Seite 2: Die Hardware-Ausstattung

Bevor wir uns das Gehäuse der ZBOX EN760 (Plus) im Detail anschauen, werfen wir zunächst einen Blick auf die Hardware-Zusammenstellung, die ZOTAC für uns ausgewählt hat.

cpuz

Herzstück der neuen ZOTAC ZBOX EN760 (Plus) ist ein Intel Core i5-4200U, welcher so schon in der neuen ZBOX OI520 zum Einsatz kommt. Der Zweikern-Prozessor basiert dabei auf der aktuellen "Haswell"-Architektur und ist eigentlich für den Einsatz in Ultrabooks vorgesehen. Die beiden Rechenkerne arbeiten mit einem Basis-Takt von 1,6 GHz und können sich dank Turbo-Boost-Funktion je nach Auslastung und Temperatur auf einen Takt von bis zu 2,6 GHz beschleunigen. Werden allerdings beide Kerne durchgehend belastet, rechnet der Prozessor mit einer Geschwindigkeit von 2,3 GHz. Im Leerlauf sind es aus Gründen der Energieeffizienz etwa 800 MHz, wie auf unserem GPUz-Screenshot zu sehen.

Dank Hyper-Threading-Support können beide Kerne bis zu vier Threads gleichzeitig bearbeiten. Der L3-Cache beläuft sich auf insgesamt 3 MB. Die Zwischenspeicher in zweiter und erster Reihe sind hingegen mit jeweils 32 bzw. 32 KB (Daten zzgl. Instruktion) je Core ausgeführt. Gefertigt wird der Intel Core i5-4200U wie alle aktuellen Prozessoren von Intel im 22-nm-Verfahren. 

Im Vergleich zu den 2012 vorgestellten "Ivy Bridge"-Vorgängern punktet die "Haswell"-Generation nicht nur mit einer Reihe neuer Befehlssätze, sondern auch mit einer leicht höheren Performance, vor allem aber mit einer verbesserten Energieeffizienz. Die maximale Leistungsaufnahme des kleinen Core i5 beziffert Intel auf 15 Watt TDP - einige Chipsatz-Funktionen sind zudem direkt in die CPU gewandert, was die Leistungsaufnahme der Plattform weiter drückt.

Für den Alltagsbetrieb sollte der Intel Core i5-4200U damit eine ausreichende Leistung bieten und für Office- und Multimedia-Anwendungen, aber auch für anspruchsvolle Spiele bestens gewappnet sein. 

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Der Intel Core i5-4200U verfügt mit der Intel HD Graphics 4400 zwar über eine integrierte Grafiklösung, für aufwendige Rechenoperationen wie eben Spiele steht aber auch eine NVIDIA GeForce GTX 860M zur Verfügung. Diese gibt es wahlweise auf "Kepler"- oder aber auf "Maxwell"-Basis. ZOTAC entschied sich hier für die neuere Architektur. Zum Einsatz kommt deswegen schon die neue GM107-GPU, die weiterhin im aktuellen 28-nm-Verfahren gefertigt wird und rund 1,87 Milliarden Transistoren unterhalten muss.

Die mit "Kepler" eingeführten SMX-Cluster mit 192 CUDA-Cores hat NVIDIA neu angeordnet. Mit "Maxwell" hält jeder der Streaming-Multiprozessoren oder jetzt auch Maxwell-Streaming-Multiprozessoren nur noch 128 Shadereinheiten bereit. Ein SMM ist nun in vier Blöcke mit jeweils 32 Shadereinheiten aufgeteilt. Insgesamt stehen der NVIDIA GeForce GTX 860M fünf solcher Shadercluster zur Verfügung, womit 640 Shadereinheiten (4 x 32 x 5) zur Verfügung stehen. Jeder SMM besitzt zusätzlich acht Textureinheiten, womit die GM107-GPU in der Summe mit 40 TMUs ausgestattet ist. Beim Speicherinterface setzt NVIDIA auf 16 ROPs und zwei Speichercontroller mit einer Breite von jeweils 64 Bit.

Bei den Taktraten fährt man ein gewohnt hohes Level. Während sich der Grafikprozessor mit einem Basis- und Boost-Takt von 1.020 bzw. 1.085 MHz ans Werk macht, rechnet der 2.048 MB große Videospeicher standardmäßig mit 1.350 MHz. Damit entspricht die GeForce GTX 860M einer GeForce GTX 750 Ti aus dem Desktop-Segment