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Xbox Project Scorpio: Hardware-Spezifikationen veröffentlicht

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Letztes Jahr wurde im Rahmen der E3 sowohl ein kleines Update für die Xbox One, die Xbox One S sowie der Nachfolger mit dem Codenamen „Project Scorpio“ angekündigt. Nun hat Microsoft die Kollegen von DigitalFoundry bei sich eingeladen, um die festen Hardwarespezifikationen mit der Welt zu teilen. Darüber hatten wir bereits gestern berichtet. Die nächste Generation der Konsolensparte Microsofts soll vor allem für 4K gewappnet sein und über ausreichend Hardwarepower verfügen, um Spiele in dieser Auflösung zufriedenstellend zu rendern.

Die dafür benötigte Rechenpower wird wie erwartet wieder aus dem Hause AMD kommen: Den CPU-Part werden acht aufgebohrte Jaguar-x86-Prozessorkerne bei einer Taktrate von 2,3 GHz übernehmen. Ein Kern von „Project Scorpio“ wird etwa 31 % schneller sein, als ein Kern der Xbox One S. Die Ryzen-Architektur konnte aus Gründen des Zeitplans nicht mehr integriert werden. Erreicht wurde die Leistungssteigerung durch ein Optimieren der Speicherlatenzen und einer stärkeren Kohärenz von CPU und GPU.

Für die Grafikberechnung werden 40 modifizierte Radeon-Compute-Units bei einer Taktrate von 1,172 GHz zum Einsatz kommen (zum Vergleich: eine Radeon RX 480 besitzt 36 CUs bei 1,266 GHz Boost Taktrate). Ob bereits die Vega-Architektur genutzt werden, wird wurde noch nicht bekannt gegeben. Die APU wird insgesamt eine Fläche von 360 mm² aufweisen. Für das Aufnehmen und Streamen von Gameplay wird die nächste Version von AMDs VCE-Encodiereinheit verbaut, welche 4K-Auflösung bei 60 FPS mittels HEVC (h.265) unterstützt.

Konsole "Project Scorpio"
Xbox One S
Playstation 4 Pro
Nintendo Switch
CPU 8-Core modifizierte Jaguar-Architektur (x86)
2,3 GHz
8-Core Jaguar-Architektur (x86)
1,75 GHz
8-Core Jaguar-Architektur (x86)
2,1 GHz
NVIDIA Tegra X1 (2x 4 ARMv8)
1,02 GHz
GPU 40 Radeon CUs
1,172 GHz
12 GCN CUs
914 MHz
36 modifizierte GCN CUs
911 MHz
256 Shader NVIDIA Maxwell
307 MHz / 768 MHz
RAM 12 GB GDDR5 384-Bit
326 GB/s
8 GB DDR3 + 32 MB ESRAM
68 GB/s + 219 GB/s
8 GB GDDR5
218 GB/s
4 GB LPDDR 4

HDD 1 TB 2,5" 500/1.000/2.000 GB 2,5" 1 TB 2,5" 32 GB Flash
FLOP/s ~ 6 TFLOP/s 1,31 TFLOP/s 4,2 TFLOP/s /
OS Windows 10 Windows 10 OrbisOS (FreeBSD) /
Laufwerk 4k UHD Blu-Ray 4k UHD Blu-Ray Blu-Ray proprietäre Cardridges
MicroSD
Output 4k UHD (3840 x 2160) 4k UHD (3840 x 2160) 4k UHD (3840 x 2160) FullHD (1920 x 1080)

Für den Hauptspeicher wendet sich Microsoft dieses Mal von der Kombination DDR3 + ESRAM ab und setzt wie auch Sony bei der Playsation-Serie auf den GDDR5-Standard (326 GB/s, 384-Bit Speicherinterface) mit 12 GB Speicherplatz. Eine Playstation 4 Pro besitzt 8 GB GDDR5 mit 218 GB/s. Spiele findet auf der 1 TB großen internen Festplatte ihren Platz. Wie bei der Xbox One S bereits eingeführt, wird ebenfalls ein 4K-UHD-Blu-Ray-Laufwerk zum Einsatz kommen, welches der Konkurrenz fehlt.

Für die Entwickler werden von den 12 GB Grafikspeicher etwa 8 GB zur Verfügung stehen. 4 GB reserviert sich Microsoft für das Betriebssystem, damit das Dashboard nativ in 4K flüssig gerendert werden kann. Es ist aber wohl wahrscheinlich, dass mit der fortschreitenden Optimierung auf das System die Entwickler mehr und mehr Grafikspeicher zur Verfügung gestellt bekommen werden – analog zur Xbox One.

„Project Scorpio“ wird eine 100-prozentige Abwärtskompatibilität zur Xbox One (S) bereitstellen, was nicht zuletzt in der ähnlichen Grundarchitektur der CPU und GPU sowie dem weiterbenutzen von speziellen Chips wie beispielsweise dem Audioprozessor geschuldet ist. Auch wird softwaretechnisch die Schnittstelle Direct3D 12 beibehalten, durch die Spieleentwickler nach eigenen Aussagen die Last auf der CPU drastisch reduzieren konnten.

