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Das sind die Ergebnisse unseres Lesertests mit QNAP und Seagate

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qnap ts 228aIm Februar riefen wir unsere Leser und Community-Mitglieder auf, sich für unseren neusten Lesertest in Zusammenarbeit mit QNAP und Seagate zu bewerben. Zur Verfügung gestellt wurden damals das QNAP TS-228A sowie jeweils zwei Festplatten mit 2 TB Speicher. Unsere Forenmitglieder "HolGORE", "Palledes" und "Hattori1000" hatten nun vier Wochen lang Zeit, ihre Testberichte für die Community zu veröffentlichen. Wir werfen einen Blick auf die ihre Ergebnisse und haben die wichtigsten Erkenntnisse einmal zusammengetragen.

Zur Verfügung gestellt wurden den drei Testern gleich drei Exemplare. Wie der Name des NAS-Systems vielleicht schon vermuten lässt, lässt sich das QNAP TS-228A mit zwei SATA-Festplatten im 3,5-Zoll-Format bestücken. Damit sich die Tester keine Laufwerke anschaffen mussten, gab es zwei IronWolf-Modelle von Seagate mit jeweils 2 TB Speicher mit dazu. Damit die Daten schnell verarbeitet werden können, steht dem QNAP TS-228A ein Realtek RTD1295 zur Verfügung, dessen vier Rechenkerne sich mit einer Geschwindigkeit von 1,4 GHz ans Werk machen und die 64-Bit-Technik unterstützen. Dazu gibt es 1 GB DDR3-Arbeitsspeicher sowie einen 4 GB großen eMMC-Speicher.

So soll das QNAP TS-228A nicht nur schnell genug sein, um als zuverlässiger Netzwerkspeicher zu dienen, sondern auch als umfassender Multimedia-Speicher mit Streaming-Funktion und als schnelle Backup-Maschine. Beim Betriebssystem setzt man auf das hauseigene QTS in Version 4.3.4, welches sich intuitiv bedienen lässt und natürlich eine Reihe typischer NAS-Funktionen bietet. Möglich ist nicht nur das Aufsetzen eines zentralen Netzwerkspeichers, sondern auch die Implementierung eines FTP-, eines Mail- und eines Backup-Servers. Letzterer ermöglicht sogar Snapshots, was bislang nur den Business-Modellen der High-End-Klasse vorenthalten war. Natürlich kann auch von unterwegs aus auf die Daten zugreifen werden – das funktioniert komfortabel über verschiedene Apps, die für iOS und Android angeboten werden.

Videos, Fotos und sogar 360-Grad-Aufnahmen können über das Netzwerk auf den Media-Player oder andere Geräte gestreamt werden. Das Bildprogramm Qphoto erlaubt eine bequeme Verwaltung und Freigabe der eigenen Fotosammlung. 

Anschlussseitig bietet das QNAP TS-228A eine Gigabit-Ethernet-Schnittstelle sowie eine USB-3.1-Gen-1-Buchse und zwei USB-2.0-Ports. Gekühlt werden Hardware und Laufwerke von einem 40-mm-Lüfter, welcher laut Hersteller mit maximal 17 dB(A) flüsterleise zu Werke gehen soll. Für den 24/7-Betrieb sollte das NAS-System natürlich sparsam sein. Abhängig von den verbauten Festplatten spricht QNAP hier von 5,14 bis 12,21 W. 

Ob dies tatsächlich zutrifft, das galt es von den drei Lesertestern in den letzten Wochen herauszufinden. Die drei Tester durften das rund 185 Euro teure NAS-System samt zweier 2-TB-Festplatten der IronWolf-Reihe von Seagate, die in unserem Preisvergleich jeweils rund 65 Euro kosten, bei sich zu Hause ausführlich auf den Prüfstand stellen und für die Community einen umfangreichen Testbericht erstellen wollen. Als kleines Dankeschön für ihre Mühen, durften sie die Hardware am Ende ihrer Tests natürlich behalten. 

Das sind die Testergebnisse der Teilnehmer

Für "Palledes" war es das erste Mal überhaupt, ein solches NAS-System einzurichten. Trotz ein paar fehlender Grundkenntnisse, konnte er sein QNAP TS-228A problemlos einrichten – hier und da behalf er sich einiger YouTube-Videos und Zusatz-Anleitungen im Internet, um das System seinen Bedürfnissen nach einzurichten. Er entschied sich nach seinen Recherchen schließlich für ein Thin-Volumen und eine statische IP-Adresse. 

Besonders lobenswert findet er den Einbau der Festplatten. Zum Einbau der von uns mitgelieferten Seagate-Festplatten schraubte er zunächst die Unterseite seines NAS-Systems auf, nahm den Deckel ab und schob die Festplatten in das Gehäuse, nachdem diese mit den Brackets fixiert wurden. Die komplette Installation konnte er werkzeuglos vornehmen und war bereits nach wenigen Sekunden selbst als Einsteiger fertig. Lobenswert findet er außerdem, dass die Installation sehr gut auf dem Quick-Start-Guide beschrieben ist. 

