Seite 11: Fazit

Lenovo sieht das IdeaPad Y500 als Gaming-Notebook an, bei genauerem Hinsehen entpuppt sich die uns vorliegende Version aber als gehobenes Mainstream-Gerät. Das liegt in erster Linie daran, dass die zweite GPU für ein SLI-Setup der GeForce GT 650M in unserer Version fehlt.

Das von Lenovo für das IdeaPad Y500 neu konstruierte Gehäuse kann in vielen Aspekten überzeugen. Das schwarze Aluminium-Chassis sieht nicht nur sehr gut aus, sondern hinterlässt auch einen größtenteils hochwertigen Eindruck. Einzig Fingerabdrücke machen doch sehr schnell auf sich aufmerksam, was gerade im Bereich des ebenfalls aus Aluminium ausgeführten Top-Cases störend ist. Dafür kann aber die Verarbeitungsqualität unseres Testkandidaten durchweg überzeugen.

Einziger Eye-Catcher des IdeaPad Y500 ist die beleuchtete Chiclet-Tastatur. Dabei leuchten aber nicht nur die Buchstaben in Rot, sondern auch die Seiten der Tasten. Das passt sehr gut zum ansonsten schlichten Design. Von der Optik abgesehen, können die Tasten mit einem ordentlichen Tippverhalten aufwarten. Vom Touchpad hätten wir uns aber eine etwas höhere Präzision gewünscht.

Das größte Ärgernis am neuen Gehäuse ist aber ohne Frage die Aufteilung der Anschlüsse. Diese sitzen allesamt zu weit vorne auf den Seitenteilen. Soll das Notebook längerfristig stationär betrieben werden, ist so leider Kabelchaos auf dem Schreibtisch vorprogrammiert. Auf der anderen Seite bietet Lenovo aber alle relevanten Buchsen in ausreichender Anzahl an, sodass es unter diesem Aspekte keine Einschränkungen gibt.

Hinsichtlich der Hardware-Ausstattung enthält uns Lenovo bei der vorliegenden Testkonfiguration leider das Highlight des Y500 vor. Dank des neu integrierten Ultrabay lässt sich das optische Laufwerk nämlich gegen eine zweite GeForce GT 650M tauschen, sodass dann ein SLI-Verbund zur Verfügung steht. Mit nur einer GeForce GT 650M sowie einem Intel Core i7-3630QM kann das IdeaPad Y500 gemessen am Preis zwar eine ordentliche Ausstattung bieten, um wirklich als Gaming-Notebook durchzugehen, fehlen ihm in Spielen aber schlichtweg die Muckis – das sollte sich mit einer zweiten GPU aber ändern lassen. Die weitere Ausstattung fällt überzeugend aus. Das gewählte Hybrid-Speichersystem mit Flashcache reicht zwar nicht an eine SSD heran, vermittelt aber dennoch ein flottes Arbeitsgefühl.
Schön ist es, dass Lenovo das Y500 mit einem FullHD-Bildschirm ausstattet. Der versteckt sich zwar hinter einer Glare-Oberfläche, dank einer ausreichenden maximalen Helligkeit und einem hohen Kontrastumfang entstehen in der Praxis keine allzu großen Einschränkungen.

Eine ansprechende Leistung kann das Y500 im Bereich der Kühlleistung abliefern. Das Kühlsystem arbeitet effizient, sodass sich das Gehäuse nicht allzu stark erwärmt und es darüber hinaus auch nicht zu Throtteling-Effekten kommt. Angenehm ist es auch, dass das IdeaPad stets im angenehmen Lautstärkebereich agiert.

Wäre das Y500 etwas leichter, man könnte es dank des hellen Displays und der guten Akkulaufzeit als vollends mobil bezeichnen. Unter Last lässt die Laufzeit zwar deutlich nach, im normalen Office-Betrieb kann unser Testkandidat problemlos längere Zeit auf der Terrasse genutzt werden.

Alles in allem ist das Lenovo IdeaPad Y500 in der uns vorliegenden Konfiguration ein Gaming-Notebook, das eigentlich gar keines ist. Vielmehr kann das neueste Y-Modell als ausgewogener Allrounder bezeichnet werden, das sich aber nicht wirklich von der Konkurrenz abheben kann. Anders könnte es mit der zweiten GPU aussehen, das muss aber beizeiten ein Nachtest klären.

Positive Aspekte des Lenovo Y500:

  • schickes Gehäuse
  • modularer Aufbau
  • gutes Display
  • beleuchtete Tastatur

Negative Aspekte des Lenovo Y500:

  • Platzierung der Anschlüsse suboptimal
  • zu langsam als Gaming-Notebook