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Enermax StarryFort SF30 im Test

SquA RGB-Lüfter sorgen für einzigartigen Look - Fazit

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Was das StarryFort SF30 für unter 100 Euro an Beleuchtung bietet, ist aller Ehren wert. Gleich vier Lüfter und eine Leuchtleiste, jeweils mit adressierbaren RGB-LEDs, sorgen für eine abwechslungsreiche Illumination. Mit Glasfront und Glasseitenteil hat Enermax beste Voraussetzungen dafür geschaffen, dass diese Beleuchtung auch wirklich zur Geltung kommt. Und auch die flexible Steuerung direkt über das Gehäuse oder über ein geeignetes Mainboard überzeugt. 

Der Midi-Tower wurde schon regelrecht um die Beleuchtung herum entwickelt. Was mit Blick auf die Optik überzeugt, kann aber manche funktionale Schwäche nicht verbergen. Glasfronten sind zwar schick, schränken aber den Luftstrom ein. Und weil sich die aufwändige Beleuchtung für Enermax auch irgendwo rechnen muss, fällt die Ausstattung an anderer Stelle eher einfach aus. 

So ist das StarryFort SF30 etwas schmal geraten. Die Platzverhältnisse für den CPU-Kühler könnten großzügiger sein. Und auch ein 140-mm-Hecklüfterplatz wäre bei einem nur leicht breiteren Gehäuse möglich. Auffällig ist aber auch der einfache Staubschutz mit Staubgittern (und ohne Staubfilter für die Frontlüfter) und das schlichte Kabelmanagement. Und was man in dieser Preisklasse erst recht nicht mehr sehen möchte, das sind Einweg-Slotblenden, die herausgebrochen werden müssen. Unglücklich ist auch, dass die vier Lüfter nur per Molex angebunden werden können. Ein einfaches Regeln der Lüfter ist damit nicht möglich. Die Zwangsdrehzahl der Lüfter wirkt allerdings immerhin recht ausgewogen, sodass sich das StarryFort SF30 sowohl bei der Kühlleistung als auch bei der Lautstärke im Mittelfeld einordnet. 

Auf der Haben-Seite steht vor allem noch der moderne Zweikammeraufbau. Er sorgt nicht nur für Ordnung, sondern schafft auch viel Platz für lange Grafikkarten. Und auch größere Radiatoren können untergebracht werden: Hinter der Front findet so maximal ein 360- oder 280-mm-Modell Platz.

Kann man in der Preisklasse des StarryFort SF30 auf RGB-Beleuchtung verzichten, erhält man durchaus Modelle mit weniger funktionalen Schwächen. Allerdings ist es gar nicht so einfach, unter 100 Euro ein wirklich überzeugendes RGB-Gehäuse zu finden. Antecs DF500 RGB bietet beispielsweise für etwas weniger Geld ebenfalls drei beleuchtete Frontlüfter. Allerdings sind die RGB-LEDs nicht adressierbar und die transparente Front besteht nur aus schlichtem Kunststoff. Dazu punktet Enermax zusätzlich mit beleuchtetem Hecklüfter und mit dem seitlichen Leuchtstreifen. Der Innenraum beider Gehäuse ähnelt sich übrigens stark. Man kann deshalb davon ausgehen, dass sie in der gleichen Fabrik vom Band laufen. 

Wer für unter 100 Euro ein möglichst auffälliges RGB-Gehäuse sucht, ist mit dem Enermax StarryFort SF30 aktuell letztlich gut bedient. Was Enermax vom Kaufpreis in die Beleuchtung steckt, fehlt allerdings durchaus merklich an anderen Stellen. 

Positive Aspekte des Enermax StarryFort SF30:

  • vier adressierbare RGB-Lüfter und ein adressierbarer RGB-Streifen vormontiert
  • Beleuchtung kann über Taste oder Mainboard gesteuert werden, kommt hinter Glas bestens zur Geltung 
  • Platz für lange Grafikkarten
  • 360/280-mm-Frontradiator und 240/280-mm-Deckelradiator nutzbar
  • modularer HDD-Käfig, werkzeuglose Montage für 3,5-Zoll-Laufwerke
  • Staubfilter (besser Staubgitter) für Deckel und Netzteil

Negative Aspekte des Enermax StarryFort SF30:

  • Molex-Anschlüsse an Lüftern, Lüftersteuerung nicht ohne Weiteres möglich
  • nicht genug Platz für richtig hohe Towerkühler
  • kein Staubfilter für die Front, Netzteil-Staubgitter umständlich zu entnehmen, einfach gestaltetes Kabelmanagement 
  • Einweg-Slotblenden (bis auf den obersten Erweiterungskarten-Slot)

Preise und Verfügbarkeit
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Quellen und weitere Links

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