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MSI und Zotac: Zwei VR-Rucksäcke zusammen mit der HTC Vive ausprobiert

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Seite 1: MSI und Zotac: Zwei VR-Rucksäcke zusammen mit der HTC Vive ausprobiert

vr backpackIm vergangenen Jahr wurde der Anfang gemacht, in diesem soll das Ökosystem weiter ausgebaut werden und damit der Grundstein für ein Etablieren der VR-Technologie gelegt werden. Die Oculus Rift, HTC Vive und PlayStation VR sind gekommen, um zu bleiben. Viele andere Hersteller haben ihre VR-Ambitionen ebenfalls bereits angedeutet – und dennoch wird sich erst noch zeigen müssen, ob aus der VR-Hardware etwas wird, das früher oder später von jedem Spieler genutzt wird. Um zumindest die lästigen Kabel loszuwerden, haben einige Hersteller PCs in einen Rucksack gepackt. Wir haben uns den MSI VR One und den Zotac VR Go einmal angeschaut.

Das Tracking der VR-Hardware hat inzwischen ein Niveau erreicht, bei dem keinerlei Verzögerungen mehr spürbar sind und damit einhergehende negative Einflüsse nahezu gänzlich beseitigt werden konnten. Neben dem Display, welches noch hochauflösender werden muss, ist vor allem die Notwendigkeit einer Kabelverbindung zwischen Brille und PC ein großes Hindernis im alltäglichen Gebrauch. Zwar haben alle großen Hersteller von VR-Hardware, also HTC, Oculus und Sony, angekündigt, an Drahtlostechnologien zu arbeiten, bis diese hinsichtlich der Verzögerung und Akkulaufzeit aber marktreif sind, wird es noch einige Zeit dauern.

Gleich mehrere Hersteller haben sich also gedacht: "Warum nicht den PC näher an die VR-Brille bringen?" Daraus haben sich kompakte PCs entwickelt, die einfach auf den Rücken geschnallt werden. Auf der Computex 2016 Anfang Juni zeigten MSI und Zotac die ersten Prototypen. Zum Jahreswechsel sind diese nun auch erhältlich und wir haben uns die beiden Modelle etwas genauer angeschaut.

Bevor wir uns die zwei Modelle nun in allen Einzelheiten anschauen, werfen wir einen Blick auf die technischen Daten:

Die technischen Daten der VR-Rucksäcke in der Übersicht
Modell: MSI VR One Zotac VR Go
Straßenpreis: 2.799 Euro 2.060 Euro
Technische Daten
Prozessor: Intel Core i7-6820HK
4C/8T, 2,7/3,6 GHz, 45 W
Intel Core i7-6700T
4C/8T, 2,8/3,6 GHz, 35 W
Chipsatz: Intel HM170 Intel
Arbeitsspeicher: 16 GB DDR4-2133 16 GB DDR4-2133
Grafikkarte: NVIDIA GeForce GTX 1070 NVIDIA GeForce GTX 1070
Grafikspeicher: 8 GB GDDR5 8 GB GDDR5
GPU-Takt (Basis): 1.443 MHz 1.443 MHz
GPU-Takt (Boost):  1.645 MHz 1.645 MHz

Speichertakt:

2.000 MHz 2.015 MHz
HDD/SSD 512 GB M.2-SSD 240 GB M.2-SSD
WLAN: 802.11ac 802.11ac
Ethernet:  - 2x Gigabit-Ethernet
Display-Ausgänge 1x HDMI 2.0
1x DisplayPort 1.3/1.4
3x HDMI 2.0
2x DisplayPort 1.3/1.4
Audio: 1x 3,5 mm Klinke-Eingang
1x 3,5 mm Klinke-Ausgang
1x 3,5 mm Klinke-Eingang
1x 3,5 mm Klinke-Ausgang
USB: 4x USB 3.0
1x Thunderbolt 3 / USB 3.1 Gen2
6x USB 3.0
Besonderheiten: 12 V Ausgang für die HTC Vive  
Abmessungen: 409 x 292 x 54 mm 410 x 270 x 76 mm
Gewicht: 3,6 kg 4,95 kg
Akkukapazität: 2x 6365 mAh 2x 6.600 mAh

