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HP Omen: Vom Gaming-PC über VR-Rucksack, Monitor und Peripherie zum Desktop

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Vor etwas mehr als einem Jahr wagte HP den Einstieg in den Gaming-Sektor und präsentierte seine ersten Gaming-Produkte in Form von Notebooks und neuen Spielerechnern im Desktop-Format – und das obwohl man bisher eher das Business-Feld bediente. Inzwischen ist die Omen-Familie deutlich angewachsen und um so manch anderes Gaming-Gerät erweitert worden. Kurz vor der wichtigsten Spielemesse in Los Angeles legt man noch einmal nach.

Neue Omen-Notebooks

Dass man durchaus in der Lage ist, preislich attraktive Geräte für den Gamer zu bauen, hatte man kurz vor Weihnachten mit dem HP Omen 17-w100ng beweisen. Für nicht einmal ganz 1.300 Euro gab es hier einen Intel Core i5-6300HQ samt einer NVIDIA GeForce GTX 1060, 8 GB DDR4-Arbeitsspeicher, eine flotte 128-GB-SSD für das Betriebssystem und natürlich eine 1-TB-Festpatte für die eigene Spielesammlung. Einzig bei der Verarbeitung machte sich der günstige Preis in unserem Test etwas bemerkbar. Zur E3 2017, welche in der kommenden Woche beginnt, frischt man seine Geräte noch einmal auf.

So werden das HP Omen 17 und das HP Omen 15 weiterhin von einem aktuellen Kaby-Lake-Prozessor bis hin zum Quad-Core-Modell der Core-i7-Klasse angetrieben und setzten auf eine schnelle Pascal-Grafikkarte. Das kleinere 15,6-Zoll-Modell lässt sich hier mit maximal einer GeForce GTX 1070 ausrüsten, beim größeren 17,3-Zöller ist sogar eine GeForce GTX 1080 möglich. Interessantes Nebendetail: Für die GeForce GTX 1060 spricht HP sogar vom Max-Q-Design, welches erst vor wenigen Tagen zur Computex 2017 in Taipei von NVIDIA vorgestellt wurde. Damit soll das HP Omen 15 ein ruckelfreies Spielevergnügen in 1080p oder 1440p ermöglichen, was natürlich auch für das größere Schwestermodell gilt.

Dazu gibt es Unterstützung für DTS Headphone X für immersiven 360-Grad-Surround-Sound via Headset, eingebaute Doppellautsprecher von Bang & Olufsen inklusive eines separaten Verstärkers und natürlich eine hintergrundbeleuchtete Gaming-Tastatur mit rot akzentuierten WASD-Tasten. Zur besseren Übersicht leuchten die für Spieler wichtigsten Tasten mit weißem Hintergrundlicht auf, während der Rest mit roter Farbe beleuchtet wird. Die Tastatur verfügt über eine Anti-Ghosting-Funktion und unterstützt ein Roll-Over von bis zu 26 Tasten gleichzeitig. Bei den Displays gibt es eine 4K-Option, alternativ lässt sich ein 120-Hz-Full-HD-Panel verbauen, teilweise wird auch NVIDIAs G-Sync unterstützt. Über eine Wartungsklappe erhält man zentralen Zugriff, um HDD, SSD und RAM in wenigen Handgriffen austauschen zu können.

Die neuen Geräte sollen ab Mitte Juli zu einem Preis ab 999 bzw. 1.199 Euro auf den Markt kommen. Bis dahin will man noch die einzelnen Konfigurationen veröffentlichen.

Ein externer Grafikbeschleuniger

Passend dazu springt man mit dem Omen Accelerator auf einen weiteren Trend auf und stellt seine erste, externe Grafikbox vor. Ähnlich wie die ASUS ROG XG Station 2 oder die Aorus GTX 1070 Gaming Box nimmt der Omen Accelerator eine vollwertige PCI-Express-Grafikkarte auf und lässt sich über Thunderbolt 3 an ein kompatibles Notebook anschließen, womit die Grafikperformance des angeschlossenen Geräts deutlich gesteigert werden kann. „Der Omen Accelerator bietet Flexibilität und erlaubt dem Nutzer, tagsüber professionell zu arbeiten und nachts ausgiebig zu spielen“, schreibt HP in seiner Pressemitteilung.

