[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Ok, wenn es schon jemanden gibt, dann dürfte er ja nicht enttäuscht sein in der stillen Hoffnung, dass du den Laden mal übernehmen würdest.
Dann Kündigung raus und wenn danach die Stimmung noch passt beim Abschied den Gutschein übergeben.
 
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Ich könnte mir gut vorstellen irgendwann selbst dann Angestellte zu haben. Ich hab allerdings auch im Arbeitsumkreis immer wieder beobachtet wie schnell sowas in die Hose geht.
Da übernehmen Leute mit 0 Führungskompetenz oder Erfahrung dann ganze Büros und sind auf einmal Chef.
Als erstes muss ich bei so einer Nummer - meiner Meinung nach - fachlich noch sattelfester werden. Da reichen keine 10 Jahre Erfahrung, sondern mMn sind da 20-30 Jahre erforderlich, damit man wirklich in jeder Lebenslage fundiert zur Seite stehen kann. Und dann muss man dadurch auch die Kapazitäten haben sich aktiv damit zu beschäftigen, wie man wirklich Chef wird und sich persönlich qualifiziert anstatt nur fachlich.
Daher war es für mich - auch wenn finanziell sehr reizvoll - keine Option in "jungen Jahren" direkt Geschäftsführer zu werden.
 
Kann ich bestätigen.
Ich hatte in meiner letzten Verwendung 10 Leute unter mir, aus 4 Fachrichtungen (in nur einer war ich auch selbst ausgebildet) und war der zweitjüngste von uns.
Es ging nicht in die Hose, aber man hat deutlich gemerkt, dass es besser ist wenn die Person auf den Posten schon etwas Erfahrung mitbringt und nicht direkt aus der Ausbildung dort landet.
 
Kündigung ist durch. Gespräch war sehr wertschätzend und ich darf jeder Zeit - sollte ich aus irgendeinem Grund zurück ins Angestelltenverhältnis wollen - wiederkommen. Übergabe des Dankeschöns fühlte sich trotzdem komisch an und erfolgt dann Ende Juni.
 
Ja sowas gehört in den letzten Tag.

Dann viel Erfolg bei dem was Du in Zukunft tust!
 
Am Freitag gab es ne Betriebsversammlung. Normal wird das Gehalt immer Rechtzeitig früher bezahlt, doch dieses mal hat man es gnadenlos ausgereizt. Hat nun nicht gereicht, Geld ist heute nicht drauf und morgen ist 1 Juni und damit Verzug. Einige Kollegen überlegen, morgen nicht zur Arbeit zu gehen oder dort nichts zu machen. Der Chef sagte am Freitag, das die Gehälter überwiesen worden sind, weil doch einige Fragten. Hat nur nicht geklappt.
Das wird morgen früh wohl ziemlich spannend. So ein Scheiß. Warum macht man sich als Betrieb so einen Stress... Wenn der Chef nicht gelogen hat, muss das Geld am Montag ja eingehen. Das Niederlegen der Arbeit ist nicht erlaubt, wenn mit einen Geldeingang zu rechnen ist. Also erst ab Dienstag dann :)
Für mögliche Schäden ist der AG trotzdem ersatzpflichtig.
Schlimmer finde ich, das der AGG das wohl eher aus anderen Gründen macht und diese keine guten Gründe sind für folgende Lohnzahlungen...
 
Mist, aber Gehalt am Ersten wäre doch noch rechtzeitig, oder? Hab früher mein Gehalt immer erst am 1. bekommen.
Wenn der AG plötzlich später bezahlt als normal, würde ich mir auf jeden Fall sorgen machen. Hast du du was mitbekommen ob es Liquiditätsprobleme gibt?
 
Es scheint wohl wirklich Probleme mit dem Geld zu geben, da wir ziemlich große Projekte bearbeiten und wohl irgendein Zahlungsziel nicht pünktlich erreicht worden ist. Am 1 des Monats ist zu spät. Am Ende mache ich deshalb kein Fass auf, aber es ist schon beunruhigend für die Zukunft. Ich habe bereits 1 Pleite hinter mir. Dank dem Insolvenzgeld sind die Gehälter ja absolut sicher. Nur sind Überstunden dann wertlos. Und genau das wird aktuell angefordert.
 
