Seite 3: Alles zum Anschlusspanel

In Kooperation mit Samsung

Ohne Anschlüsse geht (noch) nichts bei Monitoren. Auch wenn drahtlose Übertragungen immer wieder demonstriert werden, in der Praxis konnte sich noch keine Lösung wirklich durchsetzen. Im Folgenden stellen wir die aktuell wichtigsten Ports vor und versuchen etwas Licht in das Versions-Chaos zu bringen, dass viele dieser Anschlussarten umweht.

VGA:

Der VGA-Anschluss ist sicherlich der beste Beweis dafür, dass manch alter Standard in der IT-Welt nicht so schnell tot zu kriegen ist. Trotz zahlreicher „Nachfolger“ und einer im Grunde genommen vollkommen veralteten Technik, kommt der analoge VGA-Anschluss noch immer auf zahlreichen Geräten zum Einsatz. Oftmals wird der alte analoge Standard als „kleinster gemeinsamer Nenner“ angesehen, was im Business-Umfeld wichtig ist. Nicht wenige Firmen nutzen noch immer alte Beamer, die auf eine analoge Zuspielung angewiesen sind. Entsprechend besitzen oftmals Business-Notebooks entsprechende Anschlüsse. Aber auch Grafikkarten im Entry-Segment sind noch häufig mit den alten blauen Anschlüssen ausgestattet. Anders sieht es im High-End-Segment aus. Teure Grafikkarten verzichten schon seit einer ganzen Zeit auf die VGA-Buchse, mit dem Launch der GeForce GTX 1080 hat NVIDIA endgültig alte Zöpfe abgeschnitten, denn es ist nicht einmal mehr der Einsatz eines Adapters möglich.

Ein Blick auf die Spezifikationen des VGA-Anschlusses zeigt, dass dieses Vorgehen richtig, konsequent und im Grunde genommen längst überfällig war. Schließlich stammt der VGA-Port aus Zeiten von analogen Röhrenmonitoren, die verlangten, dass das digitale Signal der Grafikkarte zunächst analog umgewandelt werden musste. Bei rein digitalen Signalwegen, wie es heute der Standard ist, müsste das Signal zunächst also erst durch einen D/A-Wandler in ein analoges Signal gewandelt werden, um im Anschluss wieder zurück gewandelt zu werden. Ein Qualitätsverlust ist da vorprogrammiert und deutlich sichtbar.

Auch an anderer Stelle zeigt sich, dass im Optimalfall ein großer Bogen um die blaue VGA-Buchse gemacht werden sollte, denn ursprünglich einmal wurde sie für Auflösungen von 640 x 480 Bildpunkten konzipiert. Theoretisch kann bei hochwertigen Komponenten auch die FullHD-Auflösung realisiert werden, hier kann es aber schon zu Qualitätseinschränkungen kommen.

DVI:

DVI-Anschlüsse sind auch heute noch auf vielen Grafikkarten und Monitoren zu finden und waren die Digitalanschlüsse der ersten Stunde. In den letzten Jahren befanden sie sich aber gerade im Consumer-Bereich deutlich auf dem Rückzug. Dort hat sich vermehrt der HDMI-Anschluss durchgesetzt, während im Profi-Segment heute oftmals der DisplayPort anzutreffen ist.

Der DVI-Standard war der direkte Nachfolger der VGA-Buchse und das merkt man dem Anschluss in gewisser Weise auch an – oder zumindest mancher Variante. Wie bei allen Digitalanschlüssen muss auch bei DVI darauf geachtet werden, welche Version genutzt wird. Hauptsächlich haben sich die beiden Varianten DVI-D und DVI-I verbreitet. Während es sich bei DVI-D (18+1 Kontakte) um eine rein digitale Übertragung handelt, besteht bei DVI-I (18+5 Kontakte) auch die Möglichkeit über zusätzlich belegte Pins ein Analog-Signal zu übertragen. Auf diesem Wege sind die passiven DVI-VGA-Adapter möglich, die über einen langen Zeitraum allen Grafikkarten beilagen.

Damit aber nicht genug der Standards. In der Regel können über eine DVI-Single-Link-Verbindung maximal 1.920 x 1.200 Bildpunkte bei einer Farbtiefe von 8 Bit und 60 Hz übertragen werden – mehr geben die maximal 3,72 GBit/s nicht her. Für den High-End-Bereich gibt es auch Dual Link DVI, dann werden zwei Digitalverbindungen durch ein Kabel geschleust. So werden 7,44 GBit/s ermöglicht, was dazu führt, dass auch höher aufgelöste Geräte betrieben werden können. Dies war über einen langen Zeitraum die einzige Möglichkeit um hochauflösende 30-Zoll-Monitore (2.560 x 1.600 Bildpunkte) adäquat mit Signalen zu versorgen.

