[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Gestern Abend mit einem Headhunter von einer großen Bude telefoniert, der suchte einen Projektmanager für einen Top-Arbeitgeber hier in der Region. Hab die Firma sogar lange als Dienstleister betreut über Jahre früher - passte also neben meinem Profil auch ganz gut. Stellenbeschreibung der Projektmanager-Stelle noch als PDF bekommen und wurde direkt auch nach freien Terminen für ein längeres Telefonat gefragt. Coole Sache.

Heute morgen kommt eine kurze Mail, dass es doch nicht passen würde, weil die Firma einen erfahrenen Produktmanager für B2C sucht. Ich muss mich da echt immer zusammenreißen. Ist es echt so schwer eine richtige/passende Stellenbeschreibung bzw. Profil zu formulieren?
 
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Bei manchen Firmen sind Productmanager und Projektmanager quasi das gleiche, da kann man schon mal durcheinander kommen :bigok:
Du hast aber auch echt ein Glück.
 
Ist es echt so schwer eine richtige/passende Stellenbeschreibung bzw. Profil zu formulieren?
Hatte letztens ein Gespräch mit einer Firma für eine Stelle im Security Sektor (IT). Hatte alles soweit gepasst, Mein Profil, Gehalt, Home Office, Teilzeit (Ich habe seit 2018 eine 4 Tage Woche/32h). Ich Fragte zur Sicherheit am Ende noch mal, ob das mit den Stunden wirklich passt. Antwort: Ja, das passt. 1 Woche Später kommt eine Mail: Passt doch nicht, wir brauchen jemanden der 40h & im 24/7 Schichtsystem Ackert. In der Stellenbeschreibung stand ausdrücklich Teilzeit ist kein Problem & kein einziges Wort von 24/7 Schichtsystem...

Also ja, es scheint so schwer zu sein eine richtige/passende Stellenbeschreibung bzw. Profil zu formulieren 💩
 
Wird echt Zeit, dass endlich Gehaltsangaben in Stellenanzeigen Pflicht sind. Hatte auch Gespräch vor kurzem, telefonisch alle sehr sympathisch, hatten sogar zwei Positionen mit denen sie dann angefragt haben, ob ich auch Interesse für die andere hätte. War dann vor Ort, nach der Vorstellung mal Gehalt besprochen und das Gespräch war sofort wieder vorbei :fresse:

Nachdem mir letztes Mal als ich das vor nem persönlichen Gespräch direkt angefragt hab um genau sowas zu vermeiden, SEHR negativ aufgenommen wurde, hab ich mir das diesmal halt aufgehoben. Tja, meine Anfahrt für nix und zwei Mitarbeiter auch sinnlos geblockt.

Demnächst steht wieder eins an, Stunden sind da auch spannend. Am Papier 35h und 70% Reisebereitschaft, persönliche Einschätzung aufgrund der Anzeige und meiner bisherigen Erfahrung sagt, dass bleibt beim Papier. Dann bin ich aber raus, mal schauen was die erzählen :fresse: wäre aber nicht abgeneigt was neues zu finden, Stellenabbau in der aktuellen Bude wird immer wahrscheinlicher
 
Ich versteh's auch nicht. Hab hier auch schon einigen Interessenten abgesagt, weil die nicht mal diese eine Basisinfo rausrücken wollten. Als würde ich meine Zeit mit sowas verschwenden.
 
Wird echt Zeit, dass endlich Gehaltsangaben in Stellenanzeigen Pflicht sind.
Haben wir hier in Österreich, kannst, sofern es nicht über eine Recruiting-Bude läuft, trotzdem vergessen. Da steht nur das Mindestgehalt laut Kollektivvertrag (österreichisches equivalent des Tarifvertrags bei euch), und Überzahlung nach Erfahrung usw. Manche schreiben eine Range hin, die wirklich bezahlt wird, aber meistens ist das nicht der Fall. Und wenn ich dann 50-100% aufs Mindestgehalt draufschlagen muss, dass es relevant wird, bewerbe ich mich gar nicht erst.

