Werbung
Anzeige / Advertorial von MSI
Ohne Anschlüsse geht (noch) nichts bei Monitoren. Auch wenn drahtlose Übertragungen immer wieder demonstriert werden, in der Praxis konnte sich noch keine Lösung wirklich durchsetzen. Im Folgenden stellen wir die aktuell wichtigsten Ports vor und versuchen etwas Licht in das Versions-Chaos zu bringen, dass viele dieser Anschlussarten umweht.
VGA:
Der VGA-Anschluss ist sicherlich der beste Beweis dafür, dass manch alter Standard in der IT-Welt nicht so schnell tot zu kriegen ist. Trotz zahlreicher "Nachfolger" und einer im Grunde genommen vollkommen veralteten Technik, kommt der analoge VGA-Anschluss noch immer auf Geräten zum Einsatz - zugegebenermaßen werden es aber immer weniger. Oftmals wird der alte analoge Standard als "kleinster gemeinsamer Nenner" angesehen, was im Business-Umfeld wichtig sein kann. Aber auch hier verschwindet die blaue Schnittstelle langsam, denn auch Business-Notebooks verzichten oftmals auf einen entsprechenden Anschluss.
Ein Blick auf die Spezifikationen des VGA-Anschlusses zeigt, dass dieses Vorgehen richtig, konsequent und im Grunde genommen längst überfällig war. Schließlich stammt der VGA-Port aus Zeiten von analogen Röhrenmonitoren, die verlangten, dass das digitale Signal der Grafikkarte zunächst analog umgewandelt werden musste. Bei rein digitalen Signalwegen, wie es heute der Standard ist, müsste das Signal also erst durch einen D/A-Wandler in ein analoges Signal gewandelt werden, um im Anschluss wieder zurück gewandelt zu werden. Ein Qualitätsverlust ist da vorprogrammiert und deutlich sichtbar.
Auch an anderer Stelle zeigt sich, dass im Optimalfall ein großer Bogen um die blaue VGA-Buchse gemacht werden sollte, denn ursprünglich einmal wurde sie für Auflösungen von 640 x 480 Bildpunkten konzipiert. Theoretisch kann bei hochwertigen Komponenten auch die Full HD-Auflösung realisiert werden, hier kann es aber schon zu Qualitätseinschränkungen kommen.
DVI:
DVI-Anschlüsse waren lange auf Grafikkarten und Monitoren zu finden und die Digitalanschlüsse der ersten Stunde. In den letzten Jahren befinden sie sich aber deutlich auf dem Rückzug. So haben hat sich der HDMI- und DisplayPort-Anschluss als Standard etabliert und sind oftmals als Duo auf Grafikkarten und Monitoren zu finden.
Der DVI-Standard war der direkte Nachfolger der VGA-Buchse und das merkt man dem Anschluss in gewisser Weise auch an – oder zumindest mancher Variante. Wie bei allen Digitalanschlüssen muss auch bei DVI darauf geachtet werden, welche Version genutzt wird. Hauptsächlich haben sich die beiden Varianten DVI-D und DVI-I verbreitet. Während es sich bei DVI-D (18+1 Kontakte) um eine rein digitale Übertragung handelt, besteht bei DVI-I (18+5 Kontakte) auch die Möglichkeit über zusätzlich belegte Pins ein Analog-Signal zu übertragen. Auf diesem Wege sind die passiven DVI-VGA-Adapter möglich, die über einen langen Zeitraum allen Grafikkarten beilagen.
Damit aber nicht genug der Standards. In der Regel können über eine DVI-Single-Link-Verbindung maximal 1.920 x 1.200 Bildpunkte bei einer Farbtiefe von 8 Bit und 60 Hz übertragen werden – mehr geben die maximal 3,72 Gbit/s nicht her. Für den High-End-Bereich gibt es auch Dual Link DVI, dann werden zwei Digitalverbindungen durch ein Kabel geschleust. So werden 7,44 Gbit/s ermöglicht, was dazu führt, dass auch höher aufgelöste Geräte betrieben werden können. Dies war über einen langen Zeitraum die einzige Möglichkeit um hochauflösende 30-Zoll-Monitore (2.560 x 1.600 Bildpunkte) adäquat mit Signalen zu versorgen.
DVI ist aufwärtskompatibel, sodass Adapterlösungen mit HDMI möglich sind.
HDMI:
Auf DVI folgten zwei Standards, einer davon ist HDMI, der im Grunde genommen aus der Unterhaltungselektronik stammt und vereinfacht gesagt so etwas wie der moderne Scart-Anschluss geworden ist. Er kann neben Bild- auch Ton-Signale übertragen, sodass zwischen TV-Gerät und Zuspieler nur noch ein Kabel genutzt werden muss. Für Hollywood darüber hinaus besonders interessant: Es gibt mit HDCP einen integrierten Kopierschutz, der regelmäßig aktualisiert wird. Der HDMI-Anschluss kommt aktuell praktisch auf allen Geräten zum Einsatz.