Das Niederlegen der Arbeit ist nicht erlaubt, wenn mit einen Geldeingang zu rechnen ist.
Wenn das Geld notfalls eh durch Insolvenzgeld gesichert ist, warum dann niederlegen? Wäre ja im Zweifelsfall sogar kontraproduktiv, wenn der Betrieb dann nichtmal mehr liefern kann weil keiner arbeitet. Oder verpass ich was? Oder sind alle so weit im Überstundenkonto und haben deswegen schon Angst?
Drück dir die Daumen, dass das morgen wirklich ankommt. Du kommst ja sicher auch erstmal mit Rücklagen über die Runden, aber gibt bestimmt einige Kollegen die sich jetzt zwischen Miete und Essen entscheiden dürfen.
 
Naja aktuell habe ich 1 Woche an Plusstunden. Die sind bei Insolvenz oder Kündigung quasi weg, da man irgendwann (oder sofort) freigestellt wird und diese dann als abgefeiert gelten. Wer keine Stunden hat, verliert auch nichts. Also ist es nicht schlau, Stunden zu haben. Ich habe den Spaß vor 8 Jahren schonmal durch.
Noch hofft man ja auch aufs Beste, das setzt aber auch voraus, das in Zukunft genügend Geld reinkommt. Wenn jetzt dieser Monat knapp ist, wird der nächste Monat mit halben Gehalt extra an Urlaubsgeld wirklich spannend.
Ich kann einige Monate ausgleichen, spaß macht das aber auch nicht. Ich habe den Mist halt schonmal hinter mir. Habe gar kein Bock auf neuen Job.
 
Überstunden sind bei Kündigung auch mit Freistellung nicht automatisch weg. Bei Insolvenz weiß ich es nicht.
 
Bei Insolvenz weiß ich es nicht.
Das ist aber genau der Punkt.
Ü-Stunden sind, wenn man so will, nicht ausbezahlte Gehälter.
Man könnte sogar sagen, dass sie, wenn die im Abgesang massiv eingefordert werden, sogar Teil der Strategie sind. (Leistung ohne (direktes) Gehalt)
Egal wie man es dreht, die gehen, wie auch sonstige Gehaltsforderungen, in die Insolvenzmasse ein. Und solche Forderungen werden als letztes bedient.
-> man hat also Gehalt verloren, auch wenn man normal weiterbezahlt wurde oder Insolvenzgeld bekommen hat.
 
Überstunden sind bei Kündigung auch mit Freistellung nicht automatisch weg. Bei Insolvenz weiß ich es nicht.
Überstunden sind bei Kündigung als auch Insolvenz in soweit "weg", weil sie mit der Freistellung abgegolten sind. Wer nicht Freigestellt wird, der verliert auch nicht die Überstunden. Bei Kündigung bekommt man sie natürlich dann ausgezahlt, nur meistens wird man freigestellt, wenn man gekündigt wird. Bei einer Insolvenz sind Überstunden Teil der Insolvenzmasse und werden mit den Gläubigern aufgeteilt. Da man bei einer Insolvenz ohne Aussicht auf Erfolg irgendwann freigestellt wird, sind die Überstunden damit dann auch abgegolten (wenn die Stunden dafür reichen). Die Kündigungsfrist ist nicht ganz unrelevant, da man da zwar erstmal ALG1 erhält, aber der restliche Betrag zum vollen Gehalt Teil der "aktuellen Löhne" wird und je nachdem ernsthafte Aussichten auf Erfolg haben kann. Ich habe 1,5 Jahre später die restlichen 40% (60% ALG1) vom Lohn ausgezahlt bekommen aus der Konkursmasse 2019. Lieber spät als nie und ich habe nicht damit gerechnet. Habe mich echt gefreut, war bei mir 2x 0,4 = 0,8 Monatsgehalt einfach "so aus den Nichts".

Die Reihenfolge ist wie folgt bei Insolvenz:
1. Der Insolvenzverwalter bekommt natürlich immer sein Geld, genau so der Staat
2. Die aktuellen Löhne der Angestellten kommen direkt danach
3. die Gläubiger, dazu gehören auch Dinge wie Überstunden der Angestellten, welche vor der Insolvenz angesammelt worden sind

Geld kam heute übrigens an. Das Ding war, das auf eine bezahlte Rechnung auf ein Projekt gewartet wurde, welches unsere Löhne die nächsten Monate bezahlt. Ein typisches Problem bei sehr großen Projekten mit großen Meilensteinen für die Zahlungsziele.
 