Beispiel, wie sowas bei uns ausschaut:
  • Faire & attraktive Vergütung: Das kollektivvertragliche Mindestgehalt laut des KV der Elektro- und Elektronikindustrie für diese Position beträgt EUR 3.775,27 brutto monatlich auf Vollzeitbasis. Die tatsächliche Bezahlung wird im persönlichen Gespräch vereinbart
 
Ich hatte mich auch auf eine interessante stelle beworben. Ich habe 82.000€ gefordert (all in). War dann auch vor Ort und alles hat gepasst. War echt ein tolles Gespräch.

Am anderen sagten die mir dann "50.000€ bieten wir".

Wieso wurde ich eingeladen? Total unnötig für alle
 
Finde ich mal wieder höchst ungewöhnlich das alles, aber vielleicht sind wir ja auch die Ausnahme.

Bin wie gesagt des öfteren in Hiring Prozessen vertreten, für meine Teams wie auch für andere Funktionen. Mir wurden alle Bewerbungen die grundsätzlich passen (Vorauswahl von HR) vorgelegt. Unpassende Gehaltsvorstellungen wurden immer klar benannt bzw gesagt dass die Kandidaten nicht in Frage kommen. Die durfte ich dann auch nicht mehr einladen. Aber es war stets interessant zu lesen welche CV mit welchen Vorstellungen einher gehen.

Man hat dann höchstens gemeinsam beraten ob man hier selbst mehr investieren muss, bspw eine andere Funktionsbezeichnung nehmen müsste um mit dem Gehaltsband weiter in die Unternehmensstruktur zu passen, oder ob wir unsere Ansprüche runter schrauben müssten etc..

Aber HR war / ist bei uns da ein super Business Partner und die klären das Grundsätzliche immer vorab mit den Bewerbern. Nun sind wir mit ca 6.000 Leuten nicht super klein und ich kann verstehen wenn das kleine Frittenbuden nicht hinkriegen. Aber von jedem Mittelständler würde ich das erwarten. 30k Unterschied bei den Vorstellungen und das kommt nach dem Gespräch raus? Da lege ich meine Hand für ins Feuer dass so etwas bei uns nicht passiert.
 
Wird echt Zeit, dass endlich Gehaltsangaben in Stellenanzeigen Pflicht sind.
Bei deiner Bewerbung wollten die nicht wissen, was deine Vorstellung ist? Wir fragen das immer ab, wenn die Vorstellung nicht in die Range vom Joblevel passt, können wir uns den Spaß gleich für beide Seiten sparen. Selten gibt es vlt. noch mal ne Möglichkeit den Kandidaten auf ne höhere Positon zu Stufen wenn er Interesse hat und das auch Liefern kann, muss man dann im Interview sehen.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Aber HR war / ist bei uns da ein super Business Partner und die klären das Grundsätzliche immer vorab mit den Bewerbern.
So läuft das bei uns auch, Pre-Screening machen die direkt für uns.
 
Haben wir hier in Österreich, kannst, sofern es nicht über eine Recruiting-Bude läuft, trotzdem vergessen.
Uff das ist ja dann wirklich komplett sinnlos, Hauptsache gesetzliche Anforderung irgendwie erfüllt dann?
Bei deiner Bewerbung wollten die nicht wissen, was deine Vorstellung ist?
Nope, ist auch ne recht kleine Bude gewesen (~50 Leute mein ich). Das obere Ende des Gehalts was die zahlen könnten waren 45k/Jahr, mit 25 Tagen Urlaub. Ich mach den Bums jetzt seit der Ausbildung quasi, sprich >10 Jahre Berufserfahrung in dem Bereich :fresse: Urlaub wären die mir noch entgegen gekommen, aber für das Gehalt hab ich 2019 gearbeitet. Hab das Gefühl, die Stelle ist noch lange offen. Gäbe zwar "auch" n Firmenwagen, aber immerhin tausch ich auch HO gegen 1-2 Tage beim Kunden vor Ort, geht ja gar nicht anders als mit Auto dann effektiv.
 
Haben wir hier in Österreich, kannst, sofern es nicht über eine Recruiting-Bude läuft, trotzdem vergessen
Wirst du auch in Deutschland komplett vergessen können. Gibt einfach (noch) mehr Bürokratie.
 