Große Unterschiede gibt es zwischen dem MSI VR One und dem Zotac VR Go eigentlich nicht. Beide Hersteller sind in gewisser Weise auch daran gebunden, was sich noch problemlos auf den Rücken schnallen lässt. Ein Intel Core i7-6820HK und Core i7-6700T sind in etwa gleichauf und dennoch werden wir uns die Leistung später noch in einigen Benchmarks anschauen. Im Falle des i7-6820HK handelt es sich um die mobile Variante des Skylake-Prozessors. Beide Hersteller verbauen 16 GB Arbeitsspeicher und eine GeForce GTX 1070 mit nahezu identischen Taktraten.

Je nach Modell gibt es dann aber Unterschiede bei der Ausstattung. So verwendet MSI eine 512 GB SSD, während Zotac nur eine 240 GB SSD verbaut. Es gibt aber auch eine günstigere Variante des MSI VR One, der nur eine 256 GB SSD bietet. Anders als Zotac verzichtet MSI auch auf einen Ethernet-Anschluss, während die WLAN-Verbindung laut Spezifikation identisch ist.

Auch bei den Anschlüssen gibt es einige Unterschiede. Während Zotac deutlich mehr HDMI- und DisplayPort-Ausgänge bietet, kann MSI zumindest einmal mit Thunderbolt 3 aufwarten. Zotac wiederum verbaut mehr USB-3.0-Anschlüsse.

Selbst bei den Abmessungen sind beide Modelle recht nahe beisammen, nur beim angegebenen Gewicht unterscheiden sich beide Modell, wobei MSI nur den reinen PC angibt und Zotac gleich auch die dazugehörige Rucksack-Halterung. Etwa 5 kg mitsamt der Akkus trägt man also immer auf dem Rücken, wenn ein solcher PC auf den Rücken geschnallt wird. Da auch die Kapazität der Akkus nahezu identisch ist, sind wir auf die Messungen der Laufzeit gespannt.

 

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Kommentare (9)

#1
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Registriert seit: 29.08.2008

Kapitänleutnant
Beiträge: 1648
Naja... in VR muss noch Einiges an Entwicklungsarbeit investiert werden um es für den Massenmarkt tauglich zu machen.
Allein die horrenden Preise schrecken viele interessierte Kunden bisher noch ab.

Auch in Sachen Inhalte muss da noch viel mehr kommen, damit die ganze Sache attraktiv wird.

Aber dieser Technologie traue ich auf jeden Fall eher zu, sich aus der Nische zu erheben, als diesem 3D Gedöhns, was man uns die letzten Jahre schmackhaft machen wollte.
#2
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Registriert seit: 12.02.2011
Baden Württemberg
Kapitänleutnant
Beiträge: 1795
VR finde ich nicht teuer. Dafür bietet es (HTC Vive) auch ein intensiveres gaming Erlebnis.
Über 700.000 haben jedenfalls in das teure VR Gen.1 investiert.

Den VR Rucksack heutzutage zu testen und darüber großartig zu berichten empfinde ich als reine Zeitverschwendung. Meine Meinung.
Wer liest sich das überhaupt durch?
Nur Leute die TPCast nicht kennen.

Die paar Wochen/Monate kann man auf TPCast warten und bis dann am Kabel spielen. Dann hat sich das mit den oberteuren Rucksäcken vollends erledigt.
#3
customavatars/avatar97719_1.gif
Registriert seit: 29.08.2008

Kapitänleutnant
Beiträge: 1648
Zitat REDFROG;25288312
VR finde ich nicht teuer.


Deine Meinung. Ich finds ziemlich teuer. Immerhin kostet eine HTC Vive gut 900€ und auch eine Oculus Rift schlägt mit 600€ zu buche.

Und das sind dann lediglich die VR Brillen. Da ist der benötigte starke PC noch nicht einmal eingerechnet.

Ok, an der Playstation bekommt man VR etwas günstiger, aber auch hier kostet die Brille allein knapp 400€.