Innerhalb der Benutzeroberfläche fand sich der Tester sehr schnell zurecht, wobei er sich anfangs lediglich in den einzelnen Untermenüs umsah, um neue Einstellmöglichkeiten zu entdecken. Wer länger sucht, dem empfiehlt er die Suchfunktion innerhalb der Einstellungen. Wake-On-LAN funktionierte bei ihm ebenso gut, wie das An- und Ausschalten seines QNAP TS-228A innerhalb eines bestimmten Zeitfensters. Bei den Lese- und Schreibraten erreichte er mit den beiden IronWolf-Festplatten von Seagate zwischen 105 bis etwa 108 MB/s und zeigte sich damit sehr zufrieden. Die Geräuschkulisse empfindet er als angenehm. Insgesamt kommt das Testpaket bei "Palledes" sehr gut weg. Vor allem aber bei der fehlenden Transcodierung und den Einschaltzeiten wünscht er sich Besserung.

"HolGORE" hat sein neues QNAP TS-228A inklusive der beiden Seagate-Festplatte nach gerade einmal sechs Schritten erfolgreich konfiguriert. Zunächst musste er einen Benutzernamen inklusive Passwort anlegen, Datum und Uhrzeit einstellen und die Netzwerkeinstellungen wie IP-Adresse, Subnetzmaske, Gateway sowie DNS- und DHCP-Server konfigurieren. Danach konfigurierte er die Datenserver, die beiden Volumes und ließ sich alle Einstellungen am Ende übersichtlich anzeigen. Schon war sein neuer Netzwerkspeicher für seine Tests einsatzfähig. 

All das hat bei ihm gerade einmal fünf Minuten gedauert. Die Konfiguration empfindet er als einfach und verständlich, trifft man doch einmal auf unbekannte Einstell-Möglichkeiten, liefert die Software einen kurzen Hinweis mit Beschreibungstexten. Die Oberfläche ist seiner Meinung nach schlicht gehalten und lässt sich intuitiv bedienen – ähnlich wie man dies von aktuellen Smartphones kennt. Im Geschwindigkeits-Vergleich mit seinem älteren Synology-Gerät nahmen sich die beiden Testprobanden nicht viel, große Unterschiede bei der Leistungsaufnahme oder der Geräuschkulisse konnte er ebenfalls nicht feststellen. In seinem Review liefert er die entsprechenden Daten übersichtlich in Diagramm-Form. 

"Hattori1000" hat für seinen Testbericht sogar mehrere Videos angefertigt. Er packt sein Testpaket nicht nur ausführlich vor der Kamera aus, sondern zeigt auch von unterwegs aus, wie er auf seinen Netzwerkspeicher zuhause zugreifen kann. Insgesamt ist er sehr zufrieden mit dem QNAP TS-228A und den beiden IronWolf-Festplatten von Seagate, zumal ihm erstmals bei QNAP das Design zusagt, welches dank weißer Klavierlackoptik durchaus schlicht gehalten ist und damit in nahezu jedem Wohnzimmer seinen Platz finden dürfte. 

Das funktioniert auch deswegen, weil er das Gerät aus einem Abstand von 3 m nicht als störend empfindet. Wer sich jedoch konzentrieren möchte und beispielsweise ein Buch auf der Couch liest, für den könnte die Geräuschkulisse jedoch schnell störend sein. Die Performance des QNAP TS-228A bewertet er als sehr gut. Dem QNAP-NAS gelingt es, gleichzeitig auf TV und Smartphone zu streamen. Werden jedoch größere Datenmengen über das Netzwerk an das NAS übertragen, "fängt es gelegentlich an zu ruckeln", schreibt er in seinem Testbericht. "HolGORE" tut sich hingegen schwer, einen klaren Gewinner zwischen dem QNAP TS-228A und seinem älteren Synology-Gerät zu küren. Beide liefern sehr gute Ergebnisse ab. 

Insgesamt empfehlen alle drei Forentester das QNAP TS-228A bedenkenlos weiter. Auch Einsteiger sollen sich schnell zurechtfinden, womit QNAP sein eigenes Ziel erreicht hat. 

Zu den User-Reviews:

Voraussichtlicher Ablauf:

  • Bewerbungsphase bis 18. Februar 2018
  • Auswahl der Bewerber + Versand: ab 19. Februar 2018
  • Testzeitraum bis 1. April 2018

Kleingedrucktes:

  • Mitarbeiter der Hardwareluxx Media GmbH und von QNAP und Seagate sowie deren Angehörige sind von der Teilnahme ausgeschlossen
  • Die Auswahl der Teilnehmer erfolgt durch die Redaktion von Hardwareluxx
  • Ein Account im Hardwareluxx-Forum ist für die Teilnahme zwingend notwendig
  • Die Teilnehmer werden per PN benachrichtigt
  • Alle Testmuster verbleiben nach Veröffentlichung der Testberichte bei den Testern
  • Sollten die Testberichte nicht rechtzeitig online gestellt werden, behalten sich die Hersteller vor, den vollen Betrag in Rechnung zu stellen
  • Die Reviews verbleiben ausschließlich bei uns im Forum

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