Hatte letztens ein Gespräch mit einer Firma für eine Stelle im Security Sektor (IT). Hatte alles soweit gepasst, Mein Profil, Gehalt, Home Office, Teilzeit (Ich habe seit 2018 eine 4 Tage Woche/32h). Ich Fragte zur Sicherheit am Ende noch mal, ob das mit den Stunden wirklich passt. Antwort: Ja, das passt. 1 Woche Später kommt eine Mail: Passt doch nicht, wir brauchen jemanden der 40h & im 24/7 Schichtsystem Ackert. In der Stellenbeschreibung stand ausdrücklich Teilzeit ist kein Problem & kein einziges Wort von 24/7 Schichtsystem...

Also ja, es scheint so schwer zu sein eine richtige/passende Stellenbeschreibung bzw. Profil zu formulieren 💩

Ich kann jetzt nur mutmaßen, aber das sieht (mal wieder) nach fehlerhafter Kommunikation zwischen HR und der entsprechenden Abteilung aus. Wer dafür die Schuld hat, sei mal dahin gestellt. Ich finde sowas nicht nur im höchsten Maße unprofessionell, sondern es ist auch einfach massive Zeit- bzw. Ressourcenverschwendung.

Vor paar Monaten hatte ich auch eine Stellenanzeige, wo die Firma einen Senior Prozessoptimierer-irgendwas mit Masterstudium, X Jahren Berufserfahrung gesucht hat. Kam eine Absage. Habe dann mal wieder nachgefragt woran es liegt und die HR-Tante sagte, dass meine Gehaltsvorstellung zu hoch gewesen sei. Die Stelle wäre für max. 50k€ p. a. angesetzt. Konnte ich nicht ganz nachvollziehen aber eine direkte Absage ist mir lieber, als wenn sowas dann erst nach 1-2 Runden raus kommt.

Wenn es über Headhunter läuft, kann man zumindest das vorher oft abklopfen wie @P4LL3R schon sagte. Ich denke Firmen und Bewerberseite könnten sich viel Zeit sparen, wenn die Gehaltsspannen zumindest ungefähr in der Stelle stehen würden. Auch das ist jetzt wieder nur Mutmaßung, aber ich glaube einige Firmen versuchen einfach krampfhaft irgendeinen Dummen zu finden, der es unter Marktwert macht. Gerade in der aktuellen wirtschaftlichen Lage.
 
Ich rufe bei interessanten Stellen immer vorab einmal an. Da werden big Points wie HO, Reisetätigkeit und Gehalt, in einem Band, abgeklopft.
Nützt ja nichts, wenn man bei diesen Feldern schon nicht zusammen kommt. Bisher hat das auch immer ganz gut funktioniert.
 
Ich rufe bei interessanten Stellen immer vorab einmal an. Da werden big Points wie HO, Reisetätigkeit und Gehalt, in einem Band, abgeklopft.
Nützt ja nichts, wenn man bei diesen Feldern schon nicht zusammen kommt. Bisher hat das auch immer ganz gut funktioniert.
Wobei ich da gemischte Erfahrung mit habe. Wenn Tarifvertrag (TVöD oder anderer Tarifvertrag) wurde es benannt, aber sonst hieß es auch oft "schicken Sie uns doch erstmal Ihre Unterlagen zu" oder "was stellen Sie sich denn vor?". Und dann wurde nur gedruckst "Joa", "Mhh", "nicht ganz".
 
Wobei ich da gemischte Erfahrung mit habe. Wenn Tarifvertrag (TVöD oder anderer Tarifvertrag) wurde es benannt, aber sonst hieß es auch oft "schicken Sie uns doch erstmal Ihre Unterlagen zu" oder "was stellen Sie sich denn vor?". Und dann wurde nur gedruckst "Joa", "Mhh", "nicht ganz".

Also bisher habe ich zumindest immer ein Band bekommen, z.B. von 75k€ bis 85k€ usw.. Das war dann eine Grundlage über die man sich unterhalten konnte, sollte es zu weit von meinen Vorstellungen entfernt gewesen sein, habe ich dann auch keine Bewerbung eingereicht.
 
