TEST

Fractal Design Meshify 2 XL

Besonders groß und luftig - Fazit

Portrait des Authors


Werbung

Auch die Meshify-Serie erhält endlich ihr XL-Modell. Und was für eines: Das Meshify 2 XL biete großzügigste Nutzungsmöglichkeiten und ein außerordentliches Level an Flexibilität. Extreme Wasserkühlungskonfigurationen mit 480/420-mm-Radiatoren sind genauso möglich wie Storage- und Server-Setups mit bis zu 23 Laufwerken (nur mit optionalem Zubehör). Dafür lässt sich der Innenraum weitgehend umbauen. Ganz neu ist das alles aber nicht: Denn im Kern ist das Meshify 2 XL einfach ein Define 7 XL, das äußerlich angepasst wurde.

Mit Mesh-Front und Mesh-Deckel wird dem Airflow deutlich weniger Widerstand entgegengesetzt als beim Silent-Modell aus der Define-Serie. Die drei vormontierten 140-mm-Lüfter sorgen dann auch für eine gute Kühlleistung. Für eine absolute Spitzenplatzierung reicht es nicht - sicher auch wegen der moderaten Maximaldrehzahl der Lüfter. Bei neun 140-mm und elf 120-mm-Lüfterpositionen können bei Bedarf aber auch noch zahlreiche Lüfter nachgerüstet werden. 

Das Meshify 2 XL überzeugt wie sein Define-Geschwistermodell auch im Detail als durchdachtes Gehäuse. Die Seitenteile können z.B. werkzeuglos einfach mit einem Handgriff abgenommen werden. Gleiches gilt auch für den Deckel. Kabelmanagement und Staubfilter wurden ebenfalls sehr nutzerfreundlich umgesetzt. Schon regelrecht raffiniert ist dabei, dass das Front-Gitter einfach als Tür aufgeklappt werden kann. 

Die Mesh-Front lässt Schall viel leichter nach außen dringen als beim Define 7 XL. Die Lüfterdrehzahl kann aber so weit reduziert werden, dass trotzdem ein angenehm leiser Betrieb möglich ist. Der Wegfall von Silent-Maßnahmen wie Schalldämmung, Fronttür und der Abdeckung für den Deckel spart zudem deutlich Geld. Die UVP von rund 180 Euro wirkt dabei sowohl mit Blick auf die Flexibilität als auch auf die Qualität des Gehäuses absolut angemessen. Wer noch ein optisches Laufwerk nutzt, könnte allerdings den 5,25-Zoll-Laufwerksplatz des Define 7 XL vermissen. Eine günstigere Alternative mit ähnlichem Format wäre das Phanteks Enthoo Pro 2. Allerdings hängt der scheinbare Preisvorteil davon ab, ob man Gehäuselüfter mit in die Rechnung nimmt - die sind beim Phanteks-Modell nämlich nicht vorhanden. Zudem wirkt das beim Phanteks-Modell die Kunststofffront weniger wertig als das Metallgitter am Meshify 2 XL.

Das Meshify 2 XL überzeugt als extrem vielseitiges und besonders durchdachtes Airflow-Gehäuse. Damit können wir auch das Geschwistermodell des Define 7 XL wieder mit einem Excellent-Hardware-Award auszeichnen. 


Positive Aspekte des Fractal Design Meshify 2 XL:

  • Front und Deckel sehr luftig gestaltet, beste Voraussetzungen für hohen Airflow
  • drei 140-mm-Lüfter sorgen ab Werk für gute Kühlleistung, aber auch leisen Betrieb
  • vielseitige Kühloptionen bis hin zum 480-mm-Radiator
  • modularer Aufbau, zwei völlig unterschiedliche Innenräume, dadurch auch als Storage-/Server-Gehäuse nutzbar
  • Platz für leistungsstarke Towerkühler und lange Grafikkarten 
  • Lüfterhub für 3-Pin- und PWM-Lüfter, beide Typen über PWM-Signal steuerbar
  • Deckel kann für komfortables Arbeiten im Innenraum komplett geöffnet werden
  • Kabelmanagement und Staubfilter sehr überzeugend, hervorragendes I/O-Panel

Negative Aspekte des Fractal Design Meshify 2 XL:

  • weiterhin 3-Pin-Lüfter - damit keine Drehzahlauslesung über Lüfter-Hub
  • gegenüber dem Define 7 XL Wegfall des 5,25-Zoll-Laufwerksplatzes

Preise und Verfügbarkeit
Fractal Design Meshify 2 XL
Nicht verfügbar 244,90 Euro Nicht verfügbar

Quellen und weitere Links

Werbung

KOMMENTARE (25) VGWort