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Test: Schenker Notebooks XMG U702 Ultra

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Seite 11: Fazit

Das Schenker Notebooks XMG U702 Ultra kann am besten mit einem luxuriösen Supersportwagen verglichen werden: Es ist schnell, es ist extrem, es ist unvernünftig, es ist teuer und wirklich sinnvoll ist es nur für die wenigsten.

Da beim XMG U702 Ultra eine Mischung aus Desktop- und Mobile-Komponenten zum Einsatz kommt – und von beiden Kategorien auch noch die stärksten Komponenten gewählt wurden, ist es klar, dass das Gehäuse recht groß ausfallen muss. Das XMG U702 Ultra ist aber nicht nur groß, nein es ist riesig, rund 6 cm hoch und 5,5 kg schwer. Da aber eigentlich immer die beiden Netzteile mitgenommen werden sollten, ist es sogar noch mehr  - ob der 17-Zöller also wirklich mitgenommen werden soll, sollte wohl bedacht werden. Optisch kann das Gehäuse als konservativ eingestuft werden, was uns aber nicht sonderlich stört. Die Materialwahl sowie die Verarbeitungsqualität gehen in Ordnung, an die Alienware-Riege reicht Clevo aber auch im Jahr 2013 noch nicht heran. Dass anschlusstechnisch auf dem riesigen Case keine Einschränkungen in Kauf genommen werden müssen, überrascht natürlich niemanden wirklich.

Clevos aktuelle Tastatur hinterlässt auch nach mehreren Aufeinandertreffen noch immer gemischte Gefühle. Auf der einen Seite gehört das Keyboard aktuell zu den besten Modellen, wenn es um den Druckpunkt und das eigentliche Schreibgefühl geht. Auf der anderen Seite ist das Layout für den deutschsprachigen Raum alles andere als gelungen. Wer einzig das U702 nutzt, der wird sich recht flott umgewöhnen, deutlich schwieriger sieht es da für Nutzer aus, die häufig zwischen mehreren Systemen wechseln. Ergonomisch hat das XMG U702 Ultra darüber hinaus Nachteile aufgrund seiner sehr hohen Bauweise, denn die Handballenauflage liegt rund 3 cm höher, als wir es von den meisten Notebooks kennen. Positiv muss die Tastaturbeleuchtung erwähnt werden, die sich recht flexibel einstellen lässt.

Leistungstechnisch ist unsere Testkonfiguration natürlich ein absoluter Knaller – das sollte aber niemanden überraschen. Dank der starken CPU und den beiden AMD Radeon HD 7970M im CrossFire-Modus steht in allen Lebenslagen mehr als genügend Leistung zur Verfügung. Der Vorsprung gegenüber rein mobilen Lösungen hält sich aber aus Gaming-Sicht in Grenzen, da die Grafikeinheiten der limitierende Faktor sind und nicht Intels aktuelle Prozessor-Generation. Anders sieht dies natürlich für Anwender aus, die das XMG U702 auch als mobile High-End-Workstation nutzen und das Gerät beispielsweise mit einem der verfügbaren Xeon-Prozessoren ausstatten. Dass auch das Storage-System eine vorzügliche Leistung bietet, versteht sich von selbst, setzt Schenker doch durch die Bank auf erstklassige Komponenten.

Positiv ist auch das FullHD-Display des 17,3-Zöllers aufgefallen. Dank der Unterstützung von 120 Hz ist es 3D-fähig und kann zudem mit einer enorm hohen Leuchtkraft aufwarten. Dazu kommen noch eine recht homogene Ausleuchtung sowie ein ordentlicher Kontrastumfang. Die Farben sind zwar TN-typisch genau wie die Blickwinkelunabhängigkeit nicht optimal, mit der gebotenen Leistung können wir aber gut leben. Wer auf eine möglichst präzise Farbwiedergabe Wert legt, der kann auch ein Wide-Gammut-Display konfigurieren.

Aufgrund der maximalen Hardwarekonfiguration bekommt das exzessive Kühlsystem einiges zu tun. Das hört man den vier Kühlern leider auch an. Unter Last wird das XMG U702 sehr laut, das ist man aber von Gaming-Geräten gewöhnt. Störender sind da schon die recht hohe Idle-Lautstärke und die Tatsache, dass die Lüfter auch im Idle immer wieder deutlich hochdrehen.