DVI ist aufwärtskompatibel, sodass Adapterlösungen mit HDMI möglich sind.

HDMI:

Auf DVI folgten zwei Standards, einer davon ist HDMI, der im Grunde genommen aus der Unterhaltungselektronik stammt und vereinfacht gesagt so etwas wie der moderne Scart-Anschluss geworden ist. Er kann neben Bild- auch Ton-Signale übertragen, sodass zwischen TV-Gerät und Zuspieler nur noch ein Kabel genutzt werden muss. Für Hollywood darüber hinaus besonders interessant: Es gibt mit HDCP einen integrierten Kopierschutz, der regelmäßig aktualisiert wird. Der HDMI-Anschluss kommt aktuell praktisch auf allen Geräten zum Einsatz, auch auf Profi-Displays wie dem Samsung U32H850.

Seit der Einführung von HDMI 1.0 im Jahr 2002 ist allerdings vieles geschehen, sodass wir aktuell bei der insgesamt 13ten Version angekommen sind. Deren Name ist: HDMI 2.01 Prinzipiell kann gesagt werden, dass bei dem Neukauf eines hochauflösenden Monitors im High-End-Segment aktuell darauf geachtet werden sollte, dass bereits HDMI 2.0, zumindest aber HDMI 1.4 mit von der Partie ist. Letzteres ermöglichte erstmals die Wiedergabe der 4K-Auflösung, wenn auch nur mit 24 Hz. Deutlich zeitgemäßer ist HDMI 2.0, das 2160p bei 60 Hz zulässt. Wer allerdings in den Genuss von HDR-Material kommen möchte, der muss darauf achten, dass das neue Display bereits HDMI 2.0a besitzt – noch sind entsprechende Geräte aber rar bzw. nicht vorhanden. HDMI 2.1 wiederum bringt genügend Reserven für die 8K-Wiedergabe oder 4K mit bis zu 120 Hz. Letzteres ist gerade für Gaming-Fans von Interesse. Es zeigt sich also: Der Standard des beim Monitor zum Einsatz kommenden Anschlusses richtet sich in erster Linie nach seiner Auflösung. Flexibler müssen da Grafikkarten sein.

Für Audio-Fans wichtig: Die hochauflösenden Surroundformate in Form von Dolby Digital True HD und dts-HD wurden erstmals mit HDMI 1.3 unterstützt. HDMI 2.0 bietet zudem offiziell die Unterstützung von 32 Audio-Kanälen.

Ein Thema, das HDMI schon seit der Einführung begleitet, ist die Kabellänge. Auf dem heimischen Schreibtisch hat das weniger Relevanz, schließlich stehen der Desktop-Rechner und der Monitor nicht weit auseinander. Anders kann das im Wohnzimmer oder dem Heimkino aussehen. Maximal vorgesehen sind 15 Meter, optimalerweise sollte das HDMI-Kabel aber nicht länger 10 sein, denn dann kann es bereits zu Bildfehlern kommen.

DisplayPort:

Während sich der HDMI-Port in kurzer Zeit zum neuen Standard im Wohnzimmer entwickelt hat, gibt es mit DisplayPort für den Schreibtisch eine zweite aktuelle Alternative – in den meisten Consumer-Setups spielt aber der HDMI-Anschluss auch im IT-Umfeld die wichtigste Rolle.

Eingeführt wurde der DisplayPort 2006 und damit etwas später als HDMI. Dafür gibt es bei DisplayPort bislang aber auch deutlich weniger Iterationen als bei HDMI. Wenig überraschend ist es, dass auch bei DisplayPort jeder Versionssprung in erster Linie eine Steigerung der Bandbreite mitbringt und damit die maximal mögliche Auflösung erhöht wird. Seit diesem März gibt es offiziell DisplayPort 1.4. Der wird  von der im Mai 2016 eingeführten GeForce GTX 1080 unterstützt, nachdem das Vorgänger-Modell noch mit der 1.2-Version auskommen musste.

Genau wie bei HDMI gilt auch hier, dass aktuell gekaufte Geräte natürlich nach Möglichkeit mit dem möglichst aktuellen Standard ausgestattet sein sollten, je nach Auflösung des neuen Monitors muss das aktuellste Protokoll aber keine Vorteile mitbringen.