Oder er hatte das Geld zuhause vergessen?
 
Angeblich soll Konzernweit das mobile Arbeiten noch weiter eingeschränkt werden.
Aktuell sind 60/40 (3 Tage vor Ort, 2 Tage mobil) erlaubt, bald soll es dann 80/20 sein...

Ärgert alle sehr, da an manchen Standorten gar nicht mehr genug Parkplätze vorhanden sind, und dann sowieso alle am Freitag den mobilen Tag machen werden.
Ich hab damals die Stelle auch nur angenommen, da ich dort 40/60 versprochen bekommen habe, was aber direkt in der ersten Woche zu 60/40 gekippt wurde. (Einfache Strecke 50 Minuten...)

Sitz ich dann bald 4 Tage alleine im Büro, da der Rest von meinem Team in Süddeutschland ist :fresse:

Müssen mich die anderen hier aufm Flur noch einen Tag mehr mit kurzer Hose ertragen :asthanos:
 
Bei uns wurde das in einem Teilbereich auch stark zurück genommen. Vorher wurden Bürogebäude verkauft bzw. nicht mehr weiter angemietet. Mit der Folge, dass die Leute sich Abteilungsübergreifend abstimmen müssen um einen passenden Büroplatz zu bekommen. Oder man sitzt halt irgendwo fernab seiner direkten Abteilungskollegen, wo ein Platz frei ist. Weil dadurch ist man auf jeden Fall viel produktiver als im Homeoffice. Ganz sicher, man muss nur fest dran glauben.

Bisher ist bei uns auch 60/40 erlaubt.
 
das ist alles nur der Anfang. Ist mir schon bei der Jobsuche Anfang des Jahres extrem aufgefallen, und ich denke es gibt da nur eine Tendenz.

Ist natürlich absurd, liegt aber eben an den Arschgeigen, die das System ausnutzen, und für alle madig machen. Ein Jammer ist das
 
Ist halt einfach wenn Stellen abgebaut werden sollen aber Kündigungen (Abfindungen) keine Option sind. Homeoffice etc. abdrehen, dann gehen viele Leute freiwillig.
 
abdrehen, dann gehen viele Leute freiwillig.
Nur, wenn sie nen alternativen Job mit mehr Remote finden und da würde ich heute auf keine Aussage mehr vertrauen. Bei uns ist noch 40(Büro)/60(HO) und bis jetzt gab es auch noch keine Ansage, wundern würde mich aber nix mehr.

aber eben an den Arschgeigen, die das System ausnutzen,
Leider ja, aber die Arschgeigen hindert doch auch nix daran im Büro auch nix zu tun. Dort können sie halt nicht den Rasen mähen oder ihren Wocheneinkauf machen.
 
Unsere Büros gehören uns und können auch nicht an Externe vermietet werden, d.h. es wäre jederzeit möglich uns 5/5 Tage zurück ins Büro zu "zwingen". Genug Platz für die Mannschaft wäre da.
Problem: ich glaub die Gewerkschaft würde durchdrehen, würde sowas angeordnet werden :fresse2:

Kann mir aber vorstellen, dass sie auf eine 60/40 Regelung irgendwann zurückgehen werden.
Mir ist es letztlich egal von wo ich rumLuxxe.
 
Nur, wenn sie nen alternativen Job mit mehr Remote finden und da würde ich heute auf keine Aussage mehr vertrauen. Bei uns ist noch 40(Büro)/60(HO) und bis jetzt gab es auch noch keine Ansage, wundern würde mich aber nix mehr.

Ich hab im "Bekanntenkreis" tatsächlich zwei Fälle wo es seitens des Konzerns so gehandhabt wird. Komische Nummer, aber hat teilweise gut funktioniert. In erster Linie weil die Mitarbeitenden während Corona weggezogen sind (rund 2-3h einfache Fahrzeit) und darauf gesetzt haben dauerhaft nicht mehr an den Standort zu müssen.
 
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