Um die ganze Power der Konsole auch adäquat kühlen zu können, optimiert Microsoft jede APU sehr fein, was die benötigten Spannungen angeht. Jeder Chip, der die Fabriken von TSMC verlässt, erhält ein eigenes, separates Powerprofil wodurch die Spannungen sehr fein gesteuert werden können. Auch das Kühlsystem wurde weiterentwickelt und kann Vapor-Chambers mit einem Kupfersockel, dessen Hohlraum gefüllt mit destilliertem Wasser ist, aufweisen. Der Lüfter selbst ist wie ein Turbo bei einem Ottomotor aufgebaut und soll so für den besten Luftdurchsatz sorgen. Die elektrische Leistung wird ein 245-WNetzteil zur Verfügung stellen.

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Kommentare (106)

#97
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Registriert seit: 21.01.2016
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Kapitän zur See
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Optimierung sei Dank.

Vom Smarty gesendet. Autokorrektur Fehler werden später behoben.
#98
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Kapitänleutnant
Beiträge: 1852
Mehr als ein Replay war wohl noch nicht vorzeigewürdig denke ich mal.
Sonst hätten sie einfach ein Video vom Vorgespielten genommen.

Ich würde da nachwievor nicht zu viel drauf geben, ist sicherlich auch noch zu früh.
#99
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Registriert seit: 06.02.2014
Im sonnigen Süden
Admiral
Beiträge: 12470
Ja, etwa eine Leisungsstufe bei der Grafikkarte lässt sich durch Optimierung rausholen.
#100
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Kapitän zur See
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Jup, daher alles beim alten und wie erwartet.
Ich mein im Ernst... was wurde erwartet? Eine 6 TFLOP Maschine.
Was ist da? Eine 6 TFLOP Maschine.
Was kann sie leisten? ... :xmas:

Klar , die CPU war ein gewisser Faktor in der Rechnung.
Allerdings, so schade wie ich es finde ... war Jaguar nur logisch.

Bei der Grafik können sie nicht sparen, sonst bleibt da nichts signifikantes zur PS4 Pro.
Mit einer gescheiten CPU dabei hätten es mehr als 6TLOP´s sein müssen.
In dem Sinne also nicht wirklich überraschend.

Was hingegen sehr geil ist... Free Sync 2 Support.
So könnten - die leider fast standartmäßigen - 30 FPS noch weit angenehmer werden und diesen Umstand besser Kaschieren.
#101
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Kapitän zur See
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Jaguar Cores :lol:
War aber nicht anders zu erwarten.
#102
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Loxstedt
Korvettenkapitän
Beiträge: 2316
Passt schon, die Konsolen brauchen nicht so viel CPU Leistung, schleppen keine Unmengen an laufenden Programmen im Hintergrund mit
#103
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Im sonnigen Süden
Admiral
Beiträge: 12470
Zitat blubb0r87;25469173
Jaguar Cores :lol:
War aber nicht anders zu erwarten.

31% mehr Leistung durch den Takt sind allerdings nicht zu verachten.

Auf Ryzen Konsolen müssen wir wohl noch 2-3 Jahre warten.
#104
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Loxstedt
Korvettenkapitän
Beiträge: 2316
Zitat DragonTear;25469826
31% mehr Leistung durch den Takt sind allerdings nicht zu verachten.

Auf Ryzen Konsolen müssen wir wohl noch 2-3 Jahre warten.


Mit der next Xbox mit Sicherheit. Jetzt passt es zeitig nicht, Ryzen ist gerade erst da, und die Entwicklung der Scorpio ist schon seit eineinhalb, zwei Jahren am Gange
#105
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Kapitän zur See
Beiträge: 3368
Auch Konsolen brauchen viel CPU Leistung.
Die mangelnde CPU Leistung ist bei der One/PS4 gerade das Problem warum wir oftmals eben keine 60 FPS sehen.
Deswegen bietet die PS4 Pro auch oftmals nur die Möglichkeit entweder 4k @ 30 oder Full HD @ 30 + mehr Details (was dann auf die Graka geht) zu wählen, statt Full HD @ 60.

Wegen der mangelnden CPU Leistung läuft Witcher 3 auf den Konsolen auch bei 30 FPS mit drops.
Genauso wie Fallout 4.
Und ebenso bei ME:A

Versteh mich nicht falsch, sind ja oft einer Meinung :)
Auch wenn ich 30 FPS an der Konsole akzeptabel (!) finde, im Gegensatz zum PC. So sollten diese aber dann auch wenigstens Konstant ohne Drops laufen, da es darunter nun wirklich einfach ruckelt.

Und genau daran krank vor allem die CPU in PS4/One.

Klar ist das mehr an Takt gut und werden sie auch zu nutzen wissen.
#106
Registriert seit: 01.04.2017

Banned
Beiträge: 73
Für 'ne 599$ Console sind die Jaguar Cores im Jahre 2017 einfach nur lächerlich!

Der Rest passt schon...
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