Seite 1: ZOTAC AMP Box Mini im Test: Mehr Grafik- und SSD-Power für kompakte Geräte

zotac zbox amp mini test-teaserMit der ASUS ROG XG Station 2, der PowerColor Gaming Station oder der Aorus Gaming Box und dem Razer Core V2 hatten wir in den letzten Wochen und Monaten so einige externe Grafikboxen bei uns im Test, die über Thunderbolt 3 an das Ultrabook oder den Mini-PC angeschlossen werden. Mit der ZOTAC AMP Box Mini kommt nun eine weitere hinzu, die wir zusammen mit einem Lenovo Yoga 920 und einer ZBOX MI553 auf den Prüfstand stellen und mit einer PCI-Express-SSD zu einem schnellen externen Massenspeicher umfunktionieren. Wie sich die kleine Box in der Praxis schlägt, das erfährt man in diesem Hardwareluxx-Artikel auf den nachfolgenden Seiten. 

Wirklich günstig sind die von uns bislang getesteten, externen Grafikboxen nicht. Mit einem Preis von rund 350 Euro am günstigsten ist die PowerColor Gaming Station. Zu beachten ist jedoch, dass es sich dabei lediglich um das Leergehäuse handelt, die Kosten für eine Grafikkarte kommen noch obendrauf, womit je nach Modell noch einmal weitere 200 bis 700 Euro zusätzlich anfallen können. Die beiden Gaming Boxen von Gigabyte werden zusammen mit einer GeForce GTX 1080 oder GeForce GTX 1070 ausgeliefert und gibt es seit kurzem auch mit einem Grafikbeschleuniger aus dem Hause AMD. Mit Preisen von etwa 650 bis 899 Euro stellen sie das derzeit wohl attraktivste Gesamtpaket dar. Die Modelle von Razer und ASUS kosten alleine teilweise schon über 500 Euro

Wer seinem Ultrabook oder Mini-PC aber ohnehin nur eine flotte Mittelklasse zu einem Preis von maximal 300 Euro spendieren möchte, der kann sich seit kurzem auch die ZOTAC AMP Box Mini einmal näher ansehen. Eine schnellere Grafikkarte macht ohnehin nur dann Sinn, wenn man einen halbwegs flotten Unterbau wie die neuen Kaby-Lake-Refresh-Prozessoren hat, andernfalls bremst die CPU die Grafikkarte aus, wie unsere Benchmarks in der Vergangenheit bereits aufzeigten. 

Das ZOTAC-Modell gibt es schon zu einem Preis von rund 210 Euro und ist damit das günstigste Leergehäuse für externe Grafikkarten. Aufgrund der engen Platzverhältnisse und der vergleichsweise schwachen Stromversorgung ist man allerdings nicht ganz so flexibel wie noch bei den Modellen der Konkurrenz. Die ZOTAC AMP Box Mini nimmt maximal Grafikkarten mit einer Gesamtlänge von 200 mm auf, deren TDP 150 W nicht übersteigt. Das schließt selbst die Mini-Versionen von ZOTAC, die bis hin zur GeForce GTX 1080 reichen, schon aus. Entweder erzeugen sie zu viel Abwärme und benötigen zu viel Strom, oder aber sie sind zu lang. Modelle wie die GeForce GTX 1060 aber passen problemlos in die Box und das im üblichen Dual-Slot-Design.

Um die Abmessungen auf vergleichsweise kompakte 230 x 183 x 99 mm zu schrumpfen, hat sich ZOTAC bei der AMP Box Mini eines kleinen Tricks bedient und das Netzteil kurzer Hand aus dem Gehäuse verbannt. Während bei den meisten Thunderbolt-3-Grafikkarten ein Kaltgerätestecker direkt an das Gehäuse angeschlossen wird, wird die ZOTAC-Box über ein externes Notebook-Netzteil mit einer Ausgangsleistung von 180 W versorgt. Das kommt aber auch der Kühlung zugute, da sich die Box nicht auch um dessen Abwärme kümmern muss. Anschlussseitig gibt es neben Thunderbolt 3 vier USB-3.1-Schnittstellen nach Typ-A – auf eine Gigabit-Ethernet-Buchse muss man verzichten. Wer eine schnellere Grafikkarte haben möchte, für den hält ZOTAC auch die AMP Box parat.

Die technischen Daten der ZOTAC AMP Box Mini
Technische Daten 
Anschlüsse1x Thunderbolt 3
4x USB 3.1
Netzteil 180 W (extern)
Grafikkarte

TDP: Maximal 150 W
Maße: Maximal 200 m Länge
Bauhöhe: Maximal 2 Slots
Typ: PCI-Express 3.0 x16

Gehäuse 
Material: Kunststoff
Abmessungen: 230 x 183 x 99 mm
Preis und Garantie 
Preis: ab 210 Euro (zzgl. Grafikkarte)
Garantie: 24 Monate

Wie sich die ZOTAC AMP Box Mini in Verbindung mit einem aktuellen Convertible-Geräte, einem Mini-PC und als externer Massenspeicher zusammen mit einer PCI-Express-SSD schlägt, das zeigen wir in diesem Hardwareluxx-Artikel auf den nachfolgenden Seiten auf.