Also bisher habe ich zumindest immer ein Band bekommen, z.B. von 75k€ bis 85k€ usw.. Das war dann eine Grundlage über die man sich unterhalten konnte, sollte es zu weit von meinen Vorstellungen entfernt gewesen sein, habe ich dann auch keine Bewerbung eingereicht.
Das sind wenigstens vernünftige Auskünfte.

Ich hab bisher nur ne klare Aussage bei einem Unternehmen bekommen, wo Online der Tarifvertrag eh einsehbar war, inkl. der jeweiligen Position.
Oder eben TVöD, wo dann gesagt wurde "Eingruppiert in Eingestuft in + Spielraum nur bei Wechsel von öD direkt zu uns".
 
Falscher Thread?
 
Nö, damit kann man sehr schöne Zahlen "würfeln" und jeder darf mal.
(ist nicht so stochastisch wie echtes Würfeln)

Wenn man nach dem Warum fragt:
Wenn keine Zahlen genannt werden, dann muss man davon ausgehen, dass hier eine Entscheidungsfindung unheimlich schwer zu sein scheint.
Diesem Problem kann man mit sowas begegnen. Es kommt immer eine Zahl raus, dem einen gefällt sie, dem anderen nicht.
Dann kann man sich noch für einen Verrechnungssatz entscheiden. z.B man spielt im den Stundenlohn.
Also besser 3x Bull treffen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Im SAP-Umfeld stoße ich bei den großen Konzernen fast immer auf Gehaltsangaben - ich finde das auch deutlich passender: da weiß man vor der Bewerbung schon, welcher Gehaltsrange möglich ist.
Außerdem sind die Stellen oft international und bei den US-Jobpostings ist das gesetzlich vorgeschrieben...da ist es nur folgerichtig das auch in EMEA transparent zu posten
 
Habe mich selbst das letzte mal 2019 / 2020 verstärkt beworben und bei keinem Vorabgespräch wurden grobe Angaben zum Gehalt verweigert. Im Gegenteil, einmal kam das Feedback dass man sich freue das so ehrlich abklopfen zu können.

Kommt wohl auch auf die Branche an, anders kann ich mir diese Unterschiede nicht erklären. (Also ich gehe mal davon aus dass hier zum größten Teil gut ausgebildete Menschen mit entsprechenden Suchprofilen berichten. Deswegen verwundert es mich umso mehr.)
 
Wird echt Zeit, dass endlich Gehaltsangaben in Stellenanzeigen Pflicht sind.
Wieso, überdurchschnittlich vergütet ist doch eine Angabe. ^^

Besonders doof ist es, wenn man den eigenen Marktwert nicht kennt und nach einigen Jahren wieder in den ursprünglichen Job zurückmöchte.
Davor allerdings 22 Jahre selbstständig war und nur insg. 5 Jahre festangestellt.

Leistungen haben sich verfünffacht und das alte Gehalt, damals sehr gut für die Branche, ist längst nicht mehr up to date.

Wo fängt man da an? Es gibt potenziell wenige AG vor Ort und da wild ins Blaue hineinratend anzufragen, ist echt keine gute Idee.
bei den großen Konzernen fast immer auf Gehaltsangaben
International ist das auch alles offener kommuniziert. Die Deutschen sind halt sehr eigen, was dieses Geheimnis um Geld und Verdienst anbelangt, teils echt eine schlechte Angewohnheit.
 
überdurchschnittlich vergütet
Überdurchschnittlich bedeutet dann 23Cent über Mindestlohn? 😅

Wo fängt man da an?
Bewerben und schauen was die anbieten? Ist es überhaupt realistisch, dass du nochmal in deinen alten Job zurück kommst? Du suchst doch glaube ich schon einige Jahre jetzt bzw. warst du nicht sogar erwerbsunfähig? Hast du keine Kontakte mehr aus der Branche mit denen du connecten kannst um die aktuellen marktüblichen Konditionen abzufragen?
 
Überdurchschnittlich bedeutet dann 23Cent über Mindestlohn? 😅
Meistens ja, bedauerlicherweise.

Wer sich abheben möchte, gibt es in der Regel auch an.
Allein bei Minijobs seit Jahren Lidl, Aldi und Co, andere zahlen Mindestlohn, die Discounter 15-16 Euro.
Okay, wird dann auch geschröpft, bis die Ohren bluten, aber das ist ein anderes Thema.
 