Die externe Grafikbox nimmt außerdem ein zusätzliches 2,5-Zoll-Laufwerk auf, worauf dann auch gleich die Spielesammlung abgelegt werden kann, welche unterwegs weniger gebraucht wird. Vier USB-Schnittstellen und eine Gigabit-Ethernet-Buchse gibt es natürlich ebenfalls. Mit Strom versorgt wird die Grafikkarte über ein integriertes Netzteil mit einer Ausgangsleistung von 500 W.

Der HP Omen Accelerator soll ebenfalls ab Mitte Juli in die Läden kommen – der Preis ist mit 299 Euro vergleichsweise günstig angesetzt. Hinzu kommen natürlich die Kosten für die Grafikkarte.

Ein Desktop für den Schreibtisch und unterwegs

Während HP bei seinen Gaming-Notebooks ausschließlich auf Intel-Prozessoren setzt, greift man bei seinen Desktop-Rechnern auch auf AMDs Ryzen-Prozessoren zurück. Im neuen HP-Omen-Tower nehmen wahlweise Core-i5/i7-CPUs von Intel, oder aber die Ryzen-Modelle von AMD ihren Platz und werden um ein CrossFire- bzw. SLI-Gespann bestehend aus zwei Radeon-RX-580- bzw. GeForce-GTX-1080-Karten ergänzt. Natürlich sind auch Multi-GPU-Systeme mit langsameren Modellen und Einzelbestückungen möglich.

Dazu gibt es eine PCIe-Express-SSD, eine herkömmliche Magnetspeicher-Festplatte als Datengrab lässt sich ebenfalls verbauen. Über das HP Omen Command Center lässt sich das System zusätzlich übertakten und ein Network-Boost einstellen. Was hiermit gemeint ist, ist nicht ganz klar. Vermutlich verbaut HP Killer-Chips, die hierrüber konfiguriert werden können.

Der HP Omen Desktop wird schon ab Mitte des Monats in die Läden kommen und ab 999 Euro erhältlich sein.

Wer es kompakter und flexibler haben möchte, für den hält HP ab August den Omen X Compact Desktop bereit. Dabei handelt es sich zunächst um einen Rucksack-PC mit Notebook-Hardware, wie er auch von ZOTAC oder Schenker Technologies und MSI angeboten wird. Per Docking-Station kann der Rucksack-PC aber auch auf dem Schreibtisch eingesetzt werden. Im Inneren gibt es eine werksseitig übertaktete NVIDIA GeForce GTX 1080 mit 8 GB GDDR5X-Videospeicher, einen Intel-Core-i7-Prozessor der Kaby-Lake-Generation, welcher sich dank des nach oben hin geöffneten Multiplikators ebenfalls sehr einfach übertakten lässt.

Weiterhin will man Kühlung und Stromversorgung im Vergleich zum ersten Rucksack-PC vom Mai weiter verbessert haben. Die Akkus können im laufenden Betrieb gewechselt werden, was auch länger ausgedehnte Spielesessions in der virtuellen Welt erlauben soll. Mit dem Backpack liefert HP vier Akkus sowie eine Ladestation mit, damit zwei Akkus geladen werden können, während die beiden anderen in Gebrauch sind. Dank der Platzierung direkt am Gurt, muss der Rucksack für den Akku-Wechsel nicht abgelegt werden.

Preislich wird man dafür ab August aber tief in die Tasche greifen müssen: 3.299 Euro möchte HP für seinen Omen X Compact Desktop haben.

Monitore mit 25 und 27 Zoll

Für seine Desktop-Geräte hält man mit dem HP Omen 25 und 27 auch gleich zwei passende Gaming-Monitore bereit. Wie der Name bereits vermuten lässt, verfügen sie über eine Bildschirmdiagonale von 25 bzw. 27 Zoll. Der HP Omen 25 bietet ein 144 Hz schnelles Full-HD-Panel mit einer Reaktionsgeschwindigkeit von nur 1 ms und ist mit AMDs FreeSync-Technologie ausgestattet, was störende Tearing-Effekte und Ruckler in Verbindung mit einer AMD-Grafikkarte reduzieren soll. Ein integrierter Kabel-Clip am Standfuß soll für Ordnung auf dem Schreibtisch sorgen, dank Headsethalter ist auch das Headsets stets gut aufgeräumt und in Griffnähe. Ein USB-Hub mit zwei USB-3.0-Ports ist ebenso integriert. Angeschlossen wird der 25-Zöller per HDMI.

