIOS ist ein sehr beliebtes Feature unter dem UEFI. In den meisten Fällen können die gesetzten UEFI-Einstellungen in mehreren Profilen abgespeichert werden. Die Profile können dann auch auf einen externen Datenträger, wie ein USB-Stick, exportiert und auch wieder importiert werden. Das MSI MEG Z390 Godlike bietet sechs Speicherslots an.

Welche Software gibt der Mainboard-Hersteller noch mit auf den Weg?

So ziemlich jeder Mainboard-Hersteller bietet auch weitere Software für das jeweilige Mainboard an, mit der der Anwender das BIOS auf alternativem Weg aktualisieren kann oder auch den Prozessor sowie den Arbeitsspeicher übertakten kann, ohne den Weg über das UEFI nehmen zu müssen.

MSI beispielsweise stellt bei den neuesten Modellen das Dragon-Center-Utility und auch das Command Center zur Verfügung:

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