Seit der Einführung von HDMI 1.0 im Jahr 2002 ist allerdings vieles geschehen, sodass wir aktuell bei der insgesamt 13ten Version angekommen sind. Deren Name ist: HDMI 2.1 Prinzipiell kann gesagt werden, dass bei dem Neukauf eines hochauflösenden Monitors im High-End-Segment aktuell darauf geachtet werden sollte, dass bereits HDMI 2.0, besser aber 2.1 mit von der Partie ist. HMDI 1.4 ermöglichte erstmals die Wiedergabe der 4K-Auflösung, wenn auch nur mit 24 Hz. Deutlich zeitgemäßer ist HDMI 2.0, das 2160p bei 60 Hz zulässt. Wer allerdings in den Genuss von HDR-Material kommen möchte, der muss darauf achten, dass das neue Display mindestens HDMI 2.0a besitzt, weitere Verfeinerungen gab es mit HDMI 2.0b.
HDMI 2.1 wiederum bringt genügend Reserven für die 8K-Wiedergabe oder 4K mit bis zu 120 Hz. Letzteres ist gerade für Gaming-Fans von Interesse. So können aktuell immer mehr Gaming-Monitore mit HDMI 2.1 aufwarten, was sie auch für die Kombination mit Next-Gen-Konsolen interessant macht.
Bei einer einfachen Nummerierung konnte man es aber nicht belassen. HDMI 2.1a ist aktuell immer häufiger anzutreffen, stellt aber nur ein kleines Update vom 2.1-Standard dar. Die 2.2er Version steht bereits in den Startlöchern, spielt aber noch keine Rolle in der Praxis.
Es zeigt sich also: Der Standard des beim Monitor zum Einsatz kommenden Anschlusses richtet sich in erster Linie nach seiner Auflösung. Flexibler müssen da Grafikkarten sein.
Für Audio-Fans wichtig: Die hochauflösenden Surroundformate in Form von Dolby Digital True HD und dts-HD wurden erstmals mit HDMI 1.3 unterstützt. HDMI 2.0 bietet zudem offiziell die Unterstützung von 32 Audio-Kanälen.
Ein Thema, das HDMI schon seit der Einführung begleitet, ist die Kabellänge. Auf dem heimischen Schreibtisch hat das weniger Relevanz, schließlich stehen der Desktop-Rechner und der Monitor nicht weit auseinander. Anders kann das im Wohnzimmer oder dem Heimkino aussehen. Maximal vorgesehen sind 15 Meter, optimalerweise sollte das HDMI-Kabel aber nicht länger 10 sein, denn dann kann es bereits zu Bildfehlern kommen
DisplayPort:
Während sich der HDMI-Port in kurzer Zeit zum neuen Standard im Wohnzimmer entwickelt hat, gibt es mit DisplayPort für den Schreibtisch eine zweite Alternative – in den meisten Consumer-Setups spielt aber der HDMI-Anschluss auch im IT-Umfeld die größere Rolle.
Eingeführt wurde der DisplayPort im Jahr 2006 und damit etwas später als HDMI. Dafür gibt es bei DisplayPort bislang aber auch deutlich weniger Iterationen als bei HDMI. Wenig überraschend ist es, dass auch bei DisplayPort jeder Versionssprung in erster Linie eine Steigerung der Bandbreite mitbringt und damit die maximal mögliche Auflösung erhöht wird. DisplayPort 1.4 wird seit der im Mai 2016 eingeführten GeForce GTX 1080 unterstützt.
Genau wie bei HDMI gilt auch hier, dass aktuell gekaufte Geräte natürlich nach Möglichkeit mit dem möglichst aktuellen Standard ausgestattet sein sollten, je nach Auflösung des neuen Monitors muss das aktuelle Protokoll aber keine Vorteile mitbringen.
Während DisplayPort 1.2 bei maximal 4.096 x 2.560 Bildpunkten am Limit ist, was aber bereits mehr Bildpunkte sind, als Cine4K bietet, kann DisplayPort 1.3 problemlos die 5K-Auflösung (5.120 x 2.880 Bildpunkte) handeln und damit die im Consumer-Umfeld hohe Auflösung problemlos zu Verfügung stellen. Der 1.4-Standard geht noch einmal einen Schritt weiter und bietet genügend Reserven für 8K (8.680 x 4.320 Bildpunkte).