Zuletzt bearbeitet:
Allein bei Minijobs seit Jahren Lidl, Aldi und Co, andere Zahlen Mindestlohnt, die Discounter 15-16 Euro.
Naja gut, das ist meistens halt Regale einräumen. Das hab ich vor über Jahren schon als Ferienjob für 5,50€ /h gemacht ... Da muss man halt auch wirklich gar nix können, bzw. das was gebraucht wird lernt man in 2h. Ist halt ja auch ein Problem inzwischen, jeder Job für den man Null Qualifikation benötigt muss nun mindestens das zahlen, während Jobs für die man ne Ausbildung braucht, welche vorher halt auch schon nicht gut bezahlt wurden, fast gar nicht angehoben wurden.
 
Bewerben und schauen was die anbieten? Ist es überhaupt realistisch, dass du nochmal in deinen alten Job zurück kommst? Du suchst doch glaube ich schon einige Jahre jetzt bzw. warst du nicht sogar erwerbsunfähig? Hast du keine Kontakte mehr aus der Branche mit denen du connecten kannst um die aktuellen marktüblichen Konditionen abzufragen?
Absolut.
Nein, ich bin zu lange raus und ich war ja nie unter normalen Bedingungen fest angestellt. Neben der Festanstellung die 5 Jahre noch selbstständig in Vollzeit. Kann niemandem raten, 16-18 Stunden am Tag zu arbeiten. :wall:

Marktüblich gibt es nicht, hier gilt nur das allg. Arbeitsrecht, keine Tarife oder anderes.
Zum Verhandeln fehlen mir derzeit noch die Fähigkeiten/eine gesunde Basis, die Lösung siehe unten.

Dazu ist die Branche primär auf eine Selbstständige ausgelegt und bietet in Festanstellung wenig Praxen, noch weniger Kliniken. Hier sind es sogar noch schwierigere Konditionen.

Ja, ich war nun vier Jahre akut erwerbsunfähig und habe mich dort hinausgearbeitet (siehe Spoiler).

Es wird sich schon etwas finden, nun erstmal das Eine nach dem Anderen, nicht, dass ich dann noch in einen Burnout oder sowas rutsche.
Darauf habe ich so gar keine Lust, nach dem Kampf.
Habe alle meine Altlasten und Probleme der vergangenen Jahrzehnte in den letzten drei Jahren ver- und aufgearbeitet, persönlich, wirtschaftlich, vor allem jedoch gesundheitlich (besonders körperlich, sekundär mental).
Der letzte große Schritt war nach 8 Jahren mit der ehemaligen privaten KK vor Gericht und final durch Corona sowie den deutschen Staat verursacht die private Verbraucherinsolvenz im August 2025.
Der Kampf um eine Wohnung und Sicherheit, der vorerst letzte - Wohnungsabnahme 16.3., ich wohne dort nun seit 8.5. und jetzt zum 22.7. ist alles offiziell.
Wäre beinahe die nächste Katastrophe geworden. o_O

Mir zustehende Rechtsverfahren lasse ich sein, das blockiert das System nur mehr, als es bis jetzt schon ist. Gerade wo jetzt existenzielle Not abgewendet wurde.

Habe noch ne Reha über die DRV offen, dann wird geklärt, ob eine LTA möglich ist oder eine Wiedereingliederung über das Hamburger Modell oder anderes.

LTA möchte ich jedoch nicht, aus diversen Gründen kiene Option.

Ich falle nur zeit meines Lebens durch jedes Raster, das macht so vieles schwer.
Nun weiß ich wenigstens weshalb, was ich ändern kann und muss.
Ich weiß, wohin ich möchte und was ich möchte, nur noch nicht, wie ich dieses erreiche, aber hier gibt es inzwischen gute Hilfe.

Bin demnächst in einer Maßnahme eines privaten Trägers hier in HH, für private 1:1 und Gruppencoachings mit Spezialisierung auf ADHS und Autismus-Spektrum.

Ziel ist zum Jahresende Arbeit. Erstmal Mini-/ optimal Midijob bis Teilzeit, dann Vollzeit.

