Seite 9: Alles rund um HDR

In Kooperation mit Samsung

HDR ist ohne Frage eines der Trendthemen und steht bei vielen Herstellern, auch bei Samsung, weit oben auf der Agenda. Wirklich neu ist das Thema allerdings nicht. Gerade fotobegeisterte Anwender wird das Thema schon viele Jahre begleiten. Bis die Thematik im PC-Segment angekommen ist, hat es allerdings etwas gedauert. Das lag zum einen an der fehlenden Panel-Technik, zum anderen an Zertifizierungen.

Aber welche Vorteile soll HDR genau bieten?

Das menschliche Auge ist in seiner Wahrnehmung der Display-Technik aktuell noch deutlich überlegen. Das liegt daran, dass wir Menschen nicht nur einen deutlich größeren Helligkeitsbereich wahrnehmen können, sondern dieser Umstand auch für Helligkeits- und Farbabstufungen gilt.

HDR tritt nun an, diesen Missstand der Technik weitestgehend zu beseitigen – oder zumindest zu minimieren. Gut zu erkennen ist das bei Szenen bzw. Aufnahmen, die einen sehr hohen Kontrastumfang besitzen. In einem Bildsegment ist gleißendes Sonnenlicht zu sehen, während an einer anderen Stelle ein Schatten zu sehen ist. Wird die herkömmliche Darstellungsart gewählt, müssen immer Abstriche akzeptiert werden. Entweder die Details im Schatten sind zu erkennen, der Rest ist dafür aber detailarm, oder es ist genau anders herum. Bei HDR sind die Details in allen Bereichen zu erkennen.

Auch Spieler profitieren von HDR. Unsere Tests mit Geräten wie dem Samsung C49HG90 haben gezeigt, dass die Immersion bei einer guten Umsetzung deutlich gesteigert werden kann. Explosionen strahlen in dunklen Umgebungen beispielsweise noch realistischer hervor.

Was wird für die HDR-Wiedergabe benötigt?

Ähnlich wie bei der Darstellung einer Auflösung muss auch HDR von der ganzen Wiedergabekette unterstützt werden. Das beginnt beim Quellmaterial, das entsprechend produziert sein muss. Egal ob Spiel, Film oder auch Betriebssystem, nur wenn das Ausgangsmaterial bereits entsprechend aufgearbeitet bzw. vorbereitet wurde, können die folgenden Geräten es entsprechend weiterverarbeiten. Damit bereits die Grundlage stimmt, muss beispielsweise mindestens Windows 10 installiert sein.

Der zweite Baustein ist die Grafikkarte. Aktuelle Modelle von NVIDIA und AMD können HDR-Material aufbereiten. Wer eine NVIDIA-Karte nutzen möchte, sollte mindestens ein 900er-Modell im Rechner stecken haben. Bei AMD startet der Support mit der RX-400-Serie.

Dass am Ende auch HDR-Feeling am Auge ankommt, dafür sorgt natürlich das Display. Im Idealfall wird eine hohe maximale Helligkeit mit einem extrem dunklen Schwarzwert kombiniert. Die maximale Helligkeit sollte bei mindestens 600 cd/m² liegen. Bedingt durch den geringen Abstand zwischen Auge und Panel soll so der Effekt von „echten“ 1.000 cd/m² bei einem Fernseher erreicht werden.

Die Local-Dimming-Technik wiederum sorgt dafür, dass bei einem Monitor nur die Segmente beleuchtet werden, die aktuell etwas darstellen sollen. Dort wo ohnehin nur schwarz zu sehen ist, wird die Beleuchtung einfach ausgeschaltet – schwärzer kann Schwarz nicht sein. Damit der Effekt möglichst gut zutage tritt, sollte es möglichst viele einzeln ansprechbare Zonen geben. Der Samsung C49HG90 beispielsweise besitzt 8 Zonen, die einzeln angesteuert werden können.

Aber auch die Farbwiedergabe profitiert von der HDR-Wiedergabe, denn es werden noch größere Farbräume abgedeckt. An dieser Stelle kann die QLED-Technik, die wir bereits erörtert haben, ihr Können in die Waagschale werfen.

Aber auch an anderer Stelle wird es Änderungen geben. Damit Gamer eine Tearing-freie HDR-Darstellung mit AMD-Karten genießen können, muss FreeSync2 mit von der Partie sein. Dieses wird sowohl vom C49HG90 als auch C32HG70 unterstützt.

Die VESA-HDR-Standards im Überblick

Die Zertifizierung war lange ein Thema, wenn es um die HDR-Wiedergabe im PC-Segment ging. Mit etwas Verspätung gibt es nun die VESA-HDR-Standards, die dafür sorgen sollen, etwas Übersicht in einen schnellen Markt zu bringen.

Die Abstufung erfolgt in drei Klassen. VESA DisplayHDR 400 stellt den Einstieg dar. Es werden allerdings nur 400 cd/m² und eine Farbverarbeitung mit 8 Bit vorausgesetzt, was den HDR-Effekt noch merklich einschränkt. Eine Stufe darüber ist DisplayHDR 600 positioniert, dessen Voraussetzungen beispielsweise auch der Samsung C49HG90 und C32HG70 erfüllen. Die Peak-Helligkeit muss bei solchen Geräten mindestens 600 cd/m² betragen, während ein Local Dimming einen hohen Kontrastumfang garantiert. Die Farbverarbeitung mit 10 Bit garantiert darüber hinaus satte Farben. Die Speerspitze stellt DisplayHDR 1000 dar. Wie der Name schon vermuten lässt, muss die Peak-Helligkeit bei 1.000 cd/m² liegen.

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