Aktuelles

[Sammelthread] Lenovo Legion 5 Pro & Legion 7 - Optimierung, RAM, Overclocking, Undervolting, Repaste, Mods

Banner.jpg


Ich möchte diesen Thread sowohl für das Legion 5 Pro als auch für das Legion 7 starten, da diese beiden Modelle in vielen Punkten identisch sind und die hier angesprochenen Themen in den meisten Fällen für beide Modelle gelten. Viele angesprochene Themen sind sogar auf viele weitere Notebooks anwendbar, da sie sich im Grunde genommen nicht all zu sehr unterscheiden. Ziel dieses Threads sind primär die Themen zu covern, die jetzt nicht explizit in den anderen Sammelthreads erwähnt wurden, wo es um unboxing, Spiele-Performance/ Temperaturen out of the Box etc. geht, sondern ist überwiegend an die Besitzer der genannten Notebooks bzw. auch poteniziellen Käufer gerichtet, die noch ein wenig mehr Potenzial aus ihren Geräten holen oder einfach ein bestmögliches Optimum erzielen wollen. Das kann eine bessere Spiele-Performance sein, ein leiseres Gerät durch bessere Temperaturen, mehr Overclocking-Headroom oder auch bestimmte Mods und Settings, die dabei helfen.

I. Vorwort
Gleich schon mal das Wichtigste vorweg, dieser Thread stellt keinen Guide dar oder wie man was zu machen hat, sondern dient viel mehr als Hilfestellung oder Wissenserweiterung für Interessierte. Es zeigt lediglich wie man gewisse Themen angehen kann, aber nicht muss. Des Weiteren möchte ich mich ganz klar davon destanziere, hier irgendwelche Empfehlungen für Repastes oder anderweitige Eingriffe auszusprechen, die das Aufschrauben des Notebooks voraussetzen. Man kann noch so gut alles erklären, aber die Erfahrung hat gezeigt, dass die Leute alles kaputt bekommen, wenn sie sich genug Mühe geben. Das gilt selbst für RAM- oder SSD-Tausch.

Da ich davon ausgehen muss, dass hier auch User mitlesen, die nicht die letzten Jahre sich intensivst mit Notebooks/ Notebook-Thematiken auseinandergesetzt haben, werde ich einige Themen etwas "basic-lastiger" ausführen, um die Verständlich- und Nachvollziehbarkeit zu erhöhen. Den Startbeitrag werde immer wieder aktualisieren, ergänzen und verbessern.


1. Weißer Strich im Dark Mode
Ich selbst hatte zwei Legion 7 bereits. Eine Intel-Version mit'm 11800H und RTX 3070 und jetzt die AMD-Version mit 5800H und ebenfalls RTX 3070. Beide Versionen kamen mit vorinstalliertem Windows, Treibern, Lenovo Software usw. Bei beiden Versionen konnte ich bei Umschaltung auf den Dark Mode einen weißen, überaus nervigen Strich im Explorer feststellen.

Weißer Strich (Beispiel).jpg

Glücklicherweise gibt es für dieses Problem ein -Video-, welches zeigt, wie man den Strich wegbekommt. Da meine beiden Geräte diesen "weißen Strich" hatten, gehe ich davon aus, dass auch weitere Geräte mit vorinstalliertem OS davon betroffen sind. Immerhin lässt sich das Problemchen schnell lösen, aber auf den Lösungsansatz muss man erstmal kommen.


2. BIOS, BIOS-Einstellungen & Bootmanager
Vollständigkeitshalber gehört auch das BIOS in diesen Thread. So hat man jederzeit die Möglichkeit sich einen Überblick über das gesamte BIOS und dessen Funktionen zu verschaffen. Des Weiteren hat man auch so die Option einzelne Einstellungen zu besprechen, ohne das man selbst vorher ins BIOS gehen muss, um irgendwelche Fotos zu machen. Ebenso auch für Erläuterungen in anderen Unterpunkten später ist das sehr praktisch oder ggfs als Abgleich zu neueren BIOS-Versionen. Gerätebezogene Daten wie Seriennummer oder MAC-Adresse habe ich ausgegraut.

Folgende Tastenkombinationen können während des Bootens gedrückt werden:
  • F2 --> Boot-Menü
  • F12 --> Bootmanager
  • F9 --> Novo Menü
Wenn man F2 beim Booten drückt, begrüßt einem erstmal eine schöne Lenovo-Startseite. Neben ein paar Informationen welche Hardware inkl. Seriennummer und BIOS-Version verbaut ist, hat man hier die Option auch die GPU ein wenig zu übertakten oder den Hybrid-Modus auf dGPU-Modus zu ändern. Mit dem Exit-Button verlässt man das Boot-Menü und das Notebook startet ins Windows und mit dem More-Settings-Button gelangt man ins BIOS.

1 Start Menü.jpg 2 GPU OC.jpg

Der Bootmanger mit F12 sieht wie folgt aus:

3 Bootmanager.jpg

Den kann man gut gebrauchen, wenn man bespielsweise Windows neu installieren muss und den USB-Stick als Bootmedium auswählen möchte. In das Novo-Menü gelangt mit F9. Im Grunde genommen ist es nur ein kleines Menü mit einer Vorauswahl für's BIOS Menü, Bootmanger (heißt hier BIOS Setup) und dem Recovery Tool. Letzteres ist wahrscheinlich der Hauptgrund für dieses Menü.

4 Novo Menü.jpg

Im BIOS angekommen hat man dann fünf verschiedene Reiter auf der linken Seite. Reiter "Information" zeigt die wichtigsten Daten wie Seriennummer, BIOS-Version, verbaute Hardware usw. an.

5 BIOS Information.jpg

Unter dem Reiter "Configuration" findet man folgende Einstellungsmöglichkeiten:

6 BIOS Config 1.jpg 6 BIOS Config 2.jpg 6 BIOS Config 3.jpg 6 BIOS Config 4.jpg

Im Reiter "Security" findet man folgende Einstellungen:

7 BIOS Security 1.jpg 7 BIOS Security 2.jpg

und im Reiter "Boot" und "Exit" schließlich:

8 BIOS Boot.jpg 9 BIOS Exit.jpg

- Ergänzung -
Das BIOS bei Intel Geräten unterscheidet sich in einigen Punkten.


2.1 Lenovo Vantage Software & Akku
Für die Steuerung der Powerprofile, Einstellungen von Makro-Tasten, Sound, Kamera, Updates, Akku-Einstellungen etc. stellt Lenovo die Software "Lenovo Vantage" bereit. Das meiste davon sollte relativ selbsterklärend sein, daher gehe ich jetzt nicht auf jeden Punkt ein. Im Startbildschirm lassen sich eine Vielzahl von Einstellungen bereits einstellen:

Akku 1.jpg

Da gewisse Fragen zum Akku bzw. der Akku-Einstellungen bereits aufgetaucht sind, wollte ich zumindest diesen Punkt etwas genauer betrachten. Im Startmenü, bei den System-Tools, findet sich der Punkt Stromversorgung. In diesem Untermenü finden sich zahlreiche Einstellungen zum Akku. So auch Informationen zur Akku-Garantie, -Zustand und weiterer Detail-Informationen:

Akku  Informationen.jpg Akku 2.jpg

Wer die Lebenszeit seines Akkus verlängern möchte, sollte Expressladen besser ausmachen, außer man ist wirklich auf die Funktion angewiesen. Wenn man das Notebook wie ich überwiegend stationär nutzt, empfiehlt es sich den Erhaltungsmodus (engl. Conservation) zu aktivieren. Wenn man das einstellt, erscheint neben dem Akku-Symbol in der Taskleiste ein Blatt.

Der nächste Punkt widmet sich dem Thema Battery-drain bzw. der Akku-Entladung im ausgeschalteten Zustand. Mir ist das bei meinem Legion 7 nämlich einige Male aufgefallen. Das Notebook stand 12h+ im ausgeschalteten Zustand auf dem Schreibtisch (Hauptstromschalter getrennt) und beim erneuten Start am nächsten Tag fehlten 5-15% der Akku-Kapazität. Der Grund dafür war die Funktion "USB immer an" und eins meiner angeschlossenen USB-Geräte. Zwar habe ich nichts dran, was geladen werden muss, aber Tastatur, Maus usw. können eine dauerhafte Last auch im ausgeschalteten Zustand erzeugen.

Akku 3.jpg

Im letzten Unterpunkt der Stromversorgung findet sich die Einstellung zu der Lenovo-Symbolleiste. Hier kann man sich unter anderem den Akku mit der Prozentanzeige anzeigen lassen. Da die Frage nach der Akku-Anzeige schon mal kam und nicht jeder diesen (versteckten) Punkt kennt, wollte ich ihn sicherheitshalber mal erwähnen.

Akku 4.jpg

Für alle, die die Vantage-Software nicht mögen oder zu überladen/ unübersichtlich finden, gibt es auch eine gute Alternative, die wirklich nur auf das Minimum beschränkt ist. Die Software nennt sich "Lenovo Legion Toolkit" (Download) und bietet alle wichtigen Funktionen, die auch die Vantage-Software zur Verfügung stellt, nur halt ohne den ganzen Schnickschnack.

LTK.jpg


2.2 Tastenkombinationen/ Shortcuts
Eine kurze Übersicht der wichtigsten Shortscuts:
  • Fn+Q = Powerprofil wechseln (Quiet, Balanced, Performance)
  • Fn+R = Refresh-Rate umschalten (165Hz/ 60Hz) *
  • Fn+L = Beleuchtung vom Legion Logo aus/ an
  • Fn+U = Beleuchtung der Anschlüssen hinten aus/ an
  • Fn+Leertaste = Beleuchtungsprofile durchschalten
  • Fn+Pfeiltaste Hoch/ Runter = Helligkeit der Beuleuchtung
Eine vollständige Übersicht aller Shortcuts mit Erklärung findet sich im Benutzerhandbuch ab Seite 19. Dort finden sich noch viele weitere Tipps und Erklärungen zu ergänzenden Themen wie Marko-Key usw.

Shortcuts 1.jpg Shotscuts 2.jpg

* funktioniert nur, wenn keine zusätzlichen Bildschirme angeschlossen sind.


2.3 Unterschiede Legion 5 Pro vs. Legion 7
Immer wieder taucht die Frage auf, wo die Unterschiede zwischen dem L5P und dem L7 liegen und ob sich der Aufpreis lohnt. Was sich "lohnt" lässt sich natürlich nur schwer beantworten, weil das jeder für sich selbst abwägen muss. Je nach Verfügbarkeit und Angebot, kann die Preisdifferenz aber sehr gering sein. Beide Notebooks haben viele Gemeinsamkeiten, aber auch mehr Unterschiede als man auf den ersten Blick erkennt. Bilder vom Gehäuse und der Optik spare ich mir jetzt an der Stelle. Höchauflösende Bilder gibt es in der Dokumentation --> Reiter Photos (L5P) (L7).

Was beim L7 besser/ anders ist:
  • - etwas bessere Verarbeitungsqualität
  • - fancy RGB-Beleuchtung um das Gehäuse
  • - RGB per Key-Tastatur (inkl. iCUE Software)
  • - leicht anderes (dezenteres) Design
  • - Tastatur grau statt schwarz
  • - Trackpad aus Glas (statt aus Plastik)
  • - Port-Selection hinten beleuchtet
  • - USB-C auf der rechten Seite (statt USB-A)
  • - Wi-Fi: bei AMD: Killer 1650x (Intel AX200), bei Intel: Intel AX201
  • - besserer Sound (vergleiche Lautsprecher im Bild)
  • - Display-Schanier geht bis 180° auf
  • - Vapor-Camber Kühlkörper (etwas stärkere Kühlleistung)
  • - RTX 3080 (165w) sowie Intel-i9/ Ryzen-9 nur beim Legion 7 verfügbar
  • - (Wiederverkaufswert)
Legion 7 (2021).jpg Legion 5 Pro (2021).jpg

Das Thema WiFi-Karte ist beim L5P etwas spezieller. Bei den höher ausgestatteten (11800H & 3070) Intel-Modellen ist eine Intel AX201 drin. Bei den AMD-Modellen (und den schwächeren Intel-Modellen) ist eine Realtek RTL8852 oder Mediatek MT7921 verbaut. Weitere Details zu diesem Thema finden sich im Unterpunkt 3.1.

Innerhalb der L5P-Modellreihe gibt es noch mal eine Unterscheidung zwischen den H- und non-H-Modellen:
  • Intel: 16ITH6H vs. 16ITH6
  • AMD: 16ACH6H vs. 16ACH6
Die H-Modelle haben etwas mehr GPU Leistung. Diese gibt es mit RTX 3060/ 3070 und Intel 11800H oder Ryzen 5600H/ 5800H. Die non-H-Modell gibt es nur mit RTX 3050/ 3050Ti und Intel 11400H/ 11800H oder Ryzen 5600H/ 5800H.


3. Originale m.2 NVMe SSD rausschmeißen?
Gleich zu Beginn habe ich mir die Frage gestellt, ob ich die mitgelieferte SSD nicht gleich von Anfang an rausschmeiße und gegen eine "bessere" tausche. Schließlich will man ja keine lahme SSD in seinem neuen System haben und oftmals ist es bekannt, dass die Hersteller nicht die besten SSDs ab Werk verbauen. Daher dachte ich mir, dass ich zumindest mal ein Crystal Disk drüber laufen lasse bevor ich entscheide. Als Referenzwert habe ich meine zweite SSD, eine neue Samsung 970 Evo Plus 1 TB, genommen. So sieht das Ergebnis aus:

CDM1.jpg

Besser als gedacht und für mich kein Grund die originale SK-Hynix SSD rauszuschmeißen. Die Intel-Versionen kommen mit einer PCIe 4.0 SSD. Soweit ich das gesehen habe (irgendein YT Video), schneiden auch diese zu einer Samsung 980 Pro kaum schlechter ab. Also in dem Punkt verbaut Lenovo keine langsamen SSDs.


3.1 Originale WiFi-Karte rausschmeißen?
Ein häufiges Thema bei den Legion-Notebooks ist die verbaute WiFi-Karte, denn diese ist nicht immer die beste. Das Legion 7 (AMD) hat in den meisten Fällen eine Killer 1650x verbaut, welches eine umgelabelte Intel AX200 ist und das Legion 7i eine Intel AX201. Beim Legion 5 Pro wird neben der Intel-Karte auch eine Realtek oder Mediatek WiFi-Karte verbaut. Einige haben damit keine Probleme, andere wiederum beklagen sich über Lags in Spielen, Verbindungsabbrüche, hohe Ping-Werte, langsame Geschwindigkeiten usw. Daher kann schnell der Wunsch auf ein Upgrade zu einer vernünftigen WiFi-Karte bestehen.

Als bewährtes Upgrade eignen sich die WiFi-Karten von Intel am besten. Diese sind:

- Intel AX200 (12-20€)
- Intel AX210 (12-20€)

Der einzige Unterschied bei der AX210 ist, dass diese ein wenig neuer ist und WiFi 6E unterstützt. Es gibt beide WiFi-Karten auch noch mal als reine Intel-Version, die nur mit einem Intel-Chipsatz kompatibel sind. Diese sind Intel AX201 (wie in den i-Modellen) und AX211. Hier ist noch mal ein -Vergleich- aller vier Intel-Karten.

Bevor man über einen Neukauf nachdenkt, kann natürlich versuchen das Problem selbst in den Griff zu bekommen. Zu der Realtek WiFi-Karte gibt es eine Anleitung, die das ein oder andere Problem beheben soll.

Wifi Realtek 1.png Realtek 2.jpg
Credits: Listick & Enigma/ Discord Lenovo Community

Alternativ gibt es zu dem WiFi-Thema noch unzählige Links zu Anleitungen, Problemlösungen usw.


4. Arbeitsspeicher/ RAM & Thema XMP
Aktuell bzw. schon länger ein Thema, welches herstellerübergreifend immer wieder für Diskussionen sorgt. Die Hersteller der Notebooks verbauen... ich nenn's mal "nicht optimalen" Arbeitsspeicher, wodurch das Notebook in bestimmten Szenarien, sei es in Games, Benchmarks oder Produktivsoftware an Leistung einbüßt. Verschiedene bekannter Reviewer wie beispielsweise Jarrod Tech und Youtuber wie LTT oder Buildzoid haben bereits im Mai darüber schon berichtet. Hier mal ein paar Beispiele:


Insbesondere Ryzen CPUs profitieren teils deutlich vom besseren RAM, aber auch bei Intel-Geräten ist eine Verbesserung mit schnelleren Arbeitsspeicher zu sehen, die aber je nach Anwendungsfall nicht so hoch ausfällt wie bei Ryzen CPUs. Was häufig falsch verstanden wird, ist, dass von der Geschwindigkeit (bsp. 3.200 MHz) und den Haupttimings (bsp. CL 22-22-22-48) ausgegangen und dieser als Bewertungsmaßstab genommen wird. Leider ist dies so nicht vollständig richtig, denn zu einem spielen auch die Subtimings eine nicht unwichtige und Rolle und vor allem, ob es Low- oder High-Density Speicher ist, meist gekennzeichnet durch 1Rx16 oder 1Rx8. Vereinfacht gesagt, handelt es sich bei dieser Beschreibung wie die Speicherchips auf dem PCB angeordnet sind. Man kennt das Thema auch als Dual- oder Single-Rank (nicht mit Dual/ Single-Channel verwechseln). Jedoch ist die bloße Bestückung der ICs auf dem PCB noch kein Indikator dafür, ob es Single- oder Dual-Rank Memory ist.

Singe vs Dual Rank RAM.jpg

Laut Builzoid sind RAM-Riegel in der 1Rx16-Konfiguration langsamer, weil sie weniger Bank-Groups besitzen und damit weniger Bandbreite zur Verfügung haben als RAM-Riegel in der 1Rx8-Konfiguration. Daher ist es wünschenswert einen Low-Density (1Rx8) RAM als Dual-Rank Konfiguration verbaut zu haben, jedoch entscheiden sich viele NB-Hersteller aktuell für High-Density (1Rx16) RAM als Single-Rank. Der Hauptgrund wird wahrscheinlich Kosteneinsparungen sein und möglicherweise die Chip-Knappheit. Wenn ein NB-Hersteller wie Lenovo oder Dell bei einem großen RAM-Hersteller mehrere zehntausend/ hundertausende RAM-Stick in Auftrag gibt, ist es kostentechnsich natürlich ein großer Unterschied, ob ich nur eine Seite des PCBs mit vier Speicherchips bestücke oder beide Seiten mit insgesamt acht (oder mehr) Speicherchips. Wie zu erwarten wurde auch in meinem Legion 7 so ein Single-Rank 1Rx16 RAM-Stick (Micron) verbaut. Hier mal der Vergleich von dem originalen und dem nachträglich verbauten RAM-Kit:

RAM original vs Fury.jpg

Jetzt stellt sich natürlich gleich die Frage, warum ausgerechnet dieses RAM-Kit und welches genau ist es. Hier muss ich etwas weiter ausholen, da es speziell zum Thema Notebook und RAM mit XMP usw. immer wieder Missverständnisse gibt. In der Vergangenheit habe ich bei all meinen Notebooks immer den Arbeitsspeicher von Kingston (meist Impact HyperX) genommen und zwar aus dem folgenden wichtigen Grund: Diese RAM-Kits bieten die besten Timing unter Berücksichtigung der max. unterstützen Taktfrequenz und RAM-Spannung an. Gerade die Spannung ist hier der entscheidende Faktor, welches Profil angelegt wird und wie schnell der Speicher letztendlich im Notebook läuft. Bei Notebooks gibt es zwei vordefinierte Spannungen, diese sind 1,20v (Standard) und 1,35v (für XMP). Das Problem ist, dass nur eine handvoll Notebooks überhaupt 1,35v auf dem Arbeitsspeicher anlegen kann. Daher laufen die meisten Notebooks nur unter der 1,20v-Range und können deshalb nur die Profile anlegen, die auf 1,20v laufen. Völlig unabhängig davon, ob es ein XM-Profil ist oder nicht, das hat damit nichts zu tun. Die tollsten SO-DIMMs bringen einem nichts, wenn das angegebene Profil (Geschwindigkeit und Timings) nur mit 1,35v geladen werden kann. Solche RAM-Kits laufen zwar auch in den Notebooks, die nur 1,20v können, aber dann mit deutlich schlechteren Timings und Geschwindigkeiten. Deshalb immer genau die Specs lesen und gucken bei welcher Spannung, insbesondere das angepriesene XMP, läuft.

Mit AIDA64 kann man häufig den SPD-Speicher des RAMs auslesen. Da es bei meinem Kingston Fury RAM nicht geht, mach ich das Beispiel jetzt mit meinem alten HyperX RAM (2.666 MHz). Damit sollte der Unterschied zwischen 1,20v und 1,35v deutlich werden. Als Vergleichsbeispiel nehm ich mal die Crucial Ballistix:

Crucial Ballastix.jpg Kingston HyperX.jpg

In meinem Fall habe ich das Kingston Fury Impact (2x 16GB, 3.200 MHz @ CL20-22-22-42) (Herstellernr: KF432S20IB1K2/32) RAM Kit für genau 122,90€ bei Galaxus (Kauflink) gekauft (hatte noch ein 10€ Gutschein). Eigentlich wollte ich anfangs wie immer mein geliebten HyperX RAM kaufen, aber dieser war noch schlechter verfügbar und komischerweise auch teurer, obwohl die offiziellen Specs, wenn auch spärlich, 1 zu 1 identisch waren. Hier die Hersteller-Specs/ Datasheet:

Kingston Fury (KF432S20IB1K2/32)
Kingston HyperX (HX432S20IB/32)

Da mir das Thema keine Ruhe ließ, habe ich diesbezüglich auch Kontakt mit Kingston aufgenommen und nachgefragt, wo der Unterschied liegt und warum das HyperX-Kit teurer ist, denn in den technischen Daten unterscheiden sich die beiden RAM-Kits scheinbar nicht. Als Antwort bekam ich vom Kingston Customer Service folgede Antwort (Zitat):

" Sehr geehrter Herr ----, wir bedanken uns für Ihre E-Mail. Das erklärt unser TRG-Team: HX432S20IBK2/32 und KF432S20IBK2/32 sind keine identischen Speicherkits, sie werden mit verschiedenen Generationen von DRAM-Chips gebaut."

Eine Woche auf eine Antwort gewartet, die nicht wirklich meine Frage beantwortet. Egal, das Fury-Kit wurde bestellt, eingebaut und lief direkt mit den angegebenen XMP Specs.


4.1 Leistungsunterschied beim RAM Upgrade
Ich habe vorher die originalen RAM-Sticks durch einige Tests und Benchmarks gejagt, da ich natürlich wissen wollte, wie viel das Upgrade letztendlich bringt. Betrachten wir erstmal nur die Specs:

CPU-Z: (oben Fury, unten original Lenovo)
RAM Fury CPUZ.jpg

ZenTimings: (Unterschiede wurden markiert)
ZenTim RAM (original vs fury).jpg

AIDA64 Memory Benchmark:
RAM Vergleich Legion 7.jpg

Gemessen an der Geschwindigkeit (Latency) ist der Fury-RAM sogar einen Tick schlechter. Demnach sind die Lenovo RAM-Sticks, was die Geschwindigkeit angeht, nicht schlecht. Berücksichtigt man aber den massiven Unterschied in den Read-, Write- und Copy-Werten, sieht man deutlich wie groß der Unterschied ausfällt. Auch alle Benchmarks, durch die Bank, zeigen bessere Ergebnisse mit dem neuen RAM:


Geekbench 5: (Link Stock, Link Kingston Fury)
Geekbench 5.jpg Geek RAM.jpg


3D-Mark: CPU Benchmark
3D-Mark CPU.jpg


3D-Mark Time Spy:
Time Spy RAM.jpg


3D-Mark Firestrike:
Firestrike RAM.jpg


FarCry 5 New Dawn: (links Lenovo RAM, rechts Kingston Fury)
1633297736687.png


Auch Cinebench R20 und R23 habe ich gebencht. Wie zu erwarten ist hier die Differenz relativ marginal ausgefallen. Im CB R20 waren es um die 50 Punkte, im CB R23 um die 110 Punkte. Dennoch, in jedem Test/ Benchmark war der neue RAM ausnahmslos besser. Ob sich das Upgrade lohnt, muss jeder für sich selbst entscheiden. Für die Intel-Version (11800H) versuche ich noch Daten zu bekommen. Diese werde ich dann hier zeitnah ergänzen. Auf Reddit hat ebenfalls ein User die Kingston HyperX/ Fury RAM-Kits gegen andere getestet und auch hier schneiden sie mit am besten ab. (Reddit-Link)


5. Repaste & Wärmeleitpads (Repad)
Natürlich darf auch dieses Thema in einem Optimierungs-Thread nicht fehlen. Wie bereits in der Einleitung angesprochen, destanziere ich mich aber von irgendwelchen Empfehlungen diesbezüglich. Ich habe mich in den letzten 5-6 Jahren intensivst mit Notebooks beschäftigt und unzählige Repastes/ Repads an den verschiedensten Gaming-Notebooks durchgeführt. Oftmals auch mit LM oder irgendwelchen Mods usw. Es waren auch viele normale Notebooks bei, aber die Gaming-Kisten waren immer am spannensten, besonders wenn der User schon vorher 2-3 mal sein Glück versucht hat und ich die Baustelle dann bekommen habe. Ich hab einfach schon zu viel Pfusch und Blödsinn in den Geräten gesehen. Deshalb spreche ich keine Empfehlungen mehr aus, wo man das Gerät öffnen muss.

Ok, zurück zum Thema. Häufig stellen die NB-Hersteller Sicherheitsbestimmungen und Demontage-Anleitungen in ihren Service-Manuals online zur Verfügung. Daher orientiere ich mich ertsmal an diesen Bildern und nehme später meine eigenen. Wenig überraschend fangen wir mit der Bodenplatte an und lösen insgesamt 10 Schrauben. 6 lange und 4 kurze:

1633303187000.png

Dann wird der Deckel vorsichtig hochgehebelt und entfernt. Nimmt für das Hebeln spezielle Hebel-Tools aus Plastik. Eigentlich sollte es selbstverständlich sein, dass man dafür gescheites Werkzeug nimmt, ich erwähne es aber mal trotzdem an der Stelle.

1633303384930.png

Dann kommt der Stromstecker und die beiden SSD-Abdeckungen, sofern man sie hat. Laut Service-Manual sind es auf der linken Seite drei Schreiben beim SSD-Cover, es sind aber vier Verschraubpunkte vorhanden.

1633303530699.png 1633303556285.png 1633303630426.png SSD Cover Repaste.jpg

Als ich mein Gerät zum ersten Mal aufgemacht habe, hatte ich gleich direkt mehrere negative Punkte festgestellt. Es fehlten mehrere Schrauben (aufgrund der fehlenden SSD-Abdeckplatten) und ein Wärmeleitpad für die MOSFETs der GPU guckte schon zur Hälfte raus. Also hier hat Lenovo nicht den besten Job gemacht. Leider kommt das häufiger vor als man glaubt. Fehlende, doppelte oder falsch eingesetzte Wärmeleitpads sind in den Geräten (Gaming Notebooks) keine Seltenheit.

20210930_141815.jpg

Für den Fall, dass jemand das gleiche Glück mit den fehlenden Covern hat*, an folgenden Stellen fehlen die Schrauben dann:

1633330499891.png
*der Support hat mir die beiden fehlenden SSD-Abdeckungen nachgeliefert.

Als Ersatz für die fehlenden Stellen habe ich M2*5 Schrauben genommen. Ersatzschrauben bekommt man tonnenweise auf Amazon und Co. Für die Demontage der Heatsink müssen insgesamt 12 Schrauben + zwei Lüfterkabel gelöst werden. Die Heatsink-Schrauben werden logischerweise als letztes gelöst.

1633330962257.png

So wie die meisten Kühleinheiten in Notebooks, hat auch diese eine Nummerierung an den Fixierpunkten. Es ist nicht zwingend erforderlich genau diese Reihenfolge einzuhalten. Viel entscheidender ist das Muster (manche kennen das von Autofelgen), so das man die Kühlkonstruktion gleichmäßig löst. Idealerweise empfiehlt es sich jede Schraube nur einige Umwindungen zu lösen und dann direkt zur nächsten zu gehen. Nach zwei-drei Runden hat man alle Schrauben dann gleichmäßig gelöst. Gleiches gilt auch später für den Rückbau. Heatsink punktegenau über die Verschraubpunkte legen und im Kreuz-Pattern jede Schraube ein paar Umwindungen anziehen und das so lange machen bis alle fest sind.

1633331749633.png

Was Lenovo an der Stelle gut gemacht hat: Die Heatsink-Schrauben sind zum einen größer (besserer Halt mit Schraubendreher) und zum anderen besitzen sie einen festen Stopp-Punkt. Also zu fest anziehen kann man es in dem Fall nicht wirklich bzw. bringt nichts. Durch einen Sicherungsring auf der Rückseite verbleiben die Schrauben in der Heatsink. Hat man den Kühlkörper gelöst, schaut das ganze wie folgt aus:

Hs1.jpg HS2.jpg

Das Pad, was da so komisch rausguckt, habe ich bereits anfangs erwähnt. Die Paste selbst hat ganz schön gut geklebt und von der Konsistenz her war sie .... sich sag mal etwas gumimartig. Nicht ausgetrocknet und nicht bröselig, aber auch nicht flüssig. Letztendlich muss das alles aber kein Indikator dafür sein wie gut oder schlecht die Paste in dem Notebook performt.

Paste1.jpg Paste2.jpg Paste3.jpg

Paste4.jpgPaste5.jpg Paste6.jpg

Zunächst habe ich einen Repaste mit Arctic's MX5 Wärmeleitpaste durchgeführt, da ich wissen wollte wie gut oder schlecht die Lenovo-Paste im Vergleich performt. Ich hätte auch TG Kryonaut nehmen können, aber in meinem Testing performt die MX5 nahzu identisch mit der Kryonaut-Paste. Lass es mal ein Grad mehr sein, aber das fällt jetzt nicht wirklich ins Gewicht. Ehrlich gesagt bin ich von Kryonaut schon länger weg, weil es über die Zeit an Performance verliert. Anfangs performt sie immer super, aber spätestens nach einen halben Jahr verliert sie deutlich an Leistung. Deshalb nehme ich lieber Noctua (NT-H1/ H2) oder die MX5 von Arctic.

Auf die Temperaturen geh ich gleich zum Ende des Unterpunktes ein. So viel kann ich aber schon sagen, ein Repaste mit normaler/ traditioneller Wärmeleitpaste lohnt sich nicht. GPU ist gleich warm geblieben und CPU 2-3°C schlechter*. Für mich persönlich jetzt nicht so schlimm, da es sowieso klar war, dass LM rein kommt. Für die Leute, die über einen Repaste mit WLP nachdenken --> spart euch die Arbeit. Lenovo hat dahingehend schon einen guten Job gemacht.


5.1 Repaste mit Liquid Metal (LM)
Falls ihr ein Repaste mit LM in Erwägung zieht, bleibt euch natürlich selbst überlassen wie ihr das gestaltet. Ich zeige hier nur eine Möglichkeit wie man es machen kann und wie ich es die letzten Jahre bei unzähligen Notebooks gemacht habe. Zusätzlich werde ich auch auf ein paar typische Fehler eingehen, die ich nicht selten in den Geräten gesehen habe.

Schutz der SMD-Beiteile. Wenn man Lust hat, kann man zum Schutz die SMD-Bauteile um den Chip mit buntem Nagellack oder anderem Zeug bepinseln. Ich persönlich mach das aus bestimmten Gründen aber nie. Zum Schutz eignet sich am besten Kaptonband. Sehr häufig wird aber noch Isolierband oder das beliebte Scotch Super 33+ Isoband genommen. Warum Kaptonband weitaus besser geeignet ist, demonstriert beispielsweise dieses -Video-. Nicht nur die Eigenschaften bei Temperaturschwankungen sind hier wichtig, sondern insbesondere auch die Materialstärke. Kaptonband ist nämlich wesentlich dünner.

Sicherlich werden jetzt einige sagen, dass sie das mit dem Scotch-Isolierband schon mehrfach gemacht haben und es nie Probleme gab. Ich selbst hab das vor Jahren auch nicht anders gemacht. Wenn die Höhe des DIE's ausreichend ist und man auch sauber geklebt hat, wird das in den meisten Fällen auch kein Problem sein. Hier mal ein Beispiel von einem AW-Notebook: Scotch 33+ vs Kaptonband

AdrLM (Beispiel AW17 R4).jpg Repaste Jo (2).jpg

Es gibt aber auch Notebooks, wo die DIE-Höhe mit Bezug auf Materialstärke des Tapes ein Problem wird. Dann liegt die Heatsink auf dem Tape und nicht auf dem Chip auf und die Temperaturen gehen durch die Decke. Ich muss wirklich zugeben, dass ich dieses Problem nicht so selten gesehen habe. Die Ursache war meinst die DIE-Höhe der CPU oder das stümperhafte Aufkleben und gleichzeitige Überlappen des Isolierbandes. Hier mal zwei Beispiele, die das gut demonstrieren:

LM Fehl 1.jpg LM Fehl2.jpg

Mal abgesehen davon, dass im ersten Bild die Kontaktflächen nicht abgedeckt sind, ist auch das Tape an den Überlappung zu dick und übersteigt die Höhe des DIEs. Im zweiten Bild kann man gut die Abdrücke des Kühlkörpers auf dem Isoliertape erkennen (markiert). Beim Legion wird man ziemlich sicher auf das gleiche Problem stoßen. Der 5800H/ 5900HX ist extrem flach und mit dickem Isoliertape wird man schnell drüber kommen. Selbst mit Kaptonband empfehle ich äußerst sauber zu kleben, sonst wird's echt zu knapp. In der Regel mach ich das meist so, dass ich mir die Bereiche zum Abkleben vorher passend ausmesse und das Kaptontape auf die gewünschte Größe zuschneide. So sieht's bei mir jetzt im Legion aus:

Kap 1.jpg Kap 2.jpg Kap 3.jpg

Was ich auch schon seit vielen Jahren mache, ist eine Art "Auslaufschutz". Normalerweise möchte LM nicht so gern irgendwo hin fließen, aber so kann ich absolut sicher sein, dass das LM dort bleibt, wo es hin gehört und sich nicht irgendwo hin verteilt. Gerade bei Notebooks, die häufig untwegs sind, möchte man doch lieber auf Nummer sicher gehen. Den Auslaufschutz mach ich mit einer dünnen Spitze und GD900. So sieht das ganze dann anschießend aus:

AS 2.jpg AS 3.jpg

Die Verbesserung mit LM beträgt in etwa 3-5°C, je nach dem welches Setting man fährt und wie viel Last man hat.


5.2 Repadding
Bei so neuen Geräten braucht man normalerweise kein Repad machen, außer man hat das Pech wie ich und einige/ ein Wärmeleitpad(s) ist bei der Montage verrutscht oder fehlt. Lenovo verbaut überwiegend weiche Pads, die bis auf eine Stelle sehr guten Kontakt haben. Sollte man doch irgendwann ein Repad planen, kann sich an folgenden Werten orientieren:

Repad.jpg Repad HS.jpg

Ich sage an der Stelle "orientieren" deshalb, weil je nach Ausstattung, Mainboard-Revision, Heatsink-Partnummer usw. andere VRM-Komponenten oder Pads zum Einsatz kommen können, wodurch die angegebenen Maße nicht mehr passen. Des Weiteren besitzen einige Pads eine Zwischengröße wie 0,75 mm oder 0,85 mm. Höchstwahrscheinlich es darauf zurückzuführen, dass über die Zeit und den Anpressdruck der Heatsink einige Pads leicht gestaucht wurden. Eine exakte Ermittlung ist daher nicht so einfach. Da es Pads in solchen speziellen Stärken aber nicht zu kaufen gibt, orientiere ich mich an Standardmaßen, was Arctic, Thermal Grizzly, Alphacool und Co. anbieten. Auch würde ich bei einem Repad nicht Pads mit einem zu hohen Shore-Wert (Härtegrad) nehmen, sondern eher mittelweiche Pads, um einfach einen gewissen Spielraum zu haben.

Eine Stelle, die mir nicht gefallen hat, waren die Induktoren bei den Powerstages der CPU. Hier konnte ich weder Abdrücke sehen, noch ist hier ein klassisches Pad verbaut. Teilweise war es an einer Seite schon hart:

Repad Induktor 1.jpg Repad Indkutor 2.jpg

Da diese Stelle relativ dünn aufgetragen ist, habe ich als Ersatz K5 Pro genommen, weil auch Lenovo an dieser Stelle viskose Paste verwendet. Damit kann ich den Kontakt relativ einfach sicherstellen, gehe aber nicht die Gefahr ein, dass ich ein zu dickes Pad nehme. Ich habe diese viskose Paste (Wärmeleitpad-Ersatz) schon öfter in anderen Notebooks eingesetzt und bislang nie Probleme damit gehabt. K5 Pro eignet sich gut für unebene und sehr dünne Stellen oder auch für Stellen, wo man nicht exakt die Stärke bestimmen kann. Idealerweise sollte man diese viskose Paste nur als Gap-Filler auf VRM-Komponenten verwenden, die nicht ganz so warm werden. Da, wo man Pads verwenden kann, sollte man auch vernünftige Pads nehmen. Wenn's um Langlebigkeit geht, sind Pads immer noch das Mittel der Wahl. Alternativ kann man auch Putty von EVGA nehmen, sofern man es bekommt, was von der Kühlleistung nochmals besser sein soll als K5 Pro.

Oftmals wird die Wichtigkeit der Wärmeleitpads unterschätzt und gewisse Fehler schleichen sich ein. Bei einer unzureichenden Kühlung der GDDR-Speicherchips kann es beispielsweise zu Freezes oder Mikrorucklern kommen. Bei zu dicken Pads kann es passieren, dass die Heatsink nicht tief genug runterkommt oder schief über dem DIE hängt. Hohe Temperaturen, große Temperaturunterschiede innerhalb der Kerne sind da nur einige Beispiele. Da die meisten Kühlkörper ihren Anpressdruck über Federn ausüben und dieser nicht sonderlich hoch ist, sollten die Stärken der Wärmeleitpads schon stimmen.


6. Undervolting CPU & GPU
Auch Undervolting darf im Bereich der Optimierung natürlich nicht fehlen. Das Ziel ist eine gleichbleibende, bessere oder minimal schlechtere Leistung, dafür aber bessere Temperaturen (= leiseres Notebook). Der Begriff Undervolting ist viellecht ein wenig weit gefasst, aber das Ziel (kühlere Temperaturen + ggfs bessere Leistung) ist in allen Fällen das gleiche.

Intel CPU
Den Begriff "Undervolting" würde ich bei Intel-Systemen noch am ehesten zuschreiben. Hierbei legt man ein Voltage-Offset fest, beispielsweise -125mV, der auf die angeforderte Core VID gelegt wird. Sprich, die CPU gibt dem Voltage-Controller vor, welchen Strom sie haben möchte und der Voltage-Controller, genauer gesagt die Powerstages, liefern. Durch das Offset wird der angeforderte Werte minus der 125mV angelegt. Die CPU bekommt also etwas weniger Strom, was ihr aber zum Arbeiten noch locker ausreicht, jedoch verbraucht nun weniger Watt (CPU Package Power) bei der gleichen Leistung. Weniger Strom --> weniger Abwärme = kühlere Temperaturen.

Im folgenden Beispiel mit dem i7-11800H nehmen wir Throttle Stop (Download-Link am Ende des Punktes) zum Undervolten. Nach der Installation bestätigen wir die Warnmeldung und gehen in den FIVR-Control:

FivR.jpg

Im FIVR-Control angekommen müssen wir CPU Core und CPU Cache gleich tief undervolten, weil sonst immer nur der "schwächere" Wert für die CPU gesamt übernommen wird. Würden wir den Core beispielsweise mit -50mV undervolten und den Cache gar nicht, sprich -0mV, würde der Wert -0mV für CPU Core und CPU Cache gleichermaßen gelten, weil 0mV der schwächere Wert ist. Ich hoffe das ist verständlich. Im FIVR-Control sieht das dann wie folgt aus:

FIVR Control.jpg
(Danke für das Foto el3c)

1. Oben im FIVR Control: CPU Core auswählen
1.1 Haken bei Unlock Adjustable Voltage
1.2 Offset-Regler auf -67,x mV stellen (wird später auf- oder abgerundet)

2. Oben im FIVR Control: CPU Cache auswählen
2.1 Haken bei Unlock Adjustable Voltage
2.2 Offset-Regler auf -67,x mV stellen

3. Auf OK - Save voltages immediately stellen
3.1 Apply und das Offset sollte angelegt sein

Das Offset sieht man anschließend auch in HWinfo unter dem Reiter --> Voltage Offsets. Dort dann unter: --> IA Voltage Offset (-67mV für CPU Core) und --> CLR (CBo/LLC/Ring) Voltage Offset (-67mV für CPU Cache). Je nach Notebook und eingesetztem Voltage-Controller kann sich das aber unterscheiden, wann HWinfo das anzeigt. Beim Legion 7i wurde das direkt übernommen und angezeigt. Bei einigen Geräten muss man HWinfo nach dem Einstellen des Offsets noch mal neu starten, da der Wert scheinbar nur einmal beim Starten ausgelesen wird.

Wie tief man undervolten kann, hängt zum einen von der Güte (Binning) der CPU ab und zum anderen von der Last, die anliegt. Hier im Beispiel wurde jetzt ein Offset von -67mV gewählt, es geht aber noch deutlich mehr. Von dem, was ich so lese und gesehen habe, machen die meisten Tigerlake-CPUs (Intel 11. Gen) so um die -60mV bis -90mV wohl noch mit (keine Garantie). Da drüber hinaus hängt es von den genannten Gründen ab, ob die CPU das mitmacht. Wenn's mal ein Bluescreen gibt, dann war das UV höchstwahrscheinlich zuviel und spätestens nach einem Kaltstart schmeißt der Voltage-Controller den Wert raus. Sollte das Undervolting nicht übernommen werden, gibt es im Beitrag #93 noch einige Lösungsansätze.

!ACHTUNG! Sollte man in Zukunft irgendwann ein BIOS-Update machen, ist es dringend anzuraten das Offset vorher rauszunehmen. Wenn das System während eines BIOS-Updates abschmiert, kann es im schlimmsten Fall das BIOS beschädigen und das Notebook bootet nicht mehr.

-------------------

AMD CPU
Bei AMD CPUs geht sowas auch, jedoch ist diese Art des Undervolting nur in Verbindung mit dem Precision Boost Overdrive und dem Curve Optimizer verfügbar/ sinnvoll. Soweit ich das gesehen habe, gibt es dieses Tool leider nur im Desktop-Bereich. Für die mobilen AMD CPUs gibt es nur den Ryzen Controller, jedoch zielt dieser mehr auf die Leistungsbegrenzung ab. Sprich, das Einstellen von Boost-Zeiten, Leistungsaufnahme wie TDC, EDC und PPT. Auch Temperatur-Limits können gesenkt werden, falls man die Triggerpoints der Lüfter eingrenzen möchte.

Da die Kühlleistung des Legion 5 Pro/ 7 für die meisten Szenarien bei den vordefinierten Powerlimits größtenteils ausreicht, sehe ich momentan keine sinnvolle Anwendung für den Ryzen Controller in diesem Gerät. Insbesondere bei dem QHD-Display (2.560 x 1.600) wird man im Gaming fast immer im GPU-Limit sitzen. Die CPU-Leistung braucht man in dem Fall nicht einzuschränken und Optimieren via Undervolting geht leider (noch) nicht. Sollte sich das in Zukunft ändern, werde ich das natürlich ergänzen.

-------------------

Nvidia GeForce GPU
Bei Nvidia Grafikkarten werden die meisten es schon kennen. Mit dem MSI Afterburner kann man sowohl die Grafikkarte übertakten, als auch undervolten mithilfe des Curve-Editors. Mit dem Curve-Editor bestimmt man welcher Strom (V) bei welchem Takt (Mhz) anliegt und wie hoch der Takt/ die Voltage ansteigen darf. Dadurch kann man den Verbrauch (Watt) zum Teil erheblich senken, ohne signifikate Leistungseinbußen zu haben. Meiner Erfahrung nach läuft die GPU mit einer Curve sogar besser, da sie nicht ständig im Powerlimit rumhängt und sich immer wieder ausbremst.

Nun stellt sich natürlich die Frage, wie man einen passenden Wert ermittelt. Dafür habe ich mir ein Spiel (Far Cry 6/ AC Valhalla) genommen und mir erstmal angeschaut welcher Takt bei welcher Voltage durchschnittlich im Out-of-the-box-Zustand anliegt und welcher Verbrauch sich ergibt. In meinem Fall mit Far Cry 6 war das bei einer Stunde Spielzeit rund 1.800 MHz bei 0,916V und einem Verbrauch von 136w (140w PL). Den Sweetspot muss da jeder für sich selbst herausfinden/ definieren. Ich priorisiere meist gleichbleibende oder bessere FPS-Leistung bei bestmöglichem Verbrauch.

Als Ausgangspunkt nehme ich dann meine 1.800 Mhz (+/- 50 MHz) und versuche diesen Takt mit möglichst wenig Spannung zu betreiben. Jedoch darf man nicht zu wenig Spannung nehmen, weil es sonst logischerweise instabil wird und/ oder der GPU Effective Clock absinkt (Stichwort Clock-Stretching). Der Curve-Editor könnte für Neulige etwas kompliziert wirken, ich versuch's aber möglichst nachvollziebar zu erklären. Zunächst erstmal die Oberfläche vom MSI Afterburner:

MSI Afterburner Menü.jpg

Alles, was irgendwie wichtig ist, hab ich mal markiert. Der Button für den Curve-Editor befindet sich links unten. Sobald man ihn aufmacht, sieht man die Kurve (Curve), die die GPU folgen wird bis das Powerlimit sie ausbremst. Die kleinen viereckigen Punkte beschreiben den Wert welcher Takt (Skala links) mit welcher Spannung (Skala unten) angelegt wird. So sieht das im Default aus:

MSI CE 0.jpg

Soweit ich das feststellen konnte, legt die RTX 3070 nicht mehr wie 1,040v an, jedoch nur bei der Peak-Leistung von rund 2.000 MHz. Demnach könnte man schlussfolgern, dass man alle Werte nach 1,040V ignorieren könnte, jedoch hat die Erfahrung gezeigt, dass es meist sinnvoller ist, die abgeflachte Kurve bis zum Ende durchzuziehen. Für das Undervolting im Beispiel 1.830 MHz @ 825mV (mein Sweetspot) gehe ich dann wie folgt vor:

Ich öffne den Curve-Editor und suche mir den Punkt bei 825mV (Skala unten). Zusammen mit der Shift-Taste (gedrückt halten) ziehe ich den Punkt bis zum gewünschten Takt hoch. Im meinem Fall bis 1.830 Mhz:

MSI CE 1.jpg

Da ich nicht möchte, dass die GPU diese Werte (Takt & Spannung) übersteigt, muss ich ab diesem Punkt die gesamte Kurve abflachen:

GPU UV-Profil.jpg

Die Punkte, die nach der 825mV kommen, kann man dann entweder auf irgendeinen Wert unterhalb der 1.830 Mhz runterziehen und später auf Übernehmen drücken (Kurve passt sich dann an) oder mithilfe von Maus und Pfeiltasten auf den exakten Wert stellen. Bei mir funktioniert die zweite Methode meist besser, da das Übernehmen mit den nach unten gezogenen Werten zwar die Kurve abflacht, aber nicht immer perfekt. Wenn ein Punkt nach dem gewünschten Wert (825mV) höher ist, legt die GPU dann auch diese Voltage später an. Daher immer darauf achten, dass die Curve ab dem gewünschten Wert nicht mehr ansteigt. Am Ende dann nur noch übernehmen, ggfs das Profil speichern und fertig. Zusätzlich zu dem Undervolting erhöhe ich noch leicht den Mem-Clock.

Mit dem Undervolting-Profil habe ich laut Ingame-Benchmark die gleiche FPS-Leistung (+/- 3 fps), jedoch eine Reduktion von rund 25-28w (GPU Power). 25-28w weniger Abwärme merkt man deutlich in den Temperaturen der GPU, aber auch zum Teil auf der CPU. Da die meisten Gaming-Notebooks eine sogenannte "Shared-Heatsink" verwenden, beeinflusst die Abwärme des einen Chips auch immer den anderen.

Falls das alles kompliziert klingen mag, hilft es ungemein sich auf einem Zweitmonitor während des Spielens den Curve-Editor und die Werte in HWinfo anzuschauen. Dann kann man auch sehr leicht den Curve-Editor und wie die GPU arbeitet nachvollziehen. Für die Faulen unter euch, stelle ich meine UV-Profile im Beitrag #99 zur Verfügung. Hier kann ich den Ordner leider nicht an der passenden Stelle einfügen. Folgende Profile sind enthalten:

Profil 1 - 1.830 MHz @ 825mV
Profil 2 - 1.850 MHz @ 850mV
Profil 3 - OC (nur zum Benchen unter Extrembedinungen)
Profil 4 - 1.815 MHz @ 800mV
Profil 5 - 1.800 MHz @ 825mV

Die Profile sind auf meine RTX 3070 und die Games, die ich damit spiele, ausgelotet. Sollte aber auch problemlos auf der RTX 3060 & RTX 3080 laufen. Falls das Spiel mit einem der genannten Profile abschmieren sollte, braucht man entweder mehr Spannung oder weniger Takt. Das Profil 5. sollte hier noch das erfolgversprechenste sein. Für irgendwelche Benchmarks oder Stresstests sind die Profile nicht zu empfehlen.

-------------------

Die Tools für's Undervolten/ Optimieren:
- AMD: Ryzen Controller (aktuelle Version - GitHub)
- Intel: Throttle Stop (Intel XTU benutze ich nicht)
- Nvidia: MSI Afterburner
- Monitoring: HWinfo64 (Download - Local (U. S.)


6.1 So leise wie möglich (Lüfter 0 rpm)
Der bislang für mich größte Kritikpunkt am Legion war, dass das Notebook scheinbar nicht komplett silent sein kann. Sprich, dass die Lüfter vollständig ausgehen und man vom Notebook überhaupt nichts mehr hört. Ich betreibe das Notebook in meinem Büro an zwei externen Monitoren (Dell S2721DGFA - 1440p). Da ich mich häufig bei bestimmten Arbeiten konzentrieren muss, können Lüftergeräusche äußerst nervig sein, insbesondere die hochfrequenten Geräusche von Notebook-Lüftern. Daher ist mir dieser Punkt mit den vollständig ausgehenden Lüftern (0 rpm) schon sehr wichtig.

In der Vergangenheit war das meist so, dass egal welches Gaming-Notebook (meist Alienware) ich hier in dem Setup stehen hatte, die Lüfter des Notebooks immer vollständig ausgegangen sind. Logischerweise ist das bei vielen Gaming-Notebooks nur möglich, wenn man den gezeigten Kühler (siehe 7.1 gemoddeter DIY-Kühler) drunter hat und idealerweise Liquid Metal drin, um die Passiv-Kühlleistung zu erhöhen. Mit den ganzen Optimierungen und Mods kann man sich dann auch den Balanced-Mode voll-passiv gönnen. Sicherlich wird's auch irgendwie Möglichkeiten geben, dass mit einer Erhöhung (zusätzliche Notebook-Füße) zu machen, aber wenn man sein Notebook, besonders Gaming-Notebook, voll-passiv betreiben möchte, sollte man jede zusätzliche Kühlleistung mitnehmen, die man bekommt. Allein deswegen ist der DIY-Kühler für mich schon Gold wert. Er macht die meisten Notebooks so vielfach leiser, egal ob idle oder Gaming.

Tja, nun hatte ich das Legion mit LM und dem Kühler ausgestattet, traumhafte Temperaturen im idle und dennoch gingen die Lüfter nicht aus, nicht mal im Quiet-Profil. Ich spreche jetzt hier von teilweise unter 30°C auf CPU und GPU. Für mich völlig unverständlich, warum die Lüfter bei solchen Temperaturen überhaupt noch laufen müssen, aber sie liefen dennoch und zwar dauerhaft bei 1.800 rpm (36% Fan-Speed). Hier mal ein Log davon von über eine Stunde:

idle Temps Lv1 (Quiet Profil) dGPU.jpg

Da ich den Punkt (2.) mit dem BIOS und den BIOS-Einstellungen zu dem Zeitpunkt am bearbeiten war, bin ich jede einzelne Einstellung durchgegangen und da ist mir eine Einstellung gleich direkt aufgefallen: Advanced Thermal Optimization

Thermal Optimization.jpg

Jetzt ist es äußerst schade, dass Lenovo überhaupt nichts zu dieser Funktion sagt/ erklärt. Also hab ich ein wenig rumprobiert und recherchiert, was diese Einstellung tatsächlich macht. Im Default, sprich wenn man im BIOS nie was umgestellt hat, steht dieser Wert auf Level 1 und genau deshalb drehen die Lüfter dauerhaft, egal wie kühl das Notebook läuft. Unter gewissen Umständen ist diese Funktion gar nicht mal so schlecht, denn sie verhindert, dass die Lüfter im idle ständig hoch und runter drehen. So drehen sie bei geringer Last zwar dauerhaft, aber dafür nicht ständig hoch und runter, was durchaus sogar noch nerviger sein kann. Die genauen Level teilen sich wie folgt auf:

  • Disabled: 0 - 1.700 rpm (0 - 34% Fan-Speed)
  • Level 1: min. 1.800 rpm (36% Fan-Speed)
  • Level 2: min. 2.000 rpm (40% Fan-Speed)
  • Level 3: min. 2.100 rpm (42% Fan-Speed)

Praktischerweise lassen diese Werte auch im Windows mit dem LegionFanControl einstellen und auch auslesen (Current Fan Speed %). Daher konnte man die Werte relativ schnell und einfach ermitteln. Ich bin dennoch ins BIOS gegeangen, habe die Funktion (Advanced Thermal Optimization) auf Disabled gestellt, zurück ins Windows und das Quiet-Profil ausprobiert und siehe da.... die Lüfter können ja doch ausgehen, auch im Balanced-Mode. Unglücklicherweise ist das aber kein Dauerzustand. Aus irgendeinem Grund starten die Lüfter (bis 32%) hin und wieder dennoch, drehen ein paar Sekunden und gehen anschießend wieder aus, obwohl weder die Temperaturen, noch die Package Power (auf CPU und GPU bezogen) signifikant gestiegen sind/ ist. Eigentlich ist das nicht wirklich schlimm, mich stört's aber dennoch, weil es für mich keinen Grund gibt, warum die Lüfter bei solchen Temperaturen überhaupt laufen sollten. Ich vermute einfach mal, dass Lenovo bei der Planung des Wärmemanagements nicht davon ausgeht, dass jemand sein Notebook in dieser Konstellation (Kühler + LM + Quiet-Profil) betreiben wird.

Im Punkt (5.1) Repaste mit LM habe ich den LegionFanControl noch ein wenig kritisiert, weil er für mein Testing nicht so perfekt geeignet war. Jetzt hier in der Silent-Geschichte hat er mir sogesehen den A**** geretettet. Denn er hat die wunderbare Funktion, die aktuelle Lüftergeschwindigkeit dauerhaft anzulegen und wenn die aktuelle Lüftergeschwindigkeit 0 rpm ist, dann bleiben die Lüfter auch dauerhaft bei 0 rpm, sprich sie bleiben aus. Um die Lüftergeschwindigkeit zu sehen, muss man im LFC bei Sensor Monitoring den Haken bei Enable setzen. Anschließend zeigt das Feld Current Fan Speed den Wert in Prozent an wie schnell die Lüfter sich drehen. So sieht die Einstellung dann übrigens aus:

Lüfter aus Setting.jpg

Soweit ich das sagen kann, funktioniert das bislang perfekt und die Lüfter bleiben aus. Das macht für mich das Legion nochmal so viel besser, ich bin richtig happy, das das geht. Ich kann im Forum stundenlang hocken, nebenbei bisschen entspannte Musik laufen lassen, bisschen Office-Kram, Emails etc. und die Lüfter bleiben schön aus. Ich brauche die Lüfter des Notebooks nur noch zum Zocken, Benchen und ggfs. Video-Rendering, ansonten bleiben sie aus. Die Noctua-Lüfter von dem DIY-Kühler laufen dabei auf einer Geschwindigkeit, wo sie so gut wie unhör sind. Voll-Passiv mit allen Optimierungen und Lüfter dauerhaft bei 0 rpm habe ich folgende Temperaturen mit dem Legion jetzt:

idle Temps 2 (Quiet Profil) (passiv).jpg komplett unhörbar.jpg

Der erste Log zeigt den Passiv-Modus, wo der DIY-Kühler auf einer Geschwindigkeit läuft, wo man ein ganz leieses Luftrauschen hören kann, welches aber keinesfalls nervig oder deutlich wahrnehmbar ist. Wenn nebenbei noch was läuft wie YT oder Musik, hört man ihn eigentlich nicht mehr. Im zweiten Log läuft der DIY-Kühler auf einer Geschwindigkeit, wo er (für mich) unhörbar ist. Der Lappy läuft dann insgesamt 2-3°C wärmer, aber dafür ist das System dann komplett silent und mit unter 40°C noch weit im grünen Bereich.

Abschließend bleibt mir nur noch zu sagen, dass ich mit dem Ergebnis extremst zufrieden bin und der Kollege, der den LegionFanControl programmiert hat, nicht nur ein Bierchen, sondern ne ganze Bierkiste von mir spendiert bekommt. Ich denke, das ist wohl das Mindeste.

----- edit -----

Nach aktuellem Stand ist die ATO-Funktion leider nur bei AMD-Systemen vorhanden. Bei Intel-Systemen gibt nur es einen Ultra-Quiet-Mode, der unglücklicherweise die Lüfter nicht vollständig abschaltet (nach jetzigem Kenntnisstand), aber immerhin etwas weniger aggressiv laufen lässt.

edit vom 18.11.2021,
scheinbar gibt es doch eine Möglichkeit die Lüfter auch bei den Intel-Modell unterhalb der 36% Fan-Speed zu betreiben. Der User el3c erklärt die genaue Vorgehensweise im Beitrag #351.


6.2 Temperaturen & Lautstärke
Wie anfangs im Vorwort angesprochen, widmet sich dieser Thread primär der Optimierung/ Verbesserung des Legion-Notebooks. Deshalb wurden die hier erhobenen Zahlen und Ergebnisse mit allen verfügbaren Optimierungen durchgeführt. Wer will, kann diese später dann zu Out-of-the-box-Zuständen vergleichen. Dann weiß man schon mal grob, welche Temperaturen man erreichen kann, wenn man alle der aufgeführten Optimierungen/ Verbesserungen umsetzt. Zusätzlich wurde noch speziell die Frage DIY-Kühler vs. Erhöhung ausgiebig getestet. Leider kam es in der Vergangenheit bei diesem Thema zu sehr unqualifizierten, zum Teil peinlichen Aussagen und unglaubwürdigen Behauptungen. Da auf meine Frage nach den Temperaturergebnissen, unter der Berücksichtigung der genannten Parameter, ausgewichen wurde, habe ich es mir nicht nehmen lassen, die behaupteten Zahlen einfach mal selbst zu testen, dazu aber später mehr.

Um die Zahlen und Werte ins richtige Verhältnis zu setzen, muss das Test-Setup mit allen temperatur- und verbrauchsbeeinflussenden Faktoren bekannt sein. Diese sind:
  • - Liquid Metal statt Wärmeleitpaste
  • - GPU-Undervolt (1.830 MHz @ 825mV)
  • - feste Drehzahl (rpm) der Notebook-Lüfter
  • - U2-Kühler mit Noctua-Lüftern/ um 7 cm hinten angehoben
  • - Vapor-Chamber Heatsink (für Vergleich mit L5P)
  • - Powerprofil Balancend-Mode
  • - Raumtemperatur 20°C
Die Lautstärke-Messung wurde mit einem Schallpegelmessgerät (dieses) durchgeführt. Es ist sicherlich kein hochpräzises Messgerät, aber um einen Richt- und später Vergleichswert zu ermitteln, erfüllt es seinen Zweck. Die Lautstärkemessung wurde ca. 60cm vom Notebook durchgeführt, da dies auch in etwa der Abstand ist, den ich zum Notebook während des Spielens habe. An dem Legion sind zwei externe Monitore (Dell S2721DGFA) angeschlossen, die vorwiegend als Hauptanzeige/n genutzt werden, daher der Abstand. Getestet wurde mit AC Vahalla, weil ein echtes Realworld-Szenario für mich eine höhere Aussagekraft hat als künstlich erzeugte Zahlen, die mit einem Stresstest gemacht werden und möglicherweise völlig unrealistische Last-Szenarien widerspiegeln. Denn letztendlich ist auch Gaming das, womit man am meisten Zeit verbringt und daher möchte eine realistische Gaming-Last repräsentieren. Des Weiteren lassen sich die Ergebnisse auf andere Spielelast-Szenarien abstrahieren, da sie in der Regel nicht allzu sehr abweichen.

Um die Genauigkeit der Messergebnisse zu erhöhen, bin ich folgendermaßen vorgegangen. Zunächst wurde das System auf Temperatur gebracht (Warmlaufphase) und das Spiel mindestens 10-15 Minuten lang gespielt. Dann wurde während das Spiel läuft auf HWinfo gewechselt und alle Werte dort geresettet (Uhr-Symbol) und erst ab da wurde der Log aufgezeichnet. Gemessen wurde immer 30 Minuten. Auch das Speichern der Werte erfolgte während das Spiel lief. So konnte ich mir relativ sicher sein, dass ich meine Ergebnisse nicht durch irgendwelche idle-Werte oder kühlen Warmlauftemperaturen verfälsche/ schönige und wirklich nur die reine Gaming-Last teste. Gerade wenn man sehr viel testet und einen sauberen/ aussagekräftigen Vergleich möchte, ist ein Vorgehen, welches immer auf die gleiche Weise reproduzierbar ist, unabdingbar.

Damit man Temperaturen und Temperaturvergleiche kritisch bewerten kann, müssen mindestens folgende Parameter bekannt sein:

--> Messverfahren & -dauer
--> CPU Leistung (Takt, Verbrauch & Temperaturen)
--> GPU Leistung (Takt, Verbrauch & Temperaturen)
--> Kühlleistung, idealerweise als festen RPM-Wert
--> weitere Einflussfaktoren (die oben genannt wurden)

Für die Erhebung und Bewertung der Zahlen, fokussiere ich mich ausschließlich auf die Durchschnitts-Werte (avg), da es in diesem Fall am meisten Sinn macht. Das Festsetzen einer bestimmten Geschwindigkeit der Notebook-Lüfter wurde mit dem LFC gemacht. Zusätzlich habe ich noch den Passiv-Betrieb (NB-Lüfter 0 rpm) getestet, auf den ich am Ende des Unterpunktes zu sprechen komme. Damit man besser nachvollziehen kann wie ich vorgegangen bin und ich wie das Setting eingestellt und überwacht habe, habe ich folgenden Screenshot vorbereitet, wo man alle wichtigen Daten sieht:

Messung Beispiel mit 46%.jpg

Der LFC bietet zum Festsetzen der Lüfter-Drehzahl eine sehr einfache Möglichkeit. Dazu muss man die gewünschte Geschwindigkeit (Current Fan Speed) mit dem Button unten links fixieren. Dann bleiben die NB-Lüfter dauerhaft bei der eingestellten Geschwindigkeit, egal wie warm oder kalt das Notebook wird. Im MSI-Afterburner stelle ich mein UV-Profil (1.830 @ 825mV) ein. Dieser Wert schwankt natürlich immer ein wenig, da er von Last und Temperatur abhängig ist. Mit HWinfo64 wurden die Ergebnisse dann ermittelt. Die wichtigsten Werte sind hierfür markiert. Eine Ausnahme stellt hier der DIY-Kühler dar, da er keine optische Darstellung der Lüfterdrehzahl besitzt. Dieser wurde händisch über den NA-FC1 PWM-Controller geregelt. Damit der Vergleich aber fair und sinnvoll bleibt, wurde dieser niemals lauter als das Notebook eingestellt. Tendenziell eher einen Tick leiser als das Legion. So sieht das Ergebnis aller Messungen aus:


Ergebnisse Kühler & Erhöhung.jpg

Zur Lautstärke
Davon ab, dass dBA nicht zwingend als ideale Messeinheit geeignet ist ein Lüftergeräusch zu bewerten (Sone wäre vielleicht besser), zeigte mein Messgerät keinen Wert unterhalb von 33,3 dBA an. 33,3 dBA war in meinem Fall absolute Stille. Für die sehr leisen Geräuschmessungen braucht man einfach ein professionelles Messwerkzeug. Damit man die Lautstärke-Zahlen in ein greifbares Verhältnis setzen kann, habe ich eine Mikrowelle in 1,5m Abstand gemessen. Hier kam ich auf eine Lautstärke von 53,7 dBA. Die Microwelle habe ich exemplarisch als Beispiel genommen, weil so ziemlich jeder weiß, wie sich eine Mikrowelle anhört und wie laut sie in etwa ist. Auch muss man berücksichtigen, dass jeder Lautstärke und vor allem die Geräuschcharakteristik anders empfindet. Ein hochfrequentes Lüfterpfeifen kann beispielsweise deutlich nerviger sein als ein niederfrequentes Lüfterrauschen, welches durchaus etwas lauter sein kann.

Zur getesteten Lüftergeschwindigkeit
Getestet wurde mit 36%, 40%, 46% und 100%. Wenn man mit allen Optimierungen unterwegs ist, macht es meines Erachtens keinen Sinn mehr die NB-Lüfter weiter als 46% aufzudrehen. Die 100% dienen hierbei eher als Demonstrationszweck, der im nächsten Punkt Beachtung findet. Mit den Geschwindigkeiten, die da drunter liegen, wollte einfach mal testen wie weit man im Gaming-Betrieb runtergehen kann. Mit den ganzen Optimierungen bin ich schon schwer beeindruckt wie leise man das Notebook im Gaming-Betrieb bekommt. Zocken ohne Kopfhörer ist absolut kein Problem. Natürlich muss man auch zugeben, dass man das zu einem Teil dem LFC zu verdanken hat.

Zum Verhältnis DIY-Kühler vs. Erhöhung
Um hier einen sinnvollen Vergleich zu machen, müssen ein paar Faktoren berücksichtigt werden. Da ist zum einen die Tatsache, dass ich den DIY-Kühler niemals lauter laufen lies als das Notebook. Ergo, haben die NB-Lüfter weniger schnell gedreht, hat auch der U2-Kühler weniger gekühlt. Ist man mit allen Optimierungen (LM, UV etc.) unterwegs, verringert man das Verbesserungspotenzial eines externen Unterstellkühlers. Ein gutes Beispiel ist hierfür die Messung mit 100% Lüftergeschwindigkeit. Irgendwann kommt man einfach an einen Bereich, wo selbst der performanteste Kühler nur noch sehr wenig ausrichten kann. Deshalb kann auch der Kühlungsvorteil mit einem Notebook, welches im Stock-Zustand ist, deutlich größer ausfallen, als bei einem Gerät, wo an jeder Stellschraube gedreht wurde, um die Kühlung oder den Heatoutput zu verbessern. Ein weiteres sehr gutes Beispiel ist die Messung im Passiv-Betrieb. Das Notebook heizt sich hier im angehobenen Zustand über die Zeit gleichermaßen hoch auf wie flach auf dem Tisch. In diesem Testszenario bringt der Kühler einen sehr signifikanten Unterschied. Es kommt am Ende also auf viele Faktoren und Umstände an, wie gut oder weniger gut ein externer Unterstellkühler performt.

Messung mit 36% ohne Kühler (☠️-Symbol)
Wenn man diesen Thread verfolgt, weiß man wahrscheinlich worauf ich hinaus will. Ich habe für diesen Test mit etwas mehr Kühlleistung angefangen als mit den behaupteten Werten. Ich wollte erstmal vorsichtig gucken, wo die Reise hingeht. Jedoch musste ich diesen Test nach bereits 6 Minuten abbrechen, weil sich einfach alles derart durchgeheizt hat, dass das gesamte System ins thermale Limit lief. Und wir sprechen hier von einem System welches LM drin hat, stärkere VC-Heatsink, GPU-Undervolting bis zu Kotzgrenze und einer konstanten Raumtemperatur von 20°C (Belüftungsanlage im Haus und Thermometer auf dem Tisch). Auch darf man nicht vergessen, dass im Chart nur die Durchschnittswerte drin stehen. Die aktuellen (current) = Max-Temperaturen zu dem Zeitpunkt waren da noch eine ganze Ecke höher. Um ehrlich zu sein habe ich mich bei dem Testing schon ein wenig unwohl gefühlt, weil nicht nur CPU und GPU extrem heiß waren, sondern auch das gesamte Chassis inkl. Tastaturbereich, SSDs, VRM, Akku usw. Keine Ahnung wie man das angeblich mit noch weniger Kühlleistung bewerkstelligen will und das auch noch dauerhaft. Wenn man die Lebenszeit seines Gerätes drastisch reduzieren möchte und einem eine gedrosselte Leistung völlig egal ist, kann man so ein Setting sicherlich fahren. Mit dem U2-Kühler war das mit festen 36% NB-Lüfter im Übrigen kein Problem auf Dauer.

Fazit
Letztendlich muss jeder die Zahlen für sich selbst bewerten. Ich für meinen Teil möchte grundsätzlich meine Notebooks nicht ohne einen Kühler betreiben. Dafür ist zum einen der Passiv-Betrieb beim Arbeiten zu wichtig, zum anderen aber auch weitere Vorteile wie ein kühleres Mainboard, VRM, SSDs, Gehäuse, Tastaturbereich usw. spielen für mich dabei eine entscheidende Rolle, Stichwort Langlebigkeit. Trotz aller Optimierung und der schon vom Hause aus sehr guten Kühlung, holt der U2-Kühler hier immer noch einen, aus meiner Sicht, sehr guten Kühlungsvorteil raus. In einem System, wo alles optimiert wurde, sind durchschnittlich 10°C Verbesserung auf CPU & GPU (+ beide SSDs) nochmal schon nicht wenig. Würde man dieses Testszenario ohne LM oder GPU-UV machen, könnte der Kühlungsvorteil noch etwas besser ausfallen. Man muss auch für sich entscheiden mit welchen Temperaturen und welcher Lautstärke man auf Dauer leben möchte. Mein Sweetspot ist das Setting mit 46% (vielleicht auch ein Tick weniger 44/42%) Lüftergeschwindigkeit und dem U2-Kühler. Hierbei finde ich das Legion noch sehr angenehm leise und die Temperaturen mehr als gut. Für Notebook-Verhältnisse dieser Größe und Leistungsklasse ist das schon sehr beeindruckend. Ich kenne PCs, die da teilweise lauter sind.


7. Mods
Mods (Modifikationen) bieten neben dem Repaste und dem Undervolting eine weitere Möglichkeit das Notebook oder einzelne Komponenten davon in irgendeiner Form zu verbessern. Das kann Kühl- oder Rechenleistung sein, die Geräuschentwicklung (leiser), aber auch beispielsweise das Netzteil wie im Punkt 7.2. Die Verbesserung betrifft hier die Mobilität, da ein kleineres und leichteres Netzteil für den mobilen Einsatz klar zu bevorzugen ist.


7.1 Gemoddeter DIY-Kühler (Noctua)
Was ich ausnahmslos bei jedem meiner Notebooks mache, ist einen gescheiten Kühler zu bauen. Über zusätzliche kühle Frischluft freut sich grundsätzlich jedes Notebook, auch wenn es natürlich von der Bodenplatte und der Heatsink-Mainboard-Kombination (invertiert oder nicht) abhängt wie hoch der Kühlungsvorteil ausfällt. Grund für so einen Kühler kann der Wunsch nach besseren Temperaturen sein, aber auch einfach ein leiseres Notebook, sowohl im idle als auch im Gaming. Die verbauten Lüfter (meist Noctua) von so einem Kühler sind auf 100% meist leiser als die NB-Lüfter auf 50%. Wie bei den Repastes, hab ich auch von den Kühlern mittlerweile etliche für verschiedenste Modelle gebaut. Für's Legion 5 Pro und Legion 7 hab ich schon einige gebaut, fokussiere mich da aber auf zwei Modelle, die sich bislang sehr gut bewährt haben. Den großen U3-Kühler mit zwei Noctua NF-A12 Lüfter, die über eine externe Stromversorung laufen und den kleinen, etwas mobileren U2-Kühler mit drei Noctua NF-A8 Lüftern, die per USB-Power befeuert werden. So sehen die Kühler dann aus:

mobile, kleine Version:
20210930_164355.jpg 20210930_164408.jpg 20210930_164423.jpg
20210930_164745.jpg U2-Verbrauch.jpg Vergleich U2 vs U3.jpg

größere Version mit externer Spannungsversorgung: (angepasst für verschiedene Bodenplatten)
U3 Legion 5 Pro (1).jpg U3 Legion 5 Pro (3).jpg U3 Legion 5 Pro (5).jpg a U3 Vergleich2.jpg

U3 Silver (4).jpg Arctic P12 (1).jpg U3-Tough (1).jpg

Ich bearbeite die Kühler immer und entferne das Gitter, um den bestmöglichen Wirkungsgrad zu erzielen. Ich möchte einfach nicht, dass irgendwas den Luftstrom ausbremst. Das macht das feine Mesh in der Bodenplatte ohnehin schon. Zudem tendieren die Lüfter eher dazu lauter zu werden, wenn sie direkt vor einem Hinternis arbeiten. Hat also mehrere Gründe warum ich das so mache. Die Ausschnitte für die Lüfter befinden sich exakt unter dem feinen Lochblech des Legions:

Kühler Öffnungen 1.jpg Legion 7 Unterseite.jpg Bodenplatte Legion 7.jpg

Kühler Öffnungen 2.jpg Kühler Öffnungen 3.jpg

Falls sich einer so ein Kühler selber bauen möchte, braucht man folgende Komponenten:

  • Für den größeren U3-Kühler:
  • - den U3-Kühler selbst* (15-20 €)
  • - Noctua NA-FC1 PWM Controller (19,90 €)
  • - 2/3 120m Lüfter 12v (4-Pin) (Lüfter abhängig)
  • - Heitronic Slim 12v (15w) Netzteil (8,00 €)
  • - 3m Stromkabel (5,40 €)

  • Für den kleinen U2-Kühler:
  • - den U2-Kühler selbst* (15-20 €)
  • - Noctua NA-FC1 PWM Controller (19,90 €)
  • - 3x Noctua NF-A8 5v (4-Pin) (16,90 € pro Stück)

Wer handwerklich nicht so geschickt ist, der kann mir gerne auch eine PN schicken. Dann baue ich den Kühler auf Anfrage.

* Das Problem ist so ein bisschen der Kühler selbst. Dieser ist von Cooler Master und nennt sich NotePal U2/ U3 und wurde schon lange gegen die PLUS-Version upgegradet, die sich für den Umbau nicht so ideal eignet. Demnach habe ich alle Kühler, zum teil mühsam, über ebay und ebay Kleinanzeigen immer zusammengekauft. Also genau gucken und sicherheitshalber fragen, was ihr da kauft. Viele kennen die Unterschiede nicht und nehmen nicht immer ihre eignen Fotos. Im Zweifel einfach nach der Breite fragen. Der kleine U2-Kühler ist 34,3cm breit und der große U3-Kühler ist 42cm. Meine persönliche Empfehlung für die 16" Modelle (und kleiner) ist der kompaktere U2-Kühler, weil das Notebook fast genauso groß ist wie der Kühler und ihn vollständig verdeckt. Insgesamt finde ich es optisch etwas schicker, weil es weniger Platz weg nimmt.

Alternativ gibt es auch zusätzliche Notebook-Füße, die dem Notebook dabei helfen mehr frische Luft zu ziehen. Bis zu einem gewissen Grad funktioniert so eine Erhöhung ganz gut, ersetzt aber bei Weitem nicht zwei oder drei Noctua-Lüfter, die aktiv ein Notebook mit Frischluft kühlen.


7.2 PSU Upgrade (Mobilität)
Wenn man sich auf Reddit und im NBRF (Notebook Review Forum/Lenovo) zum Thema Legion umschaut, wird man relativ schnell auf das Thema PSU (Netzteil) stoßen. Viele User empfinden das 300w Netzteil als überdimensioniert und zu groß/ schwer und wechseln daher auf das nächst kleinere 230w Netzteil. Gerade wenn man häufig mit dem Notebook unterwegs ist, soll das komplakte ultra light (UL) Netzteil wohl eine deutliche Erleichterung sein. Gemeint ist folgendes Netzeil: Lenovo Legion Slim 230w AC Adapter (UL) (Part number: GX20Z46307 oder 4X20S56717)

PSU 1.jpg PSU 2.jpg

- Lenovo Parts Link
- Elektronline Store (deutscher Kauflink)

Ich betreibe mein Notebook überwiegend stationär an zwei Monitoren und verlege alle Kabel und das Netzteil so, dass ich da normalerweise nicht mehr ran muss. Meistens besorge ich mir dann ein zweites Netzteil und wenn ich mal das Notebook mitnehmen muss, brauche ich nur alle Kabel abschließen, das Notebook in die Tasche packen und los geht's. Hab ja schließlich alles doppelt da und muss nichts abbauen, außer das Notebook selbst. Daher war es klar, dass ich mir sowieso ein zweites Netzteil anschaffen werde. Da mich das Thema mit dem kleineren/ mobileren Netzteil interessiert hat, hab ich das Thema mal ein wenig ausgetestet.

Folgende 230w Netzteile sollen (keine Garantie) mit dem Legion kompatibel sein:

PSU Model:FRU Part-No.:Art. Nr.:Lenovo/ LI Part-No.:
ADL230NDC3A00HM6264X20E75111PA-123-12LA
ADL230NLC3A00HM6274X20E75115SA10E75804
ADL230SCC2A01FR0444X20E75116SA10E75805
ADL230SCC3A (Slim)01FR0464X20E75118SA10H28356
ADL230SDC3A02DL144 (Slim)4X20E75121SA10M42756
GX20L293474X20E75123SA10R16890
GX20Z46307 (Slim)4X20S56713
4X20S56717 (Slim)
4X20S56726
4X20Z83991 (Slim)

In meinem Testing hab ich mir erstmal angeguckt wie hoch der Verbrauch mit dem originalen 300w Netzteil in einem normalen Gaming-Szenario (FarCry 6) ausfällt. Laut HWinfo haben wir rund 130w-140w auf der GPU (RTX 3070) und ca. 35w auf der CPU (5800H). Dazu kommt Display (165Hz), Lüfter, onBoard-Verbrauch, Beleuchtung, angeschlossene USB-Geräte etc. Ich schätze den Gesamtverbrauch auf ungefähr 200w - 210w und hinzukommt noch die Verlustleistung des Netzteils. Mit einem Strommessgerät ab Wand gemessen, komm ich auf einen Verbrauch von 210-230w. Die Last ab Wand gemessen ist nicht konstant, sondern schwankt in diesem Bereich ein wenig. Mit 230w würde man sich demnach noch im Soll des kleineren Netzteils befinden, würde man aber beispielsweise Prime95 und Furmark zeitgleich laufen lassen, könnte man auf 270w-280w kommen, zumindest in der Theorie. Als überdimensioniert kann man das 300w Netzteil demnach sicherlich nicht bezeichnen. In der Ausstattung mit dem Intel 11800H und allen Ausstattungskonfigurationen mit RTX 3080 (165w) wird die Last entsprechend etwas höher ausfallen.

Nun habe ich mir dennoch für schmales Geld (30€) ein gebrauchtes Non-Slim 230w Netzteil (Modell: ADL230NDC3A, FRU PN: 00HM626, Lenovo PN: SA10E75804) geholt und das an meinem Legion 7 getestet. Mit GPU-Undervolting pendelt sich der Verbrauch auf ca. 200w (110w GPU) ein, was für das 230w noch vollkommen ok ist. Ich habe damit ca. drei Stunden FC6 gespielt und alles lief ganz normal ohne Auffälligkeiten. Soweit ich weiß, bezieht sich die Angabe 230w, 300w usw. immer auf das, was die Netzteile dauerhaft leisten können. Die kurzzeitige Peak-Leistung soll um ein vielfaches höher sein. Geht man jetzt vom Standard-User aus, der nichts einstellt und direkt im Performance-Mode losspielt, wäre ich mich nicht sicher, ob ich das dauerhaft so machen würde, sprich 230w Verbrauch mit einem 230w-Netzteil betreiben. Ich behaupte vorsichtig mal, dass das kein Problem sein sollte, berücksichtigt man aber Aspekte wie Langlebigkeit von PSU und Notebook, ggf. Schutz des Gerätes, würde ich nicht empfehlen auf ein kleineres Netzteil umzusteigen. Alternativ kann man auch im Balanced-Mode spielen, denn hier ist die GPU auf 115w begrenzt.

Falls jemand mal Ersatz sucht, das originale 300w Netzteil wird wie folgt gelistet:
- Model: ADL300SLC3A
- Lenovo PN: SA10R16957
- FRU PN: 5A10W86290
- Output Power: 20,0V - 15,0A - 300,0W

Inzwischen habe ich noch einen weiteren Test gemacht und zwar habe ich mal Furmark (MSI) und zeitgleich Prime95 laufen lassen, um zu messen, welche Last maximal durch das Netzteil geht. Erwartungsgemäß sinkt die GPU Power dann auf 125w, weil die 15w+ vom Dynamic Boost wegfallen. Während des Stresstests hält die CPU 80w und GPU entsprechend 125w. Allein hier kommt man schon problemlos über 200w und hinzu kommt noch das ganze andere Zeug wie Display, Sound, Lüfter, Beleuchtung, Board-Spannung, Verlustleistung des Netzteils usw. Der Dynamic Boost greift bis 65w CPU Package Power, sprich der GPU steht das volle 140w Powerlimit bis zu dieser CPU Last zur Verfügung. Mein Messgerät, welches den Verbrauch an Wand misst, zeigt dabei einen Verbrauch von 270-282w an.

Verbrauch.jpg 140w.jpg

Natürlich ist so ein Szenarion im alltag völlig unrealistisch, zeigt aber, was möglich ist, wenn man es drauf anlegt und erklärt, warum ein 300w Netzteil einfach notwendig ist. Ein weiterer Punkt, wenn's um die Mobilität geht, ist das Laden/ Betreiben des Notebooks via USB-C. Das L5P und L7 bieten hierfür auf der Rückseite entsprechende Ports:

UBS-C Strom.jpg USB-C PSU.jpg

Gerade wenn man viel unterwegs ist und überwiegend nur leichte Workloads wie Browsing, Musik hören, Office etc. hat, können die deutlich mobileren USB-C Ladegerät eine gute Alternative sein. Als getestet und empfehlenswert (Beitrag) sind die USB-C Ladegerät von Baseus zu erwähnen:

- Baseus 65w = 31€ (Amazon-Link)
- Baseus 100w = 30€ (ebay-Link)

(Danke FatTony für den hilfreichen Hinweis und das Bereitstellen der Bilder und der beiden Links (y))


8. Overclocking, Benchmarks & Leistung
Zunächst erstmal eine kurze Leistungsübersicht der verbauten Hardware und Limits:

Powerlimits AMD Ryzen 5800H/ 5900HX: (PPT Slow/ PPT Fast)
- Quiet-Mode: 25w/ 40w
- Balanced-Mod: 55w/ 65w
- Performance-Mod: 80w/ 80w

Powerlimits Intel i7-11800H/ i9-11980HK: (PL 1/ PL 2)
- Quiet-Mode: 25w/ 45w
- Balanced-Mod: 70w/ 92w
- Performance-Mod: 90w/ 135w

Powerlimits der Grafikkarten:
- RTX 3060: 130w
- RTX 3070: 140w
- RTX 3080: 165w (nur Legion 7)

Powerlimits in den Modi:
- Quiet-Mode: 115w
- Balanced-Mode: 115w
- Performance-Mode: 140w


Bezüglich OC und Benchen: Mit LM und so einem Kühler steht einem dann eine vergleichsweise große Kühlleistung zur Verfügung. Dann macht auch OC (auch wenn man schnell in die Powerlimits läuft) und das Benchen Spaß. Da man meist meilenweit von irgendwelchen Temperaturlimits entfernt ist, kann man die Hardware schon sehr weit pushen und gucken was die Kiste tatsächlich kann. Hier mal ein paar vorläufige Ergebnisse, was mit dem Ryzen 5800H und einer RTX 3070 möglich ist.

Der Bewertungsmaßstab für das Ranking in 3D-Mark ist: Notebooks mit AMD Ryzen 5800H und Nvidia RTX 3070 (Search-Mode: Leaderboard) (Stand 14.10.2021)

Time Spy - 11.871 (Deutschland Platz 1 / International Platz 8)
Time Spy - 11871.jpg

Time Spy Extreme - 5.718 (Deutschland Platz 1 / International Platz 3)
Time Spy Extreme - 5712.jpg

Port Royal - 7.292 (Deutschland Platz 1 / International Platz 2)
Port Royal - 7292.jpg

Fire Strike - 26.606 (Deutschland Platz 1 / International Platz 1)
Fire Strike 26.606.jpg

Fire Strike Extreme - 14.378 (Deutschland Platz 1 / International Platz 1)
Fire Strike Extreme - 14378.jpg

Fire Strike Ultra - 7.746 (Deutschland Platz 1 / International 2)
Fire Strike Ultra - 7746.jpg

CPU Profile - 6.698 (Deutschland Platz 1 / International Platz 3)
CPU Profile - 6698.jpg

Wild Life - 72.504 (Deutschland Platz 1 / International Platz 1)
Wild Life - 72504.jpg

Wild Life Extreme - 24.867 (Deutschland Platz 1 / International Platz 2)
Wild Life Extreme - 24867.jpg

Cinebench R20 & R23:
CB R20 - 5180.jpg CB R23 - 13329.jpg

Final Fantasy XIV Benchmark: (Maximum Settings)
FF 18646.jpg

Unigine Superposition (4K Optimized)
SuperPosition - 9632.jpg

Geekbench 5 - GPU-Benchmark: (OpenCL / CUDA / Vulkan)
Geekbench GPU.jpg

Geekbench 5 - CPU-Benchmark:
Geek3.jpg

GPU Power:
GPU Power.jpg


9. VRM im Detail
Für alle, die es interessiert, warum man den ganzen Kram mit Wärmeleitpads kühlen muss und was die ganzen Bauteile für Aufgaben haben, wollte ich das Thema auch noch mal kurz anreißen. Wer sein Wissen in diesem Bereich vertiefen möchte, dem kann ich den YT-Kanal von Buildzoid (eng) empfehlen. Schadet sicherlich nicht zu wissen, was sich so auf dem Mainboard abspielt. Für das Beispiel betrachten wir das Mainboard vom Legion 7:

Mainboard blank.jpg VRM-Layout.jpg

Auf dem zweiten Bild habe ich einige Sachen markiert und durch nummeriert.
  1. GPU: Nvidia RTX 3070
  2. GDDR6 (Micron) VRAM
  3. PWM Voltage-Controller
  4. Vcore GPU
  5. Vmem GDDR6
  6. CPU: AMD 5800H
  7. PWM Voltage-Controller
  8. Vcore CPU (VvDD)
  9. Vcore CPU (VvDDNB)
  10. Winbond BIOS-Chip
  11. Winbond vBIOS-Chip
  12. USB-Hub Controller (GL3523)
  13. DP-Controller Mux (PS8461E)
Wie unschwer zu erkennen ist, haben wir auf der linken Seite den großen GPU Chip (1.) mit dem GDDR6-Speicher von Micron (2.). Das VRM der GPU bilden hier die Komponenten 3. + 4. + 5. Der Voltage-Controller (3.) ist ein NCP81610 (Datasheet) von OnSemi und steuert die Powerstages (4.) für den GPU Kern und die Spannungsversorung (5.) für den GDDR6-RAM. Die MOSFETs für Vcore GPU sind ebenfalls von OnSemi (NCP303150). Die MOSFETs für Vmem stammen von SinoPower (4508NH).

Auf der rechten Seite haben wir den AMD Ryzen-7 5800H (6.), der in einer 4+2 VRM-Konfig (7. + 8. +9.) befeuert wird. Der Voltage-Controller stammt hier aus dem Hause Richtek und ist ein RT33664BE.

RichTek VC.jpg

Die Nummer 10 ist halt der übliche 8-beinige Winbond BIOS-Chip. Nummer 11 ist ebenfalls ein Winbond, aber für's vBIOS. Nummer 12 ist ein USB-Hub Controller (GL3523) von Genesys Logic und 13 ein DP-Controller (PS8461E) von Paradetech. Ich habe die beiden Chips (12 & 13) mal mit reingenommen, da sie aufgrund ihrer Größe etwas hervorstechen.

Die meisten Komponenten auf dem Board dienen der Spannungswandlung, der Spannungsversorung und -filterung. Der wenige Rest sind Controller oder anderweitige Chips (wie BIOS), die eine spezielle Aufgabe in dem Gerät haben. Wenn man sich anschaut, was zusätzlich durch Wärmeleitpads gekühlt wird, ist das in der Regel immer die Spannungsversorung der größten Verbraucher, also in dem Fall CPU und GPU. Das GPUs stromhungrig sind ist ja nichts neues und entsprechend ist das VRM halt ausgebaut. Laut Spezifikation kann die verbaute RTX 3070 (theoretisch) dauerhaft 140w verbraten. Damit auf Vcore-Spannung (0,500 - 1,100v) 140w+ bereitgestellt werden kann, muss der Strom vorher passend gewandelt werden. Dieser Arbeitsschritt erzeugt selbst auch eine Verlustleistung (Abwärme), die ensprechend gekühlt werden muss. Deswegen wird das ganze Zeug zusätzlich gekühlt. Viel anders sieht es bei der CPU auch nicht aus. Da das Powerlimit "nur" 80w hergibt, ist das VRM etwas schwächer ausgebaut. Letztendlich ist das nicht anderes als bei Desktop-GPUs und Mainboards. Da werden exakt die gleichen Bauteile mit Wärmeleitpads gekühlt, nur das dort wesentlich höhere Lasten durchgehen.

VRM CPU.jpg VRM USB.jpg VRM GPU.jpg VRM GPU 2.jpg


10. Dokumentation, Treiber & Hilfreiches
Nützliches und Hilfreiches über/ für die Geräte:

- Lüftersteuerung: LegionFanControl (LFC)
- Lenovo Vantage Ersatz: Legion Tool-Kit
- Monitoring HWinfo64 (Download/ Local U.S.)

- Startseite für Treiber & Support (Geräteauswahl notwendig)
- Benutzerhandbuch (DE) (Legion 7 16")
- Benutzerhandbuch (DE) (Legion 5 Pro 16")

- Wartung, Reperatur & Sicherheitshinweise (Legion 7 16")
- Wartung, Reparatur & Sicherheitshinweise (Legion 5 Pro 16")

- Legion 5 Pro Treiber für AMD-Systeme (16ACH6)
- Legion 5 Pro Treiber für AMD-Systeme (16ACH6H)
- Legion 5 Pro Treiber für Intel-Systeme (16ITH6)
- Legion 5 Pro Treiber für Intel-Systeme (16ITH6H)

- Legion 7 Treiber für AMD-Systeme (16ACHg6)
- Legion 7 Treiber für Intel-Systeme (16ITHg6)

- Legion 7 Modell- und Ausstattungsübersicht, Datasheet, Specs etc. (16ACHg6)
- Legion 7 Modell- und Ausstattungsübersicht, Datasheet, Specs etc. (16ITHg6)

- Legion 5 Pro Modell- und Ausstattungsübersicht, Datasheet, Specs etc (16ACH6)
- Legion 5 Pro Modell- und Ausstattungsübersicht, Datasheet, Specs etc. (16ACH6H)
- Legion 5 Pro Modell- und Ausstattungsübersicht, Datasheet, Specs etc. (16ITH6)
- Legion 5 Pro Modell- und Ausstattungsübersicht, Datasheet, Specs etc. (16ITH6H)


Erklärung der Namensgebung im Beispiel: Legion 7 16ITHg6 (gleiche Vorgehensweise beim Legion 5 Pro)

Legion --> Sub-Brand
7 --> Modellreihe/ Position
16 --> Bildschirmdiagonale in Zoll
ITH/ ACH --> Plattform Intel/ AMD
g6 --> Generation 6


10.1 HWinfo64 installieren & einstellen
Zur Überwachung und Bewertung der Leistung, aber auch zur Fehleranalyse oder Problemerkennung ist HWinfo64 ein absolutes Must-Have-Tool, welches auf keinem PC/ Notebook fehlen darf. Da einige User noch Schwierigkeiten mit der Software bzw. dem Einstellen haben oder andere es erst gar nicht installieren möchten, getreu dem Motto: "kenn ich nicht, will ich nicht", wollte ich die Gelegenheit nutzen und einen kleinen Einblick zum Installieren und Einstellen geben.

Wie schon im Unterpunkt 10. verlinkt, sollte man Software generell immer direkt von der Hersteller-/ Entwicklerseite laden und nicht über irgendwelche Dritt-Anbieter. Deshalb hier nochmal der -Download-Link- von der HWinfo-Homepage. Die richtige Datei für die lokale Installation ist Local (U. S.):

HWinfo 1.jpg HWinfo 2.jpg

Sobald man HWinfo installiert hat, begrüßt uns ein kleines Fenster, wo einige Optionen zur Auswahl stehen. (Bei mir ist es schwarz, weil ich den Dark-Mode aktiviert habe) Für später ist überwiegend nur der Punkt Senors-only interessant, der Vollständigkeit halber gehe ich aber auch auf die anderen Auswahlpunkte und Menüs ein. Klickt man keinen der beiden Punkte an und führt HWinfo aus, erscheint eine Übersicht der verbauten Hardware mit vielen detaillierten und hilfreichen Informationen.

HWinfo 3.jpg

Das kann sehr hilfreich sein, wenn man beispielsweise wissen möchte, welches Panel verbaut ist, welche Profile auf dem RAM-Stick liegen, welche Limits vorhanden sind, PCIe Gen 3/ 4 Anbindung etc. Im Kopf finden sich zudem auch die beiden Untermenüs System-Summary und Sensors, die es auch am Anfang in der Auswahl gibt.

Klickt man Summary an, bekommt eine kleine "Zusammenfassung" der verbauten Hardware mit einigen Informationen + ein kleines Fenster, was die CPU-Kerne so treiben.

HWinfo 4 Summary.jpg

Klickt man Sensors an bzw. wählt man im Vormenü Sensors-only aus, bekommt man eine detaillierte Übersicht aller verfügbaren Sensoren. Die Informationsdichte kann einen beim ersten Öffnen etwas erschlagen und alles sehr unübersichtlich wirken.

HWinfo 5 Sensors.jpg

Daher empfiehlt es sich, die Anzeige auf die persönlichen Bedürfnisse etwas anzupassen. Mit dem Button unten links (<-- -->) kann man sich die Informationen auf zwei oder mehr Charts anzeigen lassen. Das hat den Vorteil, dass man später nicht mehr scrollen braucht und so alle Informationen auf einen Blick sehen kann. Mit dem Uhr-Button kann man alle Werte resetten, sprich das Loggen geht von vorne los. Gerade wenn man saubere Vergleiche machen möchte und irgendwelche idle-Temperaturen nicht mitloggen will, ist der Button äußerst praktisch. Mit dem Zahnrad-Button kommen wir ins Einstellungsmenü.

Als erstes schalte ich immer die ToolTips aus, da ich sie als sehr nervig empfinde. Dafür einfach die Einstellungen öffnen, [X] bei Show ToolTips herausnehmen und mit OK bestätigen.

HWinfo 6.jpg

Als nächstes verstecke ich alle Werte, die ich nicht unbedingt brauche. Dadurch lässt sich die Liste deutlich abspecken und alles wirkt gleich übersichtlicher. Dafür einfach auf den entsprechenden Wert gehen und mit Rechtsklick --> Hide (oder per Tastenkombi Shift + Entf) den Wert ausblenden. Werte, die ich vielleicht hin und wieder brauche, lass ich in der Liste und minimiere sie mit dem kleinen Pfeil.

Als letzte Optimierung zur Übersichtlichkeit ändere ich einige Namen ab und färbe bestimmte Werte ein. Auch das geht sehr einfach, indem man Rechtsklick auf den entsprechenden Eintrag geht und Customize values auswählt. Die Optionen dort sind relativ selbsterklärend. Bold ist für Fettschrift und Italic für kursiv. Das mache ich beispielsweise bei allen Überschriften. Mit Color kann einen Wert in der ausgewählten Farbe einfärben. Ich mache das meist so, dass ich für Stromwerte, die für mich interessant sind, gelb nehme, für Temperaturen rot/ orange und für GPU-Takt grün.

HWinfo 7.jpg

Umbenennen kann man mit Rechtsklick --> Rename oder halt im Customize-Menü. Hat man alles auf seine Bedürfnisse eingestellt, kann man die benötigten Informationen sehr schnell und einfach herauslesen. Wenn man nun beim erneuten Start von HWinfo sich direkt die Informationen der Sensoren anzeigen lassen möchte, aktiviert man einfach Sensors-only vorher.

HWinfo 8.jpg

Natürlich kann man mit HWinfo noch jede Menge mehr machen, aber das würde jetzt hier den Umfang ein wenig sprengen. Zumal der Unterpunkt eher an User gerichtet ist, die mit HWinfo noch keine Erfahrung haben. Deshalb ist das Installiern und grobe Einstellen der Oberfläche völlig ausreichend.


10.2 Legion Fan Control (LFC)
sdf
asdf

>--- Du hast Fehler oder falsche Informationen gefunden? Hast Kritik oder Verbesserungsvorschläge?
Dann immer her damit, denn als Community profitieren wir alle davon, wenn falsche Informationen richtig gestellt werden und der Startpost dadurch besser wird.
---<

<>--- Letztes Update: 06.12.2021 ---<>
 
Zuletzt bearbeitet:

FightingFalcon

Enthusiast
Mitglied seit
21.01.2003
Beiträge
2.213
Ort
Hüttlingen
Das man die Lüfter im Idle doch abgestellt bekommt wusste ich bisher noch nicht, vielen Dank für die Info!
 
Wenn Du diese Anzeige nicht sehen willst, registriere Dich und/oder logge Dich ein.
Wenn Du diese Anzeige nicht sehen willst, registriere Dich und/oder logge Dich ein.

Induktor

Experte
Thread Starter
Mitglied seit
03.11.2019
Beiträge
1.063
Ort
Münster/ Osnabrück
Jarrod hat ein neues interessantes Video bezüglich Leistung in Windows 11 vs. Windows 10 hochgeladen. Kurz gesagt, es geht hier um ein Sicherheitsfeature (Kernisolation --> Speicherintegrität), welches in bestimmten Situationen Leistung kosten kann. Soweit ich das richtig verstanden habe, geht es vorerst nur um Intel-Systeme. AMD-Systeme besitzen dieses Feature wohl noch nicht, zumindest konnte ich bei mir nichts finden, soll wohl aber zukünftig mit einem Update kommen. Das Sicherheitsfeature ist sonst zu finden unter: Einstellungen --> Update & Sicherheit --> Windows-Sicherheit --> Gerätesicherheit --> Kernisolation (sofern vorhanden).

Hier das Video von Jarrod (eng) dazu:


@besterino Ich habe mal Far Cry 6 ein wenig gebencht. Das sind meine Ergebnisse in der nativen Auflösung mit OC, einmal in Ultra und einmal in High (ohne HD-Texturen aktiviert):

Far Cry 6 (Hoch & Ultra).jpg

Da der Benchmark evtl. schwanken kann, sei angemerkt, dass ich ihn genau einmal (pro Setting) durchlaufen ließ.
 

besterino

Urgestein
Mitglied seit
31.05.2010
Beiträge
5.748
Ort
Wo mein Daddel-PC steht
@Induktor Far Cry 6 muss ich mal installieren. Bin gerade in Regionen mit schlechter Internetversorgung unterwegs... ;)
 
Zuletzt bearbeitet:

Induktor

Experte
Thread Starter
Mitglied seit
03.11.2019
Beiträge
1.063
Ort
Münster/ Osnabrück
Far Cry 6 muss ich mal installieren. Bin gerade in Regionen mit schlechter Internetversorgung unterwegs...
Alles gut, mach dir kein Stress. Ich dachte ich poste schon mal ein paar Ergebnisse, damit man weiß welche Leistung man in nativer Auflösung erwarten kann. Wenn man alles Stock (nur Performance Mode) lässt, kommt man auf folgende Werte in Hoch:

FC6 ohne oc.jpg

Da ich momentan verschiedene UV-Profile teste und bisschen mit den Grafikeinstellungen spiele, variiert das finale Ergebnis noch ein wenig. Ich werde den Punkt 6. Undervolting die Tage mit allen Informationen noch ergänzen.

-------- Update -------

Wieder mal ein kleines Update im Startbeitrag. Punkt 2.1 Tastenkombinationen/ Shortcuts und Punkt 10. Dokumentation & Hilfreiches wurde ergänzt.
 

MSAB

Urgestein
Mitglied seit
20.12.2004
Beiträge
9.314
Ort
Darmstadt
Mit Undervolting meinst du aber die GPU oder? Soweit ich weiß kann man ja den Ryzen nicht undervolten oder hat sich da was geändert?
 

Induktor

Experte
Thread Starter
Mitglied seit
03.11.2019
Beiträge
1.063
Ort
Münster/ Osnabrück
Ja ich meine die GPU hier und das funktioniert soweit auch ganz gut. Die Ryzen CPU's kann man technisch gesehen schon undervolten und im Desktop-Bereich ist das auch via AMD's PBO und dem Curve-Optimizer gängige Praxis, aber im Notebook-Bereich scheint es wohl leider (noch) nichts zu gehen. Der Ryzen Controller an sich ist eigentlich gut, jedoch lassen sich zum aktuellen Zeitpunkt damit keine Spannungswerte einstellen. Für's Legion 5 und 7 ist das jetzt nicht schlimm, da zum einen die Kühlleistung vorhanden ist zum anderen die Last auf der CPU im Gaming nicht so hoch ist. In FarCry 6 hab ich um die 30-35w Package Power auf der CPU.

Beim Legion mit Intel CPU kann man die CPU via Throttle Stop undervolten. Das hatte ich selbst noch probiert als ich das Legion 7i mit 11800H hier hatte.
 

iceman19761

Semiprofi
Mitglied seit
09.09.2021
Beiträge
211
Fury Impact sind drine. System fühlt sich nochmal deutlich flinken an finde ich.
 

JackX

Experte
Mitglied seit
08.01.2015
Beiträge
12
Guten Abend,
ich bin seit kurzem auch Besitzer eines Legion 7 mit einem Ryzen 5800H und einer RTX 3070.
Ich bin insgesamt ziemlich zufrieden, daher möchte ich kurz auf zwei Dinge eingehen, die mir nicht so gefallen.
1. Das Öffnen der Rückseite gestaltete sich dabei als ziemlich fummelig. Ich habe es leider geschafft, einer dieser Plastiknasen am Rand des Deckels abzubrechen. Ich denke nicht, dass die Stabilität gefährdet ist, ärgerlich ist es trotzdem. Vorallem wenn man das Gerät nach einer gewissen Zeit reinigen möchte, wird die Rückseite zum Verschleißteil...
2. Leider haben meine Lüfter ein ausgeprägtes Pfeifgeräusch. (Wie es auch Notebookcheck im Test festgestellt hatte).
Ich spiele meist mit Headset, empfinde es aber trotzdem als einen großen Malus.

Eine Frage habe ich allerdings auch noch: In den Audioeinstellungen gibt es nur ein paar Punkte zum Mikrofon. Ganz kurz blitzt noch der Punkt "intelligente Audioeinstellung" oder so auf. Fehlt mir da ein Treiber oder soetwas?
1634080879554.png
 

webmi

Enthusiast
Mitglied seit
27.02.2013
Beiträge
16.013
Bei dem Punkt: 7.1 Gemoddeter DIY-Kühler (Noctua)

würde ich mich hier, auch als nicht Lenovo User, gerne mal einklinken.

Im Moment benutze ich den Razer Chroma Stand als „Docking Station“ am Schreibtisch. Dieser ist nicht nur von der Passform besonders kompatibel mit meinem Blade, er hat neben einem 3x Fach USB Hub auch noch eine RGB Integration in die Razer Welt.

Leider bietet er keine Möglichkeit der zusätzlichen externen Kühlung des Laptops und gerade da die Blades ihre Chassis zum Abführen der Hitze nutzen, sehe ich hier Potential.

Die erste Idee, weil dieser Razer Stand eben schon sehr viele Punkte mitbringt die mir wichtig sind, ihn um einen Lüfter zu erweitern. Fällt aber wohl aus, gibt das Design nicht her.

Deshalb jetzt die Überlegung hier auf eine DIY Lösung auf Basis der CoolerMaster NotePal zu gehen. Die sind nicht nur hier im Thread wohl eine gute Basis für ein solches Projekt.

Ich überlege ggf den Chroma Stand gegen eine solche DIY Lösung zu ersetzen und habe dazu mal den U2+ und U3+ bestellt um erst mal einen Eindruck zu bekommen.

Noctua Lüfter sind hier wohl the way to go wenn man es leise und trotzdem performant haben will. Ein großer Freund von einer Bastellösung bin ich nicht, externes Netzteil und externer PWM Controller in Kombination mit Kabelbindern oä sind einfach nicht besonders ästhetisch wenn man das mal mit einem „Fertigprodukt“ wie dem Chroma Stand vergleicht.

Trotzdem glaube ich würde eine performante Lösung dem Blade, welches aufgrund seines Kühlkonzepts eine durchaus warmes Chassie hat, ein paar Lüfter unterm Arsch schon gut tun.

Mein USB Problem würde ich ggf mit einem externen/aktive USB HUB lösen um weiterhin nur ein USB Kabel ans Blade stecken zu müssen wenn ich eindocke, mal davon abgesehen dass ich ohne einen zusätzlichen HUB wie er bereits im Razer Stand integriert ist gar nicht alle Geräte anbinden kann. Angeschlossen werden Dinge wie eine externe USB Netzwerkkarte, aus dem einfachen Geund das ich mir so das Netzwerkkabel im Laptop direkt spare, also ein Kabel weniger welches ich jedes Mal in die Maschine stecken muss. Außerdem lässt sich so der Kabelsalat auf dem Tisch selbst reduzieren wenn das mit der USB Karte am Stand unterm Tisch verschwindet. Angeschlossen zusätzliche sind natürlich Maus und Tastatur sowie ein externer USB DAC.

Auf Chroma RGB kann ich verzichten.

Es fängt jetzt mal mit der Evaluierung einer der beiden U2 / U3 Plus (neue Versionen) an und wird ggf. erweitert. Dazu hätte ich ggf noch ein paar Fragen, insbesondere zur Stromversorgung der Lüfter. Ich sehe mich parallel schon mal um Details zu dieser Lösung um. Wie gesagt bestehen insbesondere zum Netzteil noch offene Fragen.

In meiner Bastelkiste habe ich zB noch ein 34W-5V-12V Molex Stecker Netzteil aus der WaKü Zeit. Lieber wäre mir aber wohl die 5v Versorgung via USB, weniger Kabelsalat. Ich möchte zB auch nicht unbedingt jedes Mal den Notebook Kühler einschalten müssen, wenn ich den Schreibtisch in Betrieb nehme. Die USB Stecker im Notebook Lösung wäre schon Präferenz, wenn also der Kühler automatisch mit dem Laptop anfährt.

Hier noch mal ein Thread im NoteBookReview Forum mit mehr zum Thema NotePal Mod:


Software Kontrolle wie man es noch vom Aquaero kennt wäre zB cool. So könnte ich mir ggf Shortcuts mit Profilen für die Lüfter auf die Tastatur belegen. Ein aqua computer Quadro (Lüftersteuerung für PWM) würde das bieten, müsste man nur das USB Kabel modifizieren, da es ja für interne USB Verbindungen gedacht ist. Damit könnte man die Lüfter sogar an CPU/GPU Temperaturen via Suite binden.
 
Zuletzt bearbeitet:

besterino

Urgestein
Mitglied seit
31.05.2010
Beiträge
5.748
Ort
Wo mein Daddel-PC steht
Bin mal gespannt, wann es das 300W Originalnetzteil endlich mal zu kaufen gibt. Hab wenig Lust, meins zwischen @home und Büro dauernd mitzuschleppen…
 

Induktor

Experte
Thread Starter
Mitglied seit
03.11.2019
Beiträge
1.063
Ort
Münster/ Osnabrück
1. Das Öffnen der Rückseite gestaltete sich dabei als ziemlich fummelig. Ich habe es leider geschafft, einer dieser Plastiknasen am Rand des Deckels abzubrechen.
Hast du das Gerät denn auch mit vernünftigem Werkzeug und Öffnugnstools geöffnet? Ich habe speziell diesen Punkt auch im Repaste-Abschnitt erwähnt. Ja, die Bodenplatte hält schon gut, wenn man aber an den vorderen Ecken anfängt, geht normalerweise nichts kaputt. Hatte das Legion 7 schon mehrfach geöffnet und bislang nie Probleme.


2. Leider haben meine Lüfter ein ausgeprägtes Pfeifgeräusch.
Kann sein, dass das noch weggeht. Mein erstes Legion 7 hatte dieses hochfrequente Lüftergeräusch gar nicht und jetzt das zweite Gerät hatte es nur anfangs. Möglicherweise kannst du das Lüftergeräusch abdämpfen, wenn du das Notebook hinten ein wenig anhebst oder wie ich auf einem Kühler betreibst. Details stehen im Punkt DIY-Kühler, im Startbeitrag.

Noctua Lüfter sind hier wohl the way to go wenn man es leise und trotzdem performant haben will. Ein großer Freund von einer Bastellösung bin ich nicht, externes Netzteil und externer PWM Controller in Kombination mit Kabelbindern oä sind einfach nicht besonders ästhetisch wenn man das mal mit einem „Fertigprodukt“ wie dem Chroma Stand vergleicht.
1. Ein externes Netzteil hast du bei der mobilen Version nicht. Ob du dafür ersatzweise aber ein USB-Port frei hast, weiß ich nicht. Ich versorge meinen Kühler über den Monitor. Die meisten haben ja zum Glück USB-Ausgänge. Das hat auch den Vorteil, dass ich mich nicht um das An- & Ausschalten des Kühlers kümmern muss. Mach ich den Lappy an, geht auch der Monitor an und auch erst dann gibt es Strom auf dem USB-Port. Andersherum dann entsprechend genauso. Lappy aus = Monitor aus = Kühler aus.

2. Gut, über Optik und Ästhetik will ich mich nicht großartig äußern, weil das jeder für sich selbst bewerten muss. Fakt ist aber, wenn du den Kühler im Betrieb kaum sehen kannst (weil NB größer als Kühler), kann man diesen Punkt aus meiner Sicht nicht wirklich ankreiden. Man mag es kaum glauben, aber ein vernünftiges Kabelmanagement und Ordnung auf dem Schreibtisch ist mir sehr wichtig und insbesondere das alle angeschlossenen Ports entlastet sind. Ich hatte häufig schon Geräte hier, wo die USB-, Display- oder Stromanschlüsse bis zum Gehtnichtmehr ausgenudelt waren, weil halt ständig Zug oder Belastung auf den Kabeln ist.

Wie gesagt, steht das Notebook in meinem Büro und Optik ist mir jetzt nicht ganz so wichtig, wobei ich das jetzt für mich in diesem Fall nicht wirklich als Kritikpunkt sehen. Die Vorteile durch den Kühler überwiegen hier einfach. Paar Bilder bezüglich Optik, Kabelentlastung und Kabelmanagement:

Kabel & Kühler 1.jpg Kabel & Kühler 2.jpg Kabel & Kühler 3.jpg L7 Beleuchtung.jpg

Der USB-Hub kommt evtl. noch weg und wird gegen ein USB-C auf DP-Kabel ersetzt. Hab das Teil zu dem Notebook dazu bekommen und wollte man den HDMI-Ausgang testen. Funktioniert soweit problemlos. Rein optisch würde es nur mit Kabeln etwas besser aussehen, falls das überhaupt hinter dem Notebook relevant ist.

3. Im Bezug auf die Bastellösung. Auch hier kommen wir an einen Punkt, was dir persönlich wichtiger ist. Wenn du persönlich Optik vor Kühlleistung oder Geräuschentwicklung des Notebooks vorziehst, wirst du mit dem Razer Stand wahrscheinlich glücklicher sein und so wie ich dich kenne, behaupte ich mal vorsichtig, dass du mit einer Non-Razer Lösung nicht wirklich zufrieden sein wirst. Der Kühler richtet sich primär an User, die entweder Kühlleistung oder ein leiseres Notebook (oder auch beides) bevorzugen. Da es keine gescheite "Fertiglösung" auf dem Markt gibt, baue ich diese Kühler halt selbst und das idealerweise mit den besten verfügbaren Lüfter auf dem Markt.

Für mich selbst stellt sich dahingehend gar nicht erst die Frage, ob ich so einen Kühler benutzen möchte. Zum einen benche ich dafür viel zu gern und zum anderen ist mir der Passiv-Betrieb beim Arbeiten viel zu wichtig dafür. Dass das Notebook aufgrund der erhöhten Kühlleistung durch den U2-Kühler beim Zocken dann noch selbst leiser ist, ist dann noch mal ein kleiner Bonus.


Trotzdem glaube ich würde eine performante Lösung dem Blade, welches aufgrund seines Kühlkonzepts eine durchaus warmes Chassie hat, ein paar Lüfter unterm Arsch schon gut tun.
Joa, das würde ich auch sagen. Wie groß der Kühlungsvorteil aber ausfällt, müsste man testen. Das Razer ist ja überwiegend zu von unten. Ich behaupte mal, dass du mit den beiliegenden U2/ U3-Lüfter keinen nennenswerten Vorteil rausholst.


Wie gesagt bestehen insbesondere zum Netzteil noch offene Fragen.
Wenn du was Bestimmtes wissen willst, einfach fragen. Ich helfe, wo ich kann.


Ich möchte zB nicht unbedingt jedes Mal den Notebook Kühler einschalten müssen, wenn ich den Schreibtisch in Betrieb nehme. Die USB Stecker im Notebook Lösung wäre schon Präferenz, wenn also der Kühler automatisch mit dem Laptop anfährt.
Die USB-Geschichte mit Strom hatte ich ja schon oben beantwortet. Was ich sonst bei meinen Systemen noch mache, ist ein Hauptschalter für alles mit einem externen Schalter (dieser hier). Ich verstecke meist alle Kabel direkt unter der Tischplatte. Dort sieht man sie nicht und sie stören nicht auf dem Boden. Den Schalter verbaue ich dann ebenfalls direkt unter der Tischplatte, nur halt weiter vorne, wo leicht dran komme. So ähnlich wie der Sicherheitsschalter in der Bank^^. Wenn ich den Raum dann verlasse, kann ich so ganz bequem mit einem Knopfdruck den Strom von allen elektrischen Geräten abschalten, völlig egal wie der Kühler betrieben wird.


Hier noch mal ein Thread im NoteBookReview Forum mit mehr zum Thema NotePal Mod:
Ja, ich kenn den Thread. Hing damals relativ viel in dem Forum. Die Lösungsansätze, die die Leute da zum Teil präsentieren, sehen für mich nach Pfuscherbude hoch 10 aus. Völlig unsauber verarbeitet und versifft, zum Teil total unnötiges Zeug verbaut (mega unpraktisch) und ehrlich gesagt auch sau hässlich. Vergleich mal das Zeug mit den Kühlern in meinem Startpost. Da sind mal fast Welten zwischen, wenn du mich fragst.


Bin mal gespannt, wann es das 300W Originalnetzteil endlich mal zu kaufen gibt. Hab wenig Lust, meins zwischen @home und Büro dauernd mitzuschleppen…
Das Netzteil gibt es schon zu kaufen, ist aber nicht günstig (Beispiel) (Beispiel 2). Alternativ sonst Support anrufen, Ersatzteilnummer durchgeben und dir sagen dir, was der Spaß kostet. Vielleicht ist es ja direkt über Lenovo günstiger.


----- Update -----

Punkt 7.3 Upgrade PSU wurde ergänzt.
 
Zuletzt bearbeitet:

JackX

Experte
Mitglied seit
08.01.2015
Beiträge
12
Hast du das Gerät denn auch mit vernünftigem Werkzeug und Öffnugnstools geöffnet? Ich habe speziell diesen Punkt auch im Repaste-Abschnitt erwähnt. Ja, die Bodenplatte hält schon gut, wenn man aber an den vorderen Ecken anfängt, geht normalerweise nichts kaputt. Hatte das Legion 7 schon mehrfach geöffnet und bislang nie Probleme.
Ich habe so ein handelsübliches Kunststoffpick verwendet. Vielleicht habe ich mich tatsächlich etwas ungelenk angestellt 😅.
 

NelBastian

Experte
Mitglied seit
19.03.2013
Beiträge
459
Ort
D-611XX
Mal ne Frage an die Profis unter euch. DErzeit bekommt man ja für ca. 1600€ das Lenovo Legion 5 Pro mit Intel CPU. Ist das tendenziell langsamer als die AMD Version?
 

besterino

Urgestein
Mitglied seit
31.05.2010
Beiträge
5.748
Ort
Wo mein Daddel-PC steht
@JackX Öhm... in der Vantage Software hab ich zu Audio auch nicht mehr:

Audio1.jpg


Auf der Hauptseite hab' ich aber noch diesen Nahimic Button, der öffnet dann mehr:

Audio2.jpg


Da sieht das dann so aus:

audio3.jpg


Tendenziell ist mir so'ne Zusatzsoftware aber eher suspekt. Aus 'nem Realtek Codec lässt sich m.E. halt nur bedingt noch was rausholen...
Beitrag automatisch zusammengeführt:

@NelBastian wegen intel vs. AMD kannst Du mal hier querlesen - dürfte im Zweifel auf die konkrete CPU ankommen:


Meine Meinung: tut sich beim Gaming vermutlich nix.
 
Zuletzt bearbeitet:

Induktor

Experte
Thread Starter
Mitglied seit
03.11.2019
Beiträge
1.063
Ort
Münster/ Osnabrück
Ist das tendenziell langsamer als die AMD Version?
Um's kurz machen im Vergleich Ryzen-7 5800H vs Intel i7-11800H:

1634148521811.png 1634148703982.png
Quelle: JarrodTech

Vorteile Intel:
- etwas schneller durch höheren Cache und Takt
- PCIe 4.0 und mehr Lanes
- Thunderbolt 4

Vorteile AMD:
- Gerät deutlich günstiger
- durch 7nm etwas sparsamer
- Durch ATO leiser im Betrieb (0% rpm möglich)

Den größten Unterschied merkt man, wenn überhaupt, nur im Geldbeutel.
 
Zuletzt bearbeitet:

geheim5000

Experte
Mitglied seit
28.04.2014
Beiträge
448
Hast du das Gerät denn auch mit vernünftigem Werkzeug und Öffnugnstools geöffnet? Ich habe speziell diesen Punkt auch im Repaste-Abschnitt erwähnt. Ja, die Bodenplatte hält schon gut, wenn man aber an den vorderen Ecken anfängt, geht normalerweise nichts kaputt. Hatte das Legion 7 schon mehrfach geöffnet und bislang nie Probleme.

Mir ist genau das gleiche beim öffnen passiert. Trotz richtigem Werkzeug. Das Gehäuse saß so fest das ich keine Chance hatte (im Nachhinein betrachtet). Interessant ist, nach dem die eine Nase gebrochen war, das der Rest relativ leicht aufging.

Habe vorher auch etliche reviews und Anleitungen gelesen/gesehen. Passiert ist es trotzdem. Und das war nicht das erste Notebook was ich geöffnet habe.

Da ich ja evtl. noch den Ram tauschen möchte, muss ich es nochmal öffnen, hoffe es klappt diesmal Problemloser.
 

besterino

Urgestein
Mitglied seit
31.05.2010
Beiträge
5.748
Ort
Wo mein Daddel-PC steht
Anders als @Induktor fange ich immer bei den seitlichen Auslässen an. Erst eine Seite, dann einfach mit einem flachen Plastikgegenstand vorne rum fahren zur anderen Seite und dann hinten.
 

geheim5000

Experte
Mitglied seit
28.04.2014
Beiträge
448
Bei mir war es ein Plastikclip an den Lüftungsöffnungen, habe mir da echt einen abgequält.

Hatte es sorum und sorum probiert.

Vorne wars kein Problem zu öffnen.
 

besterino

Urgestein
Mitglied seit
31.05.2010
Beiträge
5.748
Ort
Wo mein Daddel-PC steht
Joah, ist schon ne Pain. Wegen mir hätten es ruhig 2-20 Schrauben mehr und dafür ohne Klemm-Mechanismus sein dürfen. Aber machste nix.

Ich behaupte auch mal, dass selbst dem Lenovo Support ab und zu die Nasen abbrechen - so speziell kann das Werkzeug und die Technik zum Öffnen gar nicht sein. Merkt ja eh keiner…
 

Induktor

Experte
Thread Starter
Mitglied seit
03.11.2019
Beiträge
1.063
Ort
Münster/ Osnabrück
Joah, ist schon ne Pain.
Dann schraub mal ein Alienware auseinander. Da musst du gefühlt um die 30 Schrauben + etliche Stecker und Gehäuseteile lösen bis du die Heatsink demontiert hast. Bei den flachen Modellen (m15/m17, X15/X17) ist das Mainboard auch invertiert. Da musst du für'n Repaste das komplette Notebook auseinanderpflücken. Das ist das Legion mit seinen 7-8 Schrauben noch eine Wohltat. Die Bodenplatte aufzuhebeln ist ein bisschen tricky, aber wenn man weiß, wo man anfangen muss, ist auch das eigentlich einfach.

Da ich ja evtl. noch den Ram tauschen möchte, muss ich es nochmal öffnen, hoffe es klappt diesmal Problemloser.
Wie gesagt, fange ich vorne an den Ecken an und dann geht's fast von alleine. An den Seiten (wo das Lüftungsgitter ist) und hinten hebel ich überhaupt nicht. Mit den blauen Plastiktools kommt man mit ein bisschen fummeln auch relativ gut drunter.

---- Update ----

Kleines Update wieder mal und zwar wurden die OC-Ergebnisse von 3D-Mark aktualisiert (Punkt 8. Overclocking, Benchmarks). Hab gestern Abend ein paar Stündchen Zeit gefunden zum Benchen. Diesmal habe ich auch die OC-Profile auf die jeweiligen Benchmarks ein wenig angepasst und etwas aggressivere Settings gefahren. Je nach Benchmark hatte ich auf der GPU +295 Core/ +1.275 Mem. Dadurch konnte auch im internationalen Ranking ein paar Plätze wieder gut machen. Meistens hat's sogar für Platz 1 bis Platz 3 gereicht. Die Ergebnisse mit Prema-BIOS werde ich ziemlich sicher nicht vom Thron schubsen, aber insgesamt betrachtet, kann sich das Legion schon sehen lassen. Leistungstechnisch mischt es ganz oben mit.
 
Zuletzt bearbeitet:

geheim5000

Experte
Mitglied seit
28.04.2014
Beiträge
448
So war auch mein vorgehen, wie gesagt vorne war im relativ einfach. Die Lüftungsgitter an den Seiten saßen Bombenfest.

Gibt sowas eigentlich Probleme bei evtl. Garantiefall?
 

Induktor

Experte
Thread Starter
Mitglied seit
03.11.2019
Beiträge
1.063
Ort
Münster/ Osnabrück
Gibt sowas eigentlich Probleme bei evtl. Garantiefall?
Warum sollte es? SSD und RAM (mein ich auch) darfst du selbst tauschen. Ich hatte jetzt nichts explizit von Lenovo gefunden, was der Enduser nicht darf.
 

geheim5000

Experte
Mitglied seit
28.04.2014
Beiträge
448
Meinte wegen dem gebrochenen. Das ich tauschen darf hatte ich vorher auch iwo ergoogelt. Ohne wärs auch nicht mein Gerät gewesen.
 

Induktor

Experte
Thread Starter
Mitglied seit
03.11.2019
Beiträge
1.063
Ort
Münster/ Osnabrück
Meinte wegen dem gebrochenen.
In der Bodenplatte sind gefühlt 50 Haltenasen drin. Wenn da ein, zwei fehlen, ist das nicht schlimm. Die Techniker lassen die Haltenasen auch nicht immer heile. Gerade wenn man die Bodenplatte zum ersten Mal abimmt oder bei kühlen Temperaturen, brechen die gerne mal ab. Wenn's dich stört mit den Clipsen, geh in den Ersatzteilkatalog (Startbeitrag, Punk 10), such dir die Teilenummer raus und bestellt neu.
 

geheim5000

Experte
Mitglied seit
28.04.2014
Beiträge
448
Ne stört mich nicht, war nur interessehalber falls mal was sein sollte.

Hatte noch keinen Laptop beim Techniker, daher hab ich da 0 Erfahrungen.
 

besterino

Urgestein
Mitglied seit
31.05.2010
Beiträge
5.748
Ort
Wo mein Daddel-PC steht
Hat hier evtl. jemand einen Link oder gar eine Empfehlung für eine Blickschutzfolie, die auf das 16:10 Display passt?
 

el3c

Experte
Mitglied seit
03.09.2020
Beiträge
579
@Induktor ich habe zwei Fragen an dich.

Du schreibst das deine intel Version eine ab Werk beschnittene 3070 hatte? Kannst du das bitte etwas näher ausführen?

Der zero Fan Modus den du gefunden hast, kann ich noch nicht so ganz nachvollziehen. Mein Gerät ist noch nicht da. Magst du mir nochmal beschreiben wie du das eingerichtet hast bitte?
 

Induktor

Experte
Thread Starter
Mitglied seit
03.11.2019
Beiträge
1.063
Ort
Münster/ Osnabrück
Du schreibst das deine intel Version eine ab Werk beschnittene 3070 hatte? Kannst du das bitte etwas näher ausführen?
Wenn du mir das passende Zitat dazu raussuchen könntest, würde ich mich dazu wohl äußern. Kann mich wirklich daran erinnern so etwas gesagt bzw. geschrieben zu haben. Eigentlich hab ich sogar das Gegenteil behauptet. Siehe Zitat:

Diesmal habe ich auch die OC-Profile auf die jeweiligen Benchmarks ein wenig angepasst und etwas aggressivere Settings gefahren. Je nach Benchmark hatte ich auf der GPU +295 Core/ +1.275 Mem. Dadurch konnte auch im internationalen Ranking ein paar Plätze wieder gut machen. Meistens hat's sogar für Platz 1 bis Platz 3 gereicht. Die Ergebnisse mit Prema-BIOS werde ich ziemlich sicher nicht vom Thron schubsen, aber insgesamt betrachtet, kann sich das Legion schon sehen lassen. Leistungstechnisch mischt es ganz oben mit.


Magst du mir nochmal beschreiben wie du das eingerichtet hast bitte?
1. Im BIOS unter Advanced Thermal Optimization --> Level 0 auswählen.
1. Legion Fan Control runterladen und installieren.
2. Quiet Profil aktivieren.
3. Sobald die Lüfter ausgehen, Lock current Fan-Speed im LFC übernehmen, fertig.*

Ich würde das aber nur bedingt mit dem Gerät flach auf dem Tisch empfehlen. Ich hab's getestet und das sind die Ergebnisse. Entweder betreibst du das Notebook in diesem "Passiv-Mode" mit Erhöhung (hab ich noch nicht getestet) oder besser noch mit so einem Kühler, wie ich ihn im Punkt 7.1 beschreibe.


* Wenn du das Gerät da hast, lies dir den Beitrag inkl. der Abbildungen noch mal in Ruhe durch. Dann ist es viel leichter nachzuvollziehen.
 
Oben Unten