Die Richterin am Amtsgericht meinte unter vorgehaltener Hand zu mir, ich solle nicht zu schnell und groß einsteigen, sie gönne dem Gläubiger nicht, dass ich ihm das Geld abtrete. Nach all dem, was gelaufen ist, buchstäblich die große Scheißeschau, die die Richterin, meine Anwältin, zwei andere Richter in Ihrer gesamten Laufbahn gesehen haben.
Nach all dem, was gelaufen ist, auch verständlich.

Naja gut, das ist meistens halt Regale einräumen. Das hab ich vor über Jahren schon als Ferienjob für 5,50€ /h gemacht ... Da muss man halt auch wirklich gar nix können, bzw. das was gebraucht wird lernt man in 2h. Ist halt ja auch ein Problem inzwischen, jeder Job für den man Null Qualifikation benötigt muss nun mindestens das zahlen, während Jobs für die man ne Ausbildung braucht, welche vorher halt auch schon nicht gut bezahlt wurden, fast gar nicht angehoben wurden.
Ja, ich arbeite, seit ich 14 bin, habe viel und hart gearbeitet, aber Kassentätigkeit war schon immer meine Krux, der Erzfeind.
Bedauerlicherweise gibt es kaum noch Optionen ohne diese, oder es ist ein Führerschein notwendig.

Klingt blöd, aber vor dem Führerschein und Kassensystemen habe ich echt eine rational nicht erklärbare Angst entwickelt, abgesehen vom fehlenden Geld um diesen zu machen.. GoFundMe folgt. 🤑
Ich könnte hier für 25 Euro Nachtschicht im Lager arbeiten, aber komme morgens nirgends weg, keine Busse und wenn, dann nach 5 Stunden Wartezeit.
Keiner, der in meine Richtung wohnt, riesiges Industriegebiet, keine Nachtbusse.

Ansonsten wäre das nice, flexibel. Ich bin spät abends/nachts eh aktiver.

Ziel wäre, Mobilität und Sport durch AG übernommen, HH bietet dafür beste Optionen für AG.
Regelmäßige Fortbildungen und Qualifikationen übernehmen, zumindest bezuschussen, da diese gerne mal für 8-12 Stunden bei 3.000 Euro liegen.
Beide Punkte für den AG gut machbar und voll absetzbar.

Qualifikationen, die ich mir selbst aneigne und finanziere, machen mich langfristig unabdingbar für den AG, interessanter für andere Praxen oder ggf. (eher nicht) für Selbstständigkeit.

Mit dem AuDHS einen Arbeitsplatz finden, der mich fördert, mir Struktur und Sicherheit gibt, an dem ich fokussiert und professionell arbeiten kann, ohne mich um Papierkram oder anderes kümmern zu müssen, das ist eine zusätzliche Herausforderung.
Meine Arbeit, meine Dokumentation, fachbezogener Austausch zwischen Krankenkassen, Ärzten, Kliniken, KollegInnen.
Also ein funktionsfähiges Praxismanagement.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wird echt Zeit, dass endlich Gehaltsangaben in Stellenanzeigen Pflicht sind.
Ich habe irgendwoher im Hinterkopf, dass es seit kurzem schon so sein soll: IHK NRW
Arbeitgeber müssen Bewerberinnen und Bewerber künftig über das Einstiegsgehalt, die Gehaltsspanne und gegebenenfalls Tarifregelungen informieren – möglichst bereits in der Stellenausschreibung oder vor dem Vorstellungsgespräch.

Die Deutschen sind halt sehr eigen, was dieses Geheimnis um Geld und Verdienst anbelangt,
Deshalb steht in der EU-Vorgabe auch eine interne Berichtspflicht. Wie das umgesetzt wird, muss sich noch zeigen...
 
Wichtiger Hinweis: Die folgenden Ausführungen basieren auf den Vorgaben der EU-Entgelttransparenzrichtlinie (Richtlinie (EU) 2023/970). Ein konkreter deutscher Gesetzentwurf lag zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Beitrags noch nicht vor. Die genaue Ausgestaltung in deutsches Recht bleibt also abzuwarten. Alle Angaben beziehen sich hier behelfsweise auf die Mindestanforderungen der Richtlinie.

Das ist ja der Witz :d Hab das entsprechend auch noch nirgends wirklich gesehen
 
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