Seite 1: SCHENKER KEY 15: Ein guter Allrounder mit Max-Q im Test

schenker key 15 test-teaserIn den letzten Jahren wurden Notebooks nicht nur effizienter und schneller, sondern vor allem auch kompakter. Spätestens seit den Max-Q-Grafikkarten von NVIDIA macht sich dieser Trend auch im Gaming-Bereich bemerkbar und erlaubt damit richtige Allround-Geräte, mit denen es sich einerseits angenehm arbeiten, andererseits aber auch spielen lässt. Trotzdem verstecken solche Alleskünstler ihre Gaming-Power in einem schlichten Gehäuse. Ein solches Modell ist das SCHENKER KEY 15, welches wir uns nun für diesen Test einmal näher angeschaut haben.  

Spätestens seit den Max-Q-Grafikkarten von NVIDIA gibt es sehr kompakte Gaming-Notebooks, die selbst den anspruchsvollen Spieler zufrieden stellen können. Trotzdem bleiben entsprechende Geräte wie das ASUS ROG Zephyrus GX501 optisch sehr schlicht und elegant. Für sie muss man aber tief in die Tasche greifen, was den einen oder anderen sicherlich vom Kauf abhalten dürfe. Wenn wir ehrlich sind, dann bedarf es nicht immer der höchsten Hardware-Ausstattung. Auch auf einem Intel Core i7-7700HQ und einer NVIDIA GeForce GTX 1070 oder gar GeForce GTX 1060 Max-Q lässt sich hin und wieder durchaus sehr ordentlich spielen. Eine Kombination aus beidem erlaubt echte Allround-Geräte zu vertretbaren Preisen.

Ein solches will das SCHENKER KEY 15 sein, welches man erst zu Beginn des Jahres ankündigte. Ein äußerst kompakter 15-Zöller, der seine Spieleleistung fast schon in einem schlichten Gehäuse mit edler Optik versteckt. Wer sich mit der Einstiegs-Konfiguration zufriedengibt, bezahlt für das SCHENKER KEY 15 derzeit knapp 1.500 Euro und erhält dafür einen Intel Core i7-7700HQ, eine NVIDIA GeForce GTX 1060 mit 6 GB Videospeicher, 8 GB DDR4-Arbeitsspeicher und eine 500-GB-Festplatte. Beim Display gibt es in der Basiskonfiguration ein Full-HD-Panel. 

Wie man es von Schenker Technologies gewohnt ist, kann man das SCHENKER KEY 15 beliebig konfigurieren. Denn im Clevo-Barebone lassen sich auch flotte NVMe-SSDs oder gar eine NVIDIA GeForce GTX 1070 Max-Q unterbringen. Ein hochauflösendes 4K-Display mit einer nativen Auflösung von 3.840 x 2.160 Bildpunkten ist ebenfalls denkbar. Aufgrund der flachen Bauweise werden bei der Hardware-Auswahl lediglich Grenzen bei der TDP gesetzt, auch optische Laufwerke können aus Platzgründen nicht verbaut werden. 

Für unseren Test versorgte uns Schenker Technologies fast schon mit der Maximal-Ausstattung. Unser Testmuster wird von einem Intel Core i7-7700HQ und einer NVIDIA GeForce GTX 1070 Max-Q angetrieben und kann auf einen 16 GB großen DDR4-Arbeitsspeicher sowie auf eine üppige 512-GB-SSD mit PCI-Express-Anbindung zurückgreifen. Eine herkömmliche 2,5-Zoll-Festplatte ist nicht verbaut. Beim Display entschied sich der Leipziger Build-to-Order-Anbieter für die hochauflösende 4K-Variante. Alles zusammen bezahlt man so für unsere Testkonfiguration 2.223 Euro

Clevo-Barebone mit guter Verarbeitung

Die gesamte Hardware bringt Schenker Technologies wieder einmal mehr in einem Clevo-Barebone unter. Konkret setzt man auf das  P955HR-Chassis. Im Gegensatz zu vielen anderen Modellen der Taiwanesen handelt es sich dabei nicht um ein einfaches Plastik-Gehäuse, sondern um ein hochwertiges Metall-Case. Das kommt vor allem der Stabilität zugute. Denn selbst auf stärkeren Druck hin, gibt das Gehäuse an keiner Stelle nach – selbst die sonst anfälligen Lüftungsschlitze auf der Unterseite und die Lautsprecher-Rillen zwischen Bildschirm und Tastatur sind äußerst druckresistent.