Erst seit 2025 ist der DisplayPort 2.1a wirklich in der Praxis angekommen, denn er wird von den aktuellen Grafikkarten-Generationen und manchen Geräten, wie dem MPG 272URXDE QD-OLED oder dem MPG 322URXDE QD-OLED unterstützt. Die Übertragungsrate wurde weiter gesteigert und liegt nun 80Gbit/s. Wer also 8K mit HDR und 60 Hz kombinieren will, ohne dass eine Komprimierung benötigt wird, der müsste nicht mehr warten. Für Gamer ist aber eine andere Kombination wichtiger als die schiere Auflösung, denn so können die UHD-Auflösung und eine Wiederholfrequenz von 240 Hz kombiniert werden, ohne dass DSC als Komprimierung genutzt werden muss.
Wer im Zuge von DisplayPort 2.1a auf die Bezeichnung UHBR20 stößt: Die Abkürzung steht für Ultra-High Bit Rate 20 und bedeutet am Ende nicht mehr als eine maximale Datenübertragungsrate von 80 Gbit/s, also das, was der DisplayPort 2.1 anbietet.
| Standard | Max. Brutto-Bandbreite | Typische maximale Auflösungen / Bildraten (uncompressed / mit DSC) | Kern-Features | Kabel / Abwärts-kompatibilität |
|---|---|---|---|---|
| HDMI 1.4 | 10.2 Gbit/s (TMDS) | z. B. 4K@30 Hz (uncompressed) | 3D, Audio Return Channel (ARC), Ethernet over HDMI (optionell) | Standard HDMI-Kabel; rückwärtskompatibel |
| HDMI 2.0 | 18 Gbit/s | 4K@60 Hz (4:2:0/4:2:2 ggf. 4:4:4 eingeschränkt) | Mehrere Audio-Kanäle, höhere Bandbreite gegenüber 1.4 | Standard/High Speed Kabel; abwärtskompatibel |
| HDMI 2.1 / 2.1a | Bis zu 48 Gbit/s (FRL, Ultra High Speed Cable unterstützt 48 Gbit/s) | 4K@120–240 Hz, 8K@60–120 Hz (je nach DSC/Kompression)\nMit DSC höhere Kombinationen möglich | FRL (Fixed Rate Link), VRR, ALLM, eARC, Dynamic HDR; 2.1a: SBTM u.ä. | Ultra High Speed HDMI Kabel empfohlen; abwärtskompatibel |
| HDMI 2.2 (neu) | Bis zu 96 Gbit/s (Ultra96 Kabel) | Ziel: 10K/12K/16K-Formate (z. B. 16K@60Hz / 12K@120Hz je nach Setup) | Höhere unkomprimierte Formate, Latency Indication Protocol, größere Farbtiefen | Neues Ultra96-Kabel erforderlich für volle Features; weiterhin abwärtskompatibel |
| DisplayPort 1.2 | 4 Lanes: 21.6 Gbit/s Brutto (≈17.28 Gbit/s Nutzdaten) | 4K@60 Hz (je nach Farbtiefe / Subsampling); MST (daisy-chain) | MST (Multi-Stream Transport), HBR2, gute PC-Unterstützung | DP-Kabel; abwärtskompatibel |
| DisplayPort 1.4 / 1.4a | 32.4 Gbit/s Brutto (≈25.92 Gbit/s Nutzdaten) | 8K@60 Hz mit DSC, 4K@120–144 Hz (je nach DSC/Farbformat) | HBR3, DSC 1.2, FEC, HDR-Metadaten (CTA-861.3) | DP-Kabel (HBR3-fähig); abwärtskompatibel |
| DisplayPort 2.0 / 2.1 | DP2.0 ≈77.37 Gbit/s Nutzdaten (UHBR Modes) • DP2.1 bis ≈80 Gbit/s | Unkomprimiert: z. B. 8K@60–120 Hz; Mit DSC: 16K@60 Hz oder 4K@240 Hz möglich | UHBR (Ultra High Bit Rate) Modi, effizientere Kodierung (128b/132b), bessere DSC-Unterstützung | VESA-zertifizierte DP40/DP80 Kabel (UHBR10/UHBR20); abwärtskompatibel zu älteren DP-Versionen |
Datenanschlüsse:
Die Video-Eingänge sollten aber nur einen Teil eines aktuellen Anschlusspanels darstellen. Aus Sicht des Komforts sind Datenanschlüsse genau so wichtig, schließlich eignet sich der Monitor mit seiner zentralen Position bestens als zentraler Datenverteiler.
