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Zur CES 2026 vor wenigen Tagen machte Intel mit Panther Lake seine nächste Generation an Laptop-Prozessoren offiziell und stellte zunächst 14 verschiedene Modelle in den Dienst. Mit dem ASUS Zenbook Duo (2026) haben wir nun ein erstes Gerät auf Basis der neuen Mobil-CPUs in der Redaktion, um eine erste Leistungsanalyse anzufertigen. Wie sich der Intel Core Ultra X9 388H und seine integrierte Arc-Grafik in der Praxis schlagen, das haben wir uns in den vergangenen Tagen näher anschauen können.
Mit Panther Lake präsentiert Intel seine erste mobile Prozessorserie auf Basis des neuen 18A-Fertigungsprozesses. Der Intel Core Ultra X9 388H stellt das Flaggschiff dieser Generation dar und repräsentiert als eines der ersten Modelle die Neugestaltung der Hybrid-Architektur, die weit über eine bloße Takterhöhung hinausgeht. Mit 16 Kernen, bis zu 5,1 GHz Boost-Takt und einer integrierten Arc-B390-GPU mit zwölf Xe3-Kernen soll er eine hohe Leistung, bei gleichzeitig besserer Energieeffizienz gegenüber Lunar Lake liefern.
Die fundamentalste Verbesserung bei Panther Lake liegt im Wechsel hin zu Intels neuem 18A-Prozess. Das 18A-Verfahren kombiniert zwei Innovationen: die zweite Generation der RibbonFET-Transistoren und die Backside-Power-Delivery-Network-Technologie PowerVia. Im Vergleich zur Fertigung in Intel 3 soll die neue Fertigung für ein um 15 % besseres Leistung-pro-Watt-Verhältnis und eine um 30 % höhere Transistordichte sorgen.
Die neue Fertigung, ein modernes Packaging und neue IPs für CPU, GPU und I/O werden zu einem neuen Produkt zusammengeführt, das in seinen Kernkomponenten auf vielem Bekannten basiert. Im Grunde kann man Panther Lake wie eine Zusammenführung von Lunar Lake (Basisartikel) und Arrow Lake (Basisartikel) beschreiben.
Anders als bei Arrow Lake, hat Intel die Konstruktion vereinfacht und setzt auf nur drei Tiles: einen Compute-Tile mit den CPU-Kernen und dem Speichercontroller, einen Platform-Controller-Tile mit den I/O-Funktionen wie PCI-Express und einen GPU-Tile. Beim CPU-Tile setzt Panther Lake auf neue Performance- und Efficiency-Kerne sowie auf die Low-Power-Island mit einem extrem sparsamen E-Kern-Cluster. Bei dieser Hybrid-Architektur gilt weiterhin die Prämisse: Die Performance-Kerne sollen für eine möglichst hohe Single-Threaded-Leistung sorgen und Spitzenlasten abfangen, während die Efficiency-Kerne sich um die Multi-Threaded-Anwendungen und den parallelen Betrieb der Workloads kümmern. Die Low-Power-Efficiency-Kerne sollen hingegen Hintergrundaufgaben verarbeiten.
Die Performance-Kerne bauen auf der neuen Cougar-Cove-Architektur auf. Allerdings handelt es sich dabei um eine zu Lion Cove sehr ähnliche Architektur, die in einigen Details optimiert wurde. So bleibt im Frontend vieles identisch: Der Decoder verbleibt in einer 8-Wide-Konfiguration wie der µOP-Cache mit seiner Breite von zwölf Ausführungseinheiten. Die Aufteilung der OoO-Engine (Out-of-Order) in einen Integer- und Vektor-Teil hatte Intel ebenfalls bereits mit dem Vorgänger vorgenommen. Damit wurde man den Veränderungen in den Anforderungen durch die Workloads gerecht. Beide Bereiche haben einen eigenen Scheduler und Register Files. Jedem Performance-Kern stehen 3 MB an L2-Cache zur Verfügung, was ebenfalls identisch zu Lion Cove ist. Den L3-Cache, den sich alle P- und E-Kerne im Performance-Cluster teilen, hat Intel aber von 12 auf 18 MB vergrößert.