Punktabzug gibt es im Bereich des Bildschirmdeckels. Dieser lässt sich zu leicht eindrücken und erzeugt im geschlossenen Zustand obendrein störende Klickgeräusche. Insgesamt bringt es das SCHENKER KEY 15 auf Abmessungen von 380 x 255 x 18 mm und ist somit etwas dünner als sein wohl größter Konkurrent aus unserem letzten Test: Das Gigabyte Aero 15X. Mit einem Gewicht von etwa 2,2 kg ist es obendrein für einen 15-Zöller vergleichsweise leicht.

Größere Patzer bei der Verarbeitung konnten wir während unserer Tests keine feststellen. Alle Spaltmaße sind hervorragend herausgearbeitet, einzig am Mettalrahmen hatte unser Testmuster schon eine kleine Schramme. 

Bei der Tastatur setzt das SCHENKER KEY 15 auf schlanke Chichlet-Tasten, die auch längere Schreibarbeiten problemlos erledigen lassen. Seinen Gaming-Charakter wird das Gerät trotz seines ansonsten schlichten Auftretens jedoch nicht los: Die Tastatur verfügt über eine RGB-Hintergrundbeleuchtung, die sich in drei Zonen unterteilen und mit allerlei Farben und Effekten beleuchten lässt. 

Natürlich ist aber auch eine einfarbige Beleuchtung machbar. Einzelne Tasten können nicht separat beleuchtet werden, um beispielsweise wichtige Spieler-Tasten wie "WASD" farblich hervorheben zu können. Die Intensität und Farbtreue der RGB-Hintergrundbeleuchtung nimmt nach unten hin etwas ab – das sind wir jedoch von den Tastaturen anderer Hersteller ebenfalls gewohnt. 

Gute Tastatur, passables Touchpad

Wie bereits erwähnt, ist auch ein längeres Arbeiten auf dem SCHENKER KEY 15 problemlos machbar. Die Tasten sind mit 15 x 15 mm großzügig dimensioniert und in der Regel im Abstand von 3 mm angebracht. Für Zahlenliebhaber gibt es außerdem einen eigenen Nummernblock. Der Druckpunkt ist bei mittlerem Hub angenehm, das Feedback sehr gut.

Das Touchpad ist leicht nach links gerückt und bringt es auf Abmessungen von 108 x 61 mm, die Gleiteigenschaften könnten jedoch besser sein. Dafür stimmen Präzision und Geschwindigkeit. Selbst Multitouch-Gesten werden umgehend umgesetzt. Die Tasten für den linken und rechten Mausklick werden dediziert ausgegeben. Sie sind etwas leichtgängig machen ihren Job jedoch gut. In der oberen linken Hälfte ist zudem ein Fingerabdruck-Sensor integriert, der per Windows Hello ein einfaches und sicheres Einloggen in das Betriebssystem ermöglicht.

Die beiden Display-Scharniere dürften jedoch etwas verwindungssteifer sein. Das Display mag sich so zwar mit nur einer Hand sehr einfach öffnen lassen, in wackeligen Umgebungen wie beispielsweise im Zug oder Flugzeug, wackelt der Bildschirm deswegen aber stark nach.

Anschlussseitig hat das SCHENKER KEY 15 trotz seiner kompakten Bauweise einiges zu bieten. Externe Displays können wahlweise per HDMI oder mini-DisplayPort angeschlossen werden, wobei es von Letzterem gleich zwei Anschlüsse auf der linken Geräteseite gibt. Zwei USB-3.1-Schnittstellen nach Typ-A gibt es ebenso wie zwei moderne Typ-C-Schnittstellen, welche jedoch nicht über das Thunderbolt-3-Protokoll verfügen. 

Auf der rechten Seite gibt es eine weitere USB-3.1-Schnittstelle sowie eine Gigabit-Ethernet-Buchse für die Integration ins Netzwerk. Über die beiden 3,5-mm-Klinkenbuchsen lässt sich ein Headset anschließen, ein 6-in-1-Kartenleser ist ebenfalls integriert. 

Schlichte Kühlung

Obwohl unser SCHENKER KEY 15 von einem Intel Core i7-7700HQ und einer NVIDIA GeForce GTX 1070 Max-Q angetrieben wird, zeigt sich die Kühlung von der durchaus sehr potenten und hitzigen Hardware gänzlich unbeeindruckt. Lediglich an der Rückseite sowie im hinteren Teil der Anschlüsse und auf der Unterseite bietet das Gerät ein paar Lüftungsschlitze für die Kühlung von Prozessor und Grafikkarte. Das war vor wenigen Jahren noch anders, als Geräte dieser Preis- und Leistungsklasse mit dicken Lufteinlässen nur so protzten.

Mit Strom versorgt wird das SCHENKER KEY 15 über ein externes 180-W-Netzteil. Für unterwegs muss ein 53,2 Wh starker Akku genügen.