Extrem praktisch kann es sein, wenn der Monitor einen integrierten USB-Hub besitzt. Wie vorteilhaft der USB-Hub aber ist, bzw. für welche Funktionen er genutzt werden kann, hängt zum großen Teil von seinem Einbau-Ort ab. Oftmals werden USB-Hubs direkt im Anschlusspanel untergebracht, was für eine aufgeräumte Optik vorteilhaft ist und gleichzeitig die immer flacheren Seiten der aktuellen Monitore begünstigt. Sinnvoll genutzt werden können solche Anschlüsse aber nur mit Peripherie-Geräten wie der Tastatur oder einer dauerhaft angeschlossenen externen Festplatte. MSI setzt diese Lösung bei zahlreichen ihrer Geräte um.
Wer hingegen häufig die Geräte tauschen möchte (beispielsweise USB-Sticks), der sollte darauf achten, dass der Monitor seitlich positionierte Anschlüsse besitzt. Hierbei kann es aktuell aber zu Problemen kommen. Um eine möglichst flache Optik zu ermöglichen, werden solche Anschlüsse oftmals nach hinten versetzen. Damit verlieren die Ports aber ein Stück weit ihre Vorteile, denn gut zugänglich sind sie dann nicht mehr. Gleichzeit kann es dann aber zu Nachteilen kommen, wenn Peripherie angeschlossen werden soll, denn die Kabelführung ist natürlich weniger einfach als beim eigentlichen Anschlusspanel.
Aktuell sind USB-3.0-Anschlüsse der Standard. Wird ein Hub installiert, kommen in der Regel mindestens zwei Buchsen, oftmals sogar vier Buchsen unter. Fest etabliert haben sich auch Typ-C-Schnittstellen - zumindest bei den teureren Geräten. Über die Schnittstelle können neben den Bilddaten auch sämtliche "klassische" Daten übertragen werden, sodass beispielsweise die Peripherie komfortabel direkt an das Display angeschlossen werden kann. Noch dazu ist der Typ-C-Standard in der Lage, bis zu 100 W Strom zu übertragen, sodass Notebooks direkt über einziges Kabel auch geladen werden können. So ersetzt der Monitor die klassische Docking-Station, was bares Geld spart. Geräte wie der MPG 272URXDE QD-OLED besitzen eine Typ-C-Schnittstelle, die über PowerDelivery bis zu 98 W zur Verfügung stellen kann, was auch für leistungsstarke Notebooks ausreichend ist. Das vereinfacht das Handling enorm.
Manche Monitore gehen noch weiter und bieten auch einen RJ45-Port, sodass das Notebook über den Monitor auch kabelgebunden mit dem Netzwerk verbunden werden kann. Spätestens dann kann eine Docking-Station vollständig ersetzt werden.
Thunderbolt:
Lange Zeit nicht wirklich durchsetzen konnte sich Thunderbolt, was an der ohnehin recht exotischen Positionierung des Standards lag. Bei genauerer Suche gab es aber auch in der Vergangenheit sehr wohl Displays, die mit Thunderbolt-Schnittstellen ausgestattet wurden. Daran hat sich auch in den letzten Jahren wenig geändert. Hin und wieder gibt es Displays bis hin zu Thunderbolt 5, hierbei handelt es sich aber um Exoten am Markt.
Der Standard ist aktuell in der fünften Generation angekommen bietet nicht nur eine größere Bandbreite (bis zu 120 Gbit/s) und gleichzeitig Support für DisplayPort 2.1, sondern kann auch erneut eine Menge Strom übertragen. Wie der aktuelle USB-Standard nutzt auch Thunderbolt seit der dritten Generation den Typ-C-Anschluss mit all seinen Vorteilen. So können hier können maximal 240 W übertragen werden, was erneut ein großer Fortschritt ist und auch anspruchsvolle Setups möglich macht. Gerade im Bereich der Docking-Lösungen ergeben sich so neue Möglichkeiten.
Ein Display für mehrere Systeme: Der KVM Switch
Es kommt nicht selten vor, dass neben einem stationären Desktop-System auch eine Konsole oder ein Notebook vorhanden ist. Schön ist es da, wenn der große Monitor auch für diese mitgenutzt werden kann. Aber nur wenige Anwender werden die Lust verspüren, bei jedem Systemwechsel auch alle Kabel umzustecken.
Die einfachste Lösung ist für dieses Problem ist ein Monitor mit integriertem KVM-Switch. Werden die Peripherie-Geräte via USB mit dem Monitor verbunden, kann direkt am Monitor zwischen den Setups umgeschaltet werden. Der Monitor erkennt dann automatisch, an welchem Eingang ein Signal anliegt, welches System läuft und schaltet entsprechend um. Alternativ kann oftmals mittels eines Shortkeys zwischen den Systemen umgeschaltet werden, die natürlich auch via USB verbunden sein müssen.
Anzeige / Advertorial von MSI