Finde ich schon sehr happig. Zumal sich dadurch ja der Spielinhalt auch nicht verändert. Das WIE ist zwar ganz anders, aber das WAS bleibt gleich. Und mir persönlich kommt es bei Spielen eben noch immer viel mehr auf den eigentlichen Inhalt an, als die Art, wie ich diesen Inhalt erlebe.

Außerdem können viele eben nicht mal eben 400-900€ für solch eine Zusatzhardware aus dem Ärmel schütteln. Daher bleibe ich dabei, dass sich VR erst dann wirklich durchsetzen wird, wenn die dafür nötige Hardware entsprechend günstig zu haben ist.
#4
customavatars/avatar202850_1.gif
Registriert seit: 06.02.2014
Im sonnigen Süden
Admiral
Beiträge: 10306
Zitat
Zumal sich dadurch ja der Spielinhalt auch nicht verändert. Das WIE ist zwar ganz anders, aber das WAS bleibt gleich. Und mir persönlich kommt es bei Spielen eben noch immer viel mehr auf den eigentlichen Inhalt an, als die Art, wie ich diesen Inhalt erlebe.

Ähm, nicht wirklich.. die aller meisten Games dir überhaupt brauchbar für diese Brillen sind, wurden dediziert für VR entwickelt...
Nut wenige wie das neue Doom bieten Unterstützung für beides.

Über das P/L kann man natürlich streiten. Da hat jeder Mensch andere Prioritäten bzw. schätzt den Nutzen unterschiedlich ein.
#5
customavatars/avatar95761_1.gif
Registriert seit: 27.07.2008

Fregattenkapitän
Beiträge: 2716
Das eigentlich Problem an VR ist weder der Preis noch die klobige Handhabung, sondern, weil einige bis viele dieses VR-Erlebniss nicht vertragen.
An brennenden Augen oder leichte Kopfschmerzen kann man sich gewöhnen, aber nicht an Übelkeit. Warum andere damit keine Probleme haben, kann dir selbst Heute keiner erklären, genauso wie einige seekrank oder reisekrank werden und andere absolut immun dagegen sind.
Ich schätze mal alle Leute, denen bei einer Auto- oder Bahnfahrt schlecht wird weil sie ein Buch lesen, sind für VR generell untauglich, zumindest, wenn sie VR im Sitzen benutzen.

Und weil es eben nicht alle nutzen können, wird es VR schwer haben mehr als nur eine Randerscheinung zu bleiben.

Ausprobieren sollte man es aber schon auch wenn diese Rucksäcke etwas hoch in ihren Anschaffungskosten sind, so stelle ich mir ein Ghostbusters-Game in VR recht fangetreu vor. :d
#6
Registriert seit: 01.08.2011
Wien
Oberstabsgefreiter
Beiträge: 504
derjenige der das msi design verbrochen hat.....
#7
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Registriert seit: 06.02.2014
Im sonnigen Süden
Admiral
Beiträge: 10306
@Pickebuh
Es ist auch nicht jeder PC Nutzer gamer. Trotzdem ist Gaming Hardware verschiedenster Art ja definitiv nicht eine Randerscheinung...
#8
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Registriert seit: 10.07.2005
Hessen
Leutnant zur See
Beiträge: 1038
Zitat Pickebuh;25290229
Das eigentlich Problem an VR ist weder der Preis noch die klobige Handhabung, sondern, weil einige bis viele dieses VR-Erlebniss nicht vertragen.


Die Leute wollen alle Cyberpunk in Real, weigern sich dann aber Drogen zu nehmen damit ihr Hirn mit den Anforderungen der virtuellen Welt klarkommt. Könnt ihr euch mal entscheiden? Oder ist euch das zu viel Cyberpunk auf einmal?
#9
customavatars/avatar202850_1.gif
Registriert seit: 06.02.2014
Im sonnigen Süden
Admiral
Beiträge: 10306
Was fürn Quatsch...
Das mit dem Schwindelgefühl ist vorallem sehr vom Content abhängig.
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