Seite 3: Die Hardware im Detail II

Die Grafikkarte:

Für die beiden anderen Rechner der Buyer's-Guide-Reihe hatten wir noch AMD-Grafikkarten empfohlen, für NVIDIA-Fans aber auch das perfekte NVIDIA-Gegenstück mit angegeben. Beim 1500-Euro-Flaggschiff ist es genau anders herum. Unsere Wahl fiel hier auf das Single-GPU-Topmodell der Kalifornier. Die Gigabyte GeForce GTX 680 OC macht mit höheren Taktraten auf sich aufmerksam. Obendrein sorgt ein WindForce-3X-Kühler für ein angenehm ruhiges Betriebsgeräusch und kühle Temperaturen. Für hohe Auflösungen und stereoskopische 3D-Ausgabe stehen satte 4096 MB zur Verfügung. 

Mögliche Alternative:

Weitere GPU-Tests finden sich in unserer Grafikkarten-Kategorie.

Das Netzteil:

Um die Stromversorgung der High-End-Komponenten kümmert sich ein 550 Watt starkes Seasonic-Netzteil der brandneuen G-Series, welches erst vor kurzem bei uns im Test war. Dieses arbeitet semi-passiv, was bedeutet, dass der verbaute 120-mm-Lüfter sich erst bei bestimmten Temperaturen zuschaltet. Im normalen Windows-Betrieb dürfte der Stromspender somit nahezu lautlos seine Dienste verrichten. Modulares Kabelmanagement und 80Plus-Gold-Zertifikat, das eine hohe Energieeffizienz bescheinigt, sind hier ebenfalls mit am Start. Möchte man sich die Option für ein SLI/CF-System mit zwei Single-GPU-Grafikkarten offen halten, ist der Griff zum 100 Watt stärkeren und ca. 15 Euro teureren 650W-Modell der G-Series einen Gedanken wert, denn das 650W-Modell bringt vier PCI-Express-Stromanschlüsse mit.

Mögliche Alternativen:

Die SSD:

Bei einem Gesamt-Budget von 1500 Euro kann man auch an eine flotte SSD als System-Laufwerk denken. Wir haben diese Idee bei unserer Beispiel-Konfiguration in die Tat umgesetzt und ein 128 GB großes Modell der Vertex 4 von OCZ ausgewählt. Das Laufwerk bringt es zusammen mit dem Indilinx-Everest-2-Controller auf eine Lese- und Schreib-Geschwindigkeit von 560 bzw. 430 MB/Sek. In unserem Test hat die SSD sehr gut abgeschnitten, allerdings gibt es am Markt heutzutage auch diverse andere empfehlenswerte Laufwerke: Samsungs SSD-840-Serie ist momentan "in", beim sequenziellen Schreiben allerdings spürbar langsamer (130 MB/s). Ansonsten liegen im gleichen preislichen Rahmen noch die Crucial m4 und die Samsung SSD 830.

Mögliche Alternativen:

Die Festplatte:

Als Datengrab dient weiter unsere Western Digital Caviar Blue mit 1000 GB, die wir schon von unserem 1000-Euro-System her kennen. Der Magnetspeicher arbeitet mit schnellen 7200 Umdrehungen in der Minute und kann mit einem 64 MB großen Cache punkten. Keine Veränderungen also hier vom Mainstream- zum High-End-System.

Das optische Laufwerk:

Um beim optischen Laufwerk noch einen draufsetzen zu können, spendierten wir unserem System einen Blu-ray-Brenner. Das SATA-Laufwerk liest und beschreibt DVDs aber mit bis zu 16-facher Geschwindigkeit. Blu-rays werden hingegen mit 10-facher Geschwindigkeit (maximal) ausgelesen und beschrieben. Wer sparen möchte, kann natürlich auch hier nur einen DVD-Brenner einsetzen, wenn keine Blu-rays gebrannt werden sollen.

Das Gehäuse:

Um die teure Hardware sicher zu verstauen, wählten wir ein geräumiges Gehäuse: Das Bitfenix Shinobi XL ist es in weißer Farbe geworden (zu unserem Test). Dieses bietet ausreichend Platz für eine anständige Kühlung, erlaubt einen schnellen und sicheren Einbau der Hardware dank zahlreicher Schnellverschlüsse und hätte noch genug Platz für eine aufwendige Wasserkühlung. Zumindest ist im Gehäuse noch Platz für einen Radiator und Schlauch-Durchführungen wären ebenfalls vorhanden. Um das System einen kleinen Hardwareluxx-Look zu verpassen, legte unser Partner Caseking.de passende Mesh-Stripes in HWL-Farbe obendrauf.

Wird ein Gehäuse aus Aluminium bevorzugt, können wir das Lian Li PC-V700 empfehlen (zu unserem Test). Obwohl im Inneren ein ATX-Mainboard montiert werden kann, ist dieses Gehäuse dank des intelligenten Aufbaus erstaunlich kompakt. Gegenüber dem BitFenix-Gehäuse müssen aber etwa 70 Euro Aufpreis einkalkuliert werden.

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