Seite 7: Fazit

Das neue TG6 RGB unterscheidet sich optisch deutlich vom Vorgängermodell TG5 bzw.TG5 RGB. Das liegt allerdings fast nur am neuen Beleuchtungskonzept der RGB-Lüfter. Funktional hat sich hingegen wenig geändert. Besonders deutlich wird das mit Blick auf unsere Pro- und Kontra-Punkte - denn sie waren beim TG5 fast identisch. 

Die neuen A-RGB-Lüfter beim TG6 RGB zeigen zwar weniger Leuchtfläche, sie wirken durch Leuchtringe in drei Ebenen aber plastischer und ermöglichen auch bunte Regenbogeneffekte. Die Beleuchtungssteuerung kann wahlweise direkt über den umfunktionierten Reset-Taster oder über ein geeignetes Mainboard erfolgen. Dabei sind an der Platine sogar noch vier A-RGB-Anschlüsse für weitere Beleuchtungselemente frei. 

Weil Front und Seitenteil aus Glas bestehen, kommen die A-RGB-Lüfter bestens zur Geltung. Und nicht nur die - auch die Hardware im Innenraum bleibt sichtbar. Der Zweikammeraufbau und das solide Kabelmanagement sorgen dabei für die nötige Ordnung. Dem Zweikammeraufbau ist es auch zu verdanken, dass überlange Grafikkarten problemlos Platz finden. Dem CPU-Kühler und dem Kabelmanagement könnte das schmale Gehäuse aber doch noch etwas mehr Luft gönnen. So wird es für besonders hohe Tower-Kühler zu eng und die Kabel müssen durchaus überlegt platziert werden, damit sich das Stahlseitenteil noch schließen lässt. 

Diese Einschränkungen galten genauso schon für das TG5 (RGB). Wer genau hinsieht, erkennt doch noch einige Verbesserungen. So wirkt das Glasseitenteil ohne die direkt sichtbaren Montageschrauben noch eleganter. Und anders als bei unserem TG5-Sample hat das TG6 RGB nun Gummischoner unter den Standfüßen. Die Lüfter laufen laut unseren Messungen deutlich leiser als noch beim TG5. Dafür erwärmt sich aber vor allem die GPU doch recht deutlich. 

Gegenüber vielen anderen A-RGB-Gehäusen seiner Preisklasse ist das TG6 RGB trotz der überschaubaren Fortschritte gut aufgestellt. Das liegt vor allem daran, dass sowohl die Beleuchtung als auch die Lüfter unkompliziert geregelt werden können. Sharkoon unterstützt die üblichen Beleuchtungsstandards der Mainboardhersteller und erlaubt gleichzeitig die Steuerung am Gehäuse. Die Lüftermotoren können nicht nur über Molex-, sondern auch über reguläre 3-Pin-Lüfteranschlüsse versorgt werden. Damit ist es am ehesten mit dem BitFenix Nova Mesh TG A-RGB zu vergleichen. BitFenix spart allerdings den RGB-Controller ein und setzt damit ganz auf die Steuerung über das Mainboard. Und die vier A-RGB-Lüfter werden nicht in verschiedenen Ebenen, dafür aber großflächig beleuchtet. 

Wer ein grundsolides A-RGB-Gehäuse für unter 100 Euro sucht, erhält mit dem Sharkoon TG6 RGB eines der stimmigeren Modelle. Allerdings muss man trotz der vier vormontierten Lüfter mit einer etwas mageren Kühlleistung rechnen. 

Positive Aspekte des Sharkoon TG6 RGB:

  • gehärtetes Glas vor Front und linker Seite
  • vier 120-mm-RGB-Lüfter inklusive
  • moderner Innenraum, Netzteil und Laufwerkskäfig abgetrennt
  • Platz für 360-mm-Radiator hinter der Front 
  • ausreichendes Kabelmanagement, I/O-Panel mit je zweimal USB 2.0 und USB 3.0, Staubfilter
  • Lüfter regelbar, RGB-Beleuchtung kann über Reset-Taster oder geeignetes Mainboard gesteuert werden
  • genug Platz für die meisten Towerkühler, viel Platz für Grafikkarten

Negative Aspekte des Sharkoon TG6 RGB:

  • hinter der Front und an der Rückwand nur 120-mm-Lüfterplätze, Kühlleistung ab Werk vor allem mit Blick auf die GPU mager
  • nur stellenweise werkzeuglose Montage
  • teils einfache Staubgitter, Entnahme könnte an Front und unter dem Netzteil komfortabler sein

Preise und Verfügbarkeit
Sharkoon TG6 RGB
Nicht verfügbar Nicht verfügbar Ab 82,61 EUR
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