Seite 6: Radeon RX 5700 XT - Impressionen Teil 1

Nun wollen wir uns die Radeon RX 5700 XT in der Referenzversion von AMD anschauen.

Die Radeon RX 5700 XT
Länge des PCBs 267 mm
Länge mit Kühler 270 mm
Slothöhe 2 Slots
zusätzliche Stromanschlüsse 1x 8-Pin
1x 6-Pin
Lüfterdurchmesser 1x 70 mm
Display-Anschlüsse

1x HDMI 2.0b
3x Displayport 1.4

Lüfter aus im Idle Nein

Auf den ersten Blick sind die Radeon RX 5700 XT und Radeon RX 5700 identisch. Im Detail gibt es aber Unterschiede und diese betreffen unter anderem die Abmessungen des Gehäuses. Die Radeon RX 5700 XT ist etwas länger, das PCB mit 267 mm aber identisch. Darüber hinaus gibt es in den ersten Daten keinerlei Unterschiede.

Gegenüberstellung von Temperatur und Takt
Spiel Temperatur Takt
Kingdom Come Deliverance 82 °C 1.850 - 1.890 MHz
Shadow of the Tomb Raider 82 °C 1.850 - 1.890 MHz
Call of Duty: WWII 82 °C 1.850 - 1.890 MHz
Assassins Creed: Origins 82 °C 1.850 - 1.890 MHz
Star Wars: Battlefront II82 °C 1.850 - 1.890 MHz
Wolfenstein 2: The new Collosus 82 °C 1.850 - 1.890 MHz
Destiny 2 82 °C 1.850 - 1.890 MHz
Far Cry 5 82 °C 1.850 - 1.890 MHz
Final Fantasy XV 82 °C 1.850 - 1.890 MHz

Beim Verhalten von Temperatur und Takt gibt es aber größere Unterschiede. So wird die Radeon RX 5700 XT mit 82 °C etwas wärmer. Der Boost-Takt soll bei 1.905 MHz liegen, diesen erreichen wir aber auch hier nur kurz. Stattdessen bewegen wir uns in einem Bereich von 1.850 bis 1.890 MHz. AMD sieht einen typischen Game-Takt von 1.755 MHz vor, den wir locker überschreiten.

Die optischen Unterschiede zwischen der Radeon RX 5700 XT und der Radeon RX 5700 sind die Wahl der Oberflächenstruktur sowie einige kleinere Details. Auch hier hat sich AMD für ein Gehäuse aus Aluminium entschieden und das grundsätzliche Design ist natürlich wieder ein Blower-Konzept. Neben längs geführten Linien gibt es die obligatorischen Radeon-Schriftzüge auf dem Gehäuse. Auch die Radeon RX 5700 XT ist etwa 270 mm lang, hat eine Bauhöhe von zwei Slots und sollte damit problemlos in jedes Gehäuse passen.

Auf der Rückseite der Karte verbaut AMD eine Backplate. Diese ist bis auf den rückseitigen Bereich der GPU komplett geschlossen. Das Design setzt sich in gewisser Weise fort, denn die Backplate ist zur Hälfte ihrer Oberfläche ebenfalls mit längsgerichteten Vertiefungen versehen worden.

Der Radeon-Schriftzug auf der Vorderseite ist in das Gehäuse eingelassen und mit einer roten Umrandung versehen. Die genaue Modellbezeichnung verrät AMD sowohl bei der Radeon RX 5700 als auch bei der Radeon RX 5700 XT nur über einen Aufkleber auf der Rückseite der Karte.

Der Radiallüfter hat auch hier einen Durchmesser von 70 mm bzw. über eine Öffnung mit diesem Durchmesser muss er die kühle Luft ansaugen. Über ein ebenfalls rundes Innengehäuse wird die Luft dann in Richtung der Slotblende geführt. Ein Teil soll aber auch in den hinteren Bereich des Kühlergehäuses (hier rechts) gelangen. Wenn wir den Kühler entfernt haben, schauen wir uns das noch einmal genauer an.

Auf der Stirnseite sieht AMD ein beleuchtetes Radeon-Logo vor. Zwei der Vertiefungen sind rot eingefärbt und führen über die Stirnseite bis ans Ende der Karte. Optik und Design der Radeon RX 5700 XT sind etwas ansprechender als bei der Radeon RX 5700. Wenn die Optik aber keinerlei Rolle spielt, kann das dem Käufer der Karte aber natürlich auch egal sein.

Wie das kleinere Modell wird auch die Radeon RX 5700 XT über jeweils einen 8-Pin- und einen 6-Pin-Anschluss mit Strom versorgt. Bei einer Total Graphics Power von 225 W sind die darüber möglichen 300 W mehr als ausreichend dimensioniert. In einigen Renderbildern waren die Karten auch mit zwei 8-Pin-Anschlüssen zu sehen, darauf hat AMD aber scheinbar verzichten können.

Eines der auffälligsten Merkmale der Karte ist der Knick im Gehäuse des Kühlers. Diese erfüllt wohl nur einen optischen Zweck, denn die Luft wird im Inneren des Kühlergehäuses über Plastikwände geführt, nicht über die Beule an der Außenseite.

Der Radeon-Schriftzug direkt neben einem Warnhinweis für heiße Oberflächen – Witze über die Leistungsaufnahme oder Wärmeentwicklung lassen damit nicht lange auf sich warten. In der Tat wird die Backplate in einige Bereichen nach langer Last warm bis heiß, dies geht aber nicht nur den Karten von AMD so.

Anders als bei der Radeon RX 5700 ist das Kühlergehäuse der Radeon RX 5700 XT am hinteren Ende nicht komplett geschlossen. Über den Radiallüfter lässt AMD hier etwas warme Luft entweichen. Befördert die Radeon RX 5700 als sämtliche Abluft über die Slotblende nach außen, ist dies bei der Radeon RX 5700 XT nicht der Fall. Allerdings wird nur ein kleiner Teil der Luft durch den Radiallüfter über die Stromanschlüsse und dazugehörigen Komponenten geblasen und verbleibt damit im PC-Gehäuse.

Auf der Slotblende der Radeon RX 5700 XT erkennen wir die gleiche Bestückung wie auf dem kleineren Modell. AMD sieht dreimal DisplayPort 1.2 und einmal HDMI 2.0 vor. Besonders viel Platz hat AMD für das Entweichen der warmen Luft gelassen, die durch den Radiallüfter an der Slotblende nach außen geblasen wird. Viele Display-Anschlüssen nehmen auch entsprechenden Platz ein und würde den Abtransport der warmen Luft behindern. Mit den von AMD gewählten Anschlüssen dürften die meisten Nutzer aber zurechtkommen.

Im laufenden Betrieb der Karte leuchtet der Radeon-Schriftzug auf der Stirnseite der Karte rot auf. Auf RGB-LEDs und dazugehörige Effekte hat AMD verzichtet.