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Xeon 6+ mit 288 Kernen

Eine bis zu 60 Prozent höhere Effizienz

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Eine bis zu 60 Prozent höhere Effizienz
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Zum MWC spricht Intel, wie auch schon im Rahmen der US-Tech-Tour im Oktober des vergangenen Jahres, über erste Details zu den kommenden Xeon-6+-Prozessoren auf Basis von Clearwater Forest. Bei diesen setzt Intel, genau wie bei den Panther-Lake-Prozessoren, auf die eigene Fertigung in Intel 18A.

Im Rahmen des MWC dreht sich vieles natürlich rund um mobile Geräte und Mobilfunk und so ist das, was Intel gemeinsam mit Ericsson und Dell verkündet, natürlich auch thematisch daran gebunden. So sollen die Xeon-6+-Prozessoren mit Efficiency-Kernen alias Clearwater Forest für Telekommunikationsausrüster wie Ericsson besonders interessant sein.

Konkret beschreiben die Partner den Einsatz der Xeon 6990E+ mit 288 Kernen gegenüber des Vorgängers 6780E, der mit 144 Kernen auskommen muss, aber in einem Dual-Sockel-System von Dell so aber ebenfalls auf 288 Kerne kommt. Das 1S-System mit 288 Kernen ist im Vergleich zum 2S-System mit 2x 144 Kernen um 30 % schneller. Allerdings kommt man nun mit nur noch neun mit den Xeon 6990E+ ausgestatteten Servern aus, während es derer elf mit jeweils zwei Xeon 6780E sind. Die Leistungsaufnahme der Infrastruktur sinkt von 10,2 kW auf 6,3 kW.

Allerdings ist dieser direkte Generationenvergleich nur für Neuinstallationen interessant, deren Umrüstung noch etwas Zeit in Anspruch nehmen darf. Verglichen mit der zweiten und vierten Xeon-Scalable-Generation sind die Einsparungen noch einmal deutlich größer.

Die heutige Ankündigung bedeutet allerdings nicht, dass Intels Xeon-6+-Prozessoren ab sofort verfügbar sind. Die Auslieferung der entsprechenden Systeme an die Telekommunikationsausrüster soll ab 2027 starten.

Der allgemeine Marktstart der Xeon-6+-Prozessoren im Serverbereich soll weiterhin in der ersten Jahreshälfte 2026 erfolgen. Die bisher bekannten Details zu Clearwater Forest finden sich in einem gesonderten Artikel. Hier wird dann auch auf die Plattformfunktionen wie die Größe der Caches, die I/O-Funktionalität und vieles weitere auf Basis der Birch-Stream-Plattform eingegangen.

Auch aus Sicht der Fertigung ist Clearwater Forest interessant. Neben den Compute-Tiles aus der Intel‑18A‑Fertigung gibt es noch die I/O-Tiles und die Base-Tiles mit den Speichercontrollern und dem integrierten Cache.

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