Auch bei den Efficiency-Kernen nimmt sich Intel für Darkmont viele Anleihen bei der bisher verwendeten Skymont-Architektur. Das mit Skymont schon deutlich breiter gestaltete Front- und Backend sorgte dafür, dass die Efficiency-Kerne ein deutliches Leistungsplus erfahren haben und damit im Grunde in der ISO-Performance, also der normierten Leistung, mit Raptor Cove, den ehemaligen Performance-Kernen, gleichziehen konnten.
Aber auch für Darkmont gibt es einige Optimierungen. Hier wurde die Sprungvorhersage verbessert und die Prefetcher können dynamischer auf die aktuellen Workload-Anforderungen reagieren.
Der Speichercontroller von Panther Lake kann bis zu 96 GB an LPDDR5X-9600 und bis zu 128 GB DDR5-7200 verwalten, während das Speicherinterface weiterhin 128 Bit breit ist und sich aus zweimal 4x 16 Bit zusammensetzt. Aus 128 Bit x 9.600 MT/s / 8 Bit ergibt sich eine Speicherbandbreite von 153,6 GB/s. Die Kommunikation zwischen den einzelnen Blöcken in den Tiles sowie zwischen den Tiles selbst findet via Scalable Fabric 2 und dem entsprechenden D2D-Interface statt.
Vor allem die iGPU soll zulegen
Neben den neuen CPU-Kernen gibt es in Panther Lake eine neue GPU, die in zwei Konfigurationen angeboten wird. Über den Xe-Kernen als Grundbaustein bildet der Render-Slide die höhergelegene Organisationsschicht im Aufbau der GPUs von Intel. Mit Xe3 skaliert der Render-Slice auf sechs Xe3-Kerne und sechs Raytracing-Einheiten. Es bleibt bei einem Sample je Xe3-Kern, aber auch bei jeweils einer Geometrie-, Rasterizer- und HiZ-Einheit.
Der einzelne Xe3-Kern besteht aus acht 512 Bit breiten Vektoreinheiten und besitzt zudem acht XMX-Einheiten mit jeweils 2.048 Bit. Soweit ist dies identisch zu Battlemage, bzw. zur Xe2-Architektur. Mit all den Änderungen an der Xe3-Architektur will Intel die Leistung der integrierten Grafikeinheit im Vergleich zu Lunar Lake um 50 % oder mehr erhöht haben.
Die NPU 5 in Panther Lake bietet mit 50 TOPS nur eine geringfügig höhere Rechenleistung, dies ist laut Intel aber nicht der entscheidende Punkt. Für die NPU 5 waren die Auslegung auf die aktuellen KI-Workloads und eine höhere Effizienz das Ziel.
Erreicht wird dies durch die Zusammenlegung von jeweils zwei NCEs (Neural Compute Engines) mit jeweils 2.048 MAC-Arrays der NPU 4 in nun mehr eine NCE bei Panther Lake. Ähnlich wie bei der Xe3-GPU geht es auch hier darum, effizienter in der Verarbeitung zu werden.
Alle architektonischen Details zu Panther Lake mit vielen Hintergrundinformationen hatten wir bereits in einem separaten Artikel vorgestellt.
14 Modelle zum Start
Zur CES 2026 wurden schließlich die konkreten Modelle auf Basis von drei Konfigurationen vorgestellt. Insgesamt umfasst die Core-Ultra-300-Modellreihe zum Start 14 Prozessoren mit unterschiedlicher Kernanzahl, Grafikausbau, Takt und anderen Merkmalen wie dem spezifizierten Speichertakt.
Stärkstes Modell ist der Core Ultra X9 388H mit 16 Kernen und einem maximalen Takt von 5,1 GHz. Hier kommt mit der Arc B390 auch die stärkste integrierte Grafikeinheit mit zwölf Xe3-Kernen zum Einsatz. Die Base Power liegt bei 25 W, mittels Turbo Power darf sich dieses Modell aber bis zu 80 W genehmigen. Dies gilt auch für die weiteren Modelle der H-Serie.
Darunter platziert Intel die Modelle ohne spezifische Kennzeichen der Modellserie. Der Core Ultra 7 365 ist hier das stärkste Modell und kommt auf acht Kerne bei 4,8 GHz sowie eine GPU mit vier Xe3-Kernen. Auch diese haben eine Base Power von 25 W, kommen in der Turbo Power aber auch nur auf 55 W und dürften somit im Leistungsprofil etwas ausgewogener sein.
Für unsere erste Leistungseinschätzung haben wir ein ASUS Zenbook Duo (2026) mit Intel Core Ultra X9 388H erhalten.