Seite 4: Die Software

Das Herzstück eines jeden NAS (Network Attached Storage) ist das Betriebssystem. Ob ein Selbstbau mit entsprechender Software, welche einen immensen Funktionsumfang und auch das nötige Wissen voraussetzt, um einen stabilen und performanten Betrieb zu gewährleisten, oder wie in unserem Fall ein sehr leistungsfähiges Betriebssystem, welches leicht und verständlich aufgebaut ist.

Das von Buffalo eingesetzte Betriebssystem in der aktuellen Version 5.12 basiert wie die meisten "Fertiglösungen" anderer Hersteller auf Linux mit einer klickbaren Weboberfläche, welche übersichtlich gestaltet ist und eine für das Business-Umfeld ausreichende Möglichkeit an Einstellungen bietet. Wer eine Oberfläche wie bei QNAP oder Synology erwartet, wird hier enttäuscht werden. Auch ist das Angebot an zusätzlich installierbaren Anwendungen sehr überschaubar.  Einen kurzen Überblick in die möglichen Einstellungen und Funktionen wollen wir uns nachfolgend ansehen.

Die Inbetriebnahme der Buffalo TeraStation TS-6400DN gestaltet sich sehr simpel. Nachdem die Netzwerkverbindung hergestellt wurde, öffnet man das zuvor heruntergeladene Dienstprogramm Buffalo XFinder, welches für Windows, Mac und Ubuntu erhältlich ist. 

Der Assistent zeigt die IP-Adresse der Terastation an und leitet den Nutzer auf die Weboberfläche des verwendeten Standarbrowsers zum Installieren um.

Da das Betriebssystem schon auf der zuvor erwähnten microSD-Karte installiert ist, muss das Gerät nicht initialisiert werden und man kann direkt loslegen. 

Die übersichtlich gehaltene Weboberfläche verzichtet auf optische Spielereien, was für ein Business-NAS keine Seltenheit ist. Das Dashboard zeigt bei der Anmeldung direkt die wichtigsten Informationen über den Zustand des Gerätes oder etwaige Meldungen an. 

Es gibt insgesamt acht Menüpunkte, die den Nutzer mit nur einem Klick zu den entsprechenden Einstellungen leitet. 

Eine wichtige Funktion von NAS-Geräten ist selbstverständlich die Dateifreigabe. Hier werden mit "Schiebereglern" die einzelnen Protokolle aktiviert und eingestellt. Der Nutzer hat die Wahl zwischen den am häufigsten verwendeten Freigaben, wie zum Beispiel SMB- oder NFS-Freigaben. Für die Datensicherung steht unter anderem rsync zur Auswahl.

Der Menüpunkt Speicher gibt dem Nutzer die Möglichkeit die Laufwerke zu verwalten. Es können die verschiedenen Arrays, Formatierungen und externe Speichermedien bearbeitet werden. Damit das Löschen oder Formatieren der Datenträger nicht aus Versehen durchgeführt wird, muss immer ein generierter Code von Hand eingegeben und bestätigt werden. 

Als Cloud-Speicher-Lösungen um zum Beispiel ein Backup der Daten ohne externen Datenträger durchführen zu müssen, stehen Dropbox, Microsoft Azure und OneDrive zur Verfügung.  

Die derzeit einzige verfügbare Anwendung auf der Buffalo TeraStation TS-6400DN beschränkt sich auf einen Virenscanner. Das nachträgliche installieren von weiteren Programmen ist seitens Buffalo nicht vorgesehen, was aber in Anbetracht des Anwendungsfalls als reine Speicherlösung für kleine Unternehmen kein Problem darstellen sollte. 

Die Netzwerkeinstellungen sind sehr umfangreich und lassen keine Wünsche offen. Es können verschieden Dienstbeschränkungen der einzelnen Ports, Trunking, Proxy-Server oder SNMPv2 eingstellt werden. Eine schöne Option ist die "Ping-Funktion". Damit kann direkt aus der Weboberfläche heraus eine Ziel-Adresse angepingt werden. Dadurch muss man zum Beispiel unter Windows nicht extra ein CMD-Fenster öffnen. 

Um den Datenverlust zum Beispiel eines anderen Rechners im Netzwerk oder eines extern angeschlossenen Datenträgers zu minimieren oder zu verhindern, bietet sich ein automatisches Backup an. Es kann unter andrem vollständig, inkrementell, differenziell oder als Snapshot durchgeführt werden. 

Die Verwaltungsebene gibt Zugriff auf grundlegende Einstellungen wie zum Beispiel den Namen der Terastation oder die Uhrzeit. Die E-Mail-Benachrichtigungen mit optionalen Protokollen können komplett individuell angepasst werden. In der Regel sollte man aber alle Optionen aktiviert lassen, um einen Ausfall oder Probleme frühzeitig zu erkennen. 

Um die Buffalo TeraStation TS-6400DN geplant zu Starten oder in den Sleepmodus zu versetzten, hat der Nutzer insgesamt drei Timer mit individueller Anpassung zur Verfügung. 

Die Init-Taste im Display-Bereich kann der Nutzer so konfigurieren, dass sich verschiedene Einstellungen wieder auf die Werkseinstellungen zurücksetzen lassen. Ebenso lässt sich die Konfiguration (verschlüsselt) auf einen USB-Datenträger speichern und bei Verwendung einer weiteren Terastation 1:1 übertragen. Dies stellt je nach Umfang der getätigten Einstellungen ein großes Sparpotenzial bei der aufgewendeten Konfigurationszeit dar.

Das Display in der Front lässt sich in der Helligkeit und der Rotation der Informationen einstellen.