Das 27-Zoll-Modell besitzt nicht nur eine höhere QHD-Auflösung, sondern ist mit 165 Hz auch noch ein bisschen schneller bei der Bildwiederholrate als das kleinere Schwestermodell. Statt FreeSync gibt es G-Sync, die Headset- und Kabelhalterung sowie den USB-Hub gibt es aber auch hier.

Beide Geräte sollen ab Ende Juli zu Preisen ab 319 bzw. 849 Euro in die Läden kommen.

Peripherie und Gaming-Cub

Abgerundet wird das Omen-Portfolio von einer Reihe an Zubehör. Das Omen Keyboard 1100 ist eine Tastatur mit mechanischen Switches, Anti-Ghosting und N-Key-Rollover, die Omen Mouse 600 erlaubt dank individualisierbarem Gewicht eine bessere Kontrolle beim Zielen und soll eine besonders hohe Lebensdauer von mindestens 50 Millionen Klicks besitzen. Passend dazu wird man zwei Mauspads zu Preisen ab etwa 12 und 30 Euro anbieten.

Für hohen Trage-Komfort und klaren Sound soll das HP Omen Headset 800 sorgen. Das gesamte Omen-Zubehör soll ab Juni erhältlich sein. Für die Tastatur werden etwa 130 Euro, für den Gaming-Nager rund 60 Euro und für das Headset ca. 80 Euro ausgerufen.

Dass es HP mit den Spielern durchaus ernst meint, beweist man mit einer neuen Partnerschaft. Ab diesem Sommer wird HP der offizielle Partner für den Overwatch World Cup 2017 sein und die Spieler mit Hardware und Peripherie versorgen.

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Kommentare (4)

#1
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Registriert seit: 20.03.2006
München
Bootsmann
Beiträge: 621
Der Omen Accelerator ist schon ne coole Sache. Auch wenn ich meinen Desktop schon allein wegen dem Modding nicht missen möchte. :D

Der Accelerator soll laut anderen Seiten übrigens auch bis zu 60W per Power Delivery ans Notebook weitergeben können. Das ist auch ein guter Wert.
Zusammen mit dem günstigen Preis könnte das wirklich ein gutes Angebot sein.
#2
Registriert seit: 20.02.2014

Oberstabsgefreiter
Beiträge: 405
Der 25 Zöller klang richtig richtig gut.
Und dann lese ich "Angeschlossen wird der 25Zöller über HDMI." WARUM?
Im PC Bereich ist DP Standard. Und wenn man den neuen DP 1.4 verbaut, gibt es sogar gleich noch AdaptiveSync gratis dazu.
Wieso macht das niemand?
#3
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Registriert seit: 29.08.2008

Kapitänleutnant
Beiträge: 1948
Gibt es eigentlich einen Hersteller bzw. eine Webseite wo man ordentliche und ausgewogene Gaming Systeme zu fairen Preisen kaufen kann, die NICHT aussehen, als wären sie gerade einem Transformers Film entsprungen?

Ich finde bei entsprechenden Anbietern immer wieder nur irgendwelche hässlichen "Gaming" Gehäuse mit nem Haufen Plastik und LED BlingBling.
#4
Registriert seit: 01.08.2011
Wien
Bootsmann
Beiträge: 556
Zitat Morrich;25605125
Gibt es eigentlich einen Hersteller bzw. eine Webseite wo man ordentliche und ausgewogene Gaming Systeme zu fairen Preisen kaufen kann, die NICHT aussehen, als wären sie gerade einem Transformers Film entsprungen?

Ich finde bei entsprechenden Anbietern immer wieder nur irgendwelche hässlichen "Gaming" Gehäuse mit nem Haufen Plastik und LED BlingBling.


leider auch bei vernünftigen gaming Laptops ein großes Problem, diese kinderoptik bringt mich regelmäßig zum kotzen (wobei der omen da noch nicht so schlimm ist)
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