Seite 3: Features und Layout (2)

Wem die Geschwindigkeit der SATA-Ports nicht ausreichen, kann sich auch gern an den beiden M.2-M-Key-Schnittstellen bedienen. Je nach CPU-Wahl arbeiten beide höchstens im PCIe-4.0-x4-Modus. Oben ist Platz für ein Modul von 4,2 cm bis 11 cm, unten bis maximal 8 cm Länge. Der Obere Steckplatz geht dabei über den AM4-Prozessor und der Untere über den X570-Chipsatz.

Beachtet werden sollte, dass beide Schnittstellen im Höchstfall mit PCIe 3.0 x4 ans Werk gehen, sollte sich im Sockel AM4 ein Prozessor befinden, der nicht mit dem PCIe-4.0-Standard kompatibel ist.

Das I/O-Panel des ASRock Rack X570D4U-2L2T in der Übersicht
COM-Port 2x Gigabit-LAN
(Intel I210-AT)
Management-LAN
(Realtek RTL8211E)
----- 2x 10-GBit/s-LAN
(Intel X550-AT2)
-----
VGA
(über BMC)
2x USB 3.2 Gen2
Typ-A (AMD X570)
HDMI 2.0UID-Button/LED

Das I/O-Panel ist zwar kompakt gehalten, bietet jedoch alle Anschlussmöglichkeiten, die auf einem Server-Mainboard wichtig sind. Dort ist nicht nur ein COM-Port zu finden, sondern auch ein VGA-Grafikausgang über den Baseboard-Management-Controller, sodass in diesem Fall keine APU nötig ist, um ein Bild zu erhalten. Anders sieht es natürlich beim HDMI-2.0-Grafikausgang aus, für den zwingend eine APU benötigt wird. Ebenfalls vorhanden sind zweimal USB 3.2 Gen2 (10 GBit/s) in der Typ-A-Ausführung und darüber der dedizierte Management-Port mit Gigabit-Anbindung.

Links davon bieten zwei Gigabit-LAN-Ports (Intel I210-AT) ihre Dienste an, das Sahnehäubchen sind allerdings die beiden 10-GBit-LAN-Buchsen (rechts) über Intels X550-AT2-Controller. Übrig bleibt der/die UID-Button/LED zur leichten Identifizierung des Servers, sollten mehr als einer zum Einsatz kommen.

Unter dem Kühler links, der gerade noch im Bild ist, sitzt der Intel-X550-AT2-Netzwerk-Controller, der die beiden 10-GBit/s-LAN-Buchsen ermöglicht. Sie sind jedoch auch vollständig abwärtskompatibel zum 5-GBit/s-, 2,5-GBit/s- und 1-GBit/s-Standard. Vom Chipsatz aus bekommt der Dual-10-GBit/s-LAN-Controller gleich vier PCIe-3.0-Lanes spendiert, sodass der Dual-NIC-Chip mit 32 GBit/s gefüttert wird und davon im Höchstfall 20 GBit/s benötigt.

Unter den restlichen NICs sind die entsprechenden Controller zu sehen, wie der Realtek RTL8211E für den Management-Port und die beiden Intel I210-AT.

Nach der Analyse der Features und des Layouts kommen wir zu der Erkenntnis, dass ASRocks X570D4U-2L2T ein kompaktes Home-Server-Mainboard ist und hierfür alle wichtigen Ausstattungsmerkmale bietet. Natürlich lässt sich darüber streiten, ob die Anordnung und Ausrichtung der SATA-Ports Sinn ergibt, doch der Rest weiß zu überzeugen.

Da der X570-Chipsatz in diesem Fall nicht aktiv gekühlt wird, haben wir generell hohe PCH-Temperaturen erwartet und so war es dann im Praxisbetrieb auch. Ohne besondere Last stieg die Temperatur des X570-Chipsatzes problemlos auf über 80°C und das im offenen Aufbau. Daher sollte man darauf achten, dass im verbauten Zustand ein guter Gehäuse-Airflow herrscht, damit die hohe PCH-Temperatur unter Kontrolle gerät.

Ferner ist uns aufgefallen, dass die RAM-Timings über die AGESA-Programmbibliothek manuell eingestellt werden können, doch werden die gewählten Einstellungen nicht direkt in die Tat umgesetzt. Um nun CL16 zu erreichen, mussten wir im BIOS den Wert 10 fixieren.