Seite 7: Fazit

Im Vergleich zu unseren beiden anderen Konfigurationen setzt unser 1500-Euro-Rechner noch einmal einen oben drauf - mal mehr, mal weniger. Denn während die übertaktete GeForce GTX 680 und der Intel Core i7-3770K für weitere Leistungssteigerungen vor allem in Futuremarks 3DMark 11 oder Anno 2070 und Cinebench 11.5 sorgen konnten, fiel das System in Crysis Warhead etwas zurück und konnte die Radeon HD 7950 aus unserem kleineren 1000-Euro-Rechner nicht überholen. Bei großen Auflösungen und stereoskopischen 3D-Bildern lohnt sich der Aufpreis zur 4096-MB-Karte. 

Bei der Leistungsaufnahme und der Lautstärke kann das System ebenfalls überzeugen. Zumindest im normalen Windows-Betrieb, denn auch hier konnte sich der 1500-Euro-Rechner auf Rang 2 unserer Buyers-Guide setzen. Mit einem Schallpegel von gerade einmal 41,6 dB(A) und einer Leistungsaufnahme von 55,1 Watt überholte er jeweils eines der beiden anderen Systeme. Unser 1500-Euro-System blieb hier leiser und stromsparender. Unter Last drehten die Lüfter aber deutlich auf und erzeugten eine Geräuschkulisse von bis zu 48,9 dB(A). Das Gesamtsystem zog bis zu 271,3 Watt aus der Steckdose. Hier reichte es leider nur für den letzten Platz - kein Wunder bei der Performance. 

Sehen lassen kann sich aber vor allem auch die Ausstattung, die nicht unbedingt für hohe Frameraten sorgt. So spendierten wir unserem High-End-PC einen Blu-ray-Brenner, womit sich nicht nur herkömmliche DVDs auslesen und beschreiben lassen, sondern auch deutlich größere Blu-rays. Außerdem reichte das angesetzte Budget für eine schnelle SSD als System-Laufwerk. Die OCZ Vertex 4 stellt in unserem Fall 128 GB zur Verfügung und bringt es auf eine Lese- und Schreibgeschwindigkeit von 560 bzw. 430 MB/Sek. Vor allem der Startvorgang von Programmen und Windows wird deutlich beschleunigt. 

Das Bitfenix Shinobi XL ist ein sehr geräumiges Gehäuse, das selbst mit aufwendigen Wasserkühlungen zurechtkommt. Wer noch ein paar hundert Euro zusätzlich auf der hohen Kante liegen hat, kann den Radiator und den nötigen Ausgleichsbehälter mit ins Gehäuse stecken. Wer einen externen Wärmetauscher bevorzugt, kann den dank der Schlauchdurchführungen außerhalb platzieren. 

Buyer's Guide: Der perfekte Gaming-Rechner
Hersteller und Bezeichnung Der 1500-Euro-PC Preis
CPU Intel Core i5-3770K,
4x 3,5 GHz, 8 MB L3-Cache
ca. 275 Euro
Mainboard ASRock Fatal1ty Performance
Z77-Chipsatz
ca. 115 Euro
Speicher 2x Patriot Memory Viper 3 PC3-14900 8 GB, CL9 ca. 40 Euro
Grafikkarte Gigabyte GeForce GTX 680 OC
4096 MB GDDR5, SLI
ca. 475 Euro
Festplatte Western Digital Caviar Blue WD10EZEX
1000 GB, 7200 rpm, 64 MB
OCZ Vertex 4 128GB
ca. 65 Euro

ca. 96 Euro
Optische Drives LG BH10LS38 16x DVD-/10x BD-Writer ca. 65 Euro
Soundkarte onboard -
Netzteil Seasonic G-Series 550W ca. 95 Euro
Gehäuse Bitfenix Shinobi XL ca. 130 Euro
Sonstiges Phanteks PH-TC14PE ca. 80 Euro
Preis
Gesamt   ca. 1430 Euro
Testergebnisse
3DMark 11 P9876
Anno 2070 96,9 FPS
Crysis Warhead 44,69 FPS
Metro 2033 43,99 FPS 
Cinebench 11.5 7,51 Punkte
Luxmark 2.0 645k Samples/Sek.
Sisoft Sandra Memory 26,52 GB/Sek.
PCMark 7 4890 Punkte 
Stromverbrauch Idle: 55,1 / Last: 271,3 Watt
Lautstärke Idle: 41,6 / Last: 48,9 dB(A) 
Temperaturen CPU/GPU/Gehäuse: 42/53/29 °C

Wer Wert auf einen preisgünstigen Gaming-Rechner legt, fährt mit unserem 1000-Euro-System etwas besser, da dieses im Hinblick auf den Preis ähnlich hohe Frameraten ermöglicht. Eine flotte SSD und einen Blu-ray-Brenner gibt es dann allerdings nicht mehr. Allerdings lassen sich einzelne Komponenten aus diesem System auch für das 1000-Euro-System als Upgrade verwenden: Sinnvoll sind beispielsweise die schnellere Grafikkarte und die SSD.