Seite 1: ZOTAC ZBOX EN760 mit GeForce GTX 860M im Test

zotac zbox ie730-teaserPünktlich zur CeBIT 2014 schickte ZOTAC im März eine Reihe neuer ZBOX-Systeme ins Rennen, die erstmals auch den ambitionierten Gamer ansprechen sollten. Bestückt mit einer "Iris Pro"-Grafiklösung, direkt in der Intel-CPU integriert, konnten die Taiwaner die Grafikleistung im Vergleich zu anderen Modellen oder einigen Konkurrenz-Versionen deutlich steigern, anspruchsvolle Titel waren damit allerdings nicht wirklich spielbar. Auch für 1080p reichte die Leistung in den wenigsten Fällen aus. Mit der ZOTAC ZBOX EN760 (Plus) legte ZOTAC vor wenigen Tagen aber noch einmal nach und spendierte seiner neuen ZBOX eine flotte GeForce GTX 860M auf "Maxwell"-Basis. Wie sich der kleine Rechenkünstler schlägt, erfährt man in unserem Test.

Im Rahmen der diesjährigen CeBIT in Hannover präsentierte ZOTAC eine neue ZBOX-Familie, die sich speziell an Gamer richten sollte. In unserem Test offenbarte sich die ZOTAC ZBOX EI730 Plus dank der integrierten "Iris Pro"-Grafikkarte zwar durchaus als deutlich leistungsfähiger als so manch anderes Modell am Markt, doch aktuelle Triple-A-Titel wie Watch Dogs, Battlefield 4 oder Crysis 3 lassen sich damit nur sehr eingeschränkt spielen. Hohe Auflösungen und Qualitätssettings sind damit leider nicht möglich. Mit der ZOTAC ZBOX EN760 kommen die Taiwaner einer wirklichen Gaming-Maschine einen großen Schritt näher, denn anstatt einer IGP oder einer leistungsschwachen diskreten GPU wie einst der GeForce GT 640 setzt man nun auf einen flotten Chip der gehobenen Mittelklasse. 

Um die 3D-Beschleunigung kümmert sich bei diesem Modell eine NVIDIA GeForce GTX 860M, die bereits der neuen und vor allem sehr energieeffizienten "Maxwell"-Generation entspringt und offiziell von NVIDIA am 12. März ins Rennen geschickt wurde. Mit ihren 640 Shadereinheiten und ihrem 2.048 MB großen GDDR5-Videospeicher sowie hohen Taktraten von über 1.000 MHz verspricht sie ruckelfreies Spielevergnügen in FullHD - auch bei aktuellen Spielekrachern. Der Grafikkarte zur Seite steht ein Intel Core i5-4200U. Je nach Ausführung gibt es 8.192 MB DDR3-Arbeitsspeicher und eine 1 TB große Festplatte. Ansonsten stehen der neuen ZOTAC ZBOX EN760 ein integriertes WLAN- und Bluetooth-Modul, Dual-Gigabit-Ethernet, ein 4-in-1-Kartenleser, vier USB-3.0-Schnittstellen, ein HDMI-Port und ein DVI-Ausgang zur Verfügung. Selbst ein mSATA-Modul lässt sich noch unterbringen. 

Die ZOTAC ZBOX EN760 gibt es wie gewohnt in zwei verschiedenen Ausführungen. Während Käufer bei der Barebone-Version Massen- und Arbeitsspeicher selbst noch hinzustecken müssen, sind bei der Plus-Version eine 2,5-Zoll-Festplatte sowie ein einzelnes DDR3-Modul bereits verbaut. Preislich veranschlagt ZOTAC hier knapp 455 bzw. 625 Euro. In unserem Preisvergleich ist die Box derzeit jedenfalls zu diesen Preisen zu haben. Für unseren Test stellte uns ZOTAC die Plus-Version zur Verfügung. Wir mussten uns damit nur noch um die Software-Ausstattung kümmern.

Hersteller und Bezeichnung ZOTAC ZBOX EN760 Plus
Straßenpreis ca. 625 Euro
Homepage www.zotac.com/de
Gehäuse  
Abmessungen 188 x 51 x 188 mm (BxHxT)
Prozessor Intel Core i5-4200U
Grafikkarte NVIDIA GeForce GTX 860M, 2.048 MB GDDR5
Massenspeicher 1.000 GB, 5.400 RPM, 16 MB Cache
Arbeitsspeicher 8.192 MB DDR3, 1.600 MHz, CL11-11-11-30
Anschlüse

1x DVI
2x DP
2x LAN (RJ45)
4x USB 3.0
1x S/PDIF
1x WiFi-Antenne 

Sonstiges Cardreader, WiFi (802.11ac) , Bluetooth 4.0

Wie sich die ZOTAC ZBOX EN760 Plus in Sachen Performance, Leistungsaufnahme und Lautstärke geschlagen hat, erfährt man auf den nachfolgenden Seiten.