Die zwei Netzteile haben es bereits angedeutet: Das XMG U702 Ultra  schlägt alle Stromverbrauchsrekorde. Dass auch der große Akku recht früh kapituliert, überrascht da nicht wirklich.


Alles in allem ist das Schenker Notebooks XMG U702 ein extremes Gaming-Notebook, wie es im Buche steht und damit für alle Performance-Enthusiasten einen Blick wert. Wer auf den Desktop-Prozessor verzichten kann, für den stellt neutral betrachtet das XMG P722 aber die interessantere Alternative dar, da es noch wesentlich mobiler und nur minimal langsamer ist.

Positive Aspekte des Schenker Notebooks XMG U702 Ultra:

  • Frei konfigurierbar
  • Extrem schnell
  • Sehr helles Display
  • Zahlreiche Anschlüsse
  • Gute Tastatur

Negative Aspekte des Schenker Notebooks XMG U702 Ultra:

  • Extrem schwer
  • Zwei Netzteile für optimale Stromversorgung
  • Hoher Stromverbrauch
  • Sehr laut

 

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Kommentare (35)

#26
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Registriert seit: 27.01.2005

Flottillenadmiral
Beiträge: 5388
Die Frage nach dem getrennten Netzteilen wurde schon seit dem X7200 (P570WM Vorgänger) gestellt. Offensichtlich gibt es bisher keinen Hersteller der ein externes 500W Netzteil extra nur für dieses Gerät fertigt, wahrscheinlich einfache Kosten Rechnung. Das 300W/330W Netzteil kann hingegen für weitere DTR-Notebooks verwendet werden z.B. P370EM. Beim P570WM hat man sich kurzerhand entschlossen zwei davon zu nehmen. Das zweite Netzteil wird auch nur für eine MGPU (SLI/CFX) Konfiguration gebraucht.

Das Clevo P570WM sollte man auch nicht nur als Gamer Notebook betrachten, sondern auch als "mobile" Workstation. Wenn es um CPU Leistung geht, stellt es jedes andere Notebook in den Schatten. Dieser Vorsprung wird im Q3/2013 mit den 22nm IvyBridge-E Prozessoren nochmals ausgebaut bzw die generelle Energieeffizienz gesteigert. Aktuell werden beim P570WM 32nm Desktop CPUs gegen 22nm Notebook CPUs verglichen, womit andere DTR-Notebooks in diesem Punkt ein Vorteil haben und die Fertigung einer CPU gerade im Mobil-Sektor mit von hoher Relevanz ist.

Somit lässt sich vielleicht mit IvyBridge-E die Last Akku Laufzeit von 11 auf 15min steigern :vrizz:




#27
Registriert seit: 28.11.2011

Hauptgefreiter
Beiträge: 170
Ich wüsste da schon Einsatzzwecke, für Softwareentwickler ...
Also Firmen die Spiele oder Software entwickeln sicher eine Überlegung Wert.
Statt einen Desktoprechner auf die Messe mitnehmen zu müssen um 3D-Simulationen vorzuführen.
Oder statt mit dem Testfahrzeug mit dem man neue Fahrassistenzsysteme entwickelt extra auf die Messe tuckern zu müssen.
Das Testfahrzeug verbleibt in der Firma und die übrigen Teammitglieder entwickeln/testen weiter. Man schickt nur zwei des Teams mit zwei Koffer mit den Spezialkameras und einer Fahrzeugamateurattrappe plus einem dieser Laptops auf die Messe.
Neue Spiele, die noch nicht optimiert sind kann man mit der Hardware schon mal vorführen. Mal eben auf eine Messe nach Asien oder sonst wohin ohne, dass man einen Tower als Frachtgut im Flughafen aufgeben muss.
#28
Registriert seit: 14.07.2008
Reutlingen
Bootsmann
Beiträge: 669
Da wäre bestimmt noch Platz für eine Brennstoffzelle übrig gewesen...
#29
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Registriert seit: 27.01.2005

Flottillenadmiral
Beiträge: 5388
@ BulliSabber
Hört sich plausibel an. Ohnehin gibt es für diese Art von Geräten einen Markt, sonst würde man nicht immer wieder neue auflegen (... D901C; D900F; X7200; P570WM).

@ Andi [HLUXX]
Wurde für den Akku-Last-Test denn CFX deaktiviert? Denn der Betrieb von aktiviertem SLI/CFX ist im Akkubetrieb nicht vorgesehen laut Hersteller, vermutlich das dieser nicht gleich Hops geht?!
P570WM Handbuch - Seite 64 / 195
Zitat
[LIST]
[*]Aktivieren Sie die SLI/CrossFireX-Konfiguration nur, wenn
das System von zwei identischen Netzadaptern versorgt
wird, die an die Stromkonverterbox angeschlossen sind
(Werkseitige Option).
[*]Aktivieren Sie nicht die SLI/CrossFireX-Konfiguration,
wenn der Computer nur über Akkustrom betrieben wird.
[*]Wenn der mit der SLI/CrossFireX-Konfiguration laufende Computer
über den AC/DC-Adapter mit Strom versorgt wird, wechseln
Sie nicht zur Stromversorgung über den Akku (dann
sollten Sie erst in der NVIDIA Systemsteuerung/Catalyst
Abb. 15 - Energieoptionen Control Center die SLI/CrossFireX-
Konfiguration deaktivieren).[/LIST]
#30
Registriert seit: 28.11.2011

Hauptgefreiter
Beiträge: 170
Zitat Caperucita;20411079
Da wäre bestimmt noch Platz für eine Brennstoffzelle übrig gewesen...

Mit denen ist nicht zu spaßen, Kommentar eines Fachmanns der an einem Auto mit Brennstoffzelle forscht bezüglich der Brandgefahr. "Ach wissen sie, wenn das Brennt oder man mit dem Brennstoffzellenfahrzeug einen Hydrant oder eine Straßenlampe rammt und die weit genug eindringen würden, dann ist sowieso alles egal, dann ist der ganze Straßenzug weg."
Da wäre es besser einen Stromgenerator mitzunehmen :)
[ATTACH=CONFIG]230236[/ATTACH]
#31
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Registriert seit: 07.01.2007
D:\NRW\Cologne
Kapitänleutnant
Beiträge: 1787
Bei der Größe wäre es eleganter und billiger einen schicken ITX-Gaming-Würfel mitzunehmen... Hat dann vielleicht nur eine Grafikkarte, dafür beliebige Größe beim LCD. Oder wenn man unterwegs ist, an irgendeinen Fernseher anschließen :D
#32
customavatars/avatar33106_1.gif
Registriert seit: 09.01.2006

Admiral
Beiträge: 15144
wasn monster, aber die 11 min unter load fand ich schon etwas zum lachen :D
#33
Registriert seit: 24.01.2011

Bootsmann
Beiträge: 558
kein Wunder ^^
Li Akkus erreichen ihre Nennkapazität nur bis zu einer bestimmten Stromstärke, und hier zieht man mal eben mehrere C raus...
#34
Registriert seit: 12.06.2012
D-63xxx
Kapitänleutnant
Beiträge: 1731
Es ist zwar möglich, auf Intels HD4000 zu wechseln, dafür muss der Rechner aber neu gestartet werden. Ob das in der Praxis allerdings häufig passieren wird, steht auf einem anderen Blatt.

der 3930k hat gar keine HD 4000 oder?

denn das U702 ist das bislang einzige Ivy-Bridge-Notebook mit einer Desktop-CPU

nur so neben bei... is ja ein Sandy-E der hier eingesetzt ist
#35
Registriert seit: 11.08.2012

Matrose
Beiträge: 15
Was für ein unglaubliches Notebook.
Auch wenn vielleicht manche anderer Meinung sind finde ich den Akku gut. Er muss ja eigentlich auch nur reichen um z.B. vom Arbeitszimmer ins Wohnzimmer oder auf den Balkon zu kommen. Immerhin kann man so bei laufendem Betrieb umziehen.

Ansonsten ist es natürlich ein sehr begrenztes Umfeld, wo so ein Drumm wirklich besser ist als ein "normales" Gaming-Notebook.

Was ich richtig gut finde sind die 3 digitalen Monitorausgänge. Mindestens 2 sollten auch bei anderen Notebooks viel öfters dabei sein.
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