Seite 3: Detailbetrachtung (2)

Die Kühler-Pumpen-Einheit wirkt mit ihrem kantigen Kunststoff-Gehäuse zwar nicht gerade edel, bietet aber eine funktionale Besonderheit. Ein kleiner 40-mm-Lüfter sorgt für eine gewisse Kühlung der Mainboard-Spannungswandler. Dieser Lüfter läuft mit 1.000 bis 3.000 U/min. Den Drehzahlbereich der Pumpe gibt Arctic mit 800 bis 2.000 U/min an. Alle vier Lüfter und die Pumpe werden PWM-gesteuert - und zwar über ein einziges Anschlusskabel. Damit ist es zwar nicht möglich, Pumpe und Lüfter separat zu steuern, im Alltagsbetrieb zeigt sich die Arctic-Lösung aber nutzerfreundlich und unkompliziert. 

Der kleine 40-mm-Lüfter läuft bei reduzierter Drehzahl zwar durchaus angenehm leise, wer ihn komplett stillstehen lassen will, der kann aber auch einfach das Anschlusskabel an der Unterseite ziehen. Der Kühler zeigt eine quadratische Kupferbodenplatte. Die Montagehalterung für AMD- bzw. Intel-Sockel muss erst noch montiert werden. Arctic verzichtet auch auf voraufgetragene Wärmeleitpaste. 

Trotzdem ist die Montage der Kühler-Pumpen-Einheit unkompliziert. Auf unserer LGA-1200-Plattform haben wir einfach die Backplate mit Montagebolzen gesichert. Die Kühler-Pumpen-Einheit kann dann in Kombination mit der Intel-Halterung einfach mit Rändelmuttern auf diesen Montagebolzen befestigt werden. Durch den VRM-Lüfter wird die Kühler-Pumpen-Einheit relativ wuchtig, passt aber trotzdem problemlos auf das Test-Mainboard. Zu den RAM-Riegeln bleibt sogar erfreulich viel Abstand. 

Die Radiator-Kompatibilität wird allerdings schnell zu einem größeren Problem. Das genutzte Testgehäuse, ein Corsair Carbide Series 678C, ist eigentlich ein recht großzügiger Midi-Tower mit 420-mm-Radiatorenplatz im Deckel. Wir konnten den Radiator auch im Deckel montieren, für die Lüfter blieb im Gehäuse allerdings nicht mehr genug Platz. Die üppige Bauhöhe des Radiators wird hier zum Problem. Notgedrungen haben wir die Lüfter oberhalb des Gehäusedeckels in einer Pull-Konfiguration montiert.

 Zusätzlich haben wir ein zweites Gehäuse genutzt, um den Performanceunterschied zwischen Push- und Pull-Konfiguration zu testen. Von den uns direkt zugänglichen Modellen war nur ein Raijintek Eris Evo dafür geeignet, den 420-mm-Radiator abwechselnd mit Push- und mit Pull-Konfiguration im Deckel zu verbauen. Wir haben dieses Gehäuse als Open-Air-Modell und ohne zusätzlichen Gehäuselüftern genutzt.