Während DisplayPort 1.2 bei maximal 4.096 x 2.560 Bildpunkten am Limit ist, was aber bereits mehr Bildpunkte sind, als Cine4K bietet, kann DisplayPort 1.3 problemlos die 5K-Auflösung (5.120 x 2.880 Bildpunkte) handeln und damit die im Consumer-Umfeld höchste Auflösung problemlos zu Verfügung stellen. Der nun aktuelle 1.4-Standard geht noch einmal einen Schritt weiter und bietet genügend Reserven für 8K (8.680 x 4.320 Bildpunkte). Bis das für die Praxis relevant ist, dürfte es aber noch etwas dauern.

Vereinfacht gesagt: Für die meisten aktuellen Monitore reicht DisplayPort 1.2 problemlos aus.

Datenanschlüsse:

Die Video-Eingänge sollten aber nur einen Teil eines aktuellen Anschlusspanels darstellen. Aus Sicht des Komforts sind Datenanschlüsse genau so wichtig, schließlich eignet sich der Monitor mit seiner zentralen Position bestens als zentraler Datenverteiler.

USB-Hubs:

Extrem praktisch kann es sein, wenn der Monitor einen integrierten USB-Hub besitzt. Wie vorteilhat der USB-Hub aber ist, bzw. für welche Funktionen er genutzt werden kann, hängt zum großen Teil von seinem Einbau-Ort ab. Oftmals werden USB-Hubs direkt im Anschlusspanel untergebracht, was für eine aufgeräumte Optik vorteilhaft ist und gleichzeitig die immer flacheren Seiten der aktuellen Monitore begünstigt. Sinnvoll genutzt werden können solche Anschlüsse aber nur mit Peripherie-Geräten wie der Tastatur oder einer dauerhaft angeschlossenen externen Festplatte. Samsung setzt diese Lösung bei zahlreichen seiner Geräte um.

Wer hingegen häufig die Geräte tauschen möchte (beispielsweise USB-Sticks), der sollte darauf achten, dass der Monitor seitlich positionierte Anschlüsse besitzt. Hierbei kann es aktuell aber zu Problemen kommen. Um eine möglichst flache Optik zu ermöglichen, werden solche Anschlüsse oftmals nach hinten versetzen. Damit verlieren die Ports aber ein Stück weit ihre Vorteile, denn gut zugänglich sind sie dann nicht mehr. Gleichzeit kann es dann aber zu Nachteilen kommen, wenn Peripherie angeschlossen werden soll, denn die Kabelführung ist natürlich weniger einfach als beim eigentlichen Anschlusspanel.

Aktuell sind USB-3.0-Anschlüsse der Standard. Wird ein Hub installiert, kommen in der Regel mindestens zwei Buchsen, oftmals sogar vier Buchsen unter. Gerade dabei (Stand: Mai 2018) sich zu etabliert haben sind der neue USB-3.1-Standard oder Buchsen im Typ-C-Format. Ursprünglich sind wir davon ausgegangen, dass sich das neue Format schneller durchsetzen würde, 2018 ist der Trend aber klar zu erkennen. Bei Samsung setzt beispielsweise der C34H890 auf einen entsprechenden Port. 

Thunderbolt:

Lange Zeit nicht wirklich durchsetzen konnte sich Thunderbolt, was an der ohnehin recht exotischen Positionierung des Standards liegt. Bei genauerer Suche gab es es aber auch in der Vergangenheit sehr wohl Displays, die mit Thunderbolt-Schnittstellen ausgestattet wurden

Neue Dynamik gibt es aktuell endlich im Zuge von Thunderbolt 3. Der noch recht junge Standard bietet nicht nur eine größere Bandbreite und gleichzeitig Support für DisplayPort 1.3, sondern kann auch mit deutlich mehr Strom umgehen. So wird es möglich sein, Notebooks mit nur noch einem Kabel zu verbinden. Über dieses werden dann nicht nur Bilddaten und weitere Daten übertragen, der mobile Rechner kann auch noch geladen werden. Entsprechende Thunderbolt-3-Dockingstations sind bereits verfügbar, noch praktischer ist aber, direkt auf ein Display wie den Samsung C34J791 zu setzen, das ein TB3-Hub integriert hat. So wird der Monitor direkt zur Dockingstation. Das Kabelchaos wird so weiter minimiert und die zusätzliche Anschaffung einer (nicht gerade günstigen) externen Dockingstation kann eingespart werden.

In Kooperation mit Samsung