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Gaming ohne dedizierte Grafik

Lenovo präsentiert das Legion 7a mit Strix Halo

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Lenovo präsentiert das Legion 7a mit Strix Halo
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Mit dem Legion 7a präsentierte Lenovo auf dem Mobile World Congress 2026 in Barcelona das erste Gerät der Legion-Reihe, das vollständig ohne dedizierte Grafikkarte auskommt und stattdessen auf die integrierte Radeon-Grafikeinheit eines Strix-Halo-Chips setzt – konkret auf den AMD Ryzen AI Max+ 395. Lenovo verkauft das Fehlen einer schnellen GeForce-Grafik, welche sonst üblicherweise in einem Gaming-Laptop zum Einsatz kommt, positiv als eine Lösung mit "einheitlicher Speicherarchitektur“ für eine "reibungslose Leistung für hochintensive kreative Multitasking-Arbeiten". Darauf spielt man auf das Unified-Memory-Konzept an: CPU, GPU und Arbeitsspeicher teilen sich denselben Speicherpool, was Datentransferengpässe zwischen Prozessor und Grafikkarte minimiert und die Effizienz steigert.

Das Ergebnis ist jedenfalls ein Laptop, der in Dimensionen unterwegs ist, die man von der Legion-Reihe nicht kennt: Das 15,3-Zoll-Chassis wiegt gerade einmal 1,65 kg und ist aus gebürstetem Aluminium in der Legion-typischen Nebula-Farbgebung gefertigt. Es fällt somit deutlich portabler aus. Das Display arbeitet als OLED-Panel mit hoher 2,5K-Auflösung und schneller Bildwiederholrate, wobei Lenovo in der MWC-Pressemitteilung keine genauen Werte liefert. 

Wer das Gerät mobil nutzt, dürfte besonders von einem Detail profitieren: Als erstes Legion-Modell überhaupt lädt es sich vollständig über USB-C mit 180 W auf – ein Netzteil weniger im Gepäck. Trotz des schlanken Formfaktors sollen bis zu 128 GB Unified Memory konfigurierbar sein, was das Gerät auch für KI-Workloads und kreative Anwendungen jenseits des Gamings attraktiv macht.

Das Lenovo Legion 7a (15, 11) wird im Juni 2026 zu einem Einstiegspreis von mindestens 2.000 Euro erhältlich sein und nimmt damit eine Preisklasse ins Visier, die höher ausfällt als Geräte mit AMD Ryzen AI 400 und dedizierter GeForce RTX 5060 Laptop, welche man als solche erst zur CCES 2026 präsentierte. Es bleibt fraglich, ob die Strix-Halo-APUs mit ihren 40 Compute-Units und der RDNA-3.5-Architektur